Kaufberatung neues Fernglas

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tobi78

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Hallo zusammen,
mein Vater feiert bald seinen Geburtstag und er wünscht sich ein Fernglas. Leider hab ich absolut keine Ahnung auf was man achten sollte.
Mit dem Ferbglas will er ab und zu mal Vögel beobachten aber er nimmt es auch mal beim wandern mit (alles absolut Hobbymäßig).
Ausgeben wollte ich max. 200€.
Könnt ihr mir da mal paar vorschläge machen?
mfg Tobi78
 
Hallo Tobi,

ich habe mir unlängst für diese Zwecke folgendes kleines Reversed-Porro-Glas zugelegt:

Alpen optics

Die Vorteile diese 10x25-Glases sind sein geringes Gewicht (300g), seine ordentliche Optik und v.a. sein großes Gesichtsfeld von 6,5°, die allerdings nur ohne Brille voll nutzbar sind. Preis um die 80€. Fast nur am Tag nutzbar!
Falls dein Vater aber auch an astronomischen Beobachtungen interessiert sein sollte und du auch deshalb hier anfragst, wäre mindestens zu einem solchen Glas zu raten:

Bynolyt 8x30

Dieses 8x30 wiegt 470g und ist noch SEHR kompakt. Für ernsthaftere astronomische Beobachtungen wird es schwerer, etwa 670g:


TS Adventure 8x42

oder:

TS Adventure 10x42

Das erstgenannte lichtstarke 8x42 ist für dunklere Himmel bzw. tiefe Dämmerung besser geeignet (Austrittspupille 5,25 mm), das letztgenannte 10x42 (AP 4,2 mm) für aufgehelltere Nachthimmel bzw. vermutlich noch besser für Vogelbeobachtung (10-fach! auch bis in die Dämmerung hinein nutzbar).

Die drei letztgenannten Gläser kosten über 100€, aber noch deutlich unter 200€.

Freundliche Grüße
Herbert
 
Jeder wir dir das empfehlen, was er hat. (Ich auch.)

Für die Tagbeobachtung kann man eine große Öffnung nicht ausnutzen. Sie dient nur dazu, es den Augen leichter zu machen, die Austrittspupille zu finden. Wenn mann aber den Augenabstand genau einstellt und es schön passende Augenmuscheln hat, woran sich das Auge "festhalten" kann, dann kann man Gewicht sparen ohne optische Einbuße.
Ich hatte vor ein paar Jahren eine Reihe von Gläsern probiert und bin bei einem Steiner Wildlife 8x24 gelanden. Wunderbar leicht, hervorragende Schräfe und Kontrast, sehr gute Augenmuscheln, Naheinstellung bis 2m - damit kann man Insekten aus der Nähe vergrößert betrachten. Das Glas ist wasserdicht, wenn es eingestaubt ist, kann man es einfach abspülen.
8x halten die meisten von uns zitterfrei.

Einziger Nachteil, den ich gefunden habe: Bei sehr schwierigen Lichtverhältnissen (Sonne kanpp außerhalb des Bildfeldes) neigt das Glas zu Überstrahlungen.
Preis etwa 150€.

Steiner hat eine billigere Linie, Safari. Die ist viel schlechter.

Ich rate dir, mal einen Großmarkt zu besuchen und dort die ausgestellten Gläser zu erproben - das geht auch in der Halle.
 
Hallo Tobi,

Uwe Pilz hat Recht und dir mit dem Steiner Wildlife für Tagbeobachtungen sicher ein Glas genannt, das deinen Preisrahmen optimaler ausnützt als meine Empfehlung.
Du kannst dir in diesem Forum relativ sicher sein, nicht unwidersprochen (völligen) Schrott empfohlen zu bekommen.

LG
Herbert
 
Danke schon mal an euch beide.
Das Fernglas wird wahrscheinlich meist bei guten Lichtverhältnissen genutzt, deshalb hört sich das Steiner Wildlife 8x24 schon mal sehr gut an.
Mein Vater ist Brillenträger. Muss man da auf was bestimmtes achten?
mfg tobi
 
Hallo Tobi,

ja, man muss.
Und zwar auf die sogenannte Pupillenschnittweite, u.a. auch Augenpunkt genannt. Das ist der Abstand der Austrittspupillen der Fernglas-Okulare zum Auge, der noch eine volle Nutzung des angegebenen Gesichtsfeldes (in Grad bzw. Metern auf 1000m) erlaubt. Dieser Abstand sollte für Brillenträger mind. 15 mm groß sein, dann spricht man von Brillenträger-Okularen oder auch LE-Okularen (Long Eye Relief). Bei Kleinferngläsern sind solche Okulare aber seltener als bei größeren.
Und wenn Kleinferngläser LE-Okulare haben, dann fast immer um den Preis eines vorweg schon kleinen Gesichtsfeldes. Nun hat man die Wahl: nimmn man als Brillenträger ein Glas ohne LE-Okulare aber mit großem Gesichtsfeld - sagen wir bei 10-fach 6,5° - und verzichtet bei Brillenbenutzung auf einen guten Teil davon (meine Entscheidung!), oder man kauft ein (meist etwas teureres) Glas mit LE-Okularen und hat auch ohne Brillen ein eher kleines Gesichtsfeld, das bei Brillenbenutzung aber gleich groß bleibt.
Beim Steiner Wildlife habe ich dazu keine Angaben gefunden! Vielleicht kann Uwe Pilz aus seiner Erfahrung heraus hierzu etwas sagen.
Das von mir genannte Bynolyt Butterfly 8x30 hat LE-Okulare und ein ausreichend großes Gesichtsfeld (es ist auch kein ganz kleines Fernglas mehr). Natürlich haben auch die beiden genannten TS-Gläser LE-Okulare und zumindest das 8x42 ein sehr anständiges Gesichtsfeld.

Besonders wenn man einen stärkeren Astigmatismus hätte - der ja nicht durch die Dioprienkorrektur am Fernglas korrigierbar ist, sofern man auf die Brillen verzichten wollte - ist dieser Punkt (LE-Okulare) ein entscheidender!
 
Das Wildlife hat den Vorteil der sehr gut passenden und weichen Augenmuscheln. Diese schirmen Fremdlicht sehr gut ab, was den wahrgenommenen Kontrast des Bildes erheblich erhöht. Allerdings ist damit auch der Augenabstand vorgegeben.
Mann kann diese Augenmuscheln umklappen und kommt dann näher heran. Man büßt dann diesen nicht unerheblichen Vorzug ein. Im Prinzip gilt dies für jedes Glas.
Wenn sich der augenseitige Astigmatismus in Grenzen hält, würde ich die Brille hochschieben und das Glas direkt benutzen.
Brillenträger sind stärker noch als alle anderen darauf angewiesen, ein Glas wirklich einmal auszuprobieren.
 
Das Wildlife hat den Vorteil der sehr gut passenden und weichen Augenmuscheln. Diese schirmen Fremdlicht sehr gut ab, was den wahrgenommenen Kontrast des Bildes erheblich erhöht. Allerdings ist damit auch der Augenabstand vorgegeben.
Mann kann diese Augenmuscheln umklappen und kommt dann näher heran. Man büßt dann diesen nicht unerheblichen Vorzug ein. Im Prinzip gilt dies für jedes Glas.
Wenn sich der augenseitige Astigmatismus in Grenzen hält, würde ich die Brille hochschieben und das Glas direkt benutzen.
Brillenträger sind stärker noch als alle anderen darauf angewiesen, ein Glas wirklich einmal auszuprobieren.
 
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