Kaufberatung: parallaktische Montierung EQ6 + Newton 8'' od. 10''

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@elythomaslumber: Die Option im Dropdown heißt "EQmod Mount", ja genau so einfach ist das ;)

Beim OAG ist an sich die Lichtstärke das Kriterium, aber nicht in hinsicht auf "seh ich was oder nicht" sondern eher auf den Winkel des Lichtkegels und damit die Ausleuchtung des OAG. ZWO spezifiziert für seinen F4 als Grenze, drunter wird der Winkel zu steil. Mit einem F8, F8 oder F10 solltest Du somit keine Probleme haben. Besonders an SCTs werden gerne OAGs genutzt aufgrund der hohen Brennweiten!
Den OAG wählt man eher so, dass er keine Verschattung auf dem Sensor der Hauptkamera wirft. Ich nutze z.B. mit Vollformat und F4 einen 8x8 mm OAG von TS und ASI290 2". Hier geht es gerade noch so vom Lichtkegel, einen Reducer bzw. Komakorrekor mit leichter Reducer-Wirkung kann ich so nicht nutzen.

Wenn der Guider nur als Guider genutzt werden soll reichen die 1,25" (und damit USB2.0) Varianten, egal, ob es nun eine 120MM oder 290MM wird.
Die 2" und damit USB3.0 Varianten haben einfach nur mehr FPS und eignen sich somit parallel auch noch fürs Lucky Imaging von Planeten.
Alternativ zu den Monos, welche hoch empfindliche Kamers sind, könntest Du Dir auch die ASI462MC anschauen, zwar Farbe und damit etwas weniger empfindlich als eine 290MM (jedoch empfindlicher als die 120MM), aber parallel als klasse Planetenkamera nutzbar. Anderer seits hast Du bereits eine gekühlte Kamera, welche sich auch für die Planetenfotografie heranziehen könntest.
Ggf. hier auch mal auf dem Gebrauchtmarkt stöbern, die kleinen ASI-Kameras sind wie Sand am Meer zu haben.

CS, Ralf
 
Hallo Bento,
ich nutze den OAG an folgenden Teleskopen: 71/349 APO; 150/750 Newton; 250 F/8 RC derzeit nur mit Reducer bei ca F/5,3.
Das Öffnungsverhältnis spielt bei Punktlichquellen keine Rolle (anders als bei flächigen Objekten) nur die Öffnung begrenzt (bei gleicher Belizeit) die Grenzgröße.
Ein größeres Prisma im OAG kann eine größere Sensorfläche bedienen (größeres Feld) - ob das bei der kleinen ASI sinnvoll ist, habe ich nie ausgerechnet...
Bei OAG möglichst eine kompakte CAM zum Guiden nutzen, sonst wirds etwas eng ;)
Die Entscheidung ob du mit OAG oder Leitrohr Guidest, kann dir niemand abnehmen...ein Freund von mir Guidet erfolgreich mit Leitrohr am Newton.
Ich bin da ein gebranntes Kind...ich hatte früher verschiedene Lei(d)trohre und wurde nicht glücklich damit. Ich hatte immer eine Bewegung im System, vom Hauptspiegel oder mechanisch, oder beides...erst mit OAG konnte ich brauchbar Guiden.

Grüße Rainer
 
Hallo!

Sehr interessanter Gedankenaustausch in dieser Diskussion. Ich kann ein paar Gedanken zur Auswahl eines Teleskops zwar nur aus dem Blickwinkel EAA, also kein Anspruch an Guiding und Co. beitragen. Aber hoffentlich trotzdem hilfreich für @bento124 . Ich habe Erfahrung mit EAA und einem f/5 Newton, 5" | 650 mm (Skywatcher 130 PDS) und bin auch gerade am überlegen, dass ich DSO größer und "flächenfüllendere" Galaxien gerne hätte. Dazu teste ich gerade in wie weit ich meinen f/5 Galaxy Newton 10" | 1.250 mm auf Dobson und EQ Plattform dafür Sinn-bringend zumindest zum Test einsetzen kann. Allerdings ist für mich ein Setup das auf visuelle Beobachtungen ausgelegt ist, trotz EQ-Plattform aber vor allem ohne motorischen Fokus nicht ideal für EAA. Ich finde man sollte bei der Auswahl auch die geplante Kamera mit in die Überlegungen mit einbeziehen und zwar im besonderen von der Auflösung und der Chipgröße. Denn dies beeinflusst im besonderen Maße die Größe der fotografierten Objekte.

Für EAA ist ja das Ziel Live-Beobachtung durch Stacking im "Minuten-Bereich" zu machen und daher wird man deshalb immer das insgesamt "schnellere" System bevorzugen, was man vielleicht bei der Astrofotografie meinen könnte durch Geduld und Zeitdauer auch mit einem langsameren System ausgleichen zu können, da man da ja eher im "Stunden-Bereich" unterwegs ist. Ursprünglich hatte ich als Teleskop einen TS-Photon f/4 | 6" | 600 mm vorgesehen. Leider war es nicht möglich das Instrument in gut sechs Wochen in einen funktionierenden Zustand zu bringen und ich habe es zurückgeben können. Nur als Info die Schwierigkeiten waren nicht in den f/4 begründet, sondern dass das Teleskop einfach nicht in Ordnung war. Danach habe ich nach kurzer Einarbeitung mit dem Skywatcher 130 PDS, Spiegel 1" kleiner, f/5 statt f/4 als mit dem ursprünglich vorgesehenen TS-Photon mit dem EAA Setup festgestellt, dass die Empfindlichkeit der ASI183MC jetzt nicht zu meinen Vorstellungen von Belichtungen mit 4, 8 vielleicht auch 16 Sekunden Dauer passt und bin deshalb auf die deutlich empfindlichere und damit schnellere ASI294MC gewechselt.

Und wie zu erwarten waren dann die Objekte mit der ASI294MC deutlich kleiner als mit der ASI183MC. Hier zwei Beispiele:

M51 mit ASI183MC - Skywatcher 130 PDS, 650mm, f/5
M51-Feldgroesse-wie-294.jpg


M51 mit ASI294MC - Skywatcher 130 PDS 650mm, f/5
M51_ALL_Stack_356frames_2848s.jpg


Der Sensor der ASI183MC hat 5.496 x 3.672 Pixel, der Sensor von der ASI294MC hat 4.144 x 2.822 Pixel. Damit es vergleichbar ist, habe ich aus dem größeren Bild der ASI183MC (5.496 x 3.672 Pixel mit 2,4 µm Größe) einen Pixelgenauen Ausschnitt mit 4.144x2.822 Pixel, mit 4,63 µm Größe hier für den Vergleich gemacht. Wenn man sich dem Thema rechnerisch nähert und für M51 mit einer Winkel-Größe von 11,2' x 6,9' ausgeht, errechnet sich für die ASI183MC dafür 883 x 544 Pixel hingegen bei der ASI294MC bleiben nur 458 x 282 Pixel für den Skywatcher 130 PDS.

Sprich ich habe mir durch den Umstieg von f/4 auf f/5 und dem dann für mich als nötig angesehenen Wechsel der Kamera von ASI183MC auf ASI294MC jetzt nur Größen-rechnerisch betrachtet, drastisch kleinere Deep Sky Objekte eingehandelt.

Ich überlege deshalb von den 650mm | 5" f/5 Skywatcher 130 PDS auf einen 800mm | 8" f/4 Skywatcher Quattro 8S zu wechseln. Das würde gegenüber jetzt (Skywatcher 130 PDS) einen drei Zoll größeren Spiegel und damit deutlich mehr Licht und drastisch kürzerer Belichtunsgzeiten vermutlich dann wieder locker für die ASI183MC reichen. Hier die Simulation über die WEB-Seite astronomy.tools

Zuerst die auf vergleichbare Größe Skywatcher Quattro 8S mit der ASI183MC

astronomy_tools_fov_m51_skywtacher_f4_800.jpg


hier für Skywatcher Quattro 8S mit der ASI294MC
astronomy_tools_fov_m51_skywtacher_f4_800_ASI294.jpg


Hier noch mal zum Vergleich die Größen in Pixel ausgerechnet für die beiden Kameras im Vergleich zu den zwei verschiedenen Teleskopen und meinem Test f/5 10" Galaxy Dobson, basierend auf einer Winkel-Größe von 11,2' x 6,9' für M51:

ASI183 MC - Pixelgröße 2,40 µmASI294MC - Pixelgröße 4,63 µm
Skywatcher 130 PDS | 650 mm883 x 544 Pixel458 x 282 Pixel
Skywatcher 200 Quattro 8S | 800 mm1087 x 670 Pixel564 x 347 Pixel
Galaxy Newton 1.250 mm1699 x 1047 Pixel881 x 543 Pixel

Fazit für mich, nicht nur die größere Brennweite macht die "große" Galaxie sondern auch die dazu passende Kamera. Natürlich muss auch berücksichtigt werden, dass das optische System überhaupt die Details für die hohen Auflösungen liefern können muss. Da könnte man sich zusätzliche Gedanken machen wie groß werden die Sterne / Beugungscheibchen in Abhängigkeit der Öffnung auf Grund von Beugungseffekten überhaupt abgebildet. Da gab es kürzlich eine Diskussion hier zu. Und es errechnen sich die Beugungscheibchen so:

f/4 - Teleskop2,68 µm
f/4 - Teleskop mit 2x Barlow (~ f/8 )5,37 µm
f/5 - Teleskop3,36 µm
f/5 - Teleskop mit 2x Barlow (~ f/10)6,71 µm
f/10 - Teleskop6,71 µm
f/10 - Teleskop mit 0,67 Reducer (~ f/6,7)4,50 µm

Meine Gedanken zu welches Teleskop nehme ich denn ...

Erfolgreiches Grübeln und viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 
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Ober eben bei astronomy.tools zu berechnen, nebst vielen anderen sinnvollen Rechnern

CS, Ralf
 
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