Kaufberatung Teleskop

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Boby_P

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Hallo Leute,
ich bin im Bereich der Astronomie durchaus etwas erfahren, derzeit besitze ich ein 8" Dobson Teleskop, welches ich aus wettertechnischen Gründen im Sommer 2011 im Iran gelassen habe, da dort die Bedingungen einfach um welten besser sind als hier in Österreich/Wien.

Jedoch sehne ich mich wieder, auch in Österreich wieder zu beobachten, es quält mich immer wieder wenn ich die wenigen wolkenlosen Nächte sehe und ich kein Teleskop habe um wenigstens irgendetwas zu beobachten.
Mein Budget ist leider stark beschränkt (0-175 Euro), da ich leider nur ein 18 jähriger Student bin der vom Taschengeld seiner Eltern lebt.

Ich habe mir überlegt mir einen kleinen 80 mm Refraktor zu besorgen, da diese mobiler sind als Reflektoren und angeblich soll ja deren Bildqualität auch über Reflektoren liegen.
Natürlich liegt es an der Öffnung, und ich erwarte mir für das Budget keinesfalls die Bildqualität die ich auf meinem 8" Dobson gehabt habe, ich will nur ein paar Mal Mond, Planeten und Nebel wie z.Bsp. Orion oder Andromeda sehen.
Da das Budget beschränkt ist, habe ich deswegen an einem 80 mm Refraktor oder an einem 114 mm Reflektor gedacht, oder vielleicht an einem Fernglas.
Wie groß ist der qualitative Unterschied zwischen einem 80mm Refraktor und einem 114mm Reflektor? Sieht man bei gleich Vergrößerung (bspweise 100) bei einem Refraktor besser und schärfer?
Danke im Vorraus!
Mit freundlichen Grüßen
Boby
 
Hallo Boby,

wenns neu sein soll, würde ich Dir nach Deiner Beschreibung ein Skywatcher 130/650 Heritage empfehlen. Das Risiko dabei ist allerdings der Spiegel, der angeblich ziemlich schwankende Qualität hat. Ich finde meinen ok, er zeigt für so ein kleines "Ding" sehr viel am Himmel und ich kann deutlich über 100x vergrößern, ohne dass das Bild flau wird. Als Nachteil wäre zu erwähnen, dass man einen Tisch oder ähnliches braucht, wenn man nicht am Boden kriechen möchte. ;)
Refraktoren kann ich in dem genannten Preisbereich aus meiner Erfahrung heraus nicht empfehlen. Die, durch die ich bisher geschaut habe, sind meinem 130er in (fast) allen Belangen unterlegen.

Gebraucht würde ich alles nehmen, was einigermaßen stabil ist und mind. 5" Öffnung hat. :pfeif:

Viel Erfolg bei der weiteren Suche und vor allem dem Finden! :)

CS

Carlo
 
Hallo,
danke schonmal für die Antwort!
Ich würde eigentlich bevorzugt gebraucht kaufen, da natürlich billiger.
Verkaufst Du deinen? :D

Also gibt es was Refraktoren angeht in meinem Budget gebraucht nichts Gutes?
Ich höre immer davon dass Refraktoren bei gleicher Vergrößerung eine bessere Bildqualität vorweisen als Reflektoren, stimmt das?
Danke schonmal!
MfG
Boby
 
hehe, nein, sorry, mein Schnuckelchen behalt ich! :D

Ich bin leider zu unerfahren, um da wirklich ne aussagekräftige Antwort auf Deine letzte Frage zu geben. Aber was ich auf jeden Fall sagen kann: ein guter(!) Refraktor hat bei gleicher Öffnung eine bessere Bildqualität als ein Reflektor. Allerdings bekommst Du fürs gleiche Geld so viel mehr Öffnung bei einem Reflektor, dass Du dennoch viel mehr Details erkennen kannst, als mit einem gleichpreisigen Refraktor. Ich habe z.B. schon durch mehrere (ok, es waren genau 2 ;) ) sündteure 6"-Refraktoren auf Monstermontierungen geschaut und war ziemlich enttäuscht. Mein 8" Skywatcher Einfachdobson zeigt mindestens genau so viel und fast genauso schön. Bei einem 20stel des Preises. Das hat mich ernüchtert.
Ich vermute mal, dass man mehr Erfahrung braucht, um die Vorzüge eines Refraktors schätzen zu lernen. Ich bin auf jeden Fall noch nicht so weit. :blush:

Ciao

Carlo
 
PS: Evtl. reicht ja sogar auch ein Astrofernglas?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Boby,

falls du etwas basteln möchtest/kannst, wäre ein (gebrauchter) 114/900er Newton durchaus ein schönes Gerät. Dem spendierst du einfach eine Low-Budget-Rockerbox (Anleitungen/Anregungen gibt es genug). Dann hast du einen kleinen, günstigen Dobson. Alternativ auch mal den Gebrauchtmarkt im Auge behalten. Wir haben erst kürzlich einen 6" f/8 Dobson für unter 200 Euro mit 4 Okularen bekommen. Der kommt deinem 8"er schon näher als ein 80mm Refraktor ;)

Gruß, Robert
 
Hallo,
stimmt, ich habe noch nicht darüber nachgedacht, eventuell nur den Tubus inkl. Spiegel zu kaufen, und eine Rockerbox z basteln.
Aber sind 120 Euro für ein Skywatcher 130/650 auf einer EQ 3-2 Montierung nicht preisgünstig?
Mit freundlichen Grüßen
Boby
 
Hallo Boby!

Der 114er Danubia ist ein Catadiopter! Lass die Finger lieber davon auch wenn der Preis lockt. Ich hatte mal ende der 90er so ein Gerät, welches seinem "Ruf" alle Ehre machte!

Der 130er mit EQ-3 ist die 120,-Euro allemal wert, wenn es nicht unbedingt ein Exemplar aus der unteren Riege der Serienstreuung ist (Es soll richtige Gurken unter diesen Dingern geben aber auch gute Exemplare!). Der Verkäufer bietet ja an das Teleskop zu testen!

Ich hatte selbst so einen Newton aber auf einer grenzwertigen EQ2. Na ja, es ging so ;-) Ich denke die EQ3 ist schon ausreichend für den kurzen Tubus.
Mein 130/650 hat mich aber nicht so überzeugt. Viel mehr als der 114er hat er nicht gezeigt und am Planeten war er ab 130fach etwas flau. Er war halt von der Stange und es lässt sich mit etwas Tuning sicher noch was rausholen. Am Mond hingegen konnte ich problemlos bis 216x gehen. Die Randschärfe mit den beigelegten zwei 10mm und 25mm Okularn war aber eher bescheiden.

Da ich nicht so der Tuningfan bin und lieber spontan beobachte (Einfach aufstellen und gucken wenn mich die Lust packt :super:) hätte ich mir im nachhinein lieber einen kleinen ED gekauft. War damals noch billiger als heute!

VG,
Michael
 
Hallo Robert,

mit
Zitat von Blackbert:
Hfalls du etwas basteln möchtest/kannst, wäre ein (gebrauchter) 114/900er Newton durchaus ein schönes Gerät.
iegst Du auch meiner Meinung nach richtig, allerdings sollte man die "900" betonen.

Zu
Dem spendierst du einfach eine Low-Budget-Rockerbox (Anleitungen/Anregungen gibt es genug).
wäre aber noch zu sagen, daß dies noch warten kann, sofern man den Newton mit einer halbwegs ordentlichen Montierung ersteht. "Halbwegs" würde ab einer Astro3 (EQ3-1) stimmen.

Mit einer EQ3-2, NEQ-3 oder irgendeiner Vixen ab der Polaris ist die Montierung wirklich als ordentlich zu bezeichnen. In diesem letzten Fall braucht man die Rockerbox nicht mehr.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,
der Deal ist fast fix, ich bekomm den 130/650 Skywatcher inkl. EQ 3-2 und 3 Super Plössl Okularen für 100 Euro.
Ich nehme mal an das ist ein gutes Angebot?
MfG
Boby
 
Wenn das Teleskop und die Montierung soweit in Ordnung sind, würde ich sagen: Schnäppchen :-)
Da der Verkäufer es ja in seiner Anzeige ausdrücklich anbietet, teste ruhig das Gerät. Gegen einen kurzfristigen Aufbau des Teleskops, einen Blick auf die Optik und (auch wenn es am Tage ist) durch das Okular, hat ein seriöser Verkäufer sicher nichts einzuwenden.

VG,
Michael
 
Hallo,
ja, er besteht darauf dass ich es mir vorher anschaue, er meint aber, dass mit Ausnahme von ein paar Gebrauchsspuren die keinerlei Einfluss auf die Beobachtung haben es einwandfrei ist.
Damit bleibt sogar noch Geld für ein ordentliches Okular (wer hätte es gedacht), sind die Super Plössl die mitgegeben werden nicht generell von guter Qualität.
Ich habe im Iran einen 32mm gehabt der immer sehr gute Bilder zeigte.
Gibt es im Preisbereich bis zu 50 Euro gute Okulare hauptsächlich für Mond und Planetenbeobachtung?
MfG
Boby
 
Hallo noch mal!

>>… hauptsächlich für Mond und Planetenbeobachtung <<

Wie ich schon geschrieben habe, der 130/650 ist nun nicht gerade der Planetenspezialist. Das heißt nicht, das da nix geht. F5 muss schon gut Justiert sein und verlangt nach hochwertigeren Okularen (Letzteres aber eher wegen der Randunschärfe, die ja bei Planetenbeobachtung nicht die Wahnsinnsrolle spielt). Wenn es speziell um die Beratung geht, welche Okulare bei deinem angestrebten Teleskop sinnvoll sind, mache doch ein Thema unter “Okulare, Filter, Sucher” auf.
Da gibt es Spezialisten die sich da wirklich auskennen. Auf alle fälle nichts überstürzen.

Und noch ein Hinweis: Der Okularauszug ist aus Plastik! Falls Du mal ein paar Schnappschüsse von Mond und Planeten machen willst, dann eher mit einer Webcam als einer DSLR! Sonst ist er etwas überfordert ;-)

VG,
Michael
 
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Hallo Boby,

nur ein Okular dürfte ein Super-Plössl sein, nämlich das 10-mm. Das 25-mm ist ein Reversed-Kellner, was aber in dem Brennweitenbereich in Ordnung gehen sollte.

Wenn Du mit den Okularen Mond und Planeten beobachten möchtest, kannst Du durchaus Plössl ausprobieren. Ob die mit dem Teleskop zurechtkommen, kannst Du abschätzen, wenn es bei Dir steht und Du mal das 10er und das 32er ausprobiert hast. Um die Feldschärfe dürfte es beim Öffnungsverhältnis 1:5 eher mäßig bestellt sein, aber auf der Achse ist die Schärfe in Ordnung. Kurze Brennweiten geben geringe Augenabstände. Mehr als 30 Euro würde ich normalerweise nicht ausgeben.

Deutlich mehr Gesichtsfeld und etwas bessere Feldschärfe bieten die TS SWM bzw. Skywatcher Ultra Wide ("Blaukanten", "Goldkanten"), sind aber in der Ausführung als 6 mm und 9 mm bezüglich des Einblick etwas gewöhnungsbedürftig. Es handelt sich nicht um spezielle Planetenokulare, sie eignen sich aber durchaus für derartige Objekte. Über 45 Euro braucht man nicht auszugeben.

Die "Planetary"-Okulare liegen preislich über 50 Euro, aber bei der Abnahme von zweien oder dreien kann man feilschen. Die Randschärfe ist bei schnellen Teleskopen besser als in den Plössl, das Gesichtsfeld liegt ebenfalls darüber. Meine Erfahrungen mit diesen Optiken beschränken sich allerdings auf die beiden kürzesten Brennweiten, nicht auf die erst einmal für Dich wichtigeren zwischen 4 mm und 15 mm.

Grüße

fquadrat
 
Hallo,
danke schonmal für die vielen Anworten!
Ich werde dem Besitzer bitten das Teleskop, wenn möglich, noch vorher zu justieren da ich im Justieren sehr schlecht bin.
Fotos will ich sowieso nicht machen, nur reine Beobachtung.

Generell würd ich gerne wissen:

Je größer das Öffnungsverhältnis, desto unschärfer das Bild? Odre nur am Rand?

Mein Dobson war ein 200/1200, also ein f/6, und ich habe damit kein Problem gehabt, ist der Unterschied zu f/5 so groß?

Mit Playnetary Okularen habe ich gute Erfahrungen, habe für den Dobson ein 7mm Modell verwendet und war ganbz zufrieden damit.

Danke schonmal!
MfG
Boby
 
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Hallo,
danke für den Link, hilft mir sehr!
Zusammenfassend also, mit großen Öffnungsverhältnissen wie f/4 oder f/5, ist Astrofotografie eher möglich, als mit kleinen.
Außerdem kann man mit großen Öffnungsverhältnissen nicht sehr stark vergrößern, man hat zwar ein großes Gesichtsfeld, aber nicht die Schärfe für eine Planetenbeobachtung (außer mit guten Okularen).
Sollte ich den Kauf nochmal überdenken? Oder ist der visuelle Unterschied für einen reinen Beobachter, der nur ein paar mal ins eigene Sonnensystem schauen will sowieso minimal zwischen beispielsweise f/5 oder f/10?
Wie hoch kann ich mit dem Skywatcher dann vergrößern? Bei 13 cm Öffnung hätte man sich ja gerne 260 mal vorgestellt (gutes Seeing vorraussetzend), im Durchschnitt würden mit auch 180-200 mal sehr ausreichen, wenn das Bild gut ist.
MfG
Biby

Edit:
Bräuchte ich kein Okular im Bereich 3 oder 4mm? Für 160 bzw. 215 fache?
 
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Hallo Boby,

Zitat von Boby_P:
Außerdem kann man mit großen Öffnungsverhältnissen nicht sehr stark vergrößern, man hat zwar ein großes Gesichtsfeld, aber nicht die Schärfe für eine Planetenbeobachtung (außer mit guten Okularen).
Großes (=schnelles) Öffnungsverhältnis hat erstmal nichts mit der Vergrößerung zu tun. Ein 8" f/4 zeigt theoretisch genauso viel wie ein 8" f/8 (bis auf Gesichtsfeld bzw. kleinste mögliche Vergrößerung). Es werden lediglich Okulare mit anderen Brennweiten und evtl. besserer Korrektur für das große Öffnungsverhältnis benötigt. Aber (soweit ich das verstanden habe): Je größer das Öffnungsverh., desto präziser muss der Hauptspiegel sein. Und da gibt es wohl bei den kleineren, günstigeren Geräten eher Probleme, so dass höchste Vergr. nicht immer möglich sind. Deshalb ist z.B. ein 114mm Newton mit 900 Brennweite (also f/7.9) insofern eine gute Wahl, als das er mit relativ einfachem Spiegel noch relativ hohe Vergr. (ca. 150x-200x) bringen kann.

Zitat von Boby_P:
Wie hoch kann ich mit dem Skywatcher dann vergrößern? Bei 13 cm Öffnung hätte man sich ja gerne 260 mal vorgestellt (gutes Seeing vorraussetzend), im Durchschnitt würden mit auch 180-200 mal sehr ausreichen, wenn das Bild gut ist.
An meinem 114/900er Newton sind 150x gut machbar. Darüber wird es dann vom Bild her schon etwas flauer. Bei dem 130/650er würde ich also mal nicht davon ausgehen, dass du gut 200x (am ehesten noch am Mond) einsetzen kannst. Vermutlich wird es eher darunter liegen, aber da spielt sicher auch die Serienstreuung bei diesen Geräten eine große Rolle. Wenn es 150x schaffen sollte, ist das sicher schon ein ganz guter Wert. Nach diversen Berichten zufolge ist der 130/650er wohl eher für kleine bis mittlere Vergr. gut zu gebrauchen. Für Planeten und Co. würde ich dann eher zu einem 6" f/8 Dobson tendieren. Hängt halt davon ab, was dir wichtiger ist.

Nachtrag:
Hier mal noch 2 Links, die einen 130/650er Flextube (speziell die Qualität des Hauptspiegels, der bei dem 130er hier wohl auch verbaut sein dürfte) etwas weniger gut darstellen:
Thread zum 130/650er Flextube
Test des 130/650er Flextube durch Stathis K.

Es gibt aber auch gute Berichte über diese Teleskope. Man sollte nur nicht zuviel erwarten oder sich am besten noch vor dem endgültigen Kauf selbst von der optischen Qualität überzeugen, was wohl eher schwierig werden könnte.

Gruß, Robert
 
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Hallo Robert,

der Spiegel muss nicht präziser sein, aber da er stärker gekrümmt ist, muss man sich besser darum kümmern, die nötige Parabelform einzuhalten. Auch die Justage muss genauer werden. Bei Linsenteleskopen gilt dasselbe, die Krümmung wird stärker und zusätzlich muss auch die Justage der Objektivlinsen innerhalb der Fassung genauer sein. Außerdem wird der Anspruch an die Farbkorrektur und die Glaspaarungen größer - da spielt aber auch die Teleskopöffnung eine wichtige Rolle.

In der Praxis kann man ohnehin nur aus Erfahrungswerten ableiten, welche Optiken im allgemeinen gut gelingen. Da machen die 114/450 Newtons mit Parabolspiegel bislang wenig negativen Wirbel. Schlechtes hört man eher von denen mit "anparabolisierten" Optiken (was klingt als hätte es ein Kugelspiegel sein sollen und das wäre aus Versehen zu einer leichten Bildverbesserung hin mißglückt). Auch die Optiken mit Kugelspiegel und fest eingebautem Korrektor ("Barlow") schneiden nicht so gut ab, von dem was man so hört. Die sollen selbst von erfahrenen Sternfreunden justiert nicht gut ausschauen. Die kleinen achromatischen Refraktoren mit f/5 oder f/6 haben dann auch an ihren Problemchen wie Asti oder sonstwie flauem Bild zu knabbern. Alles Probleme, die produktionsbedingt durch das Öffnungsverhältnis wahrscheinlicher werden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Boby.

Zitat von Boby_P:
Je größer das Öffnungsverhältnis, desto unschärfer das Bild? Odre nur am Rand?
Das Teleskop kann, sofern korrekt hergestellt und justiert, genauso scharf sein wie eines mit kleinem Öffnungsverhältnis, aber die Okulare haben prinzipiell Probleme damit.

Einerseits gibt es die Randschärfe, welche mit steigendem Öffnungsverhältnis immer schwieriger zu erreichen ist. Ein Teil liegt an dem bei kürzerbrennweitigen Instrumenten meist stärker gekrümmten Bildfeld, ein Teil an dem stumpfwinkligeren Lichtbündel. Große Gesichtsfelder steigern das Problem, daher müssen Weitwinkelokulare deutlich besser korrigiert werden als die klassischen Planetentypen mit eher moderatem Gesichtsfeld. Viele moderne Konstruktionen sind dann aber auch aufwendiger konstruiert, besonders im Weitwinkel- bis Ultraweitwinkelbereich.

Das stumpfwinkligere Lichtbündel kann andererseits für Unschärfe auf der optischen Achse sorgen. Das Problem betrifft besonders die Kellner-Bauart, aber auch einige Weitwinkeltypen wie z.B. das klassische fünflinsige Erfle. Beim Plössl und Abbe-Ortho ist der Effekt vorhanden, aber bei 1:5 nur sehr schwach ausgeprägt.

Mein Dobson war ein 200/1200, also ein f/6, und ich habe damit kein Problem gehabt, ist der Unterschied zu f/5 so groß?
Bezüglich der Feldschärfe kann er durchaus groß werden.

Mit Playnetary Okularen habe ich gute Erfahrungen, habe für den Dobson ein 7mm Modell verwendet und war ganbz zufrieden damit.
Dann kannst Du sie auch einmal an 1:5 ausprobieren.

Grüße

fquadrat
 
>> Wenn es 150x schaffen sollte, ist das sicher schon ein ganz guter Wert. Nach diversen Berichten zufolge ist der 130/650er wohl eher für kleine bis mittlere Vergr. gut zu gebrauchen. <<

Das entspräche so ungefähr auch meiner Erfahrung mit dem Teleskop. Am Mond, wie schon geschrieben, sind auch 200fach drin.

Wenn es, wie Boby schreibt, nur ab und zu mal zum Mond und Planeten gucken sein soll, finde ich den 130er plus der EQ3 trotzdem für die beste Lösung bei seinem Budget. Oder findet hier einer ein bessers Angebot als dieses, für 100,- Mücken?
Aber wie gesagt, testen! Auch die Montierung!

VG,

Michael
 
Hallo,
danke für die vielen Antworten!
Der Besitzer meinte das Teleskop sei leucht angestaubt und habe aber keinen Kratzer, vielleicht einen, abe5r da sei er sich nicht sicher. Ich soll einfach vorbeikommen und selber schauen.
Er soll es das letzte mal vor einem halben Jahr justiert haben und nicht mehr benutzt haben.
Mit meinem alten 8" habe ich damals bei sehr guten Bedingungen vielleicht 300 fach geschafft. Normalerweile blieb ich bei 150-200 fach und diese Vergrößerung gefiel mir sehr gut.
Falls ich bei Planeten im Durchschnitt 150-170 fach schaffe dann wäre ich zufrieden, Mond bis zu 200 fach.
Müsste ich mir noch ein 3 bzw 4 mm Okular besorgen?
 
Nabend,

4 mm ist sicher eine sinnvolle Größe, aber 3 mm dürfte zu viel des Guten sein. ;)
Ich habe zwar ein 3,2 mm Planetary in meinem Bestand, habe das aber zugegebenermaßen noch nicht mit dem Heritage ausprobiert. Wenn ich die nächste Zeit mal dazu kommen sollte, geb ich hier kurz Bescheid. :)

CS

Carlo
 
Hauptsache der Verkäufer meint es jetzt nicht zu gut und bringt, vor dem vereinbarten "Vorstellungsgespräch", den Spiegel des Newton noch schnell auf hochglanz! :erschreck: Ein bisschen Staub und vielleicht ein kleiner Kratzer beeiträchtigen die Leistung des Teleskops kaum!
Eine unsachgemäße Reinigung dagegen schon!
 
Hallo,
nein, das fordere ich ja überhaupt nicht, er meint der Spiegel sei sauber, er sei sich aber nicht sicher ob irgendwo doch noch einen kleinen Kratzer gesehen habe, wird also nicht schlimm sein.
 
Hallo Boby,

ich weiß zwar nicht genau, was du sonst noch für Kriterien in Bezug auf Teleskop + Montierung hast, aber für mich wäre für dieses Geld z.B. ein 6" Dobson (f/5 oder f/8) die bessere Wahl. Mit viel Glück wäre sogar ein 8"er drin, aber so einen hast du ja schon (jedenfalls im Iran). Wenn ich das richtig verstanden habe, bekommst du zu dem Preis 2 Teleskope + 1 Montierung. Stellt sich natürlich die Frage, ob diese beide Teleskope sich in deinen Augen ergänzen oder ob am Ende doch eines der beiden verstaubt.

Gruß, Robert
 
Das verstaubte könnte man dann ja rechtzeitig, bevor es in der Staubschicht nicht mehr zu sehen ist, wieder verkaufen. :pfeif: :D

Ein kleiner Dobson hat halt den unbeschreiblich g..len Vorteil, dass er ruck zuck unter den Arm geklemmt und/oder auf den Himmel gerichtet ist. Eine parallaktische Montierung finde ich fürs "schnell mal spechteln" einfach viel zu umständlich. Aber das ist ne sehr persönliche Meinung, die man nicht unbedingt teilen muss.

CS

Carlo
 
Wenn beide Teleskope in gutem Zustand sind, ist das ein guter Preis. Falls Du feststellst, dass eines der Teleskope überflüssig ist, verkauf es. Der Refraktor ist sicher “bequemer” für Dich, da du ja eine Abneigung gegen das Justieren hast. Klar kannst Du auch auf ein Dobson-Schnäppchen warten. Aber ich denke das Zauberwort bei diesem Angebot heißt “Ratenzahlung”? Letztendlich ist es Deine Entscheidung.
Klar ist ein Dobson schnell aufgebaut. Aber erstens hast Du bereits einen und zweitens weiß ich nicht wie oft man es schafft, während der Auskühlphase des Newtonspiegels, ein parallaktische Montiertes Teleskop auf und abzubauen ;-). Ist die angebotene Montierung in Ordnung, kannst Du diese später auch benutzen um bequemer erste Mond- und Planetenfotos zu machen. Selbst bei nichtmotorischer Nachführung und nur ungefährer Ausrichtung, ist es damit leichter ein Objekt im Gesichtsfeld zu behalten oder nach einer “Pinkelpause” ;-) wieder zu finden.
Mal sehen was der Verkäufer noch so alles aus dem Hut zaubert. Warten scheint sich zu lohnen ;-)))

VG,
Michael

Ps.: Auch wenn das Angebot verlockend ist, denke nach was Du wirklich brauchst. Wie sich der rel. lange Refraktor auf der EQ-3 macht kann ich nicht beurteilen. Ich schätze das wird etwas wackelig :gutefrage:
 
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