Kaufentscheidung

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Thalamus

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Hallo zusammen.

Wie ihr seht, bin ich hier Neuling, lese aber schon einige Zeit mit (seit 2001).

Ich hab mir 2001 ein 114´er Newton gekauft gehabt. Naja, ein Kaufhaus-Teleskop sollte es nicht sein. Also zum Optiker meines Vertrauens und haben ein bisserl über seine recht große Auswahl bei ihm im Laden unterhalten. Meine Wahl fiel auf das Vixen Cosmostar 114.

Optik ist soweit gut gewesen: Mond, staurn und Jupiter waren lang meine Ziele. Aber auch Streifzüge durch den nächtlichen Himmel ab ich gemacht.

Da zeigten sich doch glatt die Schwächen des Teleskops und der Montierung.

Das Montierungen Spiel haben in den Achsen ist ja bekannt, doch das war schon schlimm. Also Montierung getauscht. Die Neue war auch nicht besser.
Am Teleskop ragt der Okularauszug weit ins Teleskop rein. Die Abschattung war bei komplett reingedrehten Okular so gross wie der Fangspiegel.
Beim Focussieren hat das ganze dann noch nachgeschwungen. Ich kam teilweise nicht mehr hinter den Objekt hinterher, weil ich es nicht geschafft hab nachzuführen und gleichzeitig zu focussieren...

Ich dachte, ich hätte mir was vernümftiges gekauft...

Nach 2 Jahren hatte ich kleine Lust mehr und habs verkauft.

Aber irgendwie kann ich nicht ohne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Aber die Teleskopauswal ist nicht so einfach.
Ich suche einen günstigen Refraktor für die Übergangszeit. Ich dachte da an das Meade DS-B 80 EC. Dieses ist schon recht günstig zu bekommen.

Doch was kommt danach. Ich bin mittlerweile bei dem Standpunkt nagekommen, das ich für die Qualität auch was bezahlen muss <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> von daher...

Was ich machen will:

Planeten beobachten! Einige DS Objekte anschauen können und dazu etws mit WebCams herumprobieren. Ein Bekannter von mir möchte gerne Astrofotografie machen und klinkt sich dafür bei mir mit ein.

Als Budget hab ich mir so ca. 1500 Euro vorgestellt. Wenn ich mir die Geräte in der Preisklasse anschaue, sehen die "stabil" und qualitativ gut aus.

Dobson fallen raus (möchte irgendwann trotzdem man eins haben).

Ich bin bei der Suche auf folgende Teleskope gestossen, die mich interessieren:

- Meade LXD 55 - Refraktor 5"
- Meade LXD 55 - Newton 8 "
- Vixen GP E R150S
- Vixen GP E 102M

Doch ich finde nirgends aussagekräftige Berichte über diese Teskope gefunden.
Ich lass mich auch gerne eines besseren belehren. Ich möchte endlich ein Teleskop haben, was ich als jetziger Anfänger bedienen kann und mit dem es mir später auch nicht langweilig wird.
 
Hallo,

zum Vixen Refraktor gibt´s hier eine Kundenbeurteilung. Es wurde jedoch die GP-Version verwendet. Bezüglich der Optik hilft es aber jedoch vielleicht ein Wenig weiter.

Gruß

Ralf
 
Kurz zur Montierung: GP oder GP-E ist eigentlich egal, da sie baugleich sind. Das GP hat nur zusätzlich schon den Polsucher und die Teilkreise eingebaut, bei der GP-E muss man das nachrüsten.
Wenn du etwa 1500 € überhast, bekommst dafür zwar das 102 M mit Montierung, das Zubehör, was man dann so nach kauft, kostet aber auch einiges. Am Ende habe ich dann ca. 2.500 € ausgegeben (für Motoren, Zweiachsensteuerung, Okulare, Filter, Tasche etc.), bis ich dann (erstmal) zufrieden war .
Wenn dir das hilft, kannst du mich ja mal anrufen, dann kann ich dir persönlich mal von meinen Erfahrungen berichten. Hab vorher gut 6 Monate Testberichte gelesen, Foren & Hersteller besucht, bis ich mich schliesslich für das 102 M entschieden hab. Am Ende waren nur 2 Teleskope in der engeren Wahl: das hier auch diskutierte GSO Newton 200/800mm und das 102 M. Die Nummer bekommst du, wenn du mir ne mail an die hier genannte Adresse schickst.
Das Kundenurteil auf der oben genannten HP befindet sich auf der Importeurseite. Infolgedessen weiss ich nicht wie neutral das ist, obwohl es in etwa mit meinen Beobachtungen übereinstimmt.
lg
Michael
 
Ich hab nicht so hohe "Anfangsansprüche" was das Zubehör angeht. 2 Zusätzliche Okulare und 2 Filter, da kann ich für den Anfang mit leben.

Man wächst ja in das Hobby und irgendwann hat man dann eine Sammlung an Ausstattung. Von daher sehe ich das nicht ganz so Kritisch an.

Testberichte sind sowieso immer eine Sache - vorallem auf Herstellerseiten. Von daher werd ich dein Angebot gerne annehmen.

Mal zur Qualität: Das Meade günstiger ist, sieht man ja. Aber was macht Meade so günstig?

Wenn ich mir die LXD-Serie anschaue ist da eigendlich alles bei, was mein Herz höher schlagen lässt und das zu einem super Preis.

Die Achromatische Refraktoren in 127mm und 152mm Öffnung werden auf der neuen LXD 55 Montierung ausgeliefert, die selbstverständlich mit Motoren in beiden Achsen und der MEADE AutoStar Steuerung ausgestattet ist.
Preise: 5" LXD 55 € 1.595,-
6" LXD 55 € 1.949,-

Also Motoren und Steuerung, die ich bei Vixen nachkaufen muss.

Mir gefallen irgendwie die Meade, aber das Gefühl aus dem Bauch heraus spricht für Vixen. Wer die Wahl hat....
 
der günstige preis bei Meade trotz inkludiertem
GoTo ist nur möglich, weil hier abstriche in der
Qualität der optik, montierung und der stabilität
gemacht werden!

so ist der 5" refraktor zum einen mit f8 nicht
achromatisch, dh. er leidet unter einem deutlichen
farbfehler, der den kontrast verringert. das gilt
noch mehr für den größeren 6" refraktor.

weiters ist schon der 5" refraktor nicht mehr
stabil genüg auf der LXD55 montiert. die montierung
ist für diesen refraktor bereits zu schwach.
für den 6"er gilt das wiederum noch mehr.

und drittens ist die qualität der LXD55-montierung deutlich
geringer als jene der Vixen-GP.

ich rate daher zum Vixen-produkt!

da du aber auch mal astrofotografie betreiben willst,
ist ein schneller newton besser geeignet als ein
langsamer refraktor.
ich würde mir einen 150 f5 newton auf die GP schnallen.
es muß nicht der von Vixen sein, kann auch der von GSO sein.
die montierung sollte aber auf jeden fall die GP von Vixen werden.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Das ist doch mal ne Aussage

Jut, ich mach mich mal auf die suche und meld mich, sobald ich was gefunden hab <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hi Tom,
nur ne kurze Verständnisfrage:
da du aber auch mal astrofotografie betreiben willst,
ist ein schneller newton besser geeignet als ein
langsamer refraktor.

Was ist den hier mit schnellem Newton und langsamem Refraktor gemeint?
lg und Clear Skies
Micha

Habs glaub ich schon kapiert: mehr Licht bedeutet kürzere Belichtungszeit, gell
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Micha!

Habs glaub ich schon kapiert: mehr Licht bedeutet kürzere Belichtungszeit, gell

Nicht ganz!
Mit dem mehr Licht durch mehr Öffnung hat das erstmal nichts zu tun. Schnell und langsam bezieht sich hier auf das Öffnungsverhältnis. Ein f/4er z.B. ist "schneller" als ein f/10er (hier also der Refraktor). Mit einem f/4-Gerät kommt man schneller zu Astrofotos als mit einem f/10er, da die Belichtungszeit einfach kürzer ist.
 
Hi Netnuk,
vielen Dank für die Klärung. Gut zu wissen. Gehörte ja bis vor kurzem auch immer zur Fraktion "visuell reicht mir", habe aber vor 3 Wochen begriffen (seitdem mach ich Fotos) dass man sich der natürlichen Evolution des Hobbyastronomen zur Fotographie nur vorübergehend entziehen kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
CS
Micha
 
Mal ne andere Frage > Stativ

Habe jetzt mal geguckt:

- GP R150S (Alu) 1899
- GP E R150S (Holz) 1499 + 180 (GP)

Die 200 Euro kommen doch nicht nur vom Alu-Stativ?!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

meiner Meinung nach, sollte bei 1500 Euro ohne Zubehör schon etwas mehr an Öffnung rausspringen
als 6". Hier würde ich mal über 8"/f5 auf EQ6 nachdenken. Und dann bleibt noch Luft für
spätere Anschaffung von vernünftigen Getrieben und besserer Steuerung, wenn man dann in die Foto-
graphie einsteigen möchte. Als Planetenbeobachter könntest Du auch über eine EQ6 mit 6"/f8 Newton
von GSO nachgrübeln. Der ist bloß nicht für Fotographie geeignet. Da geht der Trend dann eindeutig
zum Zweitfernrohr. Also EQ6 als Basis ( die muß dann für Fotographie umgerüstet werden, wenn es
soweit ist ) und 6"/f8 für Planeten und visuellen Einstieg in DeepSky. Später dann 8"/f4, auch
von GSO, als Fotokanone, dann bist Du schon fast auf dem Niveau Volkssternwarte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> . Der
8"/f5 ist da ein guter Kompromiss für Fotographie und Planeten. Fotographie dauert damit nicht ewig,
und Planeten sind auch schon sehr nett.
Das mit der LXD55 vergiß ganz schnell, die ist selbst durch Basteln nicht zu retten, oder nur
für kleinere Teleskope geeignet. Vixen ist zwar gut aber zu teuer, weil für Fotographie sollte
es bei Vixen schon die GP-DX sein, und die kostet allein schon fast 1500Euro mit Steuerung, ist
allerdings von der Genauigkeit her auch sehr sehr gut, aber nicht ganz so stabil wie die EQ6.
Das schießt mir zu dem Thema so ungeordnet durch den Kopf, ich hoffe Dich nicht allzu sehr ver-
wirrt zu haben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .
 
Re: Mal ne andere Frage > Stativ

Hallo,

Stative sind eine Welt für sich! Die aus Holz sind in der gehobenen Klasse meist die
besseren, aber auch teurer ( Schweineteuer, ich würde mir nie ein Stativ für 500Euro kaufen ).
Ich habe mir selbst eins gebaut für ca 40 Euro Materialkosten, da kann ich mich selbst drauf-
setzen ( > 130kg, wieviel mehr wird nicht verraten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ) und da wackelt nichts. Ok, es ist 1-2kg
schwerer als ein kommerzielles Stativ, aber die schlepp ich gerne für 450Euro Differenz. Die
Preisgestaltung bei Vixen war mir aber schon immer ein Rätsel.
 
Re: Die Nacht danach....

Soderle,

Erstmal danke an alle. Für den ersten Tag sind ja wirklich genug Informationen zusammen gekommen.

Habe mir jetzt erstmal die GSOs angeschaut. Sind auch ein paar schnucklige Geräte bei.

Also noch mal für mich zum zusammenfassen:

- Für Astrofotografie und DeepSky sind Reflektoren mit hoher Öffnung besser (okay, ist ja auch logisch)
- Bei Vixen bbezahlt man den Namen, ansonsten gute Qualität
- Meade spart etwas in der Qualität

- LXD55 ist nicht zu gebrauchen
- GP Montierungen sind gut
- EQ6 Ebenfalls
- Holzstativ ist Alu vorzuziehen

Soweit sogut. Muss mir trotzdem mal ein paar Refraktoren anschauen. würd mich mal interessieren, was manm bei einem 6" sieht.

Nun ist wieder nen neuer Hersteller ins Blickfeld gerückt. GSO. hab leider noch nicht wirklich was hier örtlich gesehen. Muss mich mal auf die Suche machen. Aber sie sind ja extrem günstig. Nun wie denn da wieder die Qualität im Vergleich zu Vixen und Meade aus?

Für den Preis, den GSO hat, würde ich ja glatt zum EUROPA 250 tendieren...

- auf Astro5 998,-
- auf EQ 5 1450,-
- auf EQ 6 1650,-

Wenn ich das richtig gelesen hab, sind die Motoren und Ansteuerung in der EQ6 schon drin?
Von den Abmaßen sieht es auch vernümftig aus.
Also günstiger geht es denn kaum.


Ich versteh es ja auch, das hier Threads rumgeistern, die beinhalten, das es egal ist, wie groß die Öffung ist um mit dem Teleskop Spass zu haben.

Da ich ja schon 2 Jahre reingeschnuppert hab, weiss ich, was mich erwartet und ich weiss auch, wo ich hin möchte. Jetzt ist halt nur die Frage wie.

Das Geld für das Teleskop muss ich mir auch vom Mund absparen. Dafür soll es schon was vernümftiges sein, was ich auch die nächsten 10 Jahre mit wachsender Begeisterung benutze.

ICh schwanke halt noch zwischen VIXEN R150S und der GSO 250. Die 100 mehr in der Öffnung bringen ja doch schon einiges...
 
Re: Die Nacht danach....

hallo nochmal und guten morgen,

das Europa-250 angebot ist sehr verlockend,
du mußt dir aber darüber im klaren sein,
daß du damit eine kombination kaufst, die
nicht uneingeschränkt in jede richtung nutzbar
ist, da selbst die EQ6 für diesen großen
newton zur fokalen astrofotografie (also durch
das rohr) zu schwach ist.

desweiteren mußt du die aufrüstung der EQ6 mit
besseren motoren und steuerung sowie etliches
anderes zubehör hinzurechnen.

klüger ist es, ein kleineres gerät zu wählen,
daß von anfang an so stabil montiert ist, daß
alle möglichkeiten offen bleiben.

eine interessante möglichkeit wäre da zb. der
GSO 200/800 newton auf EQ6. das gerät zeigt
sowohl bei deepsky als auch bei planeten sehr
viel, hat ein für astrofotografie ideales
öffnungsverhältnis, ist kurz und daher stabil
zu montieren und die ganze kombination ist
astrofotografisch voll ausbaubar.

was auch immer du nimmst, wenns für viele jahre
taugen soll, sollte die stabilität nicht gleich
von anfang an am limit sein.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Die Nacht danach....

Ja, muss ich dir recht geben. Ich hab sehr oft geflucht, weil alles so gezittert hat.

Aber nochmal nachgefragt:

Optik:
Wie sieht es mit der Qualität aus? Habe jetzt schon heruasgefunden, das der Spiegel aus BK-7 ist. Wie sieht es mit dem Rest aus?

Montierung:
Das GSO 200/800 wird beim Teleskop-Service standmäßig mit EQ-5 ausgeliefert. Die EQ-5 (so schreiben sie selbst) ist aber nur bis zu einer Öffnung von 150 einsetzbar (also Größe des Teleskops) - Komisch.

Okay, man kann ja den Tubus und die Montierung einzelnd kaufen.

Wie sieht das mit der ansteuerung der Motoren aus? Ne normale Handbox ist dabei. Wie sieht es aus, wenn ich ne Autostar anschließen möchte? GoTo ist dann doch um einiges teurer. Da ich mit dem Gedanken spiele, mir ein 60/70er als Übergang - danach als Leitrohr - zuzulegen, bin ich am überlegen, ob ich da nicht ein Meade mit AutoStar nehme und das Autostar dann an die EQ-6 zu schrauben.

Erm.. und eigendlich falsches Forum, aber kann man Autostar mit Carte du Ciel oder hnSky koppeln?
 
Re: Mal ne andere Frage > Stativ

Jaja, die Sache mit dem Gewicht kenn ich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Im Moment hab ich hier Eiche liegen (12x12 3m). Könnte man auch was drauss machen. Allerdings ist das Gewicht des Stativs dann extrem. Wär vielleicht was für den Garten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Ist das da auf deinem Avatar-Bild dein Stativ?

Gibts davon ein größeres Bild?
 
Re: Mal ne andere Frage > Stativ

Hallo,

auf dem Bild ist mein erstes Selbstbaustativ zu sehen. Das ist eine Minikopie des Woodmaster Designs,
einfach mal nach Woodmaster googeln. Das hat den Vorteil der Säule, man stößt also nicht mit dem
Tubus am Stativbein an, aber es war mir etwas zu umständlich in die Waagerechte zu bringen, bei
zu schiefen Wiesen geht das garnicht ( zumindest nicht bei den relativ kurzen Schrauben, die ich
verwendet habe ). Es ist ansonsten recht stabil. Von meinem jetzigen Stativ gibt es noch kein
digitales Bild, das dauert noch. Google einfach mal nach Selbstbaustativ, da gibt es ne ganze
Menge Ideen, von denen manche auch einfach nachzubauen sind, wenn man ein bißchen Holzwurm ist.
Eiche würde ich zum Bau aber nicht nehmen, sondern Birke Multiplex Speerholz. Das ist unkaputtbar,
wasserfest und verzieht sich nicht mehr.
 
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