Kaufhilfe Vixen GPE-R114M vs. Bresser N-150

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Spoonface

Neues Mitglied
Hallo allerseits,

ich beschäftige mich nun seit ca. 2 Jahren recht intensiv mit dem Thema Astronomie. Leider die meiste Zeit nur theoretisch (hatte zu Anfang ein Tchibo-Newton, welches mir erstmal den Spaß mächtig verdorben hat :-)) und nun möchte ich endlich auch praktisch loslegen.
Da ich mich noch nicht entschieden habe, wo die Reise hingehen soll (Deep-Sky oder Planeten), möchte ich mir zunächst ein solides Allround-Gerät zulegen.
Nach einiger Recherche habe ich folgende Modelle in die engere Auswahl gezogen und würde mich sehr über einige Statements freuen, die mir bei der Entscheidung helfen.
Hier also die beiden Modelle:
- Vixen GPE-R114M
- Bresser Messier N-150 150/1200 EQ

Ach so, zunächst geht es mir vor allem um die visuelle Beobachtung mit der Option, später auch Fotografie zu machen.
Macht es vielleicht z.B. Sinn, sich das Bresser Messier zu holen und die 200 EUR, die ich dann gegen über dem Vixen gespart habe, in Zubehör oder in ein kleinen Refraktor als "Zweit-Teleskop" zu investieren?

Tausend Dank schon mal für alle Antworten!

Gruß,
Ansgar
 
Hi Ansgar
zuerst wellcome on board.

Es ist nicht einfach zwischen den von Dir ausgewählten Produkten zu wählen, weil beide doch echt toll sind. Bei Vixen kommt die berühmt gute Qualität sowohl in der Optik, als auch in der Monti. Bei Bresser Messier kommt die erstaunlich tolle Ausführung und ebenfalls gute Qualität zum tragen. Einzig ein Vorteil würde ich vielleicht beim Vixen Produkt sehen, in der GP-E Montierung. Wieder bei Bresser ist das größere Teleskop in den Vordergrund zu stellen.#
Ich würde sagen, daß das Ziel DeepSky eher mit dem 150/750 Teleskop zu erreichen ist, die Planeten können wegen der größeren Öffnung mittels Barlow auch besser erreicht werden. Am 114/900 des Vixen hilft da die etwas längere Brennweite bei Planeten, DeepSky ist aber wegen der doch kleineren Öffnung schlechter machbar.
Die Tendenz in diesem Fall zum Bresser ist m.M. doch berechtigt, auch mit dem Hintergrund das Geld in zusätzlichem Zubehör zu stecken.

Schönen Gruß
Robert
 
Hallo Ansgar,

die optische und vor allem mechanische Qualität ist bei Vixen sehr hoch (die Preise leider auch, aber später merkt man auch warum).

Sicherlich kannst Du erst einmal sparen und auf minderwertige Qualität umsteigen und auch das gesparte Geld in Zubehör umwandeln.
Nur, wenn Du eh vor hast zu fotografieren, dann solltest Du lieber etwas länger sparen und auf vernünftige Qualität setzen. Sonst zahlst Du später nur drauf.
Eine bessere Montierung zur Astrofotografie als die Vixen GP-Serie findest Du so schnell nicht. Die GP-E Montierung muß später nur noch mit Motoren und dem (originalen!) Polsucher nachgerüstet werden und schon bist Du fertig für die ersten Gehversuche. Die Montierung läßt sich später auch mit anderen Tuben kombinieren und ist eine Anschaffung für Jahre.
Natürlich ist ein 114er im ersten Moment "klein", aber auch damit wirst Du viel sehen können.

Wie gesagt, mein Tip: Lieber etwas länger sparen und auf Qualität setzen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Viele Grüße
Nils Kloth
 
Hallo Ansgar!
Willkommen in Forum.

Wie schon Nils von "Astrogarten" geschrieben hat, nimm den Vixen. Qualität zahlt sich aus. Sollte irgendwann einmal die 114mm Öffnung nicht mehr ausreichen, dann kannst du immernoch aufrüsten. Besonders die GP-E. Da ist ein Polsucher nicht unbedingt notwendig zur Fotografie weil du die Montie sowieso einscheinern mußt um eine Bildfeldrehung zu vermeiden, ein Polsucher ist da zu ungenau.

Also laß die Finger von den Messier, allein der Hebel macht die Montierung extrem instabil.

CS
Matthias
 
Hallo Matthias

also die Kombination Bresser (eigentlich MEADE) ist wirklich nicht mit den bekanten bisherigen "Günstigteleskopen" zu vergleichen. Alleine die 2" Option des Teleskops und dessen Verarbeitung, zeigt hier ein gehobeneres Bild.
Den Einwand des Hebels mag man akzeptieren, aber visuell spielt es keine Rolle. Die Monti ist scheinbar eine EQ5 und so schlecht ist diese nun wirklich nicht. Auch diese lässt sich motorisch aufwerten und betreiben. Rein vom Vorhaben von Ansgar, ist eindeutig das 150/750 Teleskop besser geeignet. Rein von der höherwertigeren Qualität der Produkte ist da Vixen im Rennen. Jedoch ist die Bresser-(MEADE) Qualität nicht viel schlechter. Daher auch meine anfängliche Meinung, daß es schwer ist, hier einen richtigen Tipp zu geben.

Schönen Gruß
Robert ( der KEINE MEADE Produkte vertreibt)

PS
würde Ansgar zur Kombination Vixen GP-E mit 150/750 Newton greifen, würde er sicherlich in jeder Hinsicht die wirklich höherwertigeren Produkte bekommen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Robert!

würde Ansgar zur Kombination Vixen GP-E mit 150/750 Newton greifen, würde er sicherlich in jeder Hinsicht die wirklich höherwertigeren Produkte bekommen.

Ich habe diese Kombination und bin glücklich damit! Das Teleskop ist zwar kein Vixen, das Teil bringts trotzdem. Ich kenne aber auch Leute die eine EQ5/Astro5 (was ist da eigentlich der Unterschied, ich erkenne keinen) besitzen und diese sind mitsamt der Meinung, dass sich diese nur mit großen Aufwand soweit modifizieren läßt, das sie fotografisch zu gebrauchen ist. Und Fotografie brachte Ansgar bei seiner Nachfrage mit ein. Und Fotografie war auch für mich letztlich der entscheidende Faktor zur GP zu greifen.
Ich bezweifle die Qualität von Meade nicht, Meinungen darüber wurden schon zu genüge hier im Forum diskutiert. Wenn ich nicht so unmobil wäre und mehr Platz hätte, stände hier bei mir ein 12"Lightbridge von MEADE.

Soweit sogut, vielleicht meldet sich Ansgar und wir erfahren mehr über seine Vorstellungen und wieviel er bereit ist für sein neues Spechtelgerät auszugeben.

CS
Matthias
 
Hallo Refek!

Du hast geschrieben:

Sollte irgendwann einmal die 114mm Öffnung nicht mehr ausreichen, dann kannst du immernoch aufrüsten. Besonders die GP-E. Da ist ein Polsucher nicht unbedingt notwendig zur Fotografie weil du die Montie sowieso einscheinern mußt um eine Bildfeldrehung zu vermeiden, ein Polsucher ist da zu ungenau.

Ich kann das nicht bestätigen dass der GP-Polsucher zu ungenau ist; wenn er gut justiert ist kommt man damit sogar sehr gut zurecht! Ich war erst vor einem halben Jahr in Namibia, habe eine GP-DX und eine GP mitgehabt und habe damit bis zu 4 1/2 Stunden belichtet, ohne dass erkennbare Bildfelddrehung aufgetreten ist... Da braucht man nun wirklich nicht erst eine ganze Nacht einscheinern und dann wertvolle Beobachtungs- und Fotografiezeit zu vergeuden... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Gruss Michael
 
Hallo Robert!

würde Ansgar zur Kombination Vixen GP-E mit 150/750 Newton greifen, würde er sicherlich in jeder Hinsicht die wirklich höherwertigeren Produkte bekommen.

Ich habe diese Kombination und bin glücklich damit! Das Teleskop ist zwar kein Vixen, das Teil bringts trotzdem. Ich kenne aber auch Leute die eine EQ5/Astro5 (was ist da eigentlich der Unterschied, ich erkenne keinen) besitzen und diese sind mitsamt der Meinung, dass sich diese nur mit großen Aufwand soweit modifizieren läßt, das sie fotografisch zu gebrauchen ist. Und Fotografie brachte Ansgar bei seiner Nachfrage mit ein. Und Fotografie war auch für mich letztlich der entscheidende Faktor zur GP zu greifen.
Ich bezweifle die Qualität von Meade nicht, Meinungen darüber wurden schon zu genüge hier im Forum diskutiert. Wenn ich nicht so unmobil wäre und mehr Platz hätte, stände hier bei mir ein 12"Lightbridge von MEADE.

Soweit sogut, vielleicht meldet sich Ansgar und wir erfahren mehr über seine Vorstellungen und wieviel er bereit ist für sein neues Spechtelgerät auszugeben.

CS
Matthias

Hallo Matthias

sicher bringen es andere 150/750 Teleskope auch und sicherlich bringen es eine EQ5 oder Astro5 ebenso. Der Unterschied zwischen einer EQ5 und Astro 5 möchte ich hier nicht deffinieren, weil es nicht zur Debatte steht, aber ich möchte anfügen, daß das anbringen von Motoren an einer EQ5 nicht anders ausgeführt wird, wie das anbringen der Motoren an einer GP-E. Somit verstehe ich die Leute nicht die da meinen, daß ein Upgrade einer EQ5 so kompliziert ist? Zumal wenn Ansgar fotografisch tätig sein möchte, er am besten zu einer GP/DX greifen sollte. Aber, ich mag nicht darüber spekullieren was er kaufen soll, wenn er nicht mal mitgeteilt hat, wieviel er investieren möchte oder kann. Daher ist es wichtig, daß Ansgar sich in folgenden Punkten im Klaren ist.
1. Ordentlicher Hobbyanfang ist teuer, weil Qualität eben Geld kostet.
2. Fotografischer Einstieg ist noch teurer, es fängt bei der Anschaffung einer für das zu verwendende Gerät abgestimmter Monti an und hört beim Fotozubehör auf.
3. Bis dann die ersten guten Ergebnisse da sind, fließt viel Wasser den Rhein runter.

Man könnte beliebig viele weitere Punkte anbringen. Aber das könnte dazu führen, daß Ansgar alles mißversteht und sich gänzlich des Hobbys entledigt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />.

Ich denke, nun hat Ansgar genügend Punkte angezeigt bekommen, wo er sich erstmal Gedanken machen muss. Wenn er dann alles verstanden hat und darauf antwortet, könnte man gemeinsam über eine optimale Lösung nachdenken.

Schönen Gruß
Robert
 
Der Unterschied zwischen einer EQ5 und Astro 5 möchte ich hier nicht deffinieren, weil es nicht zur Debatte steht, aber ich möchte anfügen, daß das anbringen von Motoren an einer EQ5 nicht anders ausgeführt wird, wie das anbringen der Motoren an einer GP-E. Somit verstehe ich die Leute nicht die da meinen, daß ein Upgrade einer EQ5 so kompliziert ist?

Hallo Robert,
entschultige bitte, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Ich meinte mit den Modifikationen nicht das bloße Anbringen von Motoren in beiden Achsen. Es geht hier um die "Heilung der Kinderkrankheiten", die die GP-Chinaklone mit sich bringen: die Reduzierung des Spiels der Achsen, der Austausch des "Chinahonigs" mit hochwertigen Schmierfett, die Reduzierung des Schneckenspiels und zu guter letzt die Reduzierung des zum teil enormen Schneckenfehlers. Bei meiner GP habe ich lediglich das Fett getauscht und das auch nur weil es da einen Workshop zu gegeben hat. Die Montie schnurrt wie ein Kätzchen.
Soweit dazu.

Ich gebe dir recht, warten wir ab erstmal ab bis sich Ansgar meldet und dazu sagt.
Bis dahin ...
Matthias
 
hi,

zu allererst: vielen, vielen Dank für Eure Beiträge!

Zu den Fragen nach meinem Budget: Ich habe vor, noch diesen Monat das Teleskop zu kaufen und möchte dafür eigentlich nicht mehr als 750,- EUR ausgeben. Habe aber auch geplant, im Laufe des Jahres, noch so ca. 250,- bis 300,- EUR in weiteres Zubehör zu investieren.

Zu der Frage nach meinem Vorhaben: Da die Zeit, die ich meinem Hobby widmen kann, leider eher begrenzt ist, werde ich wohl längere Zeit erstmal mit der visuellen Beobachtung beschäftigt sein und mich frühestens in ein bis zwei Jahren an das Thema Fotografie heranwagen...

In Anbetracht dieser Vorüberlegungen bin ich denn auch auf das günstigere Bresser als "Übergangslösung" gekommen. Um damit erstmal visuell auf die Reise zu gehen und in ein paar Jahren, wenn ich mich dann dem Thema Fotografie widmen werde, ein neues Teleskop zuzulegen... So hatte ich mir das als eine Alternative gedacht, bevor ich Eure Beiträge gelesen hatte.

Aber jetzt habe ich doch den Eindruck, eher das Vixen zu nehmen und erstmal beim visuellen Beobachten ein paar Abstriche zu machen, dafür aber - im Blick auf die Zukunft - eine vernünftige Investition gemacht zu haben.

Soweit erstmal und nochmal vielen Dank an Euch. Nicht nur für Eure Beiträge, auch der Austausch und die Diskussion mit Gleichgesinnten macht Spaß und läßt die Vorfreude, auf den baldigen Start wachsen...

Gruß,
Ansgar
 
Alternative von GSO mit der Vixen GP-E

Hallo Ansgar,

wir haben, wie die anderen Anbieter, auch Vixen GP-ähnliche Montierungen im Programm.

Eines ist klar, der Abstand der diversen Clone zum Orginal von Vixen ist deutlich geringer geworden. Dadurch sind die Clone zu einer echten Alternative zur GP-E geworden.

Aber, und dazu stehe ich auch, eine kleine Differenz bleibt zugunsten der GP-E. Das schlägt sich hauptsächlich in der Astrofotografie nieder aber auch, wenn man bei hoher Vergrößerung die Feinbewegung verstellt.

Wie gesagt, der Unterschied ist da aber er ist nicht groß.

Deshalb haben wir auch der Sache Tribut gezollt und bieten einen wirklich guten 6" f/5 Newton auf der GP-E an. Der Newton ist von GSO, diese Firma ist bekannt für gute Optiken und natürlich hat dieses Gerät einen Parabolspiegel und der Preis ist auch nicht höher, als die Kombination mit dem 114mm Newton von Vixen selbst.

Also, wenn Interesse besteht, einfach ein kurzes Mail.

info@teleskop-service.de

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Der Unterschied zwischen einer EQ5 und Astro 5 möchte ich hier nicht deffinieren, weil es nicht zur Debatte steht, aber ich möchte anfügen, daß das anbringen von Motoren an einer EQ5 nicht anders ausgeführt wird, wie das anbringen der Motoren an einer GP-E. Somit verstehe ich die Leute nicht die da meinen, daß ein Upgrade einer EQ5 so kompliziert ist?

Hallo Robert,
entschultige bitte, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Ich meinte mit den Modifikationen nicht das bloße Anbringen von Motoren in beiden Achsen. Es geht hier um die "Heilung der Kinderkrankheiten", die die GP-Chinaklone mit sich bringen: die Reduzierung des Spiels der Achsen, der Austausch des "Chinahonigs" mit hochwertigen Schmierfett, die Reduzierung des Schneckenspiels und zu guter letzt die Reduzierung des zum teil enormen Schneckenfehlers. Bei meiner GP habe ich lediglich das Fett getauscht und das auch nur weil es da einen Workshop zu gegeben hat. Die Montie schnurrt wie ein Kätzchen.
Soweit dazu.

Ich gebe dir recht, warten wir ab erstmal ab bis sich Ansgar meldet und dazu sagt.
Bis dahin ...
Matthias

Hallo Matthias

nun klar, Klone sind immer günstiger hergestellt und haben, wenn sie schlecht geklont wurden, natürlich auch mehr Kinderkrankheiten, bis sogar noch Alzheimer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> , soweit hast Du sicher recht.
Aber, die EQ5 ist meines Wissens gar nicht so von Kinderkrankheiten gezeichnet, zumal sie ja auch deutlich billiger ist als das gute Original. Es gibt sicherlich einiges was man an der EQ5 tun muss, wie z.B. das Chinafett auswechseln und vielleicht schon mal ein Lager nachziehen. Aber wie ich bereits oben in Punkt 1. geschrieben habe, kostet der qualitative Einstieg Geld.

Schönen Gruß
Robert
 
Hallo Robert!

Richtig! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Qualität hat seinen Preis. Ich vertrete den Standpunkt, zum Einstieg mehr Geld in Qualität zu stecken als später für nochmehr Geld nachkaufen oder Nachrüsten zu müssen. "Geiz ist Geil!" in der praktischen und beobachtenden Astronomie ist ein Schuss, der nach hinten losgeht!
Schön das wir da einer Meinung sind. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Grüsse,
Matthias

PS: Ich beharre trotzdem auf den Kauf einer GP! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pfeif.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben