Kauftipp für den Einstieg

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Paul_Hansen

Neues Mitglied
Hallo!

Ich bin kompletter Neueinsteiger auf dem Gebiet der Astronomie. Nachdem ich zunächst daran gedacht hatte, mir ein Teleskop zum Einstieg zu kaufen, scheint mir ein Großfernglas für mich sinnvoller. Zum einen bin ich damit mobiler und kann auch mal spontan auf Entdeckungstour gehen, zum anderen könnte ich das Glas auch noch anderweitig z.b. zur Naturbeobachtung nutzen.

Ich habe mich nun mal ein wenig auf Astroshop ungesehen und folgende Gläser gefunden, die für mich preislich in Frage kommen:

TS Optics Großfernglas 25x100
http://www.astroshop.de/ts-optics-grosfernglas-25x100-mit-koffer/p,4586#tab_bar_2_select

Celestron Fernglas Skymaster 25x100
http://www.astroshop.de/celestron-fernglas-skymaster-25x100/p,7830

Omegon Fernglas Nightstar 25x100
http://www.astroshop.de/omegon-fernglas-nightstar-25x100-mit-koffer/p,14698#tab_bar_0_select


Von den technischen Werten her sind die Gläser ja sehr ähnlich (kommen die am Ende aus dem selben Werk?), hat jemand mit allen drei Gläsern Erfahrungen? Zu welchem der o.g. Gläser würdet ihr mir raten? Oder sollte ich in dem Preissegment zu einem ganz anderen Glas greifen?

Ich bin für jeden Tipp dankbar!

Paul
 
Hallo und Willkommen Paul

ich denke dass Deine Vermutung berechtigt und womöglich auch realistisch ist. Ich denke so oder so, sie geben sich weitgehend nichts.
Gemein haben alle, dass sie schwer sind und dass Du ein großes Stabiles Stativ brauchst, dazu eine vernünftige Montierung/Videoneiger o.ä. und einen gescheiten Stuhl mit Kopfunterstützung w dem Einblick.

Ob Du das für eine spontane Entdeckungstour haben magst??

Zudem haben sie wenig bis keine Variationsmöglichkeiten und sind daher auf nur eine Anwendung ausgerichtet - Großfeldbeobachtung/ Sternfelder.
Fehlende Vergrößerungsmöglichkeiten, fehlende Filterverwendungsmöglichkeit sind die Gründe.

Im sallemeinen ist so ein Bino eher eine Ergänzung - hab selbst ein 20x90 - denn das Hauptgerät. Insofern stelle ich die Gegenfrage: Was veranlasst Dich ein Großfernglas einem Teleskop vorzuziehen? Was sind Deine Ideen und Voraussetzungen /Anforderungen an Gerät und Seherlebnis?
CS


 
Hallo Paul,

kann mich da Antares nur anschließen, zunächst ...was sind Deine Ideen und was willst Du im Bereich Astronomie beobachten. Ein Fernglas für Naturbeobachtung ist sicherlich toll und für den Mond und Sternfelderbeobachtung sowie hellere Nebel (Orion) und Andromedagalaxie usw. aus den Stadtrandgebieten auch noch sehr schön. Außerdem auch in etwa mobil, z B bei Transport mit dem Auto, dass ist das Kleinteleskop aber auch.

Für erstes Detailsehen an Planeten wie Jupiter, Mars ist ein Glas aber eher ungeeignet.

Übrigens, in inInterstellarum 2010 wurden obige Gläser getestet, da schnitt das TS 25x100 mit am besten ab.

CS

Michael
 
Unter einem wirklich dunklen Himmel kann man mit einem Fernglas viel anfangen. In der Stadt sind die für solche Standorte gut beobachtbaren Objekte (Sonne, Mond, Planeten) nur sehr eingeschränkt beobachtbar, da sich die vergrößerung nicht unproblematisch erhöhen lässt.

Ein Fernglas mit Geradeinblick gestattet praktisch keine Steilblicke. Dort, wo es am interessantesten ist (weil der Himmel am streulichtärmsten ist) kommt man nur mit aufwendigen Konstruktionen.

Der einzige Vorteil: Bei Ferngläsern bekommt man viel Optik fürs Geld.
 
Hi!

Viel dürften die Ferngläser sich nicht nehmen. Das Celestron hat ein Freund von mir, macht wirklich Spaß - wenn man ein solides Stativ drunter hat; die Größenordnung hält niemand mehr lange freihändig (Your mileage may vary, wie's so schön heißt). Insbesondere für Flugreisen ist es nur eingeschränkt tauglich, selbst wenn am Ziel bereits ein Stativ zur Verfügung steht.

Die Befestigung am Stativ ist etwas schwach, 4-5kg Gewicht sind schon ein Wort. Für spontane Entdeckungstouren ist bei mir beim Cometron 12x70 Schluss; das kann ich freihändig noch überraschend gut halten, und es braucht kein zu massives Stativ.

Ein 100mm-Fernglas (allerdings mit Schrägeinblick und Wechselokularen, nochmal eine andere Preisklasse) haben wir im Verein auf die 10Micron Leonardo gesetzt. Aber wirklich mobil ist das nicht mehr. (Schon der Koffer vom Fernglas ist so groß wie die Kiste von meinem ED80 - in der ich auch alles Zubehör drin habe.) Die ersten Eindrücke vom Frühjahr hab ich hier mal festgehalten; da hatten wir das Fernglas noch nicht. Im Augenblick bastel ich noch an den Gegengewichten; nächstes Wochenende dürfte alles einsatzbereit sein.

Wenn du nur alleine beobachtest, solltest du zumindest über eine Gabelmontierung nachdenken, da gibt's einige günstigere Lösungen. Je höher das Stativ ist, desto größer sind die Ansprüche an die Stabilität, aber desto bequemer ist auch der Einblick in ein Gerät mit Gradeinblick. Bei Parallelogramm-Montierungen unbedingt auf die Traglast achten, die meisten sind für kleinere Geräte ausgelegt - da werden gerne ungeignete Kombinationen empfohlen.

Die Orientierung am Himmel ist bei 25x und dementsprechend etwas kleinerem Gesichtsfeld nicht mehr ganz einfach; irgendeine Peilhilfe ist da hilfreich.

Beste Grüße,
Alex
 
Mein Tipp ist für jeden Neueinsteiger:
1. Beginne mit einem Fernglas 10x50 oder 12x50 und Fotostativ. Für Planten und Mond nicht so geeignet, aber die Monde vom Jupiter und erste Gebiete auf dem Mond sind zu erkennen. Die Stärke sind die Sterne. Erste Doppelsterne lassen sich auflösen, viele "neue" Sterne sind mit Sternatlas zu entdecken und ganz viele Messierobjekte lassen sich finden.
2. Der nächste Schritt wäre ein kleiner schneller Refektor. Entweder etwas höherwertiges wie ein keliner 70er oder 80er ED'ler oder eben ein FH, der sich mit noch auf einem stabilen Fotostativ betreiben läst. Vorteil: hochmobil, guter Einblick mit Zenitprisma, brauchbare Vergrößerungen von 14 bis (70-100) fach mit Wechselokularen. Damit ist fast alles möglich. Später wäre so ein Gerät (ED) auf einer guten Montierung auch für Fotos zu verwenden.
 
Hallo!

Erstmal ein großes Dankeschön für die schnellen und zahlreichen Antworten. Außerdem muss ich mich dafür entschuldigen, dass ich erst jetzt antworte, aber ich lag die letzten 2 Wochen mit einer Grippe flach.

Eure Einwände haben mich noch mal über den Kauf eines 25x100 Fernglases nachdenken lassen.

Diesen lege ich jetzt erstmal auf Eis.

Ich habe mir jetzt erstmal ein gebrauchtes 10x60 Fernglas gekauft, das mit knapp 2 kg noch gut mit der Hand zu halten ist, aber auch über einen Stativanschluss verfügt.
Damit werde ich bei dem nächsten wolkenlosen Nachthimmel schon mal ein paar erste Erfahrungen sammeln.

Als nächstes werde ich dann wohl den Kauf eines Teleskops in Angriff nehmen. Mich dafür aber vorher noch mal etwas in die Thematik einlesen.


MfG

Paul
 
Hallo!

Ich bin ebenfalls neu in der Himmelsbeobachtung und würde mir
später gerne unsere Planeten anschauen.
Das ganze mit einem Teleskop versteht sich, das kommt aber wirklich
erst später. Fürs erste will ich mich wirklich einfach nur am Himmel orientieren und ggf. den Mond genauer unter die Lupe nehmen.
Auch der Komet Lovejoy muss dann noch in meine Sammlung ;)
Was haltet ihr von diesem Fernglas :
http://www.amazon.de/National-Geogr...id=1421346447&sr=1-19&keywords=fernglas+10x50

Natürlich ist es schon ziemlich günstig und ich habe etwas die befürchtung das es dann doch nur Schrott ist.
Beim wechsel auf ein Teleskop und ggf als Zusatz ein Großfernglas wäre das Fernglas aber keine verschwendung wenn es denn kein Schrott ist.
Es würde in den Besitz meines Sohnes übergehen und diesem seine Freude am Stenengucken noch vertiefen.

Eine verbesserung zu unserem derzeitigem "billig" Teleskop dürfte es allemal sein.
Dieses taugt wirklich nur für den Mond, da ich Sterne nur wackelig zu Gesicht bekomme.

Über Antworten würde ich mich sehr freuen,
mfg Sebastian
 
Hallo Sebastian,

davon würde ich abraten, dieses "National Geographic" 10x50 von Bresser hat beispielsweise ein unnötig enges Sehfeld. Besser dieses hier: Bresser Corvette oder - günstiger - dieses: Olympus 10x50 oder auch so etwas: TS 10x50. Für längere Himmelsbeobachtungen empfehle ich etwas kleineres, etwa 8/10 x 40/42, vor allem aus Gewichtsgründen. Achte gegebenenfalls auf Brillenträger-Okulare (Pupillenschnittweite mind. 15 oder 16mm), das genannte Olympus hat keine.

LG
Herbert
 
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