Keine Frage ... aber mein erstes Newbie-Astrophoto ;)

-=[ OIX ]=-

Mitglied
damit mich nicht die ganzen profis hier auslachen, hab ich den post mal in das Einsteiger-board gepackt, auch wenn es keine frage ist. :sneaky:
also, ich habe mir am 17. Januar ein hier im Forum angebotenes Seestar S50 gekauft. und gestern nacht war das erste mal ein halbwegs wolkenfreier himmel. ich habe vorher noch nie ein astrophoto gemacht und habe auch sonst (fast) keine astronomie-erfahrung. hatte mal kurz (vor 20 jahren) ein olles 8" Newton, das damals ziemlich unbefriedigend war.

also gestern nun mein neues 'spielzeug' das ersehnte erste mal zur anwendung gebracht. es war zwar himmel da, aber die bedingungen waren bei weitem nicht optimal. von den 1½ h beobachtungszeit, hat das Seestar dann nur aufnahmen im wert von 24 minuten verwenden können. das bild ist komplett ohne externe bearbeitung enststanden. kommt alles aus dem S50 - also das stacking, AI-denoising und in der App manuell noch etwas mit helligkeit, kontrast und sättigung gespielt. also nicht lachen ;), hier nun mein 'First Light':
First Light - Pferdekopfnebel.jpg

hab natürlich auch noch andere sachen aufgenommen. insgesamt hat das S50 :teleskop: von 20uhr bis 3uhr auf meinem Carportdach verbracht und war am ende gut durchgekühlt.
Seestar S50 - erster Einsatz 20-3uhr.jpg

fragen bei der App-nutzung haben sich natürlich auch ergeben. aber da will zunächst mal rumgoogeln bevor ich hier doofe fragen stelle.
eins weiß ich haber schon sicher: es ist echt nen typischer UI design fauxpas, ohne user-interaktion buttons auszutauschen. :cautious:
die erste halbe stunde des gestackten Pferdekopfnebels, habe ich nämlich verloren, weil nach einem disconnect scheinbar kein automatisches re-connect stattfand und ich deshalb auf den 'Connect'-button klicken wollte. und genau in dem moment hatte sich die App dann doch wieder verbunden und aus dem Connect-knopf wurde 'Close Arm'. aargh ... :mad: und um den wieder öffnen zu können, muß man den aufnahmeplan stoppen und wenn man den dann wieder restartet, ist der bis dahin erfolgte live-stackingprozess futsch. :mad::mad:
die einzelframes sind scheinbar noch da. dh. man könnte dann zumindest noch mit einem externen stacking-tool alle aufnahmen verarbeiten. aber doof (und völlig unnötig) ist das verhalten der App aber trotzdem.


so, erstmal genug ...
gruß Obel
 
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Hi,
Glückwunsch zum ersten Photo !!
Ich bin nicht gross im Deep-Sky Bereich unterwegs, eine kleinen Tip am Rande wollte ich aber noch mitgeben:
es ist echt nen typischer UI design fauxpas, ohne user-interaktion buttons auszutauschen.
seh's gelassen, so wie dein Avatar. Aufregen ist zwecklos. :cool: Wenn du dabeibleibst , werden solche Software und GUI -Hickups von nun an dein ständiger Begleiter sein:LOL:
VG -CptB
 
Du kannst die Fotos zusammenfügen unter "Deep Sky Stack" direkt neben "My Album" ;)
sorry für die späte response ... real live undso ... ;)

den hinweis mit dem 'Deep Sky Stack' habe ich natürlich sofort probiert und bin dabei dann doch noch auf eine frage gestoßen. interessanterweise ist das gestackte bild über die beiden aufnahmegruppen weiter gedreht, als in den beiden vorangegangenen live-stackings.
Stacking_Rätsel.jpg

das hat mich etwas verblüfft und ich kann nur rumraten wie ich mir das erkläre.
  • logisch ist erstmal, daß das zweite live-stacking etwas weiter gedreht ist, als das abgebrochene erste. das bildfeld hat sich ja zwischen den beiden aufnahmespannen weitergedreht.
  • beim nachträglichen stacking über beide zeitperioden hätte ich jetzt erwartet, daß das ergebnis
    • a) genauso weit gedreht ist wie im zweiten live-stack und die bilder aus dem ersten aufnahmezeitraum einfach mit hinzugerechnet wurden. dh. das das letzte bild aus dem stack, die drehlage bestimmt. das kann aber nicht so sein, weil dann der nachträgliche gesamtstack nicht weiter gedreht sein könnte, als der zweite live-stack. beide enden ja mit der gleichen aufnahmedrehlage.
    • b) nicht ganz so weit gedreht ist, wie im zweiten live-stack. hinter dem ansatz liegt die vermutung, daß die drehlage durch das anfangs- und das endbild definiert werden. und weil beim gesamtstack das anfangsbild früher liegt, als beim zweiten live-stack, aber in beiden fällen das endbild das gleiche ist, ist die gesamtdrehlage des gestackten bildes dann auch etwas nach vorne verlegt. paßt aber auch nicht zum tatsächlichen ergebnis.
  • die einzig sinnvolle erklärung dafür, daß das nachträglich gestackte bild weiter gedreht ist, ist für mich, daß live-stack und nachträglicher stack nach anderen regeln ablaufen. beim live-stack definiert das erste bild die drehlage des finalen bildes. weil es eben live ist, muß mit dem ersten aufgenommenen bild gestartet werden, welches damit den bildausschnitt festlegt. alle weiteren aufnahmen werden dann auf dieses nur noch inkrementell draufgerechnet. durch die bildfeldrotation hinzukommende bildanteile entfallen somit. beim nachträglichen stacking werden alle aufnahmen aufeinandergestitcht (die benötigte bildgröße für das stitching kann ja anhand der anfangs- und endzeit a priori berechnet werden) und am ende wird das (zeitliche) mittelbild oder das best-fitting (bzgl. SNR) herausgecropt.

gruß Obel
 
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ach ja, eine sache die mir auch noch aufgefallen ist, war, daß das S50 leider nicht vorausdenkt. :cry:
mein aufnahmeplan ging ja um 20uhr los. eigentlich hatte ich erwartet, daß sich das teleskop ca. 5 minuten vorher öffnet um noch die horizontale kalibrierung durchzuführen um dann pünktlich um 20uhr mit der objektaufnahme loslegen zu können. aber es ist tatsächlich erst um 20uhr erwacht und hat dann erst ein paar minuten verspätet mit den aufnahmen begonnen.

das wäre ansich noch nicht so schlimm. ich würde beim nächsten mal einfach den ersten beobachtungszeitpunkt 5 minuten früher beginnen lassen. nachdem ich aber die ersten gestackten livebilder gesehen hatte, hatte ich jedoch den eindruck, als wäre das teleskop nicht 100% auf die position gefahren, die ich eigentlich als bildausschnitt eingestellt hatte. ich hatte den bildausschnitt so gewählt, daß der Horsehead nicht völlig in der bildmitte war, weil ich den nebel direkt neben dem linken stern im Orion-Gürtel, noch mit im bild haben wollte. in den aufnahmen ist der bildauschnitt meiner meinung nach aber zu weit nach links gekommen. so stark zum rechten rand des bildausschnittes hatte ich den Horsehead dann doch nicht verschoben. :unsure: entweder ich täusche mich da total in meiner erinnerung ODER das teleskop ist genau an die von mir vorgegebene stelle gefahren, an der es mit der beobachtung beginnen sollte, allerdings ohne zu beachten, daß es 5 minuten zu spät mit dem aufnahmeplan begonnen hat und lag damit nun 5 minuten hinter dem geplanten bildausschnitt.

in dem fall müßte ich nicht nur den aufnahmeplan immer um 5 min. vorverlegen, sondern auch den bildausschnitt. :rolleyes:
das muß ich bei den nächsten beobachtungen mal im auge behalten bzw. irgendwie testen, ob ich mir das nur eingebildet habe.


gruß Obel
 
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Hallo Obel
das ist doch toll, daß dir gleich zu Beginn derart schöne Bilder gelungen sind! Ich habe meinen Seestar 50 schon seit vielen Monaten, aber nur 2 Bilder der Sonne machen können. Und auch das nur mit langem Rumgewürge, zuerst wollte sich der Kreis zum Einnorden nicht schließen lassen und dann fuhr das Ding mehr als 20 Grad neben die Sonne und begann dann erfolglos zu suchen. Ich konnte die Sonne dann manuell per Schattenwurf einfangen.
Und wenn es mal klaren Himmel abends gab, wollte sich Seestar erst einmal die neue Software laden. Danach war der Himmel wieder dicht. Selbst Windows gibt mir bei der Aktualisierung die Möglichkeit " Nicht jetzt" auszuwählen. Ich wollte das Ding schon zum Wertstoffhof tragen, so sauer bin ich auf das Gerät.
Ich geb' ihm jetzt nochmal ein paar Monate, vielleicht gelingt es mir dann doch noch was sinnvolleres damit zu machen...

Grüße
Dietrich
 
siehste, und ich bin total begeistert. :love:
und hoffe, daß das auch so bleibt und nicht daran liegt, daß für einen beginner erstmal sowieso alles neu und cool ist.


gruß Obel
 
Ich wollte das Ding schon zum Wertstoffhof tragen, so sauer bin ich auf das Gerät.
Ich geb' ihm jetzt nochmal ein paar Monate, vielleicht gelingt es mir dann doch noch was sinnvolleres damit zu machen...
Hallo Dietrich,
ich habe den Seestar seit Dezember 2023 und muss sagten, dass ist das genialste Gerät, was ich seit meinen Anfängen in 1984 besessen habe. Da kommt auc Meade LX200 10'' oder Taurus 12'' nicht mit. Mein Seestar läuft fast jeden Tag und ich habe damit schon an mehr als 150 Tagen die Sonne dokumentiert. Mir gefällt das zack rausstellen, anmachen, Sonne finden und 3-4 Fotos und ausschalten und in 3 Minuten bin ich fertig für meine Relativzahlen-Dokumentation. Ich habe auch schon in vielen Nächten fast die Hälfte der Messierobjekte und einige Kometen fotografiert. Super.
Vielleicht solltest Du Dich mit dem Gerät beschäftigen. Du schreibst von "Einnorden". Der Seestar wird aber nicht eingenordet! Er wird nur nivelliert. Wenn Du statt zu nivellieren versuchst, einzunorden dann ist mir klar das Du in 2 Stunden nicht fertig wirst...
Guido
 
Ich meinte mit "Einnorden" das Kalibrieren des Kompass. Dazu muss das Seestar angehoben und gedreht werden, bis sich ein grüner Kreis schließt. Dieser Kreis schloss sich erst nach minutenlangem Drehen des Gerätes.
Das Nivellieren hingegen ging ganz schnell. Und trotz allem musste die Sonne dann von Hand eingestellt werden.
Ich habe auch die Bedienungsanleitung in deutsch und englisch gelesen und befolgt.

Ich wünschte, ich könnte ähnlich Positives über das Gerät sagen, wie du, aber für mich ist es bis jetzt nur eine Plastikkiste, über die ich mich ärgere.
Grüße
Dietrich
 
Hallo Dietrich,

der Kreis schließt sich beim Kompasskalibrieren schneller, wenn Du den Seestar auch auf den Kopf drehst und hin und her schwenkst. Minutenlanges Drehen ist sinnlos. Die App erläutert Dir sehr genau, was Du wann machen musst.

Das mit den Schwierigkeiten, die Sonne und (viel mehr) den Mond zu finden ist eine Frage der installierten FW. Ende 2023 fand er Sonne und Mond sofort. Nach Installieren der neuen FW Versionen wurde es schwieriger. Dann wieder besser und mit der ganz neuen FW hat auch meiner Probleme, die Sonne zu finden. Aber zum Glück lässt sich die Sonne ja auch relativ zügig "von Hand" finden.

Die ganzen neuen FW Features wie Mosaik-Mode usw. lassen die Sonnen-Findungs-Probleme des Seestar meiner Meinung nach verschmerzen.

Guido
 
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