Kellerfund

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Altmärker01

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Hallo,

ich habe beim aufräumen ein paar Teile gefunden. Dass sie zu einem Telementor gehören ist augenscheinlich. Bei einigen ist mir auch klar wofür sie gedacht sind. Bei anderen Teilen muss ich jedoch passen. Daraus ergeben sich die Fragen:
1. Wozu dienen sie?
2. Wo bzw. wie werden sie am Telementor befestigt?
Kann jemand helfen?
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Das kleine schwarze Teil ist ein Porroprisma zum Aufrichten des Bildes. Das weiße Gerät könnte ein Halter für Fotoplatten sein, die man zu der Zeit verwendet hat. Der Ring daran dient zur Blendeneinstellung.
 
Ja, Astro-Tessar, Plattenkamera, Schieber dazu.

Dürfte heute selten sein. Acht geben.

CS Jörg
 
Das große weiße ist eine Astrokamera. Müsste man parallel zum Fernrohr betreiben. Damit kann man Sternfelder etc. fotografieren.
Die beiden schwarzen sind Kasetten für Fotoplatten oder Planfilm. Die sollten sich an Stelle der Mattglasscheibe in die Kamera einsetzen lassen und dann kann an der Kasette ein dünnes Abdeckblech herausgezogen werden um zu belichten. Muss in der Dunkelkamme (o. Lichtsack) be- und entladen werden.

Das Porroprisma kommt zwischen Tubus und Okularauszug. Ob das M44 Gewinde ist und direkt passt?

Grüße Andreas
 
Das hatte was, Plattennegative gescannt...

Dann noch mit spektroskopischen Emulsionen Kodak 103a...

CS Jörg
 
Danke, das hilft weiter. Glaube zwar nicht, dass ich heute noch tatsächlich den Aufwand mit Film bzw. Platte betreiben werden, aber zu wissen wofür es einmal gedacht war ist schon ein gutes Gefühl. Und das Prisma werde ich bei passender Gelegenheit mal ausprobieren.
 
Hallo Altmärker,

so einen Keller hätte ich auch gerne... ;)
Die meiner Meinung nach sehr seltene Carl-Zeiss-Jena-Amateur-Astrokamera ist komplett (zwei Filmkassetten und eine Mattscheibe). Sie war nicht für den Telementor, sondern für die Zeiss Ib-Montierung gedacht. Interessant wäre, wann Deine Kamera gebaut wurde: Wann und für welchen Markt wurden CZJ-Geräte mit "Jena" bezeichnet?
An der Zeiss-Ib wurde sie am Ende der Gegengewichtsachse befestigt. Die frühen Kameras hatten dazu einen Schwalbenschwanz, um an die Ib Ausführung 1 (Stahlgehäuse, dicke Gegengewichtsachse) zu passen, die neueren an die weitaus häufigere Ib Ausführung 2. Die Kamera wurde statt des kleinen Gegengewichts am Ende der GG-Achse mit diesem Gewinde befestigt:
Astrokam_Anschluss_k.jpg


Damit stand sie in Stunde parallel zum Teleskop. In DE konnte man sie leicht durch Drehen des Gegengewichts parallel zum Teleskop einstellen.
Das Gewicht der Kamera entsprach dem Gewicht des Gegengewichts! Durchdachte Sache...
Verwendet hat man 9cm x 12cm Planfilm (bzw. bis in die 1970er Fotoplatten; ORWO hat auch bis in die 1970er (?) zwei Sorten Astro-Fotoplatten hergestellt; hießen ZU 21 und ZP irgendwas). Der Planfilmhalter (für NP 27 und Co.) ist später serienmäßig in den Plattenklassetten mitgeliefert worden. In Deinen ist - der Beschriftung nach - wahrscheinlich noch Film drin...
Wenn's meine wären, würde ich sie glatt mal entwickeln; schon um den Filmtyp rauszubekommen - falls man die Lichtsignatur bei dem Grauschleier noch lesen kann.

Beste Grüße,
Niko
 
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