KI nun auch bei den Ferngläsern Einzug

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Hallo,

Sicher interessant...was alles möglich ist...

Weitere Entwicklung -> man geht nicht mehr in die Natur raus um Tiere zu beobachten. Man schickt seine KI Drone.

Für mich ist ein Fernglas ein Instrument, das ich vor die Augen halte und etwas "besser" sehe. Das genügt mir. Offenbar werde ich langsam alt :)

VG
 
Hallo,

Sicher interessant...was alles möglich ist...

Weitere Entwicklung -> man geht nicht mehr in die Natur raus um Tiere zu beobachten. Man schickt seine KI Drone.

Für mich ist ein Fernglas ein Instrument, das ich vor die Augen halte und etwas "besser" sehe. Das genügt mir. Offenbar werde ich langsam alt :)

VG
Jep - ich schließ mich da mal an. Seit zwanzig Jahren hechel ich den gefiederten Viechern hinterher, und hab dabei sogar was gelernt. Jetzt weiß ich - wissen braucht keiner mehr was (nur wissen wo er die Kohle für solche Gimmicks her kriegt). Wobei ich mich natürlich frage, wie nah man an einen Zwitscherfreund ran muss, um ein für die KI bestimmbares Foto zu bekommen - ich denke da mal aus meiner Praxis raus. Zudem bewegen die sich manchmal auch noch, nunja. Stabi wär bei 10x auch schön gewesen, aber man kann ja nicht alles haben.
Das Glas wird ja auch schon eifrig im Birdforum und bei den Tagbeobachtern Jülich besprochen.

Ich brauch sowas nicht mehr, das einheimische Flattergetier kenn' ich, und ohne Stabi brauch ich 10x gar nicht erst anfassen. Meine 10x42 Canone tut's sicher noch ein paar Jährchen,, und Belegfotos überlasse ich der Telefraktion.

ornithophiler Gruß
MG
 
Hallo Manne,

Ich bin kein Vogelbeobachter. Obwohl ich hier direkt am Stausee dazu klasse Bedingungen hätte. Aber für so etwas würde ich nie Geld ausgeben. Für ein FG zum Hobby? Niemals. Für das Geld würde ich auch keine "Astroausrüstung" kaufen.

Naja, so bin ich :)

VG
 
Aber für so etwas würde ich nie Geld ausgeben. Für ein FG zum Hobby? Niemals. Für das Geld würde ich auch keine "Astroausrüstung" kaufen.
Hallo Mark,

für was gibst Du denn Dein Geld aus?

Ein Hobby ist doch was wertvolles also darf es doch auch was kosten, wobei ich mir das Visio auch nicht kaufen würde, aber das liegt nicht nur an den hohen Kosten.

Die Frage wäre noch welche Käuferschichten Swarovski mit dem Visio erreichen will, viele Birder werden wohl dankend abwinken.

Andreas
 
Hallo Mark,

für was gibst Du denn Dein Geld aus?

Die Frage wäre noch welche Käuferschichten Swarovski mit dem Visio erreichen will, viele Birder werden wohl dankend abwinken.

Andreas

Hallo Andreas?

Nunja, über 4000 Euro (auf einen Schlag) ist mir kein Hobby wert. Da mach ich lieber was am Haus für das Geld. Und ich habe eine Familie. Das Geld würde ich den Kids dann lieber aufs Sparbuch werfen. Von daher ist mein Haupt-Hobby dann wohl eher die "Brutpflege" :)

Ich weiß nicht, ob dieses Glas was für richtige Forscher ist, denn die können die Tiere sicher besser als eine KI erkennen. Das ganze dürfte was für "Nerds" sein.

Im Astrobereich arbeite ich auch fast nur "analog". Für mich gehört das Auffinden schon zum Spaß dazu, auch wenn ich länger suchen muss.
Goto wäre nichts für mich. Die Geschmäcker sind verschieden.

VG Mark
 
Da mach ich lieber was am Haus für das Geld. Und ich habe eine Familie. Das Geld würde ich den Kids dann lieber aufs Sparbuch werfen. Von daher ist mein Haupt-Hobby dann wohl eher die "Brutpflege" :)

ja das ist ja auch o.k. ;)


Ich weiß nicht, ob dieses Glas was für richtige Forscher ist, denn die können die Tiere sicher besser als eine KI erkennen. Das ganze dürfte was für "Nerds" sein.

Naja für Gelegenheitsgucker ist es dann doch zu teuer und ernsthafte Birder können darauf wohl auch mehrheitlich verzichten, bleiben halt die Leute die über ausreichend Budget verfügen und mal gerne den ein oder anderen Vogel bestimmt haben wollen, aber ob der Markt da ausreichend groß sein wird?
Das Visio könnte für Swarovski auch floppen oder es ist der erste Schritt in noch mehr KI im Fernglas, ich bin da allerdings auch raus.

Andreas
 
Naja für Gelegenheitsgucker ist es dann doch zu teuer und ernsthafte Birder können darauf wohl auch mehrheitlich verzichten, bleiben halt die Leute die über ausreichend Budget verfügen und mal gerne den ein oder anderen Vogel bestimmt haben wollen, aber ob der Markt da ausreichend groß sein wird?
...

Hallo Andreas,

Das sehe ich auch so. Vielleicht ist es auch eher ein Marketing Ding. Der Markt für dieses Produkt dürfte sehr klein sein.

VG Mark
 
Hallo,

Für den Preis hole ich mir sicherlich das Zeiss 10x50 durch das ich am selben Abend ausgiebig verglichen hatte mit einem 10x50 Swarovski bei nem kleinen Ornito Treffen am See. Von den beiden teuren High End Ferngläser meiner Kollegen vor langer Zeit war das nach 3sec Durchblicken zweifelslos entschieden welches sich wirklich lohnen würde tief in die Tasche zu greifen. Selber habe ich immer noch ein altes Nikon Monarch das nach etlichen Jahren nur mal nachgefettet wurde.
32mm bei 10x wäre für mich ein klares no-go so oder so.

Die KI ist zwar super beim GradXpert(der Offline nit so gerade mag, oder Remote an der Sternwarte am RJ45 crashed...), für den Rest im Wald oder See nehme ich aber doch meinen HB mit Kritzelblock(!)

Clear skies,
- Martin
 
Martin, ich verstehe nicht, was Du da schreibst. Ist das Zeiss also das Glas, wofür Du tief in die Tasche greifen würdest?
Ist das nachgefettete Nikon also nicht gut genug? Swarovski auch nicht?
EIn paar Kommata wären vielleicht schon hilfreich...
 
Nunja, über 4000 Euro (auf einen Schlag) ist mir kein Hobby wert.
Ich erzähle jetzt lieber nicht vom Segelfliegen
Da mach ich lieber was am Haus für das Geld. Und ich habe eine Familie. Das Geld würde ich den Kids dann lieber aufs Sparbuch werfen. Von daher ist mein Haupt-Hobby dann wohl eher die "Brutpflege" :)
Absolut Lobenswert.
Ich habe im Moment noch den "Luxus", keine Kinder zu haben, aber das geht vorüber hab ich mir sagen lassen...
Mal schauen.

Ich war/bin aber auch schon drauf und dran, 3000€ locker zu machen, entweder ein Swarovski NL Pure oder ein richtig geiles Mikroskop, für die Schlechtwettertage sozusagen.

LG
Olli
 
Martin, ich verstehe nicht, was Du da schreibst. Ist das Zeiss also das Glas, wofür Du tief in die Tasche greifen würdest?
Ist das nachgefettete Nikon also nicht gut genug? Swarovski auch nicht?
EIn paar Kommata wären vielleicht schon hilfreich...

Ja vor langer Zeit hatte ich das gute Prachtstück von meinem Kollegen in der Hand, ich glaube das Ding kostete damals was knapp über +2,6k€.

In der Dämmerung beim Warten auf den Durchzug der Eulen hatte ich noch nie so etwas in diesem Maß qualitativ gutes in der Hand gehabt(vor den Augen) wie das Zeiss mit dem man richtig scharf sehen konnte wenn die Sonne schon unterm Horizont sich befand. Farbneutral korrekt, sehr guter Kontrast und unglaublich Scharfffffff.


Das Swarovski war mir schon schwer aufgefallen morgens wie stark unnatürlich die Farben reproduziert worden sind, gleiche auch am 100mm Swarovski Spektiv das ne Stange Geld dem Kollegen gekostet hatte. Mir war da gleich lieber das Leica Spektiv, viel Farbneutraler, auch wenn nicht so scharf.
Auch mein 60mm Nikon Spektiv war mir eines angenehmer, beiseite stand ein älteres 80mm Nikon.

Meine Nikons bin ich voll zufrieden, nur letztens mit dem Nasenfahrrad wird die Sache zu knapp.

Entschuldige meine Massenhaften Rechtschreibe Fehler @fuetti , Deutsch denke ich nur bei mir auswärts mit euch am PC. Reden zwei drei mal im Jahr, was dann eher Holländer sind....

Sollte eines Tages mich der Wahn packen, was bei meinem Alter denke mal keinen Sinn mehr macht, wäre es sicher im High End Bereich ein Zeiss.

Clear skies,
- Martin
 
Ich erzähle jetzt lieber nicht vom Segelfliegen

Absolut Lobenswert.
Ich habe im Moment noch den "Luxus", keine Kinder zu haben, aber das geht vorüber hab ich mir sagen lassen...
Mal schauen.

Ich war/bin aber auch schon drauf und dran, 3000€ locker zu machen, entweder ein Swarovski NL Pure oder ein richtig geiles Mikroskop, für die Schlechtwettertage sozusagen.

LG
Olli

Hallo Olli,

Mikroskope sind cool. Hatte ich als Kind / Jugendlicher auch. Hat Spaß gemacht und geht bei jedem Wetter.

Aber ich bin generell eher sparsam (ich nenn es mal so). Gibt es ein "Ding" für den Zweck A mit der Preisspanne 100 - 4000 Euro, tendiere ich für den Preis im unteren Spektrum. So eher 300 Euro. Ich habe ein 8x56 FG. Die AP ist für Astro eher nicht so gut. Zum Glück ist es bei mir vom Seeing sehr gut. Das Teil ist brauchbar. Es ist ein Bresser Jagt und ich habe es von meinem Vater geerbt (20 Jahre alt ca.). Natürlich wäre ein Zeiss viel besser. Aber es geht auch so. Also kauf ich da erst einmal nichts neues.

Das Gute an Kindern ist (zumindest bei meinen), man kann sie ins Hobby gut einbinden :)

Sorry, das ging jetzt etwas am Thread vorbei.

VG Mark

PS: müsste ich mich zw. Swarovski und Mikroskop entscheiden, würde ich das Mikroskop nehmen, denn ein brauchbares FG habe ich :)
 
Das Einbinden von Kindern geht auch vorbei, kann ich Euch sagen. Und sie aufzuziehen ist der wahre Luxus, nicht sie nicht zu haben. Die Kosten eines Reihenhauses (am gegebenen Wohnort) pro Kind, sagt man, das kommt hin.

Das ist jetzt weiterhin off-topic, aber das Swaro-Digiding ist für mein Empfinden schon off-forum, hält sich folglich die Waage: off x off = on.

Gute Nacht, Christopher
 
Wenn man richtig, ich sage mal starkes Gefallen hat um den einen oder anderen Divaganten rauszupicken der selten sporadisch vor die Augen kommt, und man versucht ihn zu folgen(...), wenn man das gemeine Glück hat im Regen zu stehen regulär mit massiver Zeit( wo man normalerweise am schwer Schaffen ist :LOL:) bei Kälte und Nässe, kann doch die Entscheidung der Identifikation an Merkmal minimaler Differenzen in dem Federmuster so ein Zeiss die Sache, sollte man seine Augen bestens haben.., wirklich eine Erleichterung nen Tick schneller sein. Auch wenn ich von den sehr leisen bin, die auch fast mal auf nen Kaninchen draufgetreten sin :LOL:.
Wobei ich bei meinen Touren eher am 8x bin, das mir immer mehr passte wo ich gerne meine Runde drehe im Dickich.

Und möchte beitragen das eher wichtig ist die Zeit zu haben im Matsch zu stehen, meine Monarch haben dicke geholfen Sachen zu sehen, die ich bei Lebzeiten nicht mehr vergessen kann.
Hatte das Oink Glück die Zeit zu haben, plus die guten ++ Monarch für 500€ war für mich perfekt every day.

Clear skies,
- Martin
 
Mikroskope sind cool. Hatte ich als Kind / Jugendlicher auch. Hat Spaß gemacht und geht bei jedem Wetter.
Weiß ich, weil ich auch mal eins hatte, das ist der erste Teil des "Problems"
Aber ich bin generell eher sparsam (ich nenn es mal so). Gibt es ein "Ding" für den Zweck A mit der Preisspanne 100 - 4000 Euro, tendiere ich für den Preis im unteren Spektrum. So eher 300 Euro.
Ist bei mir genau andersrum
Das Gute an Kindern ist (zumindest bei meinen), man kann sie ins Hobby gut einbinden :)
Unbezahlbar !

PS: müsste ich mich zw. Swarovski und Mikroskop entscheiden, würde ich das Mikroskop nehmen, denn ein brauchbares FG habe ich :)
Ich habe den Fehler gemacht mit dem NL Pure probe zu schauen.
Das ist der zweite Teil des "Problems"

LG
Olli
 
Hätte mir früher doch so nen 4k€ Nikon Mikroskop zulegen sollen, wenn ich heute so sehe was ich in der Stube am Hocken bin bei dem Wetter:ROFLMAO:, auch wenn ich immer da bin beim Schaffen, gut eines Tages wird der Körper einfach dann sagen: Nein!

Gut muss mal gucken das ich heute Nacht mal meine Teile wieder zusammengeschraubt kriege:oops:, welcher Abstand war das noch mal.....:LOL:, alter Seppl....
Mein Schlaf wird wieder flöten gehen, mal sechs, mal acht, ich weiss schon das meine sind 10+, dann geht die Birne richtig.
Naja...


Die kleinen "Schlümpfe" die ich öfters mal zu Besuch hatte(nicht meine), wäre Null Zeit übrig für den ganzen technischen Kram. :LOL: Aber trotzdem gibt zu denken, aber geh nicht schaffen um andere dann zu hüten.

Habe halt so meine Prinzipien seit schlanken jungen Jahren.


Auch in der Matsche zu stehen wäre gleich bei mir nicht gewesen.

Finde es immer toll wenn man menschlich denkend ist, die ganz kleinen einzubeziehen die gerade auf dem Weg sind.
Das ist was die ganze Sache ...., ihr weißt selber bescheid.

Wer hat Lust auf Cern, mönsch ich sah da Leute, und was noch kommen wird, buffff, man kann es sich nicht vorstellen.

Never mind, its all about beauty,

Clear skies,
- Martin
 
Hi zusammen,

eine interessante Diskussion! "Wer braucht das" ist ja immer eine subjektiv zu beantwortende Frage.

Vielleicht weckt ein vögelidentifizierendes Fernglas das Interesse, sich mit den Viechern zu beschäftigen. Lernt man dabei die Vogelarten schneller oder zuverlässiger als "zu Fuß" mit einem Bestimmungsbuch?

Mich erinnert das an die Goto-Debatte. Lernt man den Himmel oder eine Stadt kennen, wenn man sich die Navigation von der Technik abnehmen lässt? Ich benutze sowohl Goto beim Fotografieren als auch manchmal die DSC am Dobson, aber oft auch nur das Telrad. Wenn man mit einem frei gehaltenen Fernglas an den Himmel guckt, muss man ja auch wissen, wo die Ziele stehen. Ich finde, es macht Spaß zu lernen, wo die Objekte zu finden sind. Und es ist nützlich, wenn man auch ohne (digitale) Hilfsmittel sich zurechtfindet, am Sternhimmel oder beim Autofahren.

An den digitalen Helfern stört mich vor allem, dass sie manchmal unzuverlässig sind oder gar nicht mitarbeiten wollen (Akku leer etc.). Einer Sternkarte auf Papier geht nicht der Strom aus. Und wer die Vögel "analog" erkennt, sieht vermutlich noch viel mehr als nur, welche Art es ist.

In meinem astronomischen Umfeld haben sich schon mehrere Leute ein Seestar zugelegt und erstaunen mich nun mit Schnappschüssen von Nebeln. Das ist aus meiner Sicht aber kein Prozess mehr, der mir irgendwas abverlangt. Hinstellen und einschalten ist ja wirklich kinderleicht. Schön, dass es recht gut funktioniert und wer damit seinen Spaß hat, liegt schon richtig. Doch wo bleibt der Lernprozess und die damit verbundenen spannenden Erfahrungen bei solchen smarten Teleskopen? Da lernt man nix über Sternbilder oder Winkeldistanzen, kann sich auch nicht mit einem Fernglas orientieren etc.

Spannende Frage wäre, welcher Anteil der Nutzer von smarten Ferngläsern oder Teleskopen dazu animiert wird, sich mit dem Thema auf eine persönlichere, mühsamere aber lohnendere Weise zu beschäftigen. Sozusagen back to the roots über den neumodischen, smarten Weg? Oder bin ich dafür zu alt, um das zu verstehen? Kann gut sein ;-)

Viele Grüße
Tom
 
Hallo Tom,

mir geht es auch so. Ich denke ich bin zu alt bzw. altmodisch.

Ein Seestar ist sicher für viele eine prima Sache. Für mich nicht. Ich denke dann (achtung etwas provokant): wofür brauch ich so etwas. Ich kann auf allen möglichen Portalen die schönen Planetenbilder und DS Bilder finden und betrachten. Ohne Umweg eines Smartgerätes.
Aber das ist nur meine Sicht- bzw Denkweise.

Für mich gehört das analoge orientieren und (lästige) suchen dazu. Maximal nutze ich eine App. Diese zeigt mir die ungefähre Position.

Kinder waren oben ein Thema. Ich versuche meine so zu erziehen, dass sie analog durch Leben finden. Für mich ist das digitale / smarte niemals ein kompletter Ersatz. Es ist eine Ergänzung.

Aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Dieses FG könnte man natürlich auch mit Sternendaten "füttern". Und so die Orientierung am Himmel verbessern. Da geht so viel. Aber ich habe keine Verwendung dafür (schon gar nicht zu solchen Preisen :) )

VG Mark
 
Hallo Mark,
Zwar halte ich auch viel von analogen Kompetenzen und sehe die bei unseren Kindern durchaus. Doch bei den jüngeren Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe merke ich, dass sich deren Wahrnehmung und das Handeln öfter auf Digitales beziehen. Meine Generation ist langsam mit IT in Kontakt gekommen, statt in der Jugend ein Smartphone zu haben, begann das mit nicht eigenen, damals sehr teuren und nach heutiger Sicht lächerlich schwachen Computern. Digital Natives kennen es nicht "ohne" und in vielen Fällen würde auch ich alter Sack gar nicht zurück wollen. Vieles ist cool, manches ist unverzichtbar geworden, manches ist aber auch einfach unnötig. Und es ist sehr subjektiv, was man wie einordnet.

Dieses FG könnte man natürlich auch mit Sternendaten "füttern". Und so die Orientierung am Himmel verbessern. Da geht so viel. Aber ich habe keine Verwendung dafür (schon gar nicht zu solchen Preisen :) )

Als ich noch intensiv an Eye&Telescope gearbeitet habe, dachte ich, es wäre interessant, wenn man beim Beobachten im Okular angezeigt bekäme, welches Objekt man gerade sieht und - wichtiger - wohin man schwenken müsste, um das nächste interessante Ziel zu sehen. Unter Berücksichtigung der Faktoren, die die Erkennbarkeit eines Objekts bestimmen. Also ein zuschaltbares Head Up Display für Deep Sky Beobachter. Schließlich sehe ich im Kamerasucher ja auch die Informationen, die ich brauche.

Oder sowas wie "E&T in der Montierungssteuerung". Handcontroller für Montierungen haben oft eine"Tour" Funktion, die interessante Objekte vorschlägt. Warum das nicht mal qualitativ auf das nächste Level heben und nur Vorschläge machen, bei denen auch Erfolgsaussichten bestehen? Oder das mit einem Logbuch oder einer Wunschliste verbinden, die meinetwegen aus dem Netz geladen werden konnten?
Was meine Software kann sollte man doch sinnvoll in so einen Controller integrieren können? Tja, wahrscheinlich zu exotisch, die Idee. Entwicklungskosten unangemessen hoch angesichts einer minimalen Zielgruppe. Und wenn das jemals attraktiv gewesen wäre, dann ist die Uhr dafür schon längst abgelaufen.

Digitale, aber gefühlt analoge Grüße!
Tom
 
Spinnen wir doch weiter, dann kommt das digitale Eyepiece, welches das schwache Licht mit einem Sensor, QE=99,9%, aufnimmt und auf einen Minibildschirm im Okular abbildet. Aber wozu noch Okulare? Am besten gleich ins warme Wohnzimmer auf dem 40-zöller übertragen. Der Haushaltsroboter schwenkt dann das Fernglas in die richtige Richtung.
Dann kommt deine Roboterfrau zufällig in Wohnzimmer und fragt dich dann, wozu ich überhaupt nostalgisch vergangenen Technologien nachträume, typisch Mensch!
Jetzt kann doch jeder seinen Astrosatelliten mieten und auf die Objekte der Begierde ausrichten.
Das gewünschte Bild kommt dann gleich geliefert.
Nur komisch, der Satellit sollte doch mindestens eine Stunde belichten, aber das Bild kam schon nach 45 Minuten auf meinen Monitor?
Und überhaupt ist der Veränderliche jetzt im Minimum, auf dem Bild ist er jedoch im Maximum?
Irgendetwas stimmt hier nicht! Ist der teure Satellit denn gefaked? Ich will mein Geld zurück!
 
KI ist hier mal wieder ein falsch genutzter Werbebegriff, denn KI bedeutet ja künstliches Lernen und Denken.
Hier haben wir es aber nur mit einer zusätzlichen Kamera in einem Fernglas zu tun, welche die Bilder dann mit einer Datenbank abgleicht.
Da wird nichts künstlich gelernt oder gedacht.

Grüße Jochen
 
Ja, das ist genauso wenig KI wie Platesolving (hat das eigentlich schon jemand zugunsten der Uranometria verdammt?) oder die Planetariumsprogramme auf dem Handy, die die Sternbilder einblenden. Eher ein aufgehübschtes "Was blüht denn da?" (gibt ja auch einige Apps fürs Handy, die Pflanzen identifizieren), nur halt für die Vögel, die man grad gefunden hat.

Wenn das Teil einem auch noch sagen würde, wo ich grad welche Vögel finde, das wäre praktisch ;)
Als ich noch intensiv an Eye&Telescope gearbeitet habe, dachte ich, es wäre interessant, wenn man beim Beobachten im Okular angezeigt bekäme, welches Objekt man gerade sieht und - wichtiger - wohin man schwenken müsste, um das nächste interessante Ziel zu sehen. Unter Berücksichtigung der Faktoren, die die Erkennbarkeit eines Objekts bestimmen. Also ein zuschaltbares Head Up Display für Deep Sky Beobachter. Schließlich sehe ich im Kamerasucher ja auch die Informationen, die ich brauche.
Da ist die Celestron StarSense Explorer App schon nah dran, mit Platesolving auf dem Handy, den Tonight's-Best-Listen und ggf. der Warnung, dass der Mond grad stört. Wird nur noch nicht ins Okular eingeblendet, aber die interaktive Sternkarte am Tubus kommt dem schon nahe.

Beste Grüße,
Alex
 
Spinnen wir doch weiter, dann kommt das digitale Eyepiece, welches das schwache Licht mit einem Sensor, QE=99,9%, aufnimmt und auf einen Minibildschirm im Okular abbildet.
Willkommen in der Zukunft: Schau dir das Unistellar eVscope mit digitalem Okular an – EAA-Bilder entweder im digitalen Okular oder auf dem Tablet.
Das sind doch längst alte Hüte, das gibts schon seit über zwei Jahren. Nur dass es die Belichtung automatisch unterbricht, wenn Wolken da sind, und nicht einfach so Bilder liefert.

Testbericht hatte ich Astrotreff veröffentlicht: Hands on: Unistellar eVscope 2 - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Beste Grüße,
Alex
 
Willkommen in der Zukunft: Schau dir das Unistellar eVscope mit digitalem Okular an – EAA-Bilder entweder im digitalen Okular oder auf dem Tablet.
Das sind doch längst alte Hüte, das gibts schon seit über zwei Jahren. Nur dass es die Belichtung automatisch unterbricht, wenn Wolken da sind, und nicht einfach so Bilder liefert.

Testbericht hatte ich Astrotreff veröffentlicht: Hands on: Unistellar eVscope 2 - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community

Beste Grüße,
Alex

Falsch, es ging um Ferngläser. Das gibt es so noch nicht ;-)
 
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