Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Moin, moin,
wie ich hier mitbekomme, hat das Hoch über Mitteleuropa doch etlichen Sternfreunden langersehnte Sterndelnächte beschert und auch mich motiviert, meinen 8" Newton mal wieder aufzubauen und einzuordnen. Ich konnte dies aber nicht hinten im dunkleren Garten tun, denn auf der vom vielen Regen durchweichten Wiese wäre mir das Stativ eingesunken und es steigt des Nachts zuviel Feuchtigkeit von da auf. So bin ich in den Vordergarten vorm Haus wo es trockener ist und habe mit Leitern, Stangen und schwarzen Tüchern das Licht der Strassenlaternen abgedeckt. Immerhin einen 4,5 mg Himmel rausbekommen und die Nacht vom 10. auf 11. war trotz klarem Himmels doch recht feucht und es bildete sich mächtig Tau auf dem Equiptment. Trotzdem eine helle Freude mal wieder im Sternenmeer zu versinken, da geht mir immer das Herz auf. Wegen eingeschränkter Sicht habe ich dann zwischen Kassiopeia, Sommerdreieck und Herkules herumgerührt und erstmal die Standartkerzen besucht. Das Seeing war nicht ganz so wie ich es erhofft hatte, um die Sonne am wolkenlosen Himmel zeigte sich tagsüber schon eine gewisse Trübnis, weis nicht was das nun war. Da ich die Poleinordnung nicht ganz punktgenau vorgenommen hatte, gab es mit der Fokussierung auch Probleme und ich bekam nicht immer alle Objekte mittig ins Okular, was das doch ausmacht! Also immer wieder mit der Goto-Steuerung herumgesucht und endlich gefunden - eine nervenaufreibende Angelegenheit.
Dafür aber gestern Nacht vom 11. auf 12. dann fast zwei Stunden vor der Beobachtung mir bei der Kollimierung, Einpolung, Austatierung des Teleskopes und Sterneichung extrem viel Mühe gegeben und die tauffreie Nacht mit einem noch besseren Seeing belohnte mich dann mit viel Freude darüber, dass bei jedem Ansteuern der Objekte diese im Okular waren und geringste Korrekturen beim Fokussieren bedurften.
Bei M13 musste ich Schrumpfgermanin mal wieder passen, trotz Trittleiterchen kam ich nicht ans Okular des hochaufgerichteten Newtons und nein - den Tubus wollte ich nicht drehen - sonst wäre das Alignment wieder hin - sowas mache ich nie wieder - also dann alles in sinnvoller Höhe für mich ausgewählt und M15 war auch eine helle Freude, M31 kam sehr plastisch rüber, das wäre was für einen dunklen Landhimmel gestern gewesen - da waren Potentiale drin, die Staubarme mal richtig gut gesehen, wo sich sonst nur ein Matschfleck zeigt ...M27 sehr plastisch und deutlich abgegrenzt sichtbar, die Milchstrasse mehr als nur erahnbar, ich konnte die Gabelung erkennen, aber erst ab Schwan, im Nordosten um Kassiopeia geht gar nichts wegen der Lichterglocke Wiens. M11 und M34, die Eule in der Kassiopeia, Melotte und etliche Karbon und Doppelsterne abgehakt, eine Nacht mit großen Potentialen für bessere Landhimmel - Trotzdem kann ich im Norden die Galaxien nicht finden, bei mir ein Nogo .... Als Jupiter im Osten hochstieg klappte ich vor Müdigkeit fast um ... beim besten Willen nicht .. wenn man notorischer Frühaufsteher ist, kann Astronomie beschwerlich sein.... obwohl es ab Mitternacht ja erst richtig losgeht bis kurz vor Morgengrauen ... für die Perseidennacht möchte ich mich aber auf die durchweichte Wiese begeben ... bin gespannt heute Nacht. ... und für M13 werde ich mir den Refraktor einspannen, ist ne Spur kleiner als der Newton aber da komme ich wenigstens an die Okulare ...
Hab wie immer "one shot" Aufnahmen mitgebracht - darf man ja zeigen hier im Thread, wenn ein Beobachtungsbericht dazu gehört. Die Aufnahmen geben den visuellen Eindruck wieder und wurden mit meiner Canon1000d durch den 8" Newton bei 30s und ISO 1600 völlig unbearbeitet aufgenommen.
Clear Skies weiterhin wünscht Anette
wie ich hier mitbekomme, hat das Hoch über Mitteleuropa doch etlichen Sternfreunden langersehnte Sterndelnächte beschert und auch mich motiviert, meinen 8" Newton mal wieder aufzubauen und einzuordnen. Ich konnte dies aber nicht hinten im dunkleren Garten tun, denn auf der vom vielen Regen durchweichten Wiese wäre mir das Stativ eingesunken und es steigt des Nachts zuviel Feuchtigkeit von da auf. So bin ich in den Vordergarten vorm Haus wo es trockener ist und habe mit Leitern, Stangen und schwarzen Tüchern das Licht der Strassenlaternen abgedeckt. Immerhin einen 4,5 mg Himmel rausbekommen und die Nacht vom 10. auf 11. war trotz klarem Himmels doch recht feucht und es bildete sich mächtig Tau auf dem Equiptment. Trotzdem eine helle Freude mal wieder im Sternenmeer zu versinken, da geht mir immer das Herz auf. Wegen eingeschränkter Sicht habe ich dann zwischen Kassiopeia, Sommerdreieck und Herkules herumgerührt und erstmal die Standartkerzen besucht. Das Seeing war nicht ganz so wie ich es erhofft hatte, um die Sonne am wolkenlosen Himmel zeigte sich tagsüber schon eine gewisse Trübnis, weis nicht was das nun war. Da ich die Poleinordnung nicht ganz punktgenau vorgenommen hatte, gab es mit der Fokussierung auch Probleme und ich bekam nicht immer alle Objekte mittig ins Okular, was das doch ausmacht! Also immer wieder mit der Goto-Steuerung herumgesucht und endlich gefunden - eine nervenaufreibende Angelegenheit.
Dafür aber gestern Nacht vom 11. auf 12. dann fast zwei Stunden vor der Beobachtung mir bei der Kollimierung, Einpolung, Austatierung des Teleskopes und Sterneichung extrem viel Mühe gegeben und die tauffreie Nacht mit einem noch besseren Seeing belohnte mich dann mit viel Freude darüber, dass bei jedem Ansteuern der Objekte diese im Okular waren und geringste Korrekturen beim Fokussieren bedurften.
Bei M13 musste ich Schrumpfgermanin mal wieder passen, trotz Trittleiterchen kam ich nicht ans Okular des hochaufgerichteten Newtons und nein - den Tubus wollte ich nicht drehen - sonst wäre das Alignment wieder hin - sowas mache ich nie wieder - also dann alles in sinnvoller Höhe für mich ausgewählt und M15 war auch eine helle Freude, M31 kam sehr plastisch rüber, das wäre was für einen dunklen Landhimmel gestern gewesen - da waren Potentiale drin, die Staubarme mal richtig gut gesehen, wo sich sonst nur ein Matschfleck zeigt ...M27 sehr plastisch und deutlich abgegrenzt sichtbar, die Milchstrasse mehr als nur erahnbar, ich konnte die Gabelung erkennen, aber erst ab Schwan, im Nordosten um Kassiopeia geht gar nichts wegen der Lichterglocke Wiens. M11 und M34, die Eule in der Kassiopeia, Melotte und etliche Karbon und Doppelsterne abgehakt, eine Nacht mit großen Potentialen für bessere Landhimmel - Trotzdem kann ich im Norden die Galaxien nicht finden, bei mir ein Nogo .... Als Jupiter im Osten hochstieg klappte ich vor Müdigkeit fast um ... beim besten Willen nicht .. wenn man notorischer Frühaufsteher ist, kann Astronomie beschwerlich sein.... obwohl es ab Mitternacht ja erst richtig losgeht bis kurz vor Morgengrauen ... für die Perseidennacht möchte ich mich aber auf die durchweichte Wiese begeben ... bin gespannt heute Nacht. ... und für M13 werde ich mir den Refraktor einspannen, ist ne Spur kleiner als der Newton aber da komme ich wenigstens an die Okulare ...
Hab wie immer "one shot" Aufnahmen mitgebracht - darf man ja zeigen hier im Thread, wenn ein Beobachtungsbericht dazu gehört. Die Aufnahmen geben den visuellen Eindruck wieder und wurden mit meiner Canon1000d durch den 8" Newton bei 30s und ISO 1600 völlig unbearbeitet aufgenommen.
Clear Skies weiterhin wünscht Anette