stefand
Aktives Mitglied
Hi zusammen,
wer im Südwesten wohnt, der sollte jetzt rausgehen. Da komme ich gerade her, obwohl ich morgen früh raus muss.
Es war so gegen 23 Uhr, wir wollten den Tag beenden. Durch die geöffnete Terassentür sah ich Sterne.
Zwei Schritte raus und kurz adaptieren und da war mir klar, dass das Bett noch kurz warten müsse.
Das war er wieder der Moment für meinen 80/400, dem Schnellspechtler ohne Auskühlphase. Der hat jetzt eine Carbonfolie drum und ist innen so gut es ging mit Velour bekleistern. Tafelfarbe kam an glänzende Metallteile.
Doch jetzt zum visuellen Erlebnis.
Endlich sind M36 - M38 wieder da und als offene Sternenhaufen dankbare Objekte für einen 80mm Refraktor. Mit dem 32mm Plössl waren M38, NGC1907 und M36 im Gesichtsfeld zu sehen. Schön anzugucken. Der M37 ist was für die höhere Vergrößerung, obwohl mit einem 80mm nicht soviele Sterne rauskommen, wie bei größeren Öffnungen.
Wo ich gleich im südlichen Fuhrmann fuhrwerke, kam mir die Idee, den M1 zu finden. Mit dem 19mm Okular und den 3.2 Grad Gesichtsfeld reicht es beta-Tauri in den Leuchtpunktsucher zu nehmen und dann nach oben zu gucken. Voila, da war er. Ein kleines, klares, aber ziemlich undefiniertes Wölkchen. Das änderte sich auch bis zum 8mm Okular nicht, welches ein wenig mehr den unegalen Rand der Wolke zeigte, aber mit 50facher Vergrößerung am 80mm langsam den Sack zumachte ... also ein dunkles Bild abliefert. Ein UHC/E-Filter am 9mm Okular brachte irgendwie nichts nachvollziehbar Besseres in Sachen Erkennbarkeit.
Die Plejaden waren auch noch einen Besuch wert. Hier wollte ich schwache Sterne suchen, welchen ich in einer Sternenreihe direkt unterhalb der Hauptsterne vermutete. Das war dann auch schnell erledigt - ich musste sie mir merken, die Sternenkonstellationen.
Oh heilige Mutter der Vorbereitung, warum habe ich nichts außer meinem Scope und der Zubehörtasche mit rausgenommen?
Am PC konnte ich sehen, dass ein 11.3mag-Stern unter einem 5mag-Himmel gut machbar ist. Mit Karte hätte ich noch nach schwächeren Exemplaren suchen können, doch meine Vorbereitung litt unter der Spontanität ...
Trotzdem war es mal wieder schön unter einem klaren Sternenhimmel zu stehen.
CS,
Stefan
wer im Südwesten wohnt, der sollte jetzt rausgehen. Da komme ich gerade her, obwohl ich morgen früh raus muss.
Es war so gegen 23 Uhr, wir wollten den Tag beenden. Durch die geöffnete Terassentür sah ich Sterne.
Zwei Schritte raus und kurz adaptieren und da war mir klar, dass das Bett noch kurz warten müsse.
Das war er wieder der Moment für meinen 80/400, dem Schnellspechtler ohne Auskühlphase. Der hat jetzt eine Carbonfolie drum und ist innen so gut es ging mit Velour bekleistern. Tafelfarbe kam an glänzende Metallteile.
Doch jetzt zum visuellen Erlebnis.
Endlich sind M36 - M38 wieder da und als offene Sternenhaufen dankbare Objekte für einen 80mm Refraktor. Mit dem 32mm Plössl waren M38, NGC1907 und M36 im Gesichtsfeld zu sehen. Schön anzugucken. Der M37 ist was für die höhere Vergrößerung, obwohl mit einem 80mm nicht soviele Sterne rauskommen, wie bei größeren Öffnungen.
Wo ich gleich im südlichen Fuhrmann fuhrwerke, kam mir die Idee, den M1 zu finden. Mit dem 19mm Okular und den 3.2 Grad Gesichtsfeld reicht es beta-Tauri in den Leuchtpunktsucher zu nehmen und dann nach oben zu gucken. Voila, da war er. Ein kleines, klares, aber ziemlich undefiniertes Wölkchen. Das änderte sich auch bis zum 8mm Okular nicht, welches ein wenig mehr den unegalen Rand der Wolke zeigte, aber mit 50facher Vergrößerung am 80mm langsam den Sack zumachte ... also ein dunkles Bild abliefert. Ein UHC/E-Filter am 9mm Okular brachte irgendwie nichts nachvollziehbar Besseres in Sachen Erkennbarkeit.
Die Plejaden waren auch noch einen Besuch wert. Hier wollte ich schwache Sterne suchen, welchen ich in einer Sternenreihe direkt unterhalb der Hauptsterne vermutete. Das war dann auch schnell erledigt - ich musste sie mir merken, die Sternenkonstellationen.
Oh heilige Mutter der Vorbereitung, warum habe ich nichts außer meinem Scope und der Zubehörtasche mit rausgenommen?
Am PC konnte ich sehen, dass ein 11.3mag-Stern unter einem 5mag-Himmel gut machbar ist. Mit Karte hätte ich noch nach schwächeren Exemplaren suchen können, doch meine Vorbereitung litt unter der Spontanität ...
Trotzdem war es mal wieder schön unter einem klaren Sternenhimmel zu stehen.
CS,
Stefan