Anette_Aslan
Aktives Mitglied
Liebe Astrofreunde,
gegen Abend klarte der Himmel auf, die Vorhersage versprach eine wolkenlose Nacht, das war Befehl zum Aufbruch mit drei Teleskopen in den Garten zu gehen.
Meinen kleinen Drecki 60/900 habe ich gegen den FH 154/1200 am Mond und Saturn antreten lassen. Galileo hätte sich am Kleinen aufrichtig gefreut, so schön kontrastscharf zeigte er mir im 12,5 genau das, was der FH im 13 Baader Hyp auch konnte. Doch im Vergleich zum Bild im Kleinen gereichte das dann im Großen fast zu einem beglückenden Herzinfarkt, eben alles noch größer und deutlicher, einfach näher zu sehen und so direkt den Unterschied zu erleben. Galileos Gesundheit war eh sehr schlecht bestellt, der Mann litt unter allem was man so haben kann an Zipperlein, nur gut, das er kein größeres Fernrohr besaß, er hätte es nicht verkraftet..........alles zu seiner Zeit, meine ich.
Saturn hätte er im Kleinen immerhin mit Ringen gesehen und dieses Objekt nicht "Dreiergestirn" wegen seiner Henkel links und rechts genannt. Im FH mit dem 5mm Oku konnte ich ihn noch ganz gut sehen, wenn auch schon tief im Westen, für meinen Dobs wäre er einfach nicht mehr zu holen gewesen.
Gegen 22:23h saust aus der Lybra ein ziemlich großer Meteor mit Schweif in Richtung Nordwest! Wow, solch einen großen habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen......ich war noch ganz benommen und mußte erstmal zu mir kommen.
Ich schlug langsam wegen der Mücken um mich, die mögen mich schon seit meiner Kindheit und ich sehe im Sommer immer wie eine Aussätzige aus, so dass manche mich schon gefragt haben, ob ich Syphilis hätte (urps, aber wahr). Ich will in meinem Karkoschka blättern, der auf einem Stuhl neben mir aufgeklappt liegt und finde diesen als auch die Sternkarte klatschnaß vom Tau (Taupunkttemperatur 10,8 Grad, 99% Luftfeuchte und 14,4 Grad....windstill....kein Wunder)...der Himmel drückt seine Schwüle gewaltig aus mit kälter werdender Nacht. Ich muß alles mit dem Küchenhandtusch abtrockenen, Refraktor, Bücher, Sternkarten und schwimme durch die Atmosphäre wieder ran an die Teleskope um M3 reinzubekommen.......breche mir am FH fast den Hals, verstelle ihn in den Rohrschellen ganz nach oben, damit ich Höhe gewinne, das Dingens erschlägt mich fast und ich versuchs am Ringnebel in der Leier, den Kringel bekomme ich noch nicht ganz klar rein, weil zu sehr im östlichen Dunst. Bin neugierig auf Wirlpool, doch Leute, nee so ein Refraktor für den Zenit ohne wirklich langes Stativ kann man absolut vergessen, es sei denn er hat Goto.
Macht ja nix, macht ja nix, nun kommt für den Zenit Dobsi im Einsatz und frisch, frank und befreiend, schier herzend umgreife ich meinen Dobs und erlebende berauschende Glücksmomente am M3 im Baader Hyp 5 um dann anschließend am M13 einen echten Hüpfer in der Brust zu erleben.
Eisern und verbissen schwimme ich klamm und naß zurück zum FH oben im Hanggarten und wills doch noch mal versuchen, aus reiner Neugierde, wie der mir die KS rüberbringt....zum verrecken, zum verrecken........der muß optimiert werden, Telrad, Verlängerunshülse an der Montierung...Schrittmotoren...Goto....Polsucher.....schwitz ich nun deswegen oder isses der Tau?
Ok, Alibireo bekomme ich dann noch locker rein und erfreue mich seinens gestochen scharfen Anblicks, es geht auf 1h...ich bekomme Flossen, die Wiese ist klatschnaß, an mir hängen die Klamotten, bleierne Müdigkeit bewältigt sich meiner doch die Arbeitspferde müssen in den Stall!!!!!!! DAs schaff ich noch und dann schmeiß ich mich doch mit Klamotten ins Bett.........praktisch!
Beglückend grüßt die Astroleiche
gegen Abend klarte der Himmel auf, die Vorhersage versprach eine wolkenlose Nacht, das war Befehl zum Aufbruch mit drei Teleskopen in den Garten zu gehen.
Meinen kleinen Drecki 60/900 habe ich gegen den FH 154/1200 am Mond und Saturn antreten lassen. Galileo hätte sich am Kleinen aufrichtig gefreut, so schön kontrastscharf zeigte er mir im 12,5 genau das, was der FH im 13 Baader Hyp auch konnte. Doch im Vergleich zum Bild im Kleinen gereichte das dann im Großen fast zu einem beglückenden Herzinfarkt, eben alles noch größer und deutlicher, einfach näher zu sehen und so direkt den Unterschied zu erleben. Galileos Gesundheit war eh sehr schlecht bestellt, der Mann litt unter allem was man so haben kann an Zipperlein, nur gut, das er kein größeres Fernrohr besaß, er hätte es nicht verkraftet..........alles zu seiner Zeit, meine ich.
Saturn hätte er im Kleinen immerhin mit Ringen gesehen und dieses Objekt nicht "Dreiergestirn" wegen seiner Henkel links und rechts genannt. Im FH mit dem 5mm Oku konnte ich ihn noch ganz gut sehen, wenn auch schon tief im Westen, für meinen Dobs wäre er einfach nicht mehr zu holen gewesen.
Gegen 22:23h saust aus der Lybra ein ziemlich großer Meteor mit Schweif in Richtung Nordwest! Wow, solch einen großen habe ich meinen Lebtag noch nicht gesehen......ich war noch ganz benommen und mußte erstmal zu mir kommen.
Ich schlug langsam wegen der Mücken um mich, die mögen mich schon seit meiner Kindheit und ich sehe im Sommer immer wie eine Aussätzige aus, so dass manche mich schon gefragt haben, ob ich Syphilis hätte (urps, aber wahr). Ich will in meinem Karkoschka blättern, der auf einem Stuhl neben mir aufgeklappt liegt und finde diesen als auch die Sternkarte klatschnaß vom Tau (Taupunkttemperatur 10,8 Grad, 99% Luftfeuchte und 14,4 Grad....windstill....kein Wunder)...der Himmel drückt seine Schwüle gewaltig aus mit kälter werdender Nacht. Ich muß alles mit dem Küchenhandtusch abtrockenen, Refraktor, Bücher, Sternkarten und schwimme durch die Atmosphäre wieder ran an die Teleskope um M3 reinzubekommen.......breche mir am FH fast den Hals, verstelle ihn in den Rohrschellen ganz nach oben, damit ich Höhe gewinne, das Dingens erschlägt mich fast und ich versuchs am Ringnebel in der Leier, den Kringel bekomme ich noch nicht ganz klar rein, weil zu sehr im östlichen Dunst. Bin neugierig auf Wirlpool, doch Leute, nee so ein Refraktor für den Zenit ohne wirklich langes Stativ kann man absolut vergessen, es sei denn er hat Goto.
Macht ja nix, macht ja nix, nun kommt für den Zenit Dobsi im Einsatz und frisch, frank und befreiend, schier herzend umgreife ich meinen Dobs und erlebende berauschende Glücksmomente am M3 im Baader Hyp 5 um dann anschließend am M13 einen echten Hüpfer in der Brust zu erleben.
Eisern und verbissen schwimme ich klamm und naß zurück zum FH oben im Hanggarten und wills doch noch mal versuchen, aus reiner Neugierde, wie der mir die KS rüberbringt....zum verrecken, zum verrecken........der muß optimiert werden, Telrad, Verlängerunshülse an der Montierung...Schrittmotoren...Goto....Polsucher.....schwitz ich nun deswegen oder isses der Tau?
Ok, Alibireo bekomme ich dann noch locker rein und erfreue mich seinens gestochen scharfen Anblicks, es geht auf 1h...ich bekomme Flossen, die Wiese ist klatschnaß, an mir hängen die Klamotten, bleierne Müdigkeit bewältigt sich meiner doch die Arbeitspferde müssen in den Stall!!!!!!! DAs schaff ich noch und dann schmeiß ich mich doch mit Klamotten ins Bett.........praktisch!
Beglückend grüßt die Astroleiche