Kleine Frage

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Qatryk
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Qatryk

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Hallo ans Forum!

Also komme ich gleich mal auf den Punkt.

Ich habe ein einsteiger Teleskop.
76/700 Refraktor.
Leider habe ich dazu nur noch ein 20mm Okular.
Hab gestern und heute ein wenig den Jupiter betrachtet und bei 35 facher vergrösserung(wenn ich richtig gerechnet hab)ist ein wenig klein:)

Daher wollte ich mir billigen Ersatz besorgen.
Dachte an diese hier Okulare

Nun zur eigentlichen Frage passen die überhaupt auf die 76mm?

Ich weiß jetzt schon das ich mir später ein besseres neues Teleskop kaufe.Doch im Moment fehlt mir noch das nötige Kleingeld.

Ich denke auch das man erstmal klein anfangen kann erstmal den Sternenhimmel kennen lernt und ein wenig erkundet.
 
Hallo,

dein Name? Qatryk? Patrik?

Das 4mm Okular vergrössert sicher zu stark. Sei froh, wenn du 100-fach bekommst. Also Brennweite 7mm oder 6mm. Die Plössl haben bei dieser Brennweite einen geringen Augenabstand. Du musst nahe ans Okular rangehen.

Es gibt manchmal gebrauchte sogenannte "Planetary" Okulare. Die sind im Einblick viel bequemer. Wenn du eines für 30 .. 40 Euro bekommen kannst, dann greife zu.

Ach ja:
Wenn du dir ein 32mm Plössl besorgen kannst, das bringt dich weiter. Du bekommst etwa 2.4 Grad wahres Gesichtsfeld. Auch das Bild wird heller. Damit kannst du den Sternenhimmel kennenlernen.

Mit Gruss, Joachim
 
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Hallo,

Dein System hat ein Öffnungsverhältnis von ca f/9.
Da kannst Du die einfachen Plösslokulare gut einsetzen.
Von der 4mm Okularbrennweite würde ich Dir abraten, Du überschreitest bereits die max. sinnvolle Vergrößerung, die bei 152fach liegt, ich würde gar eher zu ca 100fach tendieren, das macht dann 6mm Okularbrennweite.

Hier mal eine Vorschlagsliste sinnvoller Okularbrennweiten:

6 mm
8 mm
16 mm
32 mm

Für die Minimalstvergrößerung gänge noch ein 64mm Oku, aber ich denke, das kannst Du getrost weglassen. Kannst Du stattdessen günstig ein Okular um die 40mm bekommen, schlag zu. Da wäre dann Dein Aufsuchokular.

Ich lese aber heraus, Du willst nun nicht mehr allzuviel für das Teleskop investieren, dann nimm zunächst das 6mm Okular.
 
Danke für eure Antworten:)

@Antares genau ist zwar kein Newton aber so aufgebaut,dann heißt es wohl Reflektor.

@Joachim yep mein Name ist Patryk.

@raziel28 was genau heißt f/9 ?


Werde nun auf die Suche nach einem 6mm,8mm,16m und 32mm(1,25") gehen vielleicht bekommt man diese ja als Set.

Habe vergessen zu erwähnen das dieses Teleskop einen Sucher hat mit Fadenkreuz.Daher denke ich kann ich das 40mm erstmal weglassen.
 
Hallo,

diese Zahlen, also z.B. f/9 bezeichnen das Öffnungsverhältnis, also das Verhältnis der Öffnung (Objektivdurchmesser) zur Brennweite, im Grunde also erstmal eine Zahlenspielerei. Aus dem Öffnungsverhältnis aber, dessen Wert ja unabhängig von der wahren Größe des Telekops ist lassen sich ein paar wertvolle Informationen gewinnen.

In diesem, Deinem Falle ging es z.B. darum, daß ein f/9 System weniger Bildfeldwölbung mitbringt als beispielweise ein f/5 System. Um den Verzeichnungsfehlern der Bildfeldwölbung entgegen zu wirken, kann man bestimmte, höherwertigere (und damit teurere) Okulartypen einsetzen.

In Deinem Falle ist das nicht so, Du kommst noch mit einfachen, preisgünstigen Okulartypen zurecht, in denen zudem weniger Linsen drin verbaut werden müssen und somit mehr Licht durchlassen.

Fazit: Plössl-Okulare und f/9 geht gut, ohne Randverzeichnung.
 
Hallo Patrick,

dein Reflektor ist ein Newton. So heißen Teleskope, die einen Primärspiegel besitzen, der das Licht auf einen Sekundärspiegel schickt, welcher es seitlich aus dem Tubus auslenkt.

Ein 40 mm-Okular ist schon etwas zu heftig. Bei der geringen Vergößerung wirst du bei hellen Objekten eventuell schon den Fanspiegel sowie die Strebe(n) als störende Schatten wahrnehmen. Das 32 mm als Plössl hingegen ist eine gute Wahl. Die Vergrößerung ist fast 22-fach, das Bild ausreichend hell und das Feld über 2,2 Grad (mehr als vier Vollonde nebeneinander!) groß, damit kann man herrlich durch die Milchstraße surfen. Freue dich über hervorragende Bilder, denn die bei den einfacheren Teleskopen mitgelieferten Okulare sind einfach nur für den Müll.

Fürs untere Ende würde auch ich 6 mm empfehlen, keinesfalls weniger. Die Plössls haben dann zwar nicht mehr einen allzu angenehmen Einblick, aber meines Erachtens ist das noch erträglich. Hier wirft sich dann aber noch eine weitere Frage auf: Hast du dein Teleskop schonmal justiert? Ist es überhaupt justierbar? Hast du hinten am Tubus, wo der Hauptspiegel sitzt, Schrauben? Hast du am Fangspiegel Schrauben?

Gruß und CS,
Marcel
 
Dann besitze ich ich wohl ein Newton.
Ja der Tubus hat sowohl am Fang spiegel Schrauben wie auch am Hauptspiegel Schrauben.

Sehen auch so aus als ob sie zum justieren wären.

Gemacht hab ich sowas noch nie:)

@Raziel glaube ich verstehe einigermassen was du meinst muss ich mal nach googeln wie man das genau berechnet.
Denke dann leuchtet es mir noch mehr ein.


 
Hallo,

Das Öffnungsverhältnis ist der Zahlenwert aus Öffnung : Durchmesser. Wir geben aber immer den Kehrbruch davon an, ist einfacher und jeder weiß um was es geht.

Beispiel, Du hast ein Teleskop mit 76mm Öffnung und 700mm Brennweite.

Also: 76mm : 700mm = 0,108...

Nun drehen wir den Bruch um, also:

1 : 76mm : 700mm = 1 : 0,108... oder 1: 9,2
("Die Brennweite ist um das 9,2fache länger als die Öffnung")
Naja, schneller als mit dem"1 : ..." Gedöhns gehts natürlich, wenn man die Brennweite durch die Öffnung teilt, klar ;)

Schreiben müssten wir dann eigentlich f=1:9,2, im "Szenen-Slang" wurde daraus kurz f/9,2 oder gerundet f/9 und manchmal wird auch der Divisionsstrich weggelassen, "f9".

Wenn Dir nun also einer kommt und sagt, er hat ein 200mm f/5 System, dann weißt du, die Brennweite ist das 5 fache der Öffnung, also 200mm Öffnung und 1000mm Brennweite.

Im Grunde braucht Dich das jetzt bis ins Detail noch gar nicht zu interessieren, das Ganze wird erst interessant, wenn zu diesen Zahlen auch Eigenschaften kommen, also wenn Du z.B. ein neues Teleskop gezielt mit den Eigenschaften kaufen willst, wofür es dann letztlich eingesetzt werden soll und welches Zubehör dafür in Frage kommt.
 
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Hallo Patrick,

du nimmst einfach die Brennweite in mm (bei dir 700) und teilst sie durch den Hauptspiegeldurchmesser in mm (bei dir 76):

Öffnungsverhältnis = Brennweite [mm] / Hauptspiegeldurchmesser [mm]

Bei dir: 700 / 76 = 9,21 -> Dein Teleskop ist f/9,21

Diese Zahl gibt dir nun mehrere Informationen: Zum einen die sogenannte "Lichtstärke": Je kleiner die Zahl, desto kürzer musst du (bei gleicher Öffnung) beim Fotografieren belichten. f/4 ist also lichtstärker als f/8. Außerdem gibt diese Zahl an, wie anspruchsvoll dein Teleskop bei der Okularwahl ist. Je kleiner der Wert, desto höherwertige Okulare solten es sein. Man sagt: f/4 und f/5 sollten mit teureren Okularen ausgestattet werden, bei f/6 und f/8 sind auch einfachere Modelle gut nutzbar und ab f/10 gibts gar keine Probleme. Bei Linsenteleskopen vom Typ "Achromat" erhältst du noch eine weitere Information: Je "lichtstärker" ein Linsenteleskop ist, desto stärker ist der Farbfehler ausgeprägt. Ab f/10 sind die Teile inigermaßen "sauber", die richtig großen Modelle über 100 mm Öffnung sollten aber lieber noch f/15 haben.
EIne weitere Information hast du auch noch: Wenn du nur die Zahl nimmst, dann erhältst du jene Okularbrennweite, die dir die optimale Vergrößerung liefert. Bei dir wären es also 9,21 mm, was es aber sicherlich nicht zu kaufen gibt...Man kann meistens noch ein bisserl höher vergrößern, als Obergrenze wird (bei guter Luft, guter Justage und ausreichend Auskühlzeit) das doppelte der Öffnung angesehen:

Vmax = Öffnung * 2
Bei dir: 76 * 2 = 152

Alleridngs: Die besten und schärfsten Bilder erhält man eben beim "einfachen" Durchmesser der Öffnung in mm, sprich: Bei dir bei 76-fach. Und hier kommt dann wieder das Öffnungsverhältnis ins Spiel: 76-fach erreichst du mit einem 9,21-mm-Okular.

Ich hoffe, damit sind alle Klarheiten beseitigt ;-)

Edit: Der Toni war ein bisserl schneller...

Gruß und CS,
Marcel
 
Dann sollte es wohl am besten ein 8mm und ein 10mm(1,25") sein?

d.h 70 fache vergrösserung und 87,5.

Damit sollte es dann auch einigermassen scharf bleiben wenn ich das richtig verstanden hab.
 
8mm UND 10mm brauchst Du eigentlich nicht. Sinnvoll ist eine Okularzusammenstellung, die Dir von Okular zu Okular die Vergrößerung etwa verdoppelt, insgesamt also 3-4 Okulare, mehr brauchste nicht.

Ich habe ja weiter oben nach diesem Prinzip ein paar Okularbrennweiten für Dich zusammengestellt. Gut, der Sprung 6mm Oku zu 8mm Oku folgst diesem Prinzip nicht, da ich nicht mit maximal sinnvoller Vergrößerung gerechnet habe. Ich nehme ja mal an, daß Du einfache Okulare kaufen wirst und da ist das 4mm Plössl eine echte Zumutung, winzige Einblicklinse wo Du mit Deinem Auge förmlich reinkriechen musst.

Du kannst also auch von den 6mm ausgehend die Okulare 6,12,24 Stufen, das hängt auch immer ein bissle davon ab, was man am Markt kriegt.
 
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