kleine Gartensternwarte

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

AstroMaulwurf

Aktives Mitglied
Hallo,

ich möchte eine kleine Gartensternwarte bauen. Die Säule bekommt einen Durchmesser von 25 cm, drauf kommt eine EQ6 und u. a. ein ED80/600. Da ich inclusive Teleskop alles draußen lassen möchte, muss eine Hütte drum herum, die aber möglichst klein sein soll (muss).

Es wird nur Fotografiert und per Remote bedient, so dass ich nur zu Justage-Zwecken mit in die Hütte muss.

Wie groß ist der "Schwingbereich" (Radius ab Säulenmitte) des Teleskops, wenn neben Flattner noch eine EOS dranhängt? Würde alles auf eine Grundfläche 1,20 X 1,20 passen? Ich kann leider selber nicht nachmessen, da mein Equipment 500 km entfernt steht.

Vielen Dank und CS

Bernd.
 
Servus Bernd,
da meine Frau aus ästhetischen Gründen eine Rolldachhütte ablehnte, suchte ich nach einer Alternative. So wurde es eine Roll-Laube. Die Holzgitter wurden von mir mit dünnen Plexi hinterlegt, das Dach mit Teichfolie fit gemacht. Habs seit über einem Jahr, bisher auch bei Sturm unproblemtisch und überaus schnell einsetzbar.

Link zur Grafik: http://astrob.in/57807/0/rawthumb/gallery/get.jpg

Sternfreundliche Grüße,

Gottfried
 
Hallo Gottfried

Deine Idee mit der Roll-Laube werde ich umsetzen, da ist der Schwingradius egal. Ein kleines abschließbares Schränkchen wird dann den PC beherbergen.

Danke für die Idee und CS

Bernd.
 
Hallo Gottfried,

eine sehr gute Idee! Ich bin auch auf der Suche nach einer ästhetisch akzeptablen Lösung.

Wo hast Du die Hütte gekauft? oder ist es ein Eigenbau?

Gruss
Johann
 
Hallo Johann,
das sieht aus wie ein Selbstbau aus Sichtschutzelementen (Baumarkt/Holzhandel) plus etwas Eigenbau-Dach.
Super umgesetzt!
 
Servus,
die Laube habe ich bei einem Gartenmöbel und Gartenhäuserlieferanten auf ebay entdeckt. Der eigentliche Preis (etwas über 1000 Teuros) war mir zu teuer, aber er versteigerte eine b-Waren-Version, die ging für etwa 250,- incl. Fracht (Palette) bei mir ein. Alles aus einem tropischen Hartholz, aber es waren Modifikationen nötig, um die Wetterfestigkeit zu steigern. Die Türen waren aus meinem lokalen Baumarkt (Pflanzgitter), ebenso das Plexiglas um die Pflanzgitter abzudichten und die Teichfolie für das Dach. Die Laufbahnen der Rollen habe ich mittlerweile auch gepflastert, da bei feuchten Wetterlagen die Rollen sonst zu sehr im Rasen einsinken.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo Gottfried,

Das sieht sehr gut aus. Wie sieht es mit bei Sturm oder Schnee aus? Wie verankerst Du die Hütte? Und dichtest Du sie am Boden irgendwie ab?

Bis dann:
Marcus
 
Servus Marcus,

da merkt man den Nordfriesen, Sternwarten müssen den blanken Hans am besten auch überstehen ;-)
Hab das Teil jetzt 2 Winter, Sturm war in Böen bis 11 Beaufort, Schnee haben wir hier selten mehr als 20cm, im Bayernwald wäre es was anderes.
Der Haltemechanismus ist sehr simpel, die ursprüngliche Sitzfläche der Laube hat einen Ausschnitt, der um die Säule passt. Wenn ich dann die Türen schließe (Kofferschlösser), ist die Laube fixiert. Sie kann dann nicht mehr hin- und her fahren, auch nicht umfallen. Der begrenzende Faktor dürfte die Säule des Teleskops sein. Am Boden und auch unter dem Dach ist die Laube luftig, dadurch ist eventuell eingedrungene Feuchtigkeit schnell wieder weg. Die Steckdosen an der Säule sind für Feuchträume zugelassen und so weit oben, dass Regen und Schnee nicht hin können.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Dafür braucht mein Auto, wenn ich es benutze nur 4l/100km, meist fahre ich e-bike. Flugreisen habe ich schon lange keine mehr gemacht. Von daher bin ich mit meinem ökologischen Fußabdruck ganz zufrieden. Du bist dran!

Gottfried
 
Hehe, okay:

ICH habe Flugangst - fliege also nicht. Für ein E-Bike bin ich noch nicht reif. Ich habe jetzt 2x mal auf der Messe in Essen welche ausprobiert, macht schon Spaß. Würde gerne mal per Fahrrad in die Bretagne, aber das traue ich mir ohne "E" nicht zu. Mein ökologisch wunder Punkt ist die Autofahrerei, mittlerweise 70 Tkm im Jahr, beruflich. Ich habs mit der Bahn probiert, ehrlich, aber die könnens nicht. Der Verein ist für mich gestorben.

So eine Hütte kann man aus einheimischem Holz machen, lasieren und fertig. Hält auch 15-20 Jahre, wenn man die Beschichtung ab und an erneuert. Tropenholz verwittert genau so, ganz entgegen den Werbeaussagen. Ich habe eine Terrasse aus Bankirai, die vermoddert an der nassen Nordecke vollständig, schon nach 13 Jahren. Wenn Du dich mit Kiefer/Pinie nicht anfreunden kannst, gibt es die einheimischen Arten Buche und Eiche. Wäre mir für eine Hütte allerdings zu schade/teuer.

Grüße
Andreas
 
Hallo Gottfried,
super Idee.
Hast Du mal Bild von der Varankerung im Boden?
Der Tisch mit dem einen Bein: Passt der auch noch in die Hütte?
Wie sieht es mit Insekten oder Vögeln aus?
Ist auf dem Dach noch Dachpappe?
Tausend Fragen :erschreck:
 
Servus,
die Laube wurde nicht wegen des Materials ausgewählt, sondern weil sie von ihrem Aussehen her für meine Gartenarchitektin (=bessere Hälfte) akzeptabel erschien.
Das e-bike ist von Scott und schaut nicht Opa-mäßig aus, hat zB deore xt Scheibenbremsen. Die Gegend ist recht hügelig, da könnte ich mit einem normalen Radl nur sehr verschwitzt zur Arbeit kommen....
Die Laube hat keine Verankerung. Habe große Gummirollen an Kiefernleisten (werden trotz pflegender Lasur schon rissig...) angebracht und unter die Seitenteile geschraubt. Die sonstige Verankerung besteht darin, dass die Laube sich bei geschlossenen Türen an die Säule schmiegt und nicht weg kann, auch nicht umfallen.
Vögel und Insekten sind da (meine Frau füttert auch im Sommer die Vögel und wir haben in unserer Waldrandlage einen ziemlichen Artenreichtum), unter dem Dach der Laube wohnen ein paar Spinnen, ist aber alles nicht tragisch.
Der einbeinige Tisch wohnt unter der Pergola, die auf dem Bild nicht zu sehen ist.
Auf das Dach (besteht aus Leisten) habe ich Teichfolie angetackert, die hatte ich da, Dachpappe wäre sicher auch gegangen.

Viele Grüße,

Gottfried
 
Hallo,

FSC-zertifiziertes Holz sollte man tunlichst meiden.
Dieses Gewächs wird in riesigen Monokulturen angepflanzt und ist für die Natur inkl. Menschheit eine risige Katastrophe.

Die schnellwachsenden Tropenhölzer wie Teak sind Tiefwurzler
und saugen das Wasser auch aus 50m Tiefe.
Man kann sich vorstellen was das bedeutet.
Übrigens befinden sich diese Plantagen dort wo ehemals der Regenwald gedieh.

Es gibt auch genügend Gartenmöbel aus heimischer Fichte, diese
sind auch durchaus brauchbar und sehr stabil.
Hartholz bedeutet übrigens nicht gleichzeitig unverwüstlich
oder belastbar, es kommt auch auf die Konstruktion und Verbindungen an.

@ Andreas: Buche verrottet sehr schnell, also bitte nicht verwenden. Eiche ist sehr gut aber teuer.
Eine Laube aus Fichte hält locker 60 Jahre, aus Lärche etwa
80 Jahre. Geht also locker.
In Japan gibt es Tempel aus Nadelholz, die stehen dort seit
1000 Jahren und trotzen Wind und Erdbeben.

So, Hauptsache das Teleskop bekommt ein Dach über dem Kopf,
denn kaum einer ist frei von Umweltsünden, und ich werfe sicher nicht den ersten Stein.

Viel Spass beim Bau,

Tobias




 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben