Kleine Geschichte als Einsteiger...

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PalomynoAstro

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Hallo an alle, die sich mit dem richtigen Einstieg in Ihr (neuentdecktes) Hobby befassen.
Ich möchte hier einfach mal einen kurzen Erfahrungsbericht meinerseits schreiben...

Wie ich zur Astronomie gekommen bin, kann ich so genau gar nicht mehr sagen. Natürlich fand ich das Thema Weltraum mit allen Facetten schon immer ziemlich cool und schaute mir entsprechendes Zeug im TV an oder las einiges.
Irgendwann in 2011 oder 2012 sah ich eine Sternenkonstellation am Himmel, die mich dazu veranlasste, ein wenig tiefer in die Materie einzusteigen; zwei Sterne am Abendhimmel, mega hell und für mich irgendwie seltsam. Wie sich herausstellte, waren das Jupiter und Venus, die einträchtig vor sich hin strahlten. Es war Sommer, warm und dunkel und ich machte mich mit einer Liege in den Garten und beobachtete ein bißchen, was man so am Himmel sehen konnte. Irgendwann zog ich ein altes Fernglas meines Opas hinzu und versuchte, irgendwas zu sehen. Von Deepsky-Objekten wusste ich nix und dass sich das eigentlich interessante Zeug zwischen den Sternen, die ich sah, befand, hab ich erst später herausgefunden.

Ich habe in diesem Sommer dann einige Nächte draußen verbracht und mich einfach an den Sternen ergötzt. Es war super.

Irgendwann hab ich dann aufgerüstet und mir von einem Kumpel ein altes 8" Dobson-Rohr ausgeliehen. Da fing ich dann auch an, zu begreifen, wonach man eigentlich schauen sollte. Den ersten Anblick des Saturn werde ich wohl (wie so viele) nie vergessen. Ich stellte jedoch schnell fest, dass ich ein echter Schönwetterspechtler bin. Im Winter bei Eiseskälte raus... Nö, lieber nicht.

Der Dobson musste dann leider wieder gehen, ich fühlte mich aber wie der Astronom schlechthin und wollte ein eigenes Teleskop. Keine Kohle, keine Ahnung, also besorgte ich mir einen 5" Newton auf einer klapprigen EQ2 (oder was ähnliches) und wieder den Nachthimmel erkundet. Tja, was soll man sagen... wenns wackelt, machts kein Spaß. Und es wackelte.

Die Technik mit der parallaktischen Montierung war nicht das Problem aber das Gezittere verdarb mir doch recht schnell den Spaß. Also baute ich mir eine kleine Rockerbox und stellte meinen Newton hinein. Joah, war ok und funktionierte, aber der Kick fehlte dann doch.

Na ja, es kam wie es kommen musste... die ganze Sache schlief ein wenig ein. Kinder, Garten, Job und genügend andere Ausreden ließen mich dann öfter drinnen und den Nachthimmel Nachthimmel sein. Es vergingen tatsächlich Jahre...

In 2020 hatte dann mein Sohn richtig Bock auf Sterne gucken und wir lagen zusammen draußen im Garten. Es war zwar Frühling aber warm und dunkel. Meine olle Dobson-Krücke wollte ich nicht rausholen, da war ich zu faul, aber wir sinnierten über ein neues, gutes Teleskop. Nach langer Recherche holte ich zum großen Schlag aus und besorgte mir ein C8 auf einer AVX-Montierung. Mit Goto. Wahnsinn. Uns eröffnete sich eine Fülle an Objekten, die ich so nicht für möglich gehalten hab. Ausschlaggebend war hier ganz klar das Goto und es machte richtig Bock. Im Sommer wurde dann alles abgegrast, was es so zu sehen gab aber ich bemerkte dann schnell, dass das bloße Schauen für mich nicht so spektakulär war, wie ich dachte. Es kam, wie es kommen musste und ich versuchte mich an der Astrofotografie, na ja also so ein bißchen...

Für das Teleskop und das ganze Zubehör hab ich mir dann schicke Transportkisten gebaut, um alles schön zu verstauen. Mittlerweile knipse ich einfach so ein wenig vor mich hin und finde die Technik und das drumherum total cool. Mit meiner alten DSLR hab ich jetzt für meine Verhältnisse schon ganz gute Bilder zusammenbekommen, wobei die (noch :-)) meilenweit von einem richtigen Astrofoto entfernt sind, aber hey, ich hab das fotografiert und find mich super dabei...

Ein weiterer Booster war dann StarSense von Celestron, mit dem ich wirklich innerhalb von zwei Minuten startklar bin.

Was ich zu meinem Glück noch bräuchte wär jemand, der mir das ganze Geraffel aufbaut, wenns meine Zeit und der Himmel zulässt. Mein Problem an der ganzen Geschichte ist nämlich, dass ich stinkefaul bin und es mir dreimal überlege, alles aufzubauen oder doch lieber meinen Liegestuhl zu nehmen. Der tuts nämlich auch und es ist verdammt cool.

Wenn ich Leuten, die sich überlegen ein Teleskop zu holen, einen Tipp geben kann, dann überlegt euch, was ihr vorhabt. Wollt ihr einfach nur schauen, was es so alles gibt, dann legt euch einen Dobson zu. Wollt ihr ein bißchen tiefer einsteigen, dann würde ich auf jeden Fall eine Goto-Montierung empfehlen, weil die in meinen Augen einiges vereinfacht und wirklich Freude bringt. Macht euch nicht so viele Gedanken welche Objekte mit welcher Brennweite zu sehen sind, was die richtige Austrittspupille ist und ob die Montierung später überladen sein könnte. Habt einfach Spaß am Nachthimmel. Mein absolutes Highlight sind immer noch Sommernächte auf einer Liege ohne irgendwas.

Gruß
Christoph
 

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