Kleine Maks

JP-Stardust

Aktives Mitglied
Hallo,
ich möchte mir noch einen kleinen, leichten Maksutov zulegen und zwischen folgenden Modellen wählen:
1) SkyWatcher Skymax 90/1250
2) SkyWatcher Skymax 102/1300
3) Bresser MC 100/1400
4) Bresser MC 127/1900

Letzterer ist zwar größer und schwerer, als die anderen, wird aber hinsichtlich der Optik oft gelobt. Habt ihr praktische Erfahrungen zu den genannten Geräten und könnt mir eine Empfehlung geben? Danke sehr!
Wichtig noch: Verwendung nur visuell an Mond & Planeten. Die DeepSky Performance an diesen Maks ist mir egal !

CS Jan
 
Hallo Jan,

wichtig für die Entscheidung wäre was Du damit beobachten willst und wie wichtig die Transportabilität ist. Willst Du das Gerät auch als Spektiv zum Wandern mitnehmen, dann kleiner, wenn Du zuhause im Garten Planeten beobachten willst, dann größer.

Ich hatte mit einem Bresser 100/1400 angfangen. Das Gerät war als Spektiv tagsüber super. Allerdings hatte ich Probleme mit der Fokussierung - der Fokussierknopf "klemmte" an einer Stelle irgendwie. Bresser meinte, das sei normal bei diesen Geräten und wollte sich das nicht näher anschauen und auch von einer Ersatzlieferung nix wissen. Seither meide ich Bresser komplett. Ich hatte auch bei keinem anderen Teleskop seither ähnliche Probleme - es ist also nicht normal!

Warum ist der Sky-Watcher 127/1500 nicht auf Deiner Liste?

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Halli Olli,
danke für die Rückmeldung! Ich hatte mal den SkyWatcher 127/1500 und möchte jetzt bitte nur aus einem der genannten Modelle auswählen. Unter anderem wegen der Öffnungsverhältnisse von f/12 und weniger, sowie der Kompaktheit.
Der Mak soll nur für Mond- und Planetenbeobachtungen dienen, nicht für Natur tagsüber - dafür hab ich ein Fernglas (auch zum Wandern).

CS Jan
 
Hi Jan,

es sind schon einige Maks durch meine Finger gegangen, bei den Skywatchern konnte ich bei keinem Mirror-Flop beim Fokussieren beobachten, bei den Bresser hingegen schon. Justagestabil waren sie alle, bis rauf zum 180er, aber da hatten wir ja schon mal in einer PN zu geschrieben. Die fest verschraubte Prismenschiene ist ein Dorn im Auge.
Bei rein visueller Beobachtung ist Öffnung nur durch Öffnung zu ersetzen, weshalb ich den größten nehmen würde, den Du transportieren, montieren kannst.
Warum Deine Auswahl den Bresser 5" F15 aber den Skywatcher 5" F12 nicht beinhaltet erschließt sich mir nicht, denn wie Oli auch würde ich genau diesen empfehlen.
Bedenke auch Deine Okularmöglichkeiten und resultierende APs, der Flaschenhals an diesen Teilen ist die 1,25" Okularaufnahme.

CS, Ralf
 
Hallo Ralf,

besten Dank für Deine Infos! Die 1,25" Okularaufnahme an diesen Geräten ist kein Problem für mich. Den SkyWatcher 127/1500 möchte ich nicht, da er wohl faktisch weniger Öffnung hat, als der 5" Bresser. Liest man zumindest oft. Außerdem ist mir das Öffnungsverhältnis des Bresser mit f/15 noch lieber.
Im Bezug auf Deine Erfahrungen bezüglich Fokussierung und Mirror-Flip bin ich aber dann doch wieder auf der SkyWatcher-Seite.
Aus meiner Liste dann den größten, den ich transportieren möchte, wäre somit der Skymax 102/1300. Den werde ich nehmen!

CS Jan
 
Hallo Jan, ich hatte die Skywatcher MAKs 80, 90, 102 und 127.
Optisch am besten war eindeutig der 127er, aber für meine damaligen Zwecke schon zu wuchtig und zu schwer und brauchte etwas lange zum Auskühlen. Der 80er und der 90er hatten mir zu wenig Öffnung bei zu hoher Obstruktion.
Der einzige den ich wirklich manchmal vermisst habe ist der 102er. Am Mond fand ich den super, am Planeten ganz brauchbar für die Öffnung und Obstruktion. Sehr leicht und passt in eine Fototasche, und gleichzeitig recht günstig.
Die Bresser Maks kenne ich nicht.
Inzwischen bevorzuge ich aber einen kleinen guten Apo gegenüber einem MAK.

VG Stephan
 
Hi Stephan,
super - vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht! Genau aus diesen Gründen und was Du schreibst, werde ich wohl beim SW 102/1300 hängenbleiben.

VG Jan
 
Hallo Jan,
Warum nicht ein großer MAK? Die Aussage von Stefan kann ich gar nicht unterstützen, das Maksutovs schwer und wuchtig sind, genau das Gegenteil ist der Fall!
Ein 150 mm MAK ist um den Faktor drei leichter als ein vergleichbarer APO. Und er kostet auch nur 1/10tel des Preises eines APOs. Und seine Abbildungsleistung ist besser und farbreiner als eines APOs bei fotografischer Benutzung an Planeten.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Frank, Hallo Stefan!
"Warum nicht ein großer Mak?" und 5"....Nun, ich habe bereits ein Celestron C5, einen Skymax 150 und einen Orion 180/2700 Mak...Darüber hinaus noch einen 6" Intes aus Sammlerleidenschaft, den ich aber in den nächsten Tagen verkaufen möchte.

VG Jan
 
Die sollten sich nicht alle so viel nehmen. Ist ja fast die selbe Kategorie Kleinst-Mak. Ob nun 90mm oder 102mm (ich habe jetzt direkt den 102mm irgendein Laufzeitmodell kann aber zu den anderen nichts sagen, ich kann was sehen, was ihr Ding ist müssen sie selber wissen) spielt kaum eine große Rolle. Wie ist die Monierung und der Platz drumherum? Je nachdem.
 
Eignet sich so ein MAK eigentlich auch für Deep Sky oder ist das Öffnungsverhältnis zu langsam?
 
Hier ein Bild von M27 mit meinem Bosma150 f/12 von Berlin aus, im August 2024. Kamera war eine full spectrum EOS 500Da ohne Filter. (Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen bei f/12) :cool:
M27 mit Maksutov 150_f12.jpg



Hier der bläuliche Zentralstern des M27 Komplexes mit dem Maksutov, 220% Zoom.
Zentralstern M27.jpg

VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Eignet sich so ein MAK eigentlich auch für Deep Sky oder ist das Öffnungsverhältnis zu langsam?
Das kann man sich relativ leicht selbst beantworten.
Wie viele DeepSky Objekte sind größer als der Mond, wenn man von Sternbilder und Sternanordungen mal absieht?
Da bleiben nur eine Handvoll DeepSky Objekte übrig.
Der ganze Rest ist relativ klein und daher ist es für die visuelle Beobachtung relativ egal wie das Öffnungsverhältnis ist.
Erst ab 4500-5000mm Brennweite wird es für "Mondgröße" langsam eng mit gewöhnlichen 2" Okularen.
LG
 
Zurück
Oben