Martin
Aktives Mitglied
Hallo,
ich bin ja sonst nicht der visuelle Spechtler sondern mache lieber Fotos, aber auf dem Herzberger Teleskoptreffen habe ich mich mal wieder visuell betätigt. Diesesmal war das Treffen erstmals über zwei Nächte angelegt und in beiden gab es einen schönen Sternenhimmel, zwar nie völlig perfekt (erste Nacht nach Mitternacht ein paar Schleierwolken, zweite Nacht etwas dunstig) jedoch habe ich immer bis etwa 4 Uhr durchgehalten.
Hauptbeobachtungsinstrument war der große 1070mm f/4,5 Dobson, an dem der Andrang im Vergleich zum ITV deutlich geringer war und man auch schon mal ein Wunschobjekt äußern und sogar selbst einstellen durfte.
(Reihenfolge willkürlich)
Was natürlich häufig eingestellt wird ist M13, der aber nicht wirklich interessant ist, wenn man ihn schon mal mit viel Öffnung beobachtet hat. Was aber Spass macht, ist Galaxien um M13 zu suchen. Ich hatte aber beim Aufsuchen und Identifizieren von vielen schwächeren Objekten Unterstützung von Matthias Juchert mit dem ich teilweise zusammen beobachtet habe. Neben der hellen NGC 6207 die sogar Spiralarmstrukturen zeigte, konnte ich noch IC 4617, IC 4614, NGC 6196 und NGC 6197 beobachten. Mit den beiden Haltegriffen am OT war das "Rumkreisen bei M13" fast ein Kinderspiel.
NGC 7331 zeigte natürlich auch schon leichte Strukturen und die Umgebungsgalaxien NGC 7335, NGC 7336, NGC 7337, NGC 7340 waren auch sehr gut zu erkennen. Nach einem kleinen Schwenk konnte ich auch noch Stephans Quintet bestaunen.
Katzenaugennebel NGC 6543: Ein schöner PN mit Strukturen (Ringartig) und einem großen äußeren Halo, der wie der schwach strukturierte IC 4677 am bestem mit O3 Filter erkennbar war. Ohne Filter, konnte ich noch NGC 6552 in der Umgebung des Nebels ausfindig machen.
Erstes Objekt am Freitag war der Omeganebel mit Strukturen die an ein Foto erinnern, einfach toll!!!
Den Trifidnebel mit drei bzw. sogar vier Dunkelbändern hatte ich bis Dato noch nie so schön gesehen.
M27, mit und ohne Filter ein Genuss.
Cirrusnebel mit allen Nebelfetzen die man auf einem guten Foto auch erkennen kann. Einfach nur krass, zwischen den unzähligen Nebelfetzten verliert man glatt die Orientierung.
NGC 891 mit Dunkelband (anfangs versehentlich durch O3 Filter der noch vom Cirrus drin war...etwas dunkler aber sichtbar) und der Galaxiehaufen Abell 347 sowie weitere Hintergrundgalaxien die ich im nachhinein nicht mehr verifizieren kann, insgesamt etwa 10 Stück.
Der Andromedanebel M31 im Bino bei 7.8mm AP ein Traum. Den Anblick kann man nur schwer beschreiben, angefangen von den Dunkelbändern, den Begleitgalaxien und einem teilweise aufgelösten NGC 206, bis hin zu den vielen "hellen Sternen-/Nebelwolken" in den Außenbereichen der Galaxie.
M33 mit Spiralarmen und sämtliche NGC und IC Wölkchen die in den gängigen Planetariumsprogrammen verzeichnet sind. Der Anblick im Bino ebenfalls ein Traum.
Zum Schluss noch recht tief am Morgenhimmel M1. Mit O3 Filter waren deutlich rippenförmige Strukturen erkennbar die ohne Filter nicht zu sehen waren, dafür kamen die äußeren Umrisse des Nebels ungefiltert besser zum tragen.
Ich habe natürlich auch durch viele kleine Geräte (Newton, Achromaten, Apochromaten, Maksutovs, Schiefspiegler, 140mm Coronado, und...und...und) geschaut... und blicke auf ein rundum gelungenes 5. HTT zurück. Die Schönwettergarantie des HHT hat sich auch diesmal wieder gezeigt (fast schon unheimlich). Zu erwähnen ware noch das neben der Astronomie auch die Gastronomie wunderbar organisiert war. Ein Steak halb eins unterm Sternenhimmel schmeckt gleich doppelt so gut.
viele Grüße
Martin
ich bin ja sonst nicht der visuelle Spechtler sondern mache lieber Fotos, aber auf dem Herzberger Teleskoptreffen habe ich mich mal wieder visuell betätigt. Diesesmal war das Treffen erstmals über zwei Nächte angelegt und in beiden gab es einen schönen Sternenhimmel, zwar nie völlig perfekt (erste Nacht nach Mitternacht ein paar Schleierwolken, zweite Nacht etwas dunstig) jedoch habe ich immer bis etwa 4 Uhr durchgehalten.
Hauptbeobachtungsinstrument war der große 1070mm f/4,5 Dobson, an dem der Andrang im Vergleich zum ITV deutlich geringer war und man auch schon mal ein Wunschobjekt äußern und sogar selbst einstellen durfte.
(Reihenfolge willkürlich)
Was natürlich häufig eingestellt wird ist M13, der aber nicht wirklich interessant ist, wenn man ihn schon mal mit viel Öffnung beobachtet hat. Was aber Spass macht, ist Galaxien um M13 zu suchen. Ich hatte aber beim Aufsuchen und Identifizieren von vielen schwächeren Objekten Unterstützung von Matthias Juchert mit dem ich teilweise zusammen beobachtet habe. Neben der hellen NGC 6207 die sogar Spiralarmstrukturen zeigte, konnte ich noch IC 4617, IC 4614, NGC 6196 und NGC 6197 beobachten. Mit den beiden Haltegriffen am OT war das "Rumkreisen bei M13" fast ein Kinderspiel.
NGC 7331 zeigte natürlich auch schon leichte Strukturen und die Umgebungsgalaxien NGC 7335, NGC 7336, NGC 7337, NGC 7340 waren auch sehr gut zu erkennen. Nach einem kleinen Schwenk konnte ich auch noch Stephans Quintet bestaunen.
Katzenaugennebel NGC 6543: Ein schöner PN mit Strukturen (Ringartig) und einem großen äußeren Halo, der wie der schwach strukturierte IC 4677 am bestem mit O3 Filter erkennbar war. Ohne Filter, konnte ich noch NGC 6552 in der Umgebung des Nebels ausfindig machen.
Erstes Objekt am Freitag war der Omeganebel mit Strukturen die an ein Foto erinnern, einfach toll!!!
Den Trifidnebel mit drei bzw. sogar vier Dunkelbändern hatte ich bis Dato noch nie so schön gesehen.
M27, mit und ohne Filter ein Genuss.
Cirrusnebel mit allen Nebelfetzen die man auf einem guten Foto auch erkennen kann. Einfach nur krass, zwischen den unzähligen Nebelfetzten verliert man glatt die Orientierung.
NGC 891 mit Dunkelband (anfangs versehentlich durch O3 Filter der noch vom Cirrus drin war...etwas dunkler aber sichtbar) und der Galaxiehaufen Abell 347 sowie weitere Hintergrundgalaxien die ich im nachhinein nicht mehr verifizieren kann, insgesamt etwa 10 Stück.
Der Andromedanebel M31 im Bino bei 7.8mm AP ein Traum. Den Anblick kann man nur schwer beschreiben, angefangen von den Dunkelbändern, den Begleitgalaxien und einem teilweise aufgelösten NGC 206, bis hin zu den vielen "hellen Sternen-/Nebelwolken" in den Außenbereichen der Galaxie.
M33 mit Spiralarmen und sämtliche NGC und IC Wölkchen die in den gängigen Planetariumsprogrammen verzeichnet sind. Der Anblick im Bino ebenfalls ein Traum.
Zum Schluss noch recht tief am Morgenhimmel M1. Mit O3 Filter waren deutlich rippenförmige Strukturen erkennbar die ohne Filter nicht zu sehen waren, dafür kamen die äußeren Umrisse des Nebels ungefiltert besser zum tragen.
Ich habe natürlich auch durch viele kleine Geräte (Newton, Achromaten, Apochromaten, Maksutovs, Schiefspiegler, 140mm Coronado, und...und...und) geschaut... und blicke auf ein rundum gelungenes 5. HTT zurück. Die Schönwettergarantie des HHT hat sich auch diesmal wieder gezeigt (fast schon unheimlich). Zu erwähnen ware noch das neben der Astronomie auch die Gastronomie wunderbar organisiert war. Ein Steak halb eins unterm Sternenhimmel schmeckt gleich doppelt so gut.
viele Grüße
Martin