Kleiner Bericht zur Beobachtungsnacht 28./29.01.06

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klingonio

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Hallo Leute,

nun kam ich endlich dazu die Stichpunkte in Form zu bringen. Hier ein kleiner Bericht, demnächst auch in gewohnter Form auf der Website zu finden.


  • NGC 2323 oder M50:
    Der Sternhaufen ist sehr gut mit Starhopping über beta Mon zu finden. Schwierig war nur den OS mit bloßen Auge zu erfassen,
    da alles voll Schnee lag und dieser selbst von weit entfernte Straßenlampen das Licht reflektierte und damit den horizontnahen Himmel aufhellte.
    Außerdem war die Luft relativ feucht, wie ein Art Nebelschleier bis Baumhöhe. Aber in der Beobachtung störte dieser nicht.
    Sonst ein sehr einfaches Objekt. Die hellen Sterne sind innerhalb der 15' sehr unregelmäßig verteilt. Dennoch läßt sich eine Struktur erkennen.
    Anhand dieser konnte der OS auch über ein Foto im Karkoschka identifiziert werden.
    Die dunkleren Sterne, die schätzungsweise > 8m aufweisen, verlieren sich fast.
    Ein toller OS zum Zeichnen. Aber da muß es schon etwas wärmer sein.
    Beobachtet wurde mit einem TS SPL32mm (20x), damit hatte man ein sehr guten Überblick. 25mm (26x) wäre auch noch sinnvoll.
  • NGC 2422 oder M47:
    Im Gegensatz zu M50 gibt es hier mehr dunklere Sterne, die dem OS eine gewisse Fülle verleihen. Die hellsten Sterne in geringer Zahl heben sich
    durch ihre Anordnung stark hervor. Gewisse Parallelen zum großen Wagen fielen mir auf. Ähnlich wie bei den Plejaden, die auch den Wagen erinnern.
    Ebenfalls ein guter OS zum zeichnen.

    Leider war ich bei diesen Beobachtungen ohne Laptop dabei. Sonst hätte ich die Helligkeitgrenze bestimmen können. Aber ich vermute ca 10m5 waren drin.
    Schließlich habe ich neben Titan auch die anderen drei helleren Monde gesehen. Deren Helligkeiten im Bereich von 8m bis 11m liegen.
  • NGC 2264:
    Der sogenannte "Weihnachtsbaum-Sternhaufen". Markant in diesem Sternhaufen sind zwei Sternpaare mit fast gleichen Abstand der Komponenten.
    Weiterhin ein Sternpaar, daß sehr nah bei einander steht, ist ein Indiz, daß man auch den richtigen Sternhaufen im Visier hat.
    Darüber der hellste Stern, der das Zenrum bildet.
    Aber wo hier ein Weihnachtsbaum zu finden ist, bleibt für mich mit meiner Phantasie unerschlossen.
  • Saturn:
    Um es vorweg zunehmen, einfach prachtvoll. Hier spielte das Seeing perfekt mit. Mit dem Refraktor habe ich Saturn noch nie so detailreich gesehen.
    Vorallem wird wohl das Kasai Ortho 4mm dazu beigetragen haben, das eine Vergrößerung von 165x ermöglicht. Bei Mars hatte ich bisher nicht so ein Erfolg
    erzielen können.
    Zum ersten Mal sah ich auf Saturn das dunkle Wolkenband deutlich mit direkten Sehen. Die Cassini Teilung war eher mit indirekten Sehen nur möglich.
    Dennoch ein klares, ruhiges, gestochen scharfes Bild.
 
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