Kleiner Einstiegsleitfaden für absolute Beginner

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 75764
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:D Siehe auch:


lg
Niki
 
Hi
die Idee ist nicht neu, aber natürlich nicht verkehrt.
Ich denke, dass es mit ein paar Fragen nicht getan ist, zumal man oft aus dem Kontext der Fragen hier mehr erkennen kann, als es der Fragesteller selbst tut. Die Leute sind halt sehr verschieden, so dass man vieles nicht allgemeingültig sagen kann.
Deshalb gibt es meine HP für die Basics und die Theorie etc. aber ich rate immer zu Kontakten und zum Probekucken mit anderen, denn das eigene Erleben ist oft der Augenöffner für die Suchenden.
Und für mich steht am Ende als Ziel, dass der Fragesteller selbst die Entscheidungen treffen kann und soll - da eine ausreichende Grundlage zur Entscheidungsfindung geschaffen ist.
CS
 
Was oft auch oft im Weg steht ist das hohe Ziel des Perfektionismus.
Wenn ich kurz ein aktuelles Bild aus der Bildergalerie zitieren darf;
diese Kombi würde man sich eher nicht trauen, einfach so zu empfehlen für Planeten Fotografie.
Das Eregbnis ist aber sehr respektabel und unter'm Strich geht es ja nicht darum "bessere Ergebnisse" zu erzielen, als Andere, sondern nur um das eigene Erlebnis.
Das Gefühl, darauf zu Recht stolz sein zu können, leidet vielleicht manchmal unter dem Erfogsdruck, den man sich selbst auferlegt.
Link
 
Ich werde bei der/n Moderation / Inhabern anfragen, ob dieser Faden hier angepinnt werden kann, somit immer ganz oben steht und dann auch bereinigt wird, will sagen, nur die letztendliche Zusammenfassung, die dann da steht. Ich persönlich würde mich dazu bereit erklären, den Faden zu pflegen und zu aktualisieren.

Und wenn dann halt 5 Leute weniger fragen "Ich hab 400€, sagt mir was ich kaufen soll.", dann ist mein Ziel schon erreicht.
 
Hallo Simon,

die Idee finde ich gut. Gleichzeitig finde ich es wichtig, dass Einsteiger hier weiterhin ihre Fragen stellen. Sie werden dies auch weiterhin tun. Dazu ist ein Forum auch da. Sind die Einsteigerfragen nicht das Salz in der Suppe? :)

Ein paar Ergänzungsvorschläge:
Ich vermisse die Frage, ob schon einmal durch ein Teleskop geschaut wurde.
Vor die Fragen würde ich noch Kästchen zum Ankreuzen setzen.
Ist das technisch möglich? Dann bräuchte der Fragesteller nur noch jeweils ein X reinsetzen, kann alles ausschneiden und einfügen.

Das Budget und die möglichen, sinnvollen Teleskop/Montierungskombis samt ihrer Vor- und Nachteile auf einer Art Unterseite oder wo auch immer aufzulisten, fände ich nicht schlecht. So etwas stand ja noch im ersten Entwurf.
Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das wirklich umsetzbar ist. Möglicherweise gehen hier auch die Meinungen auseinander.

Gruß
Ronald
 
Und nicht wenige sind unglaublich frustriert, wenn sie plötzlich in einem Wust von Fragen und Technik ertrinken, weil sie Null Ahnung haben und sich minütlich dümmer vorkommen.
Ist es so schwer zuzugeben, wenn man etwas nicht weiss? Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Lust auf Himmel weicht also Frust vor eigenem Unwissen und der Unfähigkeit, sich zu entscheiden.
Naja, das Leben ist kein Ponyhof. :cool:
Ich glaube, dass zu diesem Hobby Durchhaltevermögen und Geduld gehören. Durch gezieltes Nachfragen wird das möglicherweise indirekt hinterfragt. Das muss nicht schlecht sein.

Gruß
Ronald
 
Je länger ich drüber nachdenke, desto besser fände ich es, als Anlage zu dem Leitfaden auch die "gegen einen Leitfaden sprechenden" bzw. "die Aspekte, welche es schwierig machen, einen Leitfaden überhaupt zu erstellen" geäußerten Anmerkungen zu sammeln und als Anlage zum Leitfaden hinzu zu fügen.
Ein Einsteiger sollte auch wissen, warum es sehr schwierig ist, eine passende Empfehlung zu geben.
Naja, unsereins würde das wohl lesen. Schaden kann es zumindest nicht.
 
Hallo Interessierter, herzlich willkommen im Einstiegsbereich von Astronomie.de

Die Hobbyastronomie ist eine tolle und vielfältige Beschäftigung. Da man sich aber im Dickicht der vielen Teleskoparten und Zubehör leicht verlaufen kann, möchten wir dir hier eine kleine Übersicht der Fragen zusammenstellen, die du dir anfangs beantworten und in deinem ersten Post mitteilen solltest. So wissen die Experten hier viel besser, was du dir genau vorstellst und was dein Wunsch ist. Die Beratung wird somit wesentlich leichter fallen.

Die persönliche Beobachtungssituation:

1. Hast du einen festen Platz zuhause, oder musst du das Teleskop wohin transportieren?
2. Ist dieser Platz groß (draußen) oder klein (Balkon, ...)?
3. Ist an diesem Platz Strom vorhanden?
4. Beobachtest du in der Nähe einer Stadt (eher hohe Lichtverschmutzung) oder auf dem Land (eher niedrige Lichtverschmutzung)?
5. Zu 4. hilft ein kurzer Check bei Lightpollutionmap!

Visuell oder Fotografie:

1. Möchtest du mit deinem eigenen Auge durch das Teleskop sehen, oder willst du Fotos von den Objekten machen?
2. Beantwortest du 1. mit "Ich will fotografieren!", solltest du dich darauf einstellen, dass sich das erforderliche Budget deutlich erhöht.
3. Sind Kenntnisse in der Bearbeitung der Bilder vorhanden?

Die Dinge, die du beobachten / fotografieren willst:

1. Sonnensystem, d.h. Mond, Planeten, Sonne?
2. Deepsky im Detail, d.h. kleine Galaxien, planetarische Nebel, Kugelsternhaufen?
3. Deepsky großes Feld, d.h. große Galaxien, ausgedehnte Nebel, offene Sternhaufen?

PS: Für den Anfang: Du darfst dich hier für nur zwei Dinge entscheiden! ;)

Dein Budget:

1. Wie groß ist dein Budget für das gesamte Equipment, d.h. Teleskop, Montierung, Okulare, evtl. Transportkoffer, evtl. Kamera, evtl. Laptop, evtl. Filter etc.?

Wissenswertes zur Ausübung dieses Hobbys, über das du vorher etwas nachdenken solltest:

1. Nicht jeder hat Spaß daran, mehrmals schwere Dinge von A nach Beobachtungsort zu tragen oder zu transportieren und aufzubauen. Willst du leicht und mobil sein, oder soll es ein richtig großes Teleskop werden?
2. Bedenke, dass es im Winter sehr kalt wird, wenn man sich draußen mit dem Teleskop befindet.
3. Es ist gar nicht so leicht, ein Teleskop häufig zu nutzen. Wetter, persönliche Freizeit und andere Faktoren spielen eine große Rolle.
4. Viele Menschen "erwarten", mit ihrem Auge genau das zu sehen, was auf Fotos gezeigt wird. Dies ist aber nicht der Fall. Dein Auge kann bei Deepsky Objekten keine Farben wahrnehmen.

Übersichtliche Linksammlung für den Anfang:

Besuch doch auch einfach mal die Astronomie.de Teleskopkauf Seite.
Grundbegriffe bei Teleskopen
Welches Teleskop?

Hast du reale Erfahrungen:

1. Hast du selbst schon mal durch ein Teleskop geschaut und kannst deine Erfahrungen schildern? Vielleicht hast du ja einen speziellen Wunsch? Was soll besser werden? Worauf legst du mehr Augenmerk?
2. Wenn "Nein.", teile uns dies bitte mit.

Warum es schwer ist, eine passende Empfehlung zu geben:

1. Jeder Mensch ist unterschiedlich. Und jeder Mensch fasst Dinge anders auf. In der Hobbyastronomie kommt das stark zum Vorschein. Alle Fragen, die du bis hier hin beantwortet hast, stellen nur deine persönliche Sichtweise und Erwartung dar. Deswegen können dir unsere Experten auch nur einen Ausschnitt an Beratung und diese gemünzt auf ihre persönliche Sichtweise bieten.
2. Wichtig ist, gib nicht auf! Lese und lerne viel, hör zu und versuche, zu verstehen. Du wirst es nicht bereuen.

Vielen Dank an alle
Mitwirkenden (alphabetisch): @AstroPZ @Demokrat @lacrimosa @Martin_B @mbba18 @Radfahrer @VisuSCor
 
Hallo zusammen

ich beantworte mal spaßeshalber die Fragen. Die Antworten sollen einen fiktiven, beliebigen Einsteiger repräsentieren.



1. Hast du einen festen Platz zuhause, oder musst du das Teleskop wohin transportieren?
Ich habe einen festen Platz hinter der Scheune links auf dem Hof. Dazu müsste ich das Teleskop etwas tragen aber nicht zu weit. Mit wegfahren aufs richtig dunkle Land weiß ich noch nicht, das kann aber sein. Eine feste Gartensternwarte hab ich nicht.


2. Ist dieser Platz groß (draußen) oder klein (Balkon, ...)?
Der Platz ist eigentlich recht groß aber da stehen noch diverse Gartengeräte herum. Aber eigentlich ist recht viel Platz. Warum ist das wichtig?


Nein, dort ist kein Strom vorhanden. Muss ich das Teleskop an eine Steckdose anschließen?


4. Beobachtest du in der Nähe einer Stadt (eher hohe Lichtverschmutzung) oder auf dem Land (eher niedrige Lichtverschmutzung)?
Ich habe schon von Luftverschmutzung gehört, aber was ist Lichtverschmutzung? Eigentlich ist es einigermaßen dunkel. Ich kann jedenfalls Sterne sehen.


1. Möchtest du mit deinem eigenen Auge durch das Teleskop sehen, oder willst du Fotos von den Objekten machen?
Ich will beides machen, mit dem Auge schauen und auch schöne Fotos machen. Ist das ein Problem?


2. Beantwortest du 1. mit "Ich will fotografieren!", solltest du dich darauf einstellen, dass sich das erforderliche Budget deutlich erhöht.
OK, ich dachte an 300, maximal 400 Euro. Hoffentlich reicht das.


3. Sind Kenntnisse in der Bearbeitung der Bilder vorhanden?
Ja, durchaus. Müssen die schon zu Anfang vorhanden sein?


1. Sonnensystem, d.h. Mond, Planeten, Sonne?
Oooh ja unbedingt Planeten und Mond und auch Sonne. Das fand ich schon immer spannend.


2. Deepsky im Detail, d.h. kleine Galaxien, planetarische Nebel, Kugelsternhaufen?
Cool, das klingt auch spannend. Ja unbedingt!


3. Deepsky großes Feld, d.h. große Galaxien, ausgedehnte Nebel, offene Sternhaufen?
Das hört sich auch nett an. Gerne!


PS: Für den Anfang: Du darfst dich hier für nur zwei Dinge entscheiden!
Och... wieso das denn? Ist das ein Problem alles zu machen?


1. Wie groß ist dein Budget für das gesamte Equipment, d.h. Teleskop, Montierung, Okulare, evtl. Transportkoffer, evtl. Kamera, evtl. Laptop, evtl. Filter etc.?
Mein Budget beläuft sich auf ca. 300 bis maximal 400 Euro fürs Teleskop. Wozu brauche ich die anderen Sachen außer das Teleskop? Ich wollte erstmal nur ein Teleskop.



Viele ratlose Anfängergrüße
Der unbedarfte Einsteiger


:p
 
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Fall wäre dann mehr Aufklärung nötig und dann muss man die Reaktion abwarten. Dazu ist ja ein Forum da. Manchmal helfen Links zu Seiten, auf denen sich Einsteiger detaillierter informieren können.
Ansonsten gibt es halt noch die Möglichkeit, Kontakt zu Astrogruppen aufzunehmen. Möglicherweise ist das zu Coronazeiten schwieriger, aber bestimmt nicht unmöglich.

Gruß
Ronald
 
Hallo zusammen

ich beantworte mal spaßeshalber die Fragen. Die Antworten sollen einen fiktiven, beliebigen Einsteiger repräsentieren.




Ich habe einen festen Platz hinter der Scheune links auf dem Hof. Dazu müsste ich das Teleskop etwas tragen aber nicht zu weit. Mit wegfahren aufs richtig dunkle Land weiß ich noch nicht, das kann aber sein. Eine feste Gartensternwarte hab ich nicht.


Der Platz ist eigentlich recht groß aber da stehen noch diverse Gartengeräte herum. Aber eigentlich ist recht viel Platz. Warum ist das wichtig?



Nein, dort ist kein Strom vorhanden. Muss ich das Teleskop an eine Steckdose anschließen?


Ich habe schon von Luftverschmutzung gehört, aber was ist Lichtverschmutzung? Eigentlich ist es einigermaßen dunkel. Ich kann jedenfalls Sterne sehen.


Ich will beides machen, mit dem Auge schauen und auch schöne Fotos machen. Ist das ein Problem?



OK, ich dachte an 300, maximal 400 Euro. Hoffentlich reicht das.



Ja, durchaus. Müssen die schon zu Anfang vorhanden sein?



Oooh ja unbedingt Planeten und Mond und auch Sonne. Das fand ich schon immer spannend.


Cool, das klingt auch spannend. Ja unbedingt!



Das hört sich auch nett an. Gerne!



Och... wieso das denn? Ist das ein Problem alles zu machen?


Mein Budget beläuft sich auf ca. 300 bis maximal 400 Euro fürs Teleskop. Wozu brauche ich die anderen Sachen außer das Teleskop? Ich wollte erstmal nur ein Teleskop.



Viele ratlose Anfängergrüße
Der unbedarfte Einsteiger


:p
Mist, wenn man das so liest, merkt man dass es doch nicht so einfach ist mit den Fragen. ;)

Und die Antworten sind, glaube ich, nicht unrealistisch.
 
Ich möchte noch etwas dazu sagen; das klingt erst mal etwas ketzerisch und wahrscheinlich auch arrogant,
es ist aber nicht mal ansatzweise so gemeint.
Der Fragende wird manchmal regelrecht überschüttet von all den sprudelnden Ideen von 5-6 Beratenden gleichzeitig.
Vielleicht wäre es besser, jeweils am Anfang nur einen (natürlich wechselnden) "Paten" zu haben, der den neuen Kollegen erst mal gerade rückt per PN-Austausch.
Wenn die Zielrichtung dann klar ist, kann man sich im Forum konkrete Instrumente + Zubehör empfehlen lassen,
die in das Budget passen und auf die Zielrichtung passen.
 
Vielleicht wäre es besser, jeweils am Anfang nur einen (natürlich wechselnden) "Paten" zu haben, der den neuen Kollegen erst mal gerade rückt per PN-Austausch.

Dazu hatte ich bereits einige Beiträge geschrieben. Es ist, als ginge man zu 10 Ärzten und erhält 10 Diagnosen. Natürlich ist es die große Stärke eines Forums, Meinungsvielfalt zu haben. Es ist aber für Anfänger eine große Plage, sich dem auszusetzen, dass die Damen und Herren "Berater" nicht einer Meinung sind, ergo gerät das dann zu einem kleinen Desaster.

Andererseits, wenn ich den "falschen Tutor" erwische bei einer 1:1 Session, geh ich vielleicht mit dem Gerät raus, das der Tutor als einzig wahres empfindet... ist er Dobsonaut? Oder Linsenfreak? Mag er es kompakt und leicht? Kann er die persönlichen Vorlieben hintanstellen?

Die meisten hier sind weder Psychologen noch Pädagogen und nicht alle lassen die feinsinnigen Antennen raushängen... und jeder, der bei einer Beratung etwas postet, weiß ganz genau, dass sein Beitrag auch von "Gegnern" und "Meinungshoheitsbeanspruchern" und "Falschliegern" und "Andersdenkenden" gelesen und meistens auch kritisiert wird. ERGO richten sich Beratungsposts unbewusst auch inhaltlich nicht nur an den Fragesteller. Sondern müssen auch vor der Forengeneinde bestehen, zumindest akzeptiert sein. Und sagt jetzt nicht, das tun vielleicht alle anderen, aber man selbst sagt immer nur gerade heraus seine eigene, ungefärbte und rücksichtslose Meinung. Das können wenige, und manche tun es, und dann liest es sich auch ungefärbt und rücksichtslos - und auch nicht angenehm.

Also finden sich "unbestellte" Beraterteams, und ob die mit dem Fragesteller können oder nicht müssen sie sich selbst ausschnapsen. Die schlimmsten Reflexe sind m.E. die "da-kann-nichts-schiefgehen"-Standardempfehlungen eines 8" Dobsons, egal wer fragt, egal was der für Vorstellungen hat. Diese scheinbare Vernunftempfehlung muss nicht wirklich passen. Aber man will oft sowohl als Berater, als auch als Fragender "nichts falsch machen". Und dann greift man stets zum selben Päckchen in Regal. Die Lager sind prall gefüllt mit 8" Dobsons, bald gibt es nichts anderes mehr, wenn wir nur noch das Zeug kaufen. ;)

However. Eine schriftliche Beratung ist immens aufwändig und oft für Einge sehr frustrierend. Manche werden auch wütend, wenn der/die Interessent/in der Vernunft der Berater nicht folgt. All das Getippe soll umsonst gewesen sein? Und dann kommt der Typ und wechselt letztlich doch noch ins Lager der Mak-Besitzer, statt einer "von uns" zu werden... :eek:

Persönliche Erfahrung ist das Wichtigste, und zu Corona Zeiten nicht einfach, aber derzeit wohl noch machbar. Wer von Wohnzimmer aus eine Kaufentscheidung treffen will, kann sich entweder einen Monat lang einlesen, oder versuchen, dass man ihm hier alles beibringt, zum tausendsten Male, und ihm sagt, was er lernen soll. Oder jemand ist so weise, eine perfekte Empfehlung abzugeben, und vorher alles geklärt zu haben, und der Einsteiger ist glücklich und hatte keine zu hohen Erwartungen.

Hier wäre ein Fragebogen nützlich, ob das, was man sich vorher vorgestellt hatte, nachher tatsächlich so eingetroffen ist. Wenn mehr als die Hälfte das mit "ja!" beantworten können, haben hier alle einen ausgezeichneten Job gemacht. :y:

lg
Niki
 
Ja, deine Einwände sind alle 100% berechtigt.
Ich hatte mir nur gerade vorgestellt, ich wäre in der Situation des Ratsuchenden, und gehe wie oft empfohlen zu einer Sternwarte, Verein, etc. und stelle eine Frage.
Dann stünden 6 Leute vor mir, die mir nacheinander, noch bevor ich nachdenken und antworten kann, je eine mehr oder weniger vollständige Abhandlung der Amateurastronomie geben :ROFLMAO:

Vielleicht machen wir ein Boot-Camp.
Immer 2-3 neue sammeln und gesammelt ausrichten.
Das Camp ist bestanden, wenn der Proband nachts um 4:30 angerufen wird, man nennt ihm 3 gängige Teleskope und er hat 2 Minuten Zeit, ohne Hilfsmittel für diese drei Teleskope in Kombination mit der vollständigen ES Okularreihe, für jede Kombination die resultierende Vergrößerung, AP und Gesichtsfeld zu nennen.
 
Hi Martin,
in der Praxis ist das weniger der Fall. Ich habe das ja schon oft praktiziert.
Im Dialog unterm Himmel mit praktischem Erleben am besten mit Vergleichsmöglichkeiten, gibt es weder Fraktionen die auf den Suchenden einreden noch eine Abarbeitung eines Fragenkatalogs.

Ich lasse die Leute erzählen und Fragen und versuche dazu passend auch das Erleben einzubauen. Die jenigen die etwas vorbereitet sind und das merkt man schnell wer das ist, machen meist dann schnell gute Fortschritte bei der Meinungsbildung - der eigenen. Einmal durch ein 50 Grad und dann durch 100 Grad geschaut, brauchts keine 38 Beiträge mehr um das Thema Gesichtsfeld oder den Wert von guten Okularen zu diskutieren.
Und genau da liegt am Ende der Vorteil des Mitbeobachtens und des Kontakte habens. Auf diesen Weise, kommt man, wenn man ein wenig Basiswissen mitbringt in einer Nacht weiter, als mit einem Monat im Forum Fragen stellen. Und die Leute gab es hier ja auch schon und am Ende haben sie nach 581 Antworten was gekauft und waren unzufrieden und sind wenig später aus der Szene verschwunden.
Zudem erkennen auch Einsteiger live und am Gerät eher auf welchem Niveau der "BErater" tatsächlich ist. Das ist hier - überhaupt virtuell - viel schwieriger und kann dann auch mal dazu führen, dass erfahrener Leute in die Beratung eingreifen und manches relativieren oder auch mal richtigstellen.
Einsteigerberatung ist ein komplexes Thema und braucht viel Energie und endet manchmal auch im Frust auch beim Berater. Insofern braucht es eine gehörige Portion Enthusiasmus.
CS
 
Hi Antares,

das ist schon klar!
Im direkten Kontakt passiert das eben genau nicht (Informationsüberflutung).

Spricht Bände:
Vielen Dank für eure interessanten Tips und Überlegungen. Ich würde allerdings lügen, wenn ich mich nun schlauer fühlen würde als zuvor, da (natürlich) eure Ansichten weit auseinander gehen und (leider) viele Vorschlägen entweder an meinen Gegebenheiten oder meinem Budget scheitern.


Gruß Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo erstmal,

der Vor- und Nachteil eines Forums ist es, viele verschiedene Meinungen zu haben. Als Einsteiger muss ich in der Lage sein, mir hier einen Überblick zu verschaffen und zu filtern. Das muss ich aber auch im echten Leben hinbekommen.
Vor dem Kauf meines ersten Teleskops habe ich wochenlang etliche Einsteigerthreads durchgelesen. Dazu kamen dann noch zwei bis drei Internetseiten, die sich an Einsteiger richten.

Nach einiger Zeit war mir klar, dass es entweder ein 150/1200er oder 200/1200er Dobson werden würde. Obwohl ich so einen Dobson noch nie in der Hand hatte, konnte ich mir anhand der Beiträge sehr leicht einschätzen, ob das Gerät etwas für mich ist.
Dafür habe ich weder eine Kaufberatung bei einem Händler, noch einen Einsteigerthread gebraucht.
Ich hätte lediglich nochmal nachfragen können, ob meine Schlüsse in die richtige Richtung gehen und ob ich etwas übersehen habe.
Bei der Montierung war es auch einfach. Ich wusste, dass die Entscheidung für die Montierung eine sehr wichtige Entscheidung sein würde und dass mir mein Körper die Grenze setzt, da ich mobil sein muss. Also habe ich die Montierung gekauft, die ich noch schleppen möchte.

Ich vermute, dass es keine Frage der Bildung, sondern eine Frage des Charakters ist, wie man einen Kauf angeht und wie man eine Entscheidung trifft. Wenn ich mich selbst kenne und einschätzen kann, was mir liegt und weniger liegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit eines Fehlkaufs geringer, als wenn ich mich nicht kenne.

Gruß
Ronald
 
Damit ist wohl alles gesagt und mein Enthusiasmus bezüglich dieses Fragenkatalogs ist aufgebraucht.
So schnell gibst Du auf? Das hätte ich nicht gedacht. Der Fragebogen ist doch gut geworden. Die Ungeduldigen werden weiterhin lieber sofort einen Kauflink haben wollen, aber für die Geduldigen könnte er hilfreich sein. Das ist besser als nix.

Gruß
Ronald
 
Sternwarte, Verein, etc. und stelle eine Frage.
Dann stünden 6 Leute vor mir, die mir nacheinander, noch bevor ich nachdenken und antworten kann, je eine mehr oder weniger vollständige Abhandlung der Amateurastronomie geben :ROFLMAO:

Nope. ;) Bislang war es auf der Sternwarte immer so, dass alle plötzlich viel zu tun hatten oder schnell weg mussten, wenn so eine Frage kam. Nein, Spaß, Tatsache ist, dass dann jemand sagt: "XY, kannst Du so nett sein, da gibt es ein paar Fragen", oder man beantwortet sie selbst, da habe ich noch nie erlebt, dass ein zweiter oder gar dritter Kollege mit dabei blieb, um quasi "über die Schulter zu gucken" oder sich einzumischen.

Die Kollegen wissen ganz genau, was passiert, wenn man sich einmischt. Und: eigentlich vertrauen wir einander und sind der Meinung, dass jeder das gut machen kann. Da muss man nichts korrigieren. Das wird eher locker gehandhabt, nicht gestresst und nicht so, als ginge es um eine Lebensentscheidung. Das ist es nicht, auch wenn manche das zu einer machen wollen. Es geht nicht um Leben und Tod, es geht um ein verd*** Fernrohr, und meistens auch nicht wirklich um viel Geld. Auch, wenn es das Angesparte auffrisst, es ist kein Haus und kein Ferrari. Einsteiger reden meist von 300 Euro, nicht 300.000. ;)

Insofern ist ein Verein die richtige Adresse für die "verbotene Frage" (du-weisst-schon-welche) :) und nicht unbedingt ein Forum. Reden statt tippen, Körpersprache sehen, selbst durch ein Teleskop gucken. DANN Fragen stellen dazu. Ein Forum verleitet zu der Annahme, dass es hier die absolute Wahrheit gibt, für jedermann, und die erfahrenen Kollegen sind mutig genug, das auszuräumen. Es gibt keine Wahrheiten, es gibt kein ideales erstes Teleskop, das ist Geschmacksache und sehr subjektiv.

Ein Teleskopsystem hat 1000 technische Daten, der User für uns erst mal quasi Null. Wenn wir nur auf technische Daten der Ausrüstung losgehen, übersehen wir den Fragesteller selbst. WIR müssten IHN kennen, um ein Gefühl zu bekommen, was er vielleicht will. Und der Fragesteller selbst muss ja erst mal herausfinden, was er wollen soll und kann, insofern kann er seine Bedürfnisse anfangs ohne Praxis auch nicht formulieren.

Da wäre ein psychologischer Fragebogen fast wichtiger, als ein technischer:

"Fühlst Du dich auf einem Teleskoptreffen mit Deinem geliebten 60mm Refraktor noch wohl unter 20 ausgewachsenen 14" Dobs?"
"Magst Du auch Takahashi & Co oder verachtest Du prinzipiell Luxusmarken samt ihren Fuzzis?"
"Möchtest Du lieber Deine Strehlzertifikate posten oder Deine Bilder?"
"Macht Dich ein Guiding-Graph so richtig an, oder möchtest Du bloß, dass es irgendwie läuft?"
"WiIllst Du eine Bestätigung Deiner Meinung oder bist Du auch offen für die Ideen anderer?"
"Soll es so teuer wie möglich oder so günstig wie möglich sein?"
usw.

Das (würden wir solche Fragen wahrheitsgemäß beanworten können) würde auch dazu beitragen, herauszufinden, was einen neuen Kollegen vielleicht glücklich machen kann... :D Abgesehen davon, dass man die Hälfte der obigen Begriffe auch erst mal erklären muss - wie immer...

lg
Niki
 
So schnell gibst Du auf? Das hätte ich nicht gedacht. Der Fragebogen ist doch gut geworden. Die Ungeduldigen werden weiterhin lieber sofort einen Kauflink haben wollen, aber für die Geduldigen könnte er hilfreich sein. Das ist besser als nix.

Gruß
Ronald

Naja, aufgeben nicht wirklich, aber bis auf fast schon philosophische Abhandlungen darüber, ob sowas jetzt sinnvoll ist, oder nicht, kam nicht wirklich was an Vorschlägen oder Ergänzungen.

Ich würde halt lieber gemeinsam an etwas arbeiten als sich ständig anzumaßen „den Einsteiger“ gedanklich so gut zu kennen und zu analysieren, dass man schon vorher weiß, wie bspw. die Fragen beantwortet werden (wurde hier dargestellt).
 
Damit ist wohl alles gesagt und mein Enthusiasmus bezüglich dieses Fragenkatalogs ist aufgebraucht.

Genau. So in etwa läuft es auch oft bei einer Beratung. Man stürmt voll Energie und Lust ins Forum und fragt schnell mal nach, ob der kleine Mak eh passen würde... und dann kommen 100 Weise und fragen nach Austrittspupillen, Gewicht, Seeing, Bortle, Gesichtsfeld, Deep Sky, und warnen davor, einen Fehlkauf zu tätigen.

Machst Du einen Fragebogen, warnen wir (auch ich) ebenfalls davor, eine Fehlentwicklung zu machen. Wir könnten eigentlich nur ein "Plus"-Forum gründen, das als Grundregel hat, oft einfach mal zu sagen: "ja, klar, mach mal, gute Idee!"

Aber das wäre zu einfach und natürlich auch technisch viel zu inkorrekt. :p:eek:

lg
Niki
 
Ich wollte das nur nochmal kurz korrigieren.
Ich hab das falsch formuliert und Niki hat es deshalb auch falsch verstanden.
Also, bei einem persönlichen Gespräch passiert genau das nicht, dass man auf einmal mit zu vielen Infos und Meinungen überflutet wird. Daher immer eine Empfehlung, den persönlichen Kontakt zu suchen!
 
Naja, aufgeben nicht wirklich, aber bis auf fast schon philosophische Abhandlungen darüber, ob sowas jetzt sinnvoll ist, oder nicht, kam nicht wirklich was an Vorschlägen oder Ergänzungen.

Ich würde halt lieber gemeinsam an etwas arbeiten als sich ständig anzumaßen „den Einsteiger“ gedanklich so gut zu kennen und zu analysieren, dass man schon vorher weiß, wie bspw. die Fragen beantwortet werden (wurde hier dargestellt).
Es ist halt einfacher, etwas zu kritisieren, was schon existiert, als sich selbst etwas auszudenken.
Die Ergänzung zu einem Fragenkatalog wäre aus meiner Sicht eine Liste mit den häufigsten, sinnvollen Kombis für die Ungeduldigen.
Diese Infos habe ich auf einer Seite gefunden, die leider nur noch über http://web.archive.org zu finden ist:

"Kaufempfehlung (Teleskop und Montierung)

Bis 100 Euro:
- Feldstecher 8x40 oder 10x50 und das Buch Fern-Seher aus dem Oculum-Verlag
Bis 200 Euro:
- kleiner Dobson wie z.B. das Skywatcher Heritage 130/650
Bis 400 Euro:
- Dobson mit 6" oder 8" Öffnung
- 150/750'er Newton auf möglichst stabiler Montierung (mindestens NEQ-3, Skyview o.Ä.) mit gewissen Zugeständnissen bei der Stabilität. Wünschenswert ist eine Montierung der GP-Klasse (EQ-5, ADM, Vixen GP o.Ä.).
- Für Mond- und Planetenbeobachtung Maksutovs, weil der kurze Tubus auch von einer relativ kleinen Montierung gut getragen wird. Wegen der langen Brennweite sind Maksutovs für Beobachtungen grossflächiger Objekte eher ungeeignet.

Über 400 Euro:
- Dobson für visuelle Nutzung
- 150/750'er Newton auf Montierung der GP-Klasse (Vixen GP, EQ-5, Astro-5, MON-2, ADM, CAM, LXD-75)
- 200/1000'er Newton auf HEQ-5, GPD oder Sphinx"

Das könnte man entsprechend auf den aktuellen Stand bringen.
Somit hätten sowohl die Ungeduldigen, als auch die Geduldigen die entsprechenden Infos.:)

Gruß
Ronald
 
Liebe Diskutanten,

der Gedanke ist gut, aber nicht neu. Wir haben in der VdS-FG Amateurteleskope/Selbstbau einige Artikel genau zu diesen Themen aufgenommen.
Das ist bei weitem noch nicht vollständig und wird kontinuierlich erweitert. Wir nehmen auch gerne weitere Artikel auf.
Unter „Links“ findet man dann einen umfangreiche Sammlung aus Erfahrungsberichte, Produktvergleiche und Tipps.
 
Hi Simon,

mein Anliegen war niemals dich zu entmutigen.

Es ist nach meiner Erfahrung mit Einsteigern, die über viele Wege zu mir kamen oder über Teleskopberatungsabende oder Vereinsaktivitäten etc. eben nicht einfach, eine hochwertige Einsteigerberatung zu liefern. Sicher bin ich mir nur, dass es rein über die Theorie und ein Forum sicher auch mal geht, aber eine erheblich größere Fehlkaufrate gibt.

Meine Fragenkataloggedanken habe ich seit 2006 auf meiner Seite:
Ebenso ein paar Motivationsgedanken:
Und auch nochmal gezielte Fragen:
Und meine Sicht der Dinge zum Thema, praktische Erfahrungen vor dem Kauf

Das ergibt in der Summe auch sowas wie mein Fragenkatalog.
CS
 
Hallo Hubert,

der Gedanke ist gut, aber nicht neu. Wir haben in der VdS-FG Amateurteleskope/Selbstbau einige Artikel genau zu diesen Themen aufgenommen.
Das ist bei weitem noch nicht vollständig und wird kontinuierlich erweitert. Wir nehmen auch gerne weitere Artikel auf.

vielen Dank für den Hinweis. Ich glaube, der Artikel dürfte für manche Einsteiger aus dem Forum viel zu lang sein. Es kann aber nicht schaden, auf diese Seite zu verlinken.

Gruß
Ronald
 
"Kaufempfehlung (Teleskop und Montierung)

Bis 100 Euro:
- Feldstecher 8x40 oder 10x50 und das Buch Fern-Seher aus dem Oculum-Verlag
Bis 200 Euro:
- kleiner Dobson wie z.B. das Skywatcher Heritage 130/650
Bis 400 Euro:
- Dobson mit 6" oder 8" Öffnung
- 150/750'er Newton auf möglichst stabiler Montierung (mindestens NEQ-3, Skyview o.Ä.) mit gewissen Zugeständnissen bei der Stabilität. Wünschenswert ist eine Montierung der GP-Klasse (EQ-5, ADM, Vixen GP o.Ä.).
- Für Mond- und Planetenbeobachtung Maksutovs, weil der kurze Tubus auch von einer relativ kleinen Montierung gut getragen wird. Wegen der langen Brennweite sind Maksutovs für Beobachtungen grossflächiger Objekte eher ungeeignet.

Über 400 Euro:
- Dobson für visuelle Nutzung
- 150/750'er Newton auf Montierung der GP-Klasse (Vixen GP, EQ-5, Astro-5, MON-2, ADM, CAM, LXD-75)
- 200/1000'er Newton auf HEQ-5, GPD oder Sphinx"
An der Liste sieht man mM, dass man es auch einfach machen kann.

Das wäre auch ganz grob meine Empfehlungs-Liste.

Gruß
Peter
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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