Kleiner und schneller Astrograph im Stil von einem Veloce RH 200

Dane Vetter

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

ich habe schon seit ein paar Jahren den Officina Stellare Veloce RH200 im Auge, habe mich aber aufgrund mangelnder eigener Erfahrung, und dazugehörigen Erfahrungsberichte im Netz nie heran getraut. Ich wollte das Thema dieses Jahres aber mal wieder aufleben lassen, da ich in meinem Sortiment gerne doch noch etwas kleines schnelles hätte. Ich hatte hierzu vor längerem Officina Stellare direkt mit einigen Fragen zu dem Astrographen kontaktiert, danach den AS.de als Vertrieb hier in DE. Von beiden habe ich bis heute keine Reaktion erhalten, deswegen ist das Thema für mich, jedenfalls was das RH 200 angeht, so ziemlich durch.

Ich frage mich aber, was es in dem Bereich für alternativen gäbe, oder ob ein RH 200 hier einzigartig ist. Ich muss hierzu aber erwähnen, dass ich nach keiner Optik suche, welche Sterne in Kreuzform darstellen. Ein Epsi fällt also flach, was ich zudem als 130er schon mal hatte. Auch die Scharpstar/Omegon Alternativen. Ein RASA fällt aufgrund der bekannten Eigenheiten auch flach, deswegen unter anderem auch ein HyperStar für mein C11 EdgeHD.

Wie es aber scheint, gibt es hierzu in dem Bereich eigentlich gar keine Alternativen mit mindestens gleichen Öffnungsverhältnis oder gar noch schneller. Jedenfalls mit meinem Wunsch nach spikelosen Sternen. Oder habe ich da etwas übersehen?

Falls es da doch noch etwas gibt, nur her damit. Danke!
 
Nein, es gibt in dem Bereich wohl wirklich nicht viel. Einzig Astro Physics hat noch einen Riccardi- Honders im Programm....aber deutlich größer.
In internationalen Foren kam auch schon mal die Diskussion auf, warum sich die Chinesen sich an die Technik nicht ran trauen...irgend jemand sollte Jiaxing (Askar/Sharpstar) mal einen Tip geben. Die haben sich mit dem SCA260 ja schon mal in unbekannte Regionen gewagt.
 
Hatte Skywatcher nicht mit dem HAC125 einen kleinen Honders gezeigt?
Da ist aber wie beim RASA die Kamera vorn (leider auch nicht meine bevorzugte Kameraposition)

CS, Ralf
 
Nein, es gibt in dem Bereich wohl wirklich nicht viel. Einzig Astro Physics hat noch einen Riccardi- Honders im Programm....aber deutlich größer.
In internationalen Foren kam auch schon mal die Diskussion auf, warum sich die Chinesen sich an die Technik nicht ran trauen...irgend jemand sollte Jiaxing (Askar/Sharpstar) mal einen Tip geben. Die haben sich mit dem SCA260 ja schon mal in unbekannte Regionen gewagt.
Ja den Riccardi- Honders von Astro Physics habe ich auch gefunden, aber eben, das ist wohl nicht mehr klein.

Ich kenne mich da nicht aus, aber da scheint es wohl Hürden zu geben, die man nicht so einfach überwinden kann. Der Bedarf nach schnellen Systemen, welche im optimalen Fall sogar trotz der feinen Toleranzen noch zuverlässig und justierstabil sind, wäre sicher vorhanden. Aber wohl nicht einfach zu bewerkstelligen, und das noch bezahlbar.

Hatte Skywatcher nicht mit dem HAC125 einen kleinen Honders gezeigt?
Da ist aber wie beim RASA die Kamera vorn (leider auch nicht meine bevorzugte Kameraposition)

CS, Ralf
Den hätte ich jetzt nicht als Honders eingestuft, eher als RASA nach der Bauform. Jedenfalls deuten die Fotos darauf hin, mit dem geschlossenen Hintern.
 
Also wenn ich einen kritischen Testbericht erwarte, dann von Dir Dane ... Jetzt musst Du wohl ran an den RH200 :LOL:

Wenn man sich mit Spikes arrangieren kann ist das schnelle Leben so viel einfacher ....
 
Ja, mit Spikes sieht es schon anders aus, da hast du recht. Ich glaube auch, dass ich früher oder später wieder zu einem Newton kommen werde, wenn ich nicht mehr gegen den Öffnungswahn ankomme. Auch wenn mir die Spikes nicht passen.

Was den RH200 angeht... wenn das schon am Kontakt von Hersteller und Vertrieb scheitert, ist das für mich schon mal kein guter Anfang. Das haben mir die ganzen Miseren aus der Vergangenheit zu diesem Hobby gelehrt. Wenn ich schon so ein exotisches Teleskop zulegen möchte, dann will ich auch einen einigermaßen kompetenten Service zur Seite haben, in Bezug auf Hilfestellung, Reparatur oder gar Austausch. Das kommt hier aber irgendwie nicht so rüber. :D Ich habe aber auch von einem User hier Forum seinen anfänglichen Leidensweg über das RH200 mitbekommen, bei dem es mich schon gewundert hat, dass hier nicht mein Name bei steht. Hätte glatt von mir sein können. Ich glaube, dass ist mit einer gewissen Vorsicht zu genießen, was mich eben unter anderem auch zu einer Suche nach einer Alternative bewegt.

Selbst hier im Forum gibt es kaum Erfahrungen, das einzige was ich mit dem Suchbegriff "RH 200" finde, ist das hier: Erfahrungen mit dem Veloce RH 200 - 200mm f/3.
 
mich irritiert derweil die riesige Obstruction am RH200. Kann mir nicht vorstellen das es dabei keine entsprechende Nebenwirkungen gibt.
Da bleiben dan auch nicht mehr viel von den f3 übrig.
Aber sexy sieht das Teil natürlich schon aus.
P.S. das mit den Spikes kann man mit eine wenig Veloursband deutlich reduzieren. Oder einfach Anti-Spike Aufsätze für die Fangspiegelstreben verwenden.

CS,
Franz
 
Das mit der Obstruktion ist sicher auch zu hinterfragen, bei dem schmalen Rand bei dem noch was durch geht. :)

Vielleicht habe ich nicht ausführlich genug recherchiert, aber bei den Beispielen welche ich mit Anti-Spike Aufsätzen gefunden habe, haben mir die Sterne irgendwie gar nicht gefallen. Und dann wäre hier auch die Frage, ob und wie sich das auf die Obstruktion auswirkt. Aber ja, würde ich mir wieder einen Newton zulegen, würde ich das sicher mal ausprobieren wollen.
 
Da bleiben dan auch nicht mehr viel von den f3 übrig.
Das macht aus den f/3 ein f/3,84 wenn ich mit 94% reflektivität rechne. Die gängigen f/4 Newtons sind aber auch eher f/4,5 bis f/4,7, je nach Parameter.

Der starke erste Ring bzw. das schwache Maximum der Airy Disk könnte allerdings Konsequenzen haben. Da landet nur noch etwas 40% in der zentralen Disk. Da selbe nochmal im ersten Ring. Der Rest außerhalb. D.h. Den ersten Beugungsring wird man da noch beim streukreis berücksichtigen müssen. Mit den 3,76my Kameras hast du ein Sampling von etwa 1,25“/px. D.h. Der Streukreis ist ca. 2 Pixel groß. Das passt grad noch. Ins Undersampling wird man mit dem Setup aber vermutlich nicht kommen. Hochauflösende Bilder mit kleinsten Pixeln würde ich da nicht erwarten.
 
Kleiner, schneller Astrograph ... F1.44 ist schnell, aber bei 41 Kilo braucht es schon beide Hände, denn ich glaub fallen lassen mag man den nicht _affeaugen:
 
Hallo Dane, kannst du mir als RASA User erklären, was du damit meinst? Welche Eigenheiten halten dich denn von dem System ab?
Viele Grüße,
Hendryk
Hallo Hendryk,

da fallen mir gleich ohne lang zu überlegen gleich 4-5 Gründe dagegen ein, welche ich hier aber nicht listen werde, da es hier auch gar nicht darum geht, und ich eine Diskussion vermeiden möchte.

Hallo Dane,

Den da :love:

Sorry for my Dreams, nobody knows....

Und gleich Mittelformat.

Clear skies,
- Martin

Hallo Martin,

die f/1.44 sind sicher absolut beeindruckend. Aber unabhängig vom Preis, ist das Ding ja auch alles andere als klein.... :ROFLMAO:
 
Dane, wenn schon das C11 EHD vorhanden ist, ist das HyperStar keinen Versuch wert ?
Durch die geschwungene Form der Kabelführung soll man den Spikes entgegenwirken können.
Wenn ich die bisher wenigen Einsätze mit dem C8 zu Grunde lege, wird wohl die Abbildung und Ausleuchtung
des Vollformats nicht ideal sein, APS-C aber sehr gut gehen. Müsste man nach aussagekräftigen Bildern ohne BlurXT suchen.
Die Ausgangsdaten mit dem C8 könnten etwas schärfer sein, hier erhoffe ich mir eine Verbesserung durch die Isolation des Tubus.
Werde mir mit der Zeit auch das HyperStar für das normale C11 gönnen.
 
da fallen mir gleich ohne lang zu überlegen gleich 4-5 Gründe dagegen ein, welche ich hier aber nicht listen werde, da es hier auch gar nicht darum geht, und ich eine Diskussion vermeiden möchte.
Hallo Dane,
du sollst ja nicht disskutieren, sondern nur auflisten, warum du ein solches Gerät kategorisch ausschließt. Ich kenne ja deine Beiträge und weiß, dass du sehr detailverliebt bist was deine Geräte angeht (was ja auch völlig in Ordnung ist). Ich bin da eher der bequeme Mensch. Ich croppe, kann mit Beugungserscheinungen an Sternen leben, wenn ich mal wieder zu faul war die Kabel richtig einzufedeln.. usw. aber das kann am RASA alles behoben werden. Also wonach suchst du denn dann? f/2.2 ohne Schmidt System wird schwierig. Die anderen Alternativen sind ja schon genannt worden. Da du keine Spikes möchtest fallen ja auch die f/2.8 Newtons weg. Da bleiben dann fast nur noch Teleobjektive wie beim Dragon fly array https://en.wikipedia.org/wiki/Dragonfly_Telephoto_Array aber dann auch bei nur f/2.8.
 
Dane, wenn schon das C11 EHD vorhanden ist, ist das HyperStar keinen Versuch wert ?
Durch die geschwungene Form der Kabelführung soll man den Spikes entgegenwirken können.
Wenn ich die bisher wenigen Einsätze mit dem C8 zu Grunde lege, wird wohl die Abbildung und Ausleuchtung
des Vollformats nicht ideal sein, APS-C aber sehr gut gehen. Müsste man nach aussagekräftigen Bildern ohne BlurXT suchen.
Die Ausgangsdaten mit dem C8 könnten etwas schärfer sein, hier erhoffe ich mir eine Verbesserung durch die Isolation des Tubus.
Werde mir mit der Zeit auch das HyperStar für das normale C11 gönnen.
Hi Alex,
ich habe mir da damals bei der Anschaffung meines C11 EHD schon den einen oder anderen Gedanken bezüglich Hyperstar gemacht. Ich hatte glaube ich damals von einem User hier eine etwas weniger gute Geschichte bezgülich Kollimation beim hin und her wechseln erfahren, was mir dann die Idee ganz ausgeschlagen hat. Aber ein paar Punkte kommen jetzt gleich noch in Bezug auf das RASA.

Hallo Dane,
du sollst ja nicht disskutieren, sondern nur auflisten, warum du ein solches Gerät kategorisch ausschließt. Ich kenne ja deine Beiträge und weiß, dass du sehr detailverliebt bist was deine Geräte angeht (was ja auch völlig in Ordnung ist). Ich bin da eher der bequeme Mensch. Ich croppe, kann mit Beugungserscheinungen an Sternen leben, wenn ich mal wieder zu faul war die Kabel richtig einzufedeln.. usw. aber das kann am RASA alles behoben werden. Also wonach suchst du denn dann? f/2.2 ohne Schmidt System wird schwierig. Die anderen Alternativen sind ja schon genannt worden. Da du keine Spikes möchtest fallen ja auch die f/2.8 Newtons weg. Da bleiben dann fast nur noch Teleobjektive wie beim Dragon fly array https://en.wikipedia.org/wiki/Dragonfly_Telephoto_Array aber dann auch bei nur f/2.8.

Hi Hendryk,

ich glaube es war letztes oder gar vorletztes Jahr, als ich mir die Idee mit einem RASA 11" in den Hinterkopf gesetzt habe. Ich habe mir das alles ein bisschen zurecht geplant, ich wollte mir auch diesen übertrieben teuren Tilt Adapter aus den USA zulegen, ich glaube das Logo hat einen Kraken, aber mir fällt der Name nicht mehr ein. Das hat sich aber erledigt, da ich den Typen als recht unseriös empfand. Bei jeder Mail sind die Versandkosten gestiegen, welche dann bei glaube ich 250 Dollar lagen. Aber nun zu den eigentlichen Punkten:

- Mir ist später klar geworden, dass ein RASA 11" für mich einfach nicht tragbar ist, also im wahrsten Sinne des Wortes. Mein C11 EHD bekomme ich noch relativ gut mit etwas Zähne zusammen beißen auf Schulterhöhe aufgesattelt. Mir ist dann aber irgendwann klar geworden, das viel schwerer und grösser einfach nicht mehr gut klappen wird. Wenn ich mal eine Hütte um meine beiden Säulen gebaut habe, mag sich das vielleicht ändern, aber so mit ständigen auf- und abbauen ist das keine Option für mich.

- Die Adaption der Kamera. Ich habe drei Vollformat Kameras, welche ich alle über Rotationseinheiten welche als Schnellwechsler dienen gleich angepasst habe. Ich kann also schnell und einfach mit diesen Kameras an verschiedenen Teleskopen anflanschen. Bei einem RASA geht das so nicht. Hier muss ich mit einer anderen Adaption fahren. Zudem habe ich an allen meinen Kameras auch noch einen OAG verbaut.

- Vollformat am RASA, das ist wohl auch ein Thema für sich wie ich das überall lese. Und wenn das mal ideal eingestellt ist, ist wohl ein einfaches wechseln der Kameras wohl nicht so einfach möglich. Einige lassen die Kamera wohl einfach dauerhaft dran. Eine Rotation ist wohl auch nicht so einfach möglich, und da lege ich wert drauf.

- Ich habe einen ASI 6200MM pro mit dem tellergrossen Filterrad, welche ich wohl so in der Form am RASA nicht einsetzen kann. Ein zusätzliches Filterset welches ich dann per Schubladen wechsle, ist für mich keine Option. Auf der anderen Seite bräuchte ich aber wiederum ein neues Filterset für die Schnelligkeit, wohl auch schon für das ursprünglich hier angesprochene RH200. Aber am Ende bevorzuge ich das Filterrad, und möchte da auch nicht hin und her wechseln bzw. Filterrad an und abbauen je nach System.

- Die Sternabbildung ist auch so ein Punkt, welche mich bei dem RASA stört. Selbst bei der gebogenen Kabelführung finde ich diese nicht optimal, auch wenn es sicher besser ist, als ohne. Aber es wäre halt ein weiterer Kompromiss.

- Was ich nicht ausschließen möchte, dass ich mir mal vielleicht ein kleines RASA 8" zusammen mit einer ASI 2600 MC Duo zulege, und beides aufeinander abstimme, und es so als Set immer einsetze, ohne Wechsel der Kamera.
 
Es gab da auch Mal einen Epsilon 250 von Takahashi.... Gut: Spikes hatte der natürlich auch...

Ciao, Udo
 
Hatte Skywatcher nicht mit dem HAC125 einen kleinen Honders gezeigt?
Da ist aber wie beim RASA die Kamera vorn (leider auch nicht meine bevorzugte Kameraposition)

CS, Ralf
Hallo riff-raff,
ich habe mir das schnuggelige kleine Teil Mal angeschaut - einzig der tiefere Sinn erschließt sich mir nicht wirklich. Bei Cloudy-Nights ist ein Beitrag dazu:
Ein Astrograph bei dem ich nur eine 1.25" Kamera anschließen kann?
 
So ganz ausgegoren ist das wohl noch nicht. Mehr als den Post gibt es da auch noch nicht. Als Produkt ist es auf jeden Fall noch nicht verfügbar, ob es das jemals wird .... Fraglich....
 
mich irritiert derweil die riesige Obstruction am RH200. Kann mir nicht vorstellen das es dabei keine entsprechende Nebenwirkungen gibt.
Da bleiben dan auch nicht mehr viel von den f3 übrig.
Aber sexy sieht das Teil natürlich schon aus.
P.S. das mit den Spikes kann man mit eine wenig Veloursband deutlich reduzieren. Oder einfach Anti-Spike Aufsätze für die Fangspiegelstreben verwenden.

CS,
Franz
Hallo Franz,
nicht nur die Lichtstärke ist betroffen, auch die Auflösung wird weniger. Tommy hat das irgendwo mal an einem 10er Skywatcher RC geschrieben. Aber auch ein bekannter Händler hat mir dazu abgeraten. Seine Antwort dazu, nimm lieber ein 5 Zoll Refraktor.
Gruß Dieter
 
Hallo Dieter,
da hatte der Händler nicht so ganz unrecht.
Die wenigen Bilder zum RH200 die man so findet sehen jetzt auch nicht so prickelnd aus. Selbst die sog. Referenzbilder dienen nicht wirklich als Solche. Und klar liegt vieles dann wieder an der Bildbearbeitung. Aber die sollte eigentlich schon sitzen, wenn man sich ein 8k Teleskop leistet. Ansonsten ist das Geld an der falsche Stelle investiert.

CS
Franz
 
mich irritiert derweil die riesige Obstruction am RH200. Kann mir nicht vorstellen das es dabei keine entsprechende Nebenwirkungen gibt.
nicht nur die Lichtstärke ist betroffen, auch die Auflösung wird weniger.
Leute, wir reden hier nicht über die Auflösung von planetarischen Details mit langen Brennweiten, sondern über schnelle Astrographen - das sind völlig andere Anforderungen! Und für einen schnellen, also kurzbauenden, Astrographen mit großer Spiegeloptik ist eine große Obstruktion nun mal unabdingbar, aber deswegen nicht automatisch von Nachteil.

Für Deep-Sky Anwendungen mit großen Öffnungen ist es nämlich ziemlich wurscht, wieviel vom Licht im ersten Beugungsring landet. Das hat auf die effektive Auflösung nämlich keine praktische Auswirkung, weil das Seeing den Stern sowieso größer als das Beugungsscheibchen macht.

Zur Frage von Dane gab's bei CN schon mal so eine Diskussion, wobei es auch dort u.a. um Riccardi-Honders und die unvermeidliche zentrale Obstruktion ging:

"Perfect fast Astrographs"

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Leute, wir reden hier nicht über die Auflösung von planetarischen Details mit langen Brennweiten, sondern über schnelle Astrographen - das sind völlig andere Anforderungen! Und für einen schnellen, also kurzbauenden, Astrographen mit großer Spiegeloptik ist eine große Obstruktion nun mal unabdingbar, aber deswegen nicht automatisch von Nachteil.
schon klar. Ich hoffe das ist den anderen die sich dafür interessieren auch bewußt.
So hat eben alles zwei Seiten die man betrachten muss.

CS,
Franz
 
Hallo zusammen,

was das Thema hier angeht bin ich Nun zum Entschluss gekommen, dass es hierzu keine wirklichen vergleichbaren Alternativen gibt. Vom RH200 selbst werde ich schon alleine nur aufgrund des fehlenden Supportes/Kontaktes die Finger lassen. Zum einen bin ich da von Officina Stellare enttäuscht, welche vermutlich den Fokus wohl eher auf größere Projekte legen. Und ja, vom Astroshop selbst habe ich nun seit bald 2 Wochen keine Rückmeldung auf meine Anfrage erhalten, was ja auch recht beschämend ist, in Bezug auf Kundenberatung. Also auch selbst wenn ich nun das viele Geld ausgeben wollte, es scheint wohl weder Händler noch Hersteller daran interessiert zu sein. :) Vielleicht bewahrt mich das auch von einer weiteren enttäuschenden Erfahrung, was mein Bauchgefühl irgendwie schon andeutet.

Was Schnelligkeit angeht, bei mir steht schon seit längerem das FSQ-106 EDX4 auf der Liste, mit dem ich mein TSQ-100 austauschen möchte. Vielleicht stelle ich mich mal Ende des Jahres auch in die Warteschlage, und habe es mit 1-2 Jahren Wartezeit in den Händen. Dazu könnte ich den Super Reducer holen, und hätte optional 380mm mit f/3.6, was keine 600mm bei f/3 vom Veloce sind, aber immerhin. Dieser Weg wäre wohl teurer wie das RH200, aber flexibler und nach meiner "Erwartung" zuverlässiger, und nach meiner Hoffnung von der Abbildung etwas besser was jedenfalls die Sterne angeht. Ich vermute, dass ich hier kompromissloser fahre, aber auch am teuersten.

Der andere Weg wäre, dass ich mich doch wieder meine damaligen Idee mit eine RASA auseinandersetze, und hier ein eigenes System aufbaue. Also zu dem RASA noch mal eine eigene OSC Kamera anschaffe, welche dort fix installiert wird, und auch darauf abgestimmt ist, und auf Mono einfach verzichte. Dieser Weg wäre aus meiner Sicht wieder mit mehr Kompromissen behaftet, wenn ich meine obigen gelisteten RASA-Punkten berücksichtige. Aber ja, wenn dass dann mal läuft, hat man wohl ein ziemlich schnelles System. Kostentechnisch, wäre ein RASA 11" mit einer Vollformatkamera auf dem identischen Level wie das RH200.

Das sind jetzt einfach mal ein paar trockene Überlegungen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dane,

das dauernde Hin- und Hertauschen von Kameras und anderem Zubehör würde mich verrückt machen, zumal die Ausrichtung vom Sensor an solch schnellen Systemen wie beim RASA ja wohl besonders kritisch ist. Noch schlimmer finde ich nur noch das Konzept mit dem HyperStar, wo die Leute sich einbilden, dass sie ganz schnell zwischen f/10 und f/2 hin- und herwechseln können. Schon die Vorstellung davon lässt mich erschaudern, aber es gibt ja tatsächlich Leute, die von einer Optik träumen, die möglichst alles in einem kann.

Gruß, Peter
 
Hi Peter,

ja vom Hyperstar hab auch einige nicht so gute Erfahrungen gehört/gelesen, was dieser Wechsel angeht. Und dass das eben nicht immer einfach nur "Plug & Play" ist. Ich glaube gut und gerne, dass das für einige gut hinhaut, aber eben nicht bei allen. Das System ist mir eindeutig zu durchwachsen. Würde ich diese Richtung gehen, dann wirklich mit einem RASA, und das auch wirklich in der Konstellation dauerhaft einsetzen ohne Umbauarbeiten/Kamerawechsel.

Ich muss da sagen, dass über die Jahre und meinen Erfahrungen, meine Zündschnur ziemlich kurz geraten ist. Einstellarbeiten und solche Rumschraub-Spielereien, will ich mittlerweile bei diesen wenigen klaren Nächten weitestgehend vermeiden.
 
Einstellarbeiten und solche Rumschraub-Spielereien, will ich mittlerweile bei diesen wenigen klaren Nächten weitestgehend vermeiden.
Ja, das ist auch meine Philosophie. Vor vielen Jahren habe ich in Kalifornien mit einer 14" f/1,7 Schmidt-Kamera gearbeitet. Kein RASA, sondern eine echte Schmidt-Kamera von Celestron. Damals natürlich noch mit Film, mit einem Format von 5° x 6,5° auf 120-Rollfilm. Da musste man überhaupt nichts justieren. Der gewölbte Filmhalter war schon werkseitig auf der optischen Bank mikrometergenau fixiert und das blieb dann auch permanent so, weil er mit Invarstäben exakt in Position zum Primärspiegel gehalten wurde. So stelle ich mir unproblematisches Arbeiten vor. Andererseits war es natürlich ein erheblicher Aufwand, die belichteten Filmstreifen sebst zu entwickeln. Aus gutem Grund macht das heute keiner mehr.

Gruß, Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

danke für den Hinweis! Irgendwie habe ich da das Gefühl, dass das den preislichen Rahmen eines RH200 noch mal übertreffen würde. :) Zudem würde ich es stark bevorzugen, dass ich so eine Investition über einen greifbaren Händler mit entsprechenden Garantieleistungen tätigen würde. Ich bin da auch immer skeptisch, wenn Gerätschaften von einer einzigen Person gefertigt und verwaltet werden, und wie hier der Support aussieht.

Gibt es denn bekannte private Anwender, welche vorzeigbar Geräte von Gennady Borisov einsetzen und Erfahrungswerte hierzu aufzeigen? Auf die Schnelle finde ich hierzu nichts bei Google.
 
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