Hallo zusammen,
von mir ein letztes finales Update, weil ich dem Händler noch einen Test nach einer zweiten Optimierung bei Wellenfront versprochen hatte.
Mit Reducer Groß und der ASI6200MC bei der ich sogar noch das Schutzglas gegen ein neues ausgetauscht habe, um auch hier ein Problem am Schutzglas auszuschließen. Man sieht, das Problem ist weiterhin vorhanden.
Hier das gleiche Setup, die Kamera etwas gedreht.
Hier nun ein Wechsel der Kamera zu der ASI6200MM mit dem Luminanzfilter. Auch hier genau der gleiche Effekt, weshalb die Kamera wohl auszuschließen ist. Außer das LZOS ist irgendwie nicht mit ZWO Vollformat-Kamera kompatibel.
Parallel wurde ein kleiner M63 Riccardi Reducer extra von einem Fachmann angepasst, damit ich meine 75 mm Arbeitsabstand erhalte. Es wurde das Gewinde an der Kameraseite vom Reducer gekürzt. Auch hier der gleiche Effekt, aber diesmal noch zusätzlich mit einer runden farbigen Reflexion.
Bis hier hin hatte ich nun die Vermutung, dass es vielleicht nur noch am OAG liegen kann, da dieser als einziges in einem kleinen Hauch in das Bildfeld ragt, und vielleicht für diese Beugung/Spikes sorgt. Also habe ich meine letzte Motivation noch zusammengerafft, und auch noch meinen Imagetrain zerlegt, und den OAG ausgebaut. Ohne Guiding sind die Sterne leider aus dem Rahmen gefallen, aber der Effekt ist tatsächlich weiterhin ohne OAG vorhanden!
Damit habe ich den LZOS 130/780 nun mit zwei großen M82 Riccardi Reducern, einem kleinen M63 Riccardi Reducer, sowie mit einer ASI6200MC und einer ASI6200MM mit L-Filter, sowie ganz ohne OAG, nur mit reiner Kamera abgeprüft. Die Spikes/Lichtausbrüche/Beugung an helleren Sternen bleibt immer identisch vorhanden. Die Reducer und Kameras scheinen da nicht wirklich einen Einfluss zu haben.
Das Witzige an der Sache, bevor das ganze zur ersten Optimierung zu Wellenfront ging, sah das noch so aus, wie im gleich folgenden Bild ein paar Beiträge früher. Eigentlich recht gut, bis auf diesen Inverting Lighthouse Effekt, durch die Plättchen. Wenn man vergleicht, gibt es bei den oberen Aufnahmen auch nicht mehr den typischen weich auslaufenden Halo. Wären die Schatten weg, und der Halo gleichmäßig, wäre es für mich gut. Also irgendetwas hat sich hier deutlich verändert, was auch immer das ist. Die aktuelle Abbildung von helleren Sternen ist für mich auf jeden Fall nicht natürlich, das war es anfangs mit dem Halo für mich eher.
Mittlerweile ist alles (mal wieder) zerlegt und auseinandergebaut und zu einem Teil für die Rücksendung verpackt.
Am Ende habe ich nun etliche Stunden mit Testen, Umbauen, Verpacken und Versenden, Auspacken und Aufbauen u.s.w. verbracht. Leider alles vergebens, und am Ende mache ich selbst noch Verluste, da ich diverses Zubehör nun teilweise nicht mehr einsetzen kann, oder vergünstigt verkaufen muss.
Was ich nun für mich gelernt habe: Ein gutes Zertifikat garantiert noch lange keine perfekten Sterne. Genauso wenig das Wiederholen von Aussagen, dass man diese Optiken seit 20 Jahren verkauft, und es noch nie solche Probleme gegeben hat.
Nach diesem langen und aufbrausenden Abenteuer kann man sich nun wieder dem eigentlichen Thema in diesem Thread widmen:
"Kleiner und schneller Astrograph im Stil von einem Veloce RH 200"
