Kleines, mittleres oder grosses Teleskop ?

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Gucker14

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Hallo !

Ich betreibe Hobbyastronomie seit einigen Jahren, komme immer wieder über die Formulierungen wie kleines, mittleres oder grosses Teleskop.
Hat man hier im Forum oder ausserhalb je Grenzen gezogen? In z.B mm Durchmesser oder die Öffnung. Ist ein z.B 100mm/1200 Refraktor ein kleines Teleskop ? Ein Newton mit 300mm/1800 ein grosses Teleskop ?)?




 
Hallo Gucker,

also das ist meines erachtens subjektiv, wenngleich auch nicht zu sehr abweichend. Bis 120mm würde ich von klein sprechen, von 120 - 250mm von mittel und darüber ist es groß.

Wobei das übergreifend ist.

Gerne wird eine 150mm Linse aber auch schon als groß bezeichnet, da das Fernrohr meistens groß ist, der Preis auch und nicht viele Linsen im bezahlbaren Bereich über 150mm für den Hobbyastronomen existieren.

CS,
Stefan
 
Ein Hallo in den hohen Norden,

* kleines Scope
Mein Richie 102/500 lege ich auseinander, dann passt er in einen Alukoffer vom Baumarkt. Auch als Beifahrer im Auto kann ich den mitnehmen.

* mittleres Teleskop
Ein 200/1200 Dob passt noch in jeden Kleinwagen (PKW). Bei dieser Grössen-Klasse ist man im DeepSky. Aber kaum Einzelheiten in Galaxien usw.


* grosses Scope
Beim 12" braucht man ein grösseres Auto. Neues Kriterium: Man sieht jetzt Strukturen und Einzelheiten in Galaxien und Nebeln.

Das genügt doch als Groborientierung, oder?

Mit Grüssen,
Joachim
 
Hi Gucker,

vielleicht meinst Du eher kleine, mittlere und große Öffnung?

Aber auch dann haben sich die Benennungen in der letzten Zeit verschoben. Vor einigen Jahren habe ich noch gehört, 6" und 8" wären mittlere Öffnungen, ab 10" beobachtet man dann mit großer Öffnung. Heutzutage kriegt man 16" Öffnung für wenige tausend EUR, dann gilt vielleicht 12" erst ab große Öffnung.
Einheitlich ist es glaube ich nicht.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus, Benny Joachim und Stefan!

Vielen Dank für eure interessanten Antworten. Ähnliches habe ich hier bei mir in Norwegen schon gehört.Die Variante mit der Einteilung nach den Teleskopgrössen, die in div. verschiedene Autos passen, war für mich ganz neu.

Alles ist ja relativ, wie eure Antworten bezeugen. Offensichtlich gibt es keine festgeschriebenen Einteilungen.

Bin auch schon auf weitere Antworten gespannt !
Vielleicht kann man sich doch noch auf was einigen? ?) Würde vielleicht manche Verwirrungen vermeiden.



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin, namenloser Norweger!

> Vielleicht kann man sich doch noch auf was einigen?

Ja! "Meiner ist größer als Deiner...!" [SCNR] ;)

...soll heißen: Alles ist relativ. Man kann Teleskope nicht in starre Kategorien einteilen. Was für den einen klein ist, bezeichnet der andere schon als "mittel", der nächste wieder als groß - je nachdem, was man selber kennt.

Ein "großer" 150-mm-Refraktor sieht neben einem "großen" 60-cm-Refraktor einer Sternwarte ziemlich mickrig aus. Genauso ein 12"-Dobson neben einem 30"-Dobson, wo man zum Okular ein paar Meter die Leiter hoch muß... - Also: Was soll's?! Es ist im Grunde genommen völlig unwichtig.
 
Hallo,

ich differenziere bei dieser Frage auch stets, ob man sich auf die Öffnung oder die Abmessungen bezieht.

Da ich z.B. gezwungen bin, meine Ausrüstung per Handgepäck zu transportieren, wenn ich mal nicht vom Balkon aus beobachten will/kann, meine ich für mich persönlich mit "kleinen" Teleskopen solche, die sich nebst Zubehör als Handgepäck transprtieren lassen.

Bei der Öffnung beginnt für mich die "mittlere" Größe ab etwa vier Zoll, da hier bei durchschnittlichem, mitteleuropäischem Seeing in einem Großteil der Nächte bereits die Volle Auflösung erreicht wird, die das lokale Seeing hergibt (wohlbemerkt im Durchschnitt, es gibt immer wieder Nächte und Momente mit ruhiger Luft, bei denen man auch größere Geräte voll ausreizen kann und umgekehrt auch Nächte, an denen ein Vierzöller dem Seeing zum Opfer fällt).

Groß würde ich persönlich in Bezug auf die Öffnung Teleskope ab acht Zoll Öffnung bezeichnen, da in diesem Bereich ein Quantensprung bei der Deep Sky-Beobachtungsqualität erfolgt.

Solche Definitionen sind natürlich rein willkürlich und haben auch philosophischen Charakter, so dass wohl niemand für sich beanspruchen kann, die "richtige" Definition gefunden zu haben.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Gucker14:
Vielleicht kann man sich doch noch auf was einigen? ?) Würde vielleicht manche Verwirrungen vermeiden.

Hi,

um Verwirrung zu vermeiden ist es m.E. sinnvoller, die Begriffe "groß", "mittel", "klein" erst gar nicht als absolute Größenunterteilung zu verwenden. Relative Angaben (meins ist größer/kleiner) - ok, muss aber auch nicht sein.
Öffnung, Brennweite, Bauweise ... 2 dieser Angaben genügen meist um das Teleskop in seinen Dimensionen zu erfassen.

CS
Chris
 
Hi Chris!
Im Prinzip wäre ich auch dafür die Kategorisierung kleines,mittleres oder grosses Teleskop auszulassen, jedoch findet man diese Bezeichnungen in sehr vielen Büchern,Zeitschriften und bei Diskussionen. Ich finde, dass besonders bei Bildern es enorm wichtig ist,die Öffnung,Brennweite und Type + Marke nebst anderer Details anzuführen.

CS
Theo
 
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