Kleines transportables Einsteigergerät gesucht.

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Barista

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Hallo,

zunächst muß ich vorausschicken, daß ich keinerlei Ahnung von Teleskopen habe.
Ich ertappe mich aber in letzer Zeit immer wieder dabei, wie ich fasziniert mit meinem einfachen Fernglas den Himmel absuche und mich an dem Anblick einfach erfreue.
Ich denke daher über den Kauf eine kleines und einfachen Einsteigerteleskopes nach, das vor allem auch sehr kompakt sein soll, da ich es ggf. auch in den Urlaub mitnehmen möchte. Alternativ habe ich auch schon über ein Spektiv nachgedacht.
Nutzen will ich das Gerät auf dem Balkon (gute Aussicht in relativ dunklem Hinterhof) und im Urlaub.
Es soll nur für den Einstieg und daher günstig sein. Wenn mich das Hobby packen sollte, würde ich ggf. natürlich umsatteln. Die Ausbaufähigkeit interessieren mich daher weniger.

In einem Geschäft wurde mir zum Einstieg und aufgrund der kompakten Größe das Danubia Venus 30 empfohlen. Der Preis und die recht komplette Ausstattung würden mich schon reizen.
Daher die Frage, ob man mit so einem günstigen Teleskop etwas anfangen kann (was kann man damit sehen) und ob das überhaupt Spaß machen kann, oder ob man sich letztlich nur die Freude verdirbt.

Ich habe auch schon über den Kauf eines gebrauchten Gerätes nachgedacht und würde mich über einen Link zu einer Börse etc. freuen.


Danke
 
Hi Barista,
zunächst muß mal herraufinden, was dich an der astronomie besonders interessiert. es gibt verschiedene disziplinen wie NearSky (sonnensystem - also planeten, asteroiden und mond ) und DeepSky (galaktische nebel, sternhaufen, kometen, doppelsterne). wo würdest du deinen schwerpunkt legen wollen? es gibt leider kein teleskop, was alle disziplinen gleich gut bedienen kann.

zum anderen mußst du auch einen finanziellen rahmen abstecken. wo liegt deine schmerzgrenze?

zu einem teleskop gehört auch noch zubehör wie okulare, bücher, aufsichtskarten etc. das solltest du auch mit einplanen.
 
Was ich genau machen möchte, muß ich erst noch herausfinden. Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, daß mich zunächst "nähere" Objekte wie der Mond, Sonne und die Planeten etc. interessieren. Ich denke, diese Objekte sind für den Anfänger einfacher zu beobachten und bieten schneller ein Erfolgserlebnis.
Deep Sky Objekte finde ich absolut faszinierend, denke jedoch, daß die nicht unbedingt für den Anfänger geeignet sind.
Das Budget sollte eigentlich € 200,00 nicht überschreiten (es ist wie gesagt ein reiner Versuch und bei Interesse würde ich mir sicher was besseres kaufen).
Kompakt sollte das ganze sein, da ich das ganze immer wieder wegräumen muß und ich es auch in den Urlaub mitnehmen möchte.
Ich interessiere mich auch für Einsteigerlektüre (auch zur Technik) und bin für alle Tipps dankbar.


 
Je mehr ich lese, desto verwirrter werde ich hinsichtlich des anzuschaffenden Gerätes.
Der Markt bietet ja eine Vielzahl (oftmals baugleicher oder zumindest stark ähnlicher) Geräte an, bei denen der Laie die Qualität kaum unterscheiden kann.
Mittlerweile habe ich fast das Gefühl, einfach mit einem günstigen Gerät ins kalte Wasser springen zu müssen. Zumindest kann man mit diesem die Grundbegriffe lernen und beim Kauf eines weiteren Teleskopes auch die Qualität entsprechend beurteilen.
Wie bei vielen Dingen muß man wohl einfach den ersten Schritt tun. Vermeiden will ich nur ein enttäuschendes Erlebnis aufgrund eines miserablen Teleskopes, das mir dann den Spaß am Weitermachen verdirbt.

 
Re: Kleines transportables Einsteigergerät gesucht

Hi Barista,

sicher hast du recht, daß ein Anfänger mit den sichtich vielen Angeboten, sehr verwirrt wird. Ich würde dir den 114/900 Newton auf EQ2 Empfehlen, da dieses Gerät dir genau das Zeigt, wofür du dich auch interessierst und natürlich in deinem Budget passt. Das Synta Newton macht einen guten Eindruck, hat eine gute Qulität und bietet für den Anfang genügend Zubehör, um ordentlich loszulegen.

Gruß
 
Re: Kleines transportables Einsteigergerät gesucht

Hi Barista!

Mit dem 114/900 hast Du sicher ein gutes Einsteigergerät. Ich würde Dir nur raten eine bisschen stabilere Montierung dazu zu kaufen. Die EQ2 trägt den 114/900 zwar, aber ich bin mit dieser Montierung nicht glücklich geworden. Versuch einfach bein Kauf eine EQ3-2 o.Ä. rauszuschlagen. das würde dein Budget zwar leicht übersteigen, aber dafür hast Du eine Kombination mit der man auch, längere Zeit gesehen, glücklich werden kann.
 
HI

Nachdem Du ein kleines und handliches Einsteiger-Teleskop suchst dass auch zum Reisen taugen soll würde ich Dir folgende zwei Teleskope empfehlen:

80/400 Fraunhofer Refraktor von Skywatcher auf EQ1 oder EQ2
90er oder 102er Skywatcher oder Orion MAK

Der Refraktor ist super weil Du ein sehr grosses Gesichtsfeld hast, dafür kannst Du nicht hoch vergössern da der Farbfehler das Bild flau macht. D.h. primär für Deep Sky, nicht für Planeten. Der Mond ist schon echt beeindruckend in dem Gerät.

Der MAK ist eher für Planeten, Sonne, Mond und kleine Deep-Sky Objekte geeignet, lässt sich hoch vergrössern, dafür ist das Gesichtsfeld relativ klein.

Am Besten ist aber sicher mal durchzusehen, schau mal bei Sternfreunden in Deiner Nähe vorbei.

lg

Mathias
 
Aus der Lektüre diverser Beiträge scheint sich herauszukristalisieren, daß ein 900/114 für den Anfänger wohl eine gute Wahl darstellt und ein Kompromiß für diverse Anwendungsgebiete ist.
Nun mal eine blöde Frage: Die 900/114 waren sehr groß und unhandlich. Gibt es dieses Teleskop nur in einer Bauweise oder lässt sich dieses auch auf verschiedene Arten bauen, so daß es kompaktere Versionen gibt?
 
Re: Kleines transportables Einsteigergerät gesucht

Hi Barista,

unhandlich sind diese Teleskope gar nicht mal. Sicher sind sie Bauart bedingt etwas länger als ein Mak-Cassegrain. Aber die Newtons bieten den Vorteil daß sie günstiger sind und ebenso wie ein Mak-Cass. eine farbreine Abbildung bieten. Vom Gewicht her, tut sich nicht viel und bezüglich der EQ2 Monti ist es klar, daß diese Monti nicht die optimale Lösung ist, aber bei nicht ausgefahrenen Stativbeinen, bietet diese Monti immer noch genug Stabilität.

Gruß
 
Wenn klein und handlich wirklich Deine Kriterien sind würde für mich der 114/900 Newton rausfallen.
Sonst ist es sicher Gerät dass ganz gute Leistung bringen kann.
Es gibt auch einen 114/500 Newton, der soll aber nicht so toll sein, musst Du hier im Forum suchen, dieser Newton wurde nicht für Einsteiger empfohlen.

lg
Mathias
 
Hi,
Mittlerweile habe ich fast das Gefühl, einfach mit einem günstigen Gerät ins kalte Wasser springen zu müssen. Zumindest kann man mit diesem die Grundbegriffe lernen und beim Kauf eines weiteren Teleskopes auch die Qualität entsprechend beurteilen.
Wie bei vielen Dingen muß man wohl einfach den ersten Schritt tun. Vermeiden will ich nur ein enttäuschendes Erlebnis aufgrund eines miserablen Teleskopes, das mir dann den Spaß am Weitermachen verdirbt.

darin ist leider meist ein widerspruch. die wirklich günstigen geräte, wie sie teils von unseriösen händlern in ebay abgeboten werden, sind meist von miserabler qualität und eine enttäuschung ist vorprogrammiert - ich schreibe aus eigener erfahrung. jeder fehlkauf ist teuer! im schlechtesten fall, verdirbt er dir den geschmackt an der astronomie.

@all: das budget ist 200,-!!!

Barista, warum nicht beim Feldstecher bleiben und dich vom "spazierenschauen" hin zur gezielten beoachtung mittels aufsichtskarten weiterentwickeln. jedoch würde ich mir entweder ein feldstecherstativ kaufen oder eins selber bauen. das ist nicht nur komfortabler, sondern es ergibt sich ein entspannteres und zitterfreies beobachten. sollte der wunsch nach mehr geweckt werden, mußst du wohl oder über, denke ich, ein wenig mehr ausgeben - auch für gebrauchtgeräte.

versuche auch einmal kontakt zur hobby-astronomen aus deinem gebiet aufzunehmen. vielleicht kannst du dort mal in eine sternwarte oder mit den leuten aufs feld. dort kannst du dir geräte an- und reinschauen (aber nur in die, die deiner vielleicht späteren preisklasse entsprechen)

 
Hi Leute

Nicht so toll würde ich zu dem 114/500 nicht sagen (eigene Erfahrung).
Die Teile sind nur mit einem Öffnungsverhältnis von f 4,4
recht heikel in der Justage (man kriegts aber hin) und brauchen für randscharfe Abbildung sehr gute (teure) Okulare. Dem steht im Vergleich zu einem Mak ein wesentlich größeres erreichbares Gesichtsfeld gegenüber, heißt - wo der Newton langsam unscharf wird kommt das Mak gar nicht hin. Dafür sind mit Mak´s wieder höhere Vergrößerungen leichter erreichbar und der kurze (schnelle) Newton ist wieder -sollte man bei dem Hobby bleiben- für spätere fotografische Nutzung besser geeignet.
Ein halbseidener Ausweg aus der Misere ware eventuell ein 130/650 Newton oder, falls noch transportabel ein 150/750 Newton. Beide mit f5 immer noch kritsch genug und zudem stabil montiert schon an, bzw über der vorgegebenen finanziellen Schallmauer. Der 114/900 scheidet als wirklich transportables Gerät für Reisen m.E. aus. Er ist zu lang und braucht aufgrund der langen Hebel schon ne recht massive Montierung, die auch den kürzeren 150/750 tragen würde.
Verreisen geht sicher am besten mit den Mak´s. Aber was will man im Urlaub sehen? Die Planeten gehen zu Hause genau so gut. Ein fremder Himmel bietet Neues im Bereich von Sternhaufen, Nebeln und Galaxieen. Da ist dann ein kleiner Newton m.E. sehr von Vorteil.
Da hilft m.E. nur, gründlich informieren, versuchen, bei Sternenfreunden Mal durch so was durchzugucken und dann entscheiden, wo man den Kompromiss am besten vertragen kann.
Nuna´s Idee mit dem Feldstecher ist auch ne Überlegung wert.
CS, *entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich werde mich vielleicht wirklich mal erst in meiner Umgebung nach Leuten umschauen, die sich mit Astronomie beschäftigen und mir malö ein paar Tipps geben können. Vielleicht hat ja auch noch jemand ein Zweitteleskop im Keller stehen, mit dem ich mich leihweise mal ein wenig beschäftigen könnte. Das wäre sicher gut im Hinblick auf spätere Kaufentscheidungen.
Auf ein Billigangebot in ebay werde ich nicht zurückgreifen. Mir schwebt da eher ein Gebrauchtkauf eines namhaften Herstellers an. Ein Newton 114/900 ist ja nicht so selten, als daß das nicht auch mal gebraucht angeboten wird.
Das mit dem Feldstecher wird wohl eher nichts, da mein "Feldstecher" ein (zwar sehr gutes) 8 x 20 Reiseglas ist. Das ist für die Nacht eher ungeeignet und allenfalls der Mond ist noch beobachtbar.
 
Hi Barista,
nun günstige Geräte sind halt deshalb günstig, weil Sie eben schnell und teilweise sehr einfach gebaut sind und dadurch oft eben auch Schwächen haben.
Besuche doch mal den Heidelberger Astrostammtisch. Dort versammeln sich einige wirklich nette Sternfreunde mit allerlei Teleskopen, die Du dort sicher mal anschauen und probieren darfst.
Als Einsteigergerät sehe ich u.a. einen 114/900 Newton, genau wie Robert. Allerdings nicht auf der EQ2, die ist schon recht schwach für dieses Teleskop.
Einen solchen hätte ich derzeit abzugeben.
CS
 
Hi Antares,

hast Du von dem Heidelberger Astro-Stammtisch zufällig einen Link, Email-Adresse o.ä..
Vielleicht würde ich mich wirklich einfach dort mal melden.
 
Hallo Barista!

Hoffentlich verwirre ich dich nun nicht, wenn ich eine weitere Empfehlung gebe: das Astroscan von der Firma Edmund Scientific (s. auch: bei ICS). Dies ist ein Minidobson mit 105mm Öffnung und einem unten kugelförmigen Tubus. Sieht eher wie eine Blumenvase als wie ein Fernrohr aus und wird von erfahrenen Sternfreunden immer nur so lange belächelt oder verspottet, bis sie dann doch mal durchschauen.

Das Astroscan bietet eine hervorragende Transportabilität und kommt ohne Montierung aus. Man kann die pfannenartige Basis auf ein Fotostativ aufschrauben oder einfach auf eine feste Unterlage stellen (Campingtisch, Motorhaube, Stuhl aus dem Hotelzimmer, Mäuerchen...). Die Bildqualität ist gut (zumindest mit geeigneten Okularen - das mitgelieferte 26mm RKE ist exzellent), aber für höhere Vergrößerungen (Planeten) ist es aufgrund der kurzen Brennweite nicht besonders gut geeignet. Du kannst die Saturnringe und Jupitermonde damit aber erkennen und noch einiges mehr. Wenn du es hauptsächlich auf Planeten abgesehen hast, dann vergiss das AS besser wieder.

Das Ding ist sehr robust und übersteht klaglos den unverpackten Transport hinter dem Rücksitz des Autos. Justieren kann und braucht man es nicht.

Aus meiner Sicht hat das AS einen wichtigen Vorteil gegenüber einem klassischen Einsteigerteleskop: du wächst nicht raus, weil du das AS als sog. Rich Field Teleskop (gemeint ist damit eine Optik mit großem Gesichtsfeld am Himmel) auch dann noch benutzen wirst, wenn du schon längst ein größeres Zweit- oder Drittfernrohr hast. Das ist jedenfalls bei mir so: das AS ergänzt hervorragend den 14,5"-Dobson. Auch um den Kindern mal schnell was zu zeigen ist es optimal. Wir haben unsere Beobachtung schon gemacht, bevor ich auch nur die Hälfte der Klamotten meines großen Dobsons aus dem Schrank und Keller geholt hätte.

Warum dann nicht einen großen Feldstecher kaufen? Der bietet doch auch "viel Gesichtsfeld"?! Das stimmt zwar, aber um so ein Ding ruhig zu halten, braucht man viel mehr Stativ oder Zeug als für das AS. Letzteres wird einfach hingestellt und fertig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Gruß,
Tom
 
Ich muß für mich jetzt mal einen kleine Zwischenbilanz ziehen.
Ich denke einen herkömmlichen Newton 114/900 werde ich rein aus Platzgründen nicht nehmen. Dobson scheidet sowieso aus und ein Linsenteleskop möchte ich eigentlich nicht.
Interessant finde ich die kompakte Bauweise der MAK.
Toll wäre ein Meade 90 ETX (oder so ähnlich.Die genaue Bezeichnung fällt mir gerade nicht ein) mit der GOTO-Steuerung, aber hier ist der Presi dann doch etwas arg hoch.
Ich denke, ich werde mich mal bei den bereits genannten günstigere MAK (Travelmak) umschauen. Das scheint mir für mich der richtige Kompromiß von Qualität und Baugröße zu sein.
 
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