Klimatisierung für Newtonteleskop

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Robert_Lieboch

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Hallo Profis.....

Ich habe seit ein paar Monaten mein neues f3,8 Newtonfernrohr in Verwendung.

Alles läuft super, jedoch ist das Gerät durch das schnelle Öffnungsverhälntnis sehr fokuskritisch.

Die Sternwarte ist gut isoliert aber trotzdem hat es bei Sonnenuntergang etwa 3 Grad mehr gegenüber der Außentemperatur, die sich ja gerade in dieser Zeit schnell reduziert.

Nach ca. 1 Stunde ist die Temperatur vom Spiegel zum Umgebungstemperatur auf ca. 2 Grad Celsius. Also frühenstens dann kann ich einigermaßen gut arbeiten.

Meine Absicht geht dahin, die Sternwarte, so ähnlich wie die großen Observatorien, zu klimatisieren.

Da ich keinen Netzanschluss habe, muss ich mit dem Strom (2 größere 12 Voltakkus mit ja 200Ah) sorgsam umgehen.
Also kommt eine Standartklimaanlage, die die ganze 3 x 3m Sternwarte zu kühlen nicht in Frage.

Hat jemand einen Idee wie man ein Aggregat - ähnlich wie ein Kühl oder Gefrierschrank in die Spiegelabdeckung einzubauen.
Oder gibt es eine fertige "Platte", die sehr kalt wird?


Im Netz habe ich diesbezüglich nichts gefunden.

Getestet habe ich die 12 Volt Kühlschränke....
Dort könnte man den Deckel toll über den Hauptspiegel bringen, jedoch ist die Kühlleistung dieser Peltierelemente (45 Watt) viel zu klein. Auch nach 1 Std. nur minus 0,1 Grad am Hauptspiegel.

Ich würde diese Agregat dann über ein Fernschaltmodul per Handy aktivieren, sodass nach angemessener Zeit der Spiegel die zu erwartendes Nachttemperatur hat.

Eine andere Idee wären evt. dieses Ding mit Kühlakkus oder ähnlich zu realisieren. Aber das ginge natürlich nur mit persönlicher Montage.
Vorteil >> kein Energieverbrauch auf der Stw.
Nachteil>> geht nicht per Fernschaltung.

Also, wer hätte eine Idee????

LG
Robert
 
Hallo Robert
Aus meiner Zeit als PC-Kühlungs-Freak kann ich dir da sicher helfen. Wie du schon festgestellt hast ist die Kühlleistung von Peltierelementen relativ gering und der Stromverbrauch hoch. Die effizienteste Art zu kühlen ist mit einem Klimakompressor, der verbrutzelt aber auch einiges an Strom.
Ausserdem wäre es sicher Sinnvoll die Wärme nach aussen abzuführen!

Sag mal um was für einen Spiegel es sich handelt ((Durchmesser, Dicke) oder Gewicht und Material) und ich berechne dann mal wieviel Energie überhaupt wegtransportiert werden muss, dann schauen wir welche Kühlmethoden dazu am besten in Frage kommen.

Grüsse
Tobiasz
 
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Hallo Robert,

hast Du denn schon Versuche gemacht, z.B. nur den Newton mit einer effektiven, saugenden Lüftung zu versehen und gegebenenfalls noch eine überlange Tau-/Streulichtkappe einzusetzen, um die Öffnung aus dem "Smog" der Warte heraus zu bringen.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Zusammen

eine Klimaanlage braucht nun mal viel Strom.

Eine alternative wäre einfach für einen sehr guten
Luftaustausch mit Lüftern zwischen Außen und Innen zu sorgen.

In Verbindung mit 2 Temperatursensoren für Außen und Innen
und einer kleinen Siemens Logo SPS kann dann automatisch und oder teilweise manuell eine Steuerung realisiert werden.

viel CS
Larry

 
Hallo Freunde,

Vielen Dank für die guten Ansätze

>> Tobiasz
Klimakopressor klingt gut.
Es ist ein Spiegel mit 368mm Durchmesser und einer Stärke von 50mm glaub ich.Laut Berechnung 12kg.
Material Pyrex.

Rund um den Spiegel ist ein ca. 40cm breiter Alublechring.
Der bis zum tragenden Mittelteil reicht - von dort geht dann die Lichtsocke weiter.
Dort könnte ich die "mobile" Kühlung aufbauen - anbringen - oder einhängen....

>> Günther
Einen Ventilator mit 120mm Dm habe ich, der ist aber nicht sehr stark dimensioniert. Eine riesige Taukappe kommt nicht in Frage, da ich manchmal mit Wind konfrontiert bin und das große Fernrohr schon selbst eine große Angriffsfläche bietet.

>>Larry
Sobald ich die Sternwarte geöffnet habe, ist viel frische Luft vorhanden und das QSC System ist denke ich genau, was du meinst.
Eine Variante wäre eine kleine "normale" Klimaanlage. Hier stellen sich 2 Fragen:
Ist es effizient die ganze Stw. zu kühlen, wo eigentlich nur der Spiegel zu warm ist?
Bis zu welchen (minus) Temperaturen kann ich das Ding betreiben. Im Winter wäre es ja auch nicht unwichtig.

LG
Robert
 
Okey, die spezifische Wärmekapazität (c) von Pyrex soll 0,75 [kJ/(kg•K)] sein, das bedeutet um 1kg Pyrex um 1°C zu erhitzen, braucht man 750 Joule (funktioniert natürlich auch umgekehrt).
Die abzuführende Leistung ist als P = (c * m * /\t)/T
Bei c = 750, m = 12kg, /\t = 2°C und T = 3600s gibt das 5W.
Unter optimalen Bedingungen (Spiegel vollständig Isoliert, optimale Wärmeübertragung) hätte dein 45W Peltier also rund 7 Minuten gebraucht um den Spiegel um 2°C zu Kühlen. Ich bin mir aber fast sicher das mit 45W nicht die Qcmax gemeint ist, sondern der Verbrauch. Das Teil kann also wohl eher was in der Richtung von 20W Pumpen. Hinzu kommt der extrem ineffiziente weg über die Luft.
Man könnte natürlich jetzt alle Parameter einbringen (Wärmeaustausch an der restlichen Oberfläche, Wärmeübertragung innerhalb des Spiegels etc.) aber ich denke das ist hier nicht zielführend. Wir wissen ja jetzt um welche Grössenordnung es sich handelt. Meiner Meinung nach ist ein Klimakompressor für diese Anwendung übertrieben und ein Peltierelement optimal, da es sich einfach Steuern lässt.

Meine Idee wäre es, den Spiegel (wenn er nicht im Betrieb ist) zu isolieren z.B. mit ein paar Styropor Platten und an die Unterseite ein (oder mehrere) Peltierelement zu befestigten. Ein paar Stunden vor der Beobachtung wird der Spiegel runter gekühlt. Mit einer halbwegs intelligenten Steuerung könnte man gleich berechnen mit welcher Leistung gekühlt werden muss, um zum gewünschten Zeitpunkt die gewünschte Temperatur zu haben. Am Schluss muss die Kühlleistung stark gedrosselt werden, damit es kein Temperaturgefälle innerhalb des Spiegels gibt! Hierzu wieder eine kleine Rechnung… Die spezifische Wärmeleitfähigkeit von Pyrex beträgt 1,13 [W/(m*K)], bei 2°C Unterschied können also vom Kern zur Aussenfläche (25mm) nur 0.0565 W (also Joule pro Sekunde) transportiert werden.

Der Aufwand ist aber nicht gerade gering, besonders Problematisch sehe ich die Befestigung des Peltiers am Spiegel plus Kühlkörper. Genial wäre eine Spiegelzelle welche das ganze aufnimmt und mit leichtem Druck an den Spiegel anpresst.

Grüsse
Tobiasz

 
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Hi,

bezüglich Peltierkühlung habe ich mal was von einem Australier gelesen, der seine Spiegel so kühlt.
Habe den Link aber jetzt nicht zur Hand.

Grüße
Michael
 
Hallo Tobiasz
Vielen Dank, aber trotzdem scheint mir der Aufwand zu hoch....

Was haltet ihr von einer Teleskopabdecktung, in die z.B. 4 große Kühlakkus eingeschoben werden.
So was wie Fächer aus Alu......
Die Kühlakkus würde ich z.B. auf -20 Grad abkühlen und dann gleich, wenn ich zur Stw. komme, reinstecken.

Kannst du mir evt. sagen, ob das was bringt.
Wenn ich in ca. 45min den Spiegel um ein paar °C runterbringe wäre es einfacher und in meinem Fall energieeffizient.

>> Michael.
Wenn du den Link hast, würde ich gerne nachschauen...
Aber ich glaube, dass das elektrische doch nicht realisierbar wäre.

LG
Robert
 
Hallo Robert,


folgende Lösung wäre recht einfach: ein Tubusdeckel der den Tubus vorne verschließt wird mit einem Loch versehen durch das mittels Schlauch kalte Luft von außerhalb der Sternwarte angesaugt werden kann. Vor den Schlauch müßte man ein Sieb oder feinmaschiges Gitter einbauen gegen Wühl-, Fleder- und sonstige Mäuse. Der Auskühlvorgang sollte sich so zumindest erheblich verkürzen lassen wenn Du den Lüfter ferngesteuert einschaltest.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Robert,

eventuell gibt es noch eine Lösung: Verdunstungskälte.

Es gibt als Autozubehör Klimageräte, die mit dieser Technik
die Innentemperatur im KFZ absenken sollen.
Ich kann aber nichts über die Leistung sagen, ich habe nur irgenwann mal in einem Prospekt davon gelesen.

Viele Grüße, Roland
 
Hallo Roland,
das war auch mein erster Gedanke, im Prinzip ist es genau das was in einem Klimakompressor passiert. Es gibt aber auch offene Varianten. Bei den PC-Wasserkühlungen sprachen wir von "Bong-Kühlern" weil der Verdampfer halt aussah wie eine Bong, im Prinzip war es aber nichts anderes als ein miniatur Kühlturm a la AKW. Hier ein Beispiel: http://www.pcmasters.de/forum/alternative-kuehlmethoden/22954-bong-wasserkuehlung.html
Dafür wird dann aber ein kompletter WaKü (Wasser Kühlung) Kreislauf benötigt und bei der geringen Menge von Energie ist es viel einfacher mit Peltieren zu arbeiten. (Bei ner anständigen Wakü, die CPU, GPU, Chipsatz und Festplatten kühle, waren da locker über 300W!!!)

Wie aber Robert schon gesagt hat, auch die Peltier Variante ist sehr aufwändig. Die Idee mit dem Kühlbeuteln wird sicher funktionieren, hat aber den Nachteil das sie nicht über Remote gestartet werden kann.

Eine Idee hätte ich noch. Die Verdunstungskälte direkt vom Spiegel abziehen! Ein starker Lüfter bläst gegen die Spiegelrückseite und gleichzeitig wird fein vertaubtes Wasser aufgetragen (so wie die Fensterputz-Sprühdinger) damit würde sich der Vorgang massiv beschleunigen. Eine einfache Demonstration: Handrücken ablecken und man merkt schon wie es etwas kühler wird, wenn man jetzt aber drauf pustet, kühlt sich die Stelle massiv runter! Diese Technik wird ausserdem bei verschiedenen Turbo Motoren verwendet (ich glaube sogar einer der Impreza WRX STI hatte das Serienmässig, ansonsten trifft man das im Motorsport an) dabei wird bei hoher last Wasser auf den Ladeluftkühler gersprüht, die Verdunstung führt zu einer vermesserten Kühlleistung was zu einer kälteren Ladeluft und schlussendlich zu mehr Leistung führt.

Grüsse Tobiasz
 
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Hallo Robert,

ich denke fast, ein guter, dünner Zerrodur oder sital Spiegel könnte günstiger, mit weniger Aufwand und mit höherer Sicherheit das Problem lösen.
Solche Spiegelträger "arbeiten" während des Temperaturausgleichs so gut wie gar nicht, während z.B. Pyrex in der Phase wo es um schnellen Ausgleich und oder hohe Temperaturunterschiede geht, fast extremer arbeitet als z.B. BK7. Das geht allerdings relativ schnell und die Abbildungsleistung wird viel schneller besser und gut als bei BK7.
Sehr wichtig bei Pyrex ist, dass der Glasklotz auch hier nicht übermäßig dick sein darf. Ich erinnere eine Nacht mit stetig sinkenden Temperaturen, in der ein sehr guter
12,5" GAT Spiegel aus Pyrex trotz Hinterlüftung (3 PC-Lüfter) einfach nicht in den optimalen Bereich kam. Der Spiegel war aber auch über 2" dick.
Das leitet zu der Tatsache über, dass eine Lüftung auch ihrem Job machen muss und das ist längst nicht bei jeder Konstruktion gegeben.
Von hinter dem Spiegels saugend, durch den Tubus und mit möglichst offener Spiegelzelle sowie möglichst dichtem Tubusabschluss sind Grundvoraussetzungen. Ein anfangs hoher Luftdurchsatz der später heruntergeregelt werden kann ist wünschenswert, ein möglichst vibrationsfreier Lauf des Lüfters und zusätzliche Entkoppelung vom Tubus (doppel hält besser) Pflicht. Hochfrequentes Bildzittern kann auch von einem untauglichen Lüfter kommen und sieht Seeing nicht mal unähnlich.
Weiterhin ist auch/und gerade in einer Sternwarte ein gedämmter Tubus (auch Isotubus genannt) eine Überlegung wert. Moderne Tuben sind häufig zu eng und Metalltuben leiten die Temperatur sehr gut. An der Oberseite, zum Himmel hin, wird der Tubus sehr schnell kälter als an der Unterseite und der zwangsläufig in Gang kommende Austausch kalter und warmer Luft im Tubus wirkt sich ohne oder bei unzureichender Lüftung sehr schnell im Strahlengang aus.

Vor einen neuen Spiegel und/oder Klimaanlagen und Spiegelkühlungen würde ich die Überprüfung solcher günstigen Lösungsansätze stellen.
Im übrigen hat auch ein zu tief heruntergekühlter Spiegel die gleichen Probleme wie ein zu warmer Spiegel. Das Tubusseeing bessert sich nur durch Fremdkühlung nicht dauerhaft, das lokale Seeing in und über der Sternwarte könnte sogar negativ beeinflusst werden.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

machen wir da nicht einen Denkfehler?
Was ist das Ziel? Den Spiegel auf genau die Umgebungstemperatur bringen und zu halten und das auch noch möglichst schnell.
Eine Kältemaschine ist da sicher nicht der richtige Ansatz. Die macht die Außenluft doch noch kälter und damit auch den Spiegel erst einmal zu kalt. Und was noch schlimmer ist, auch zunächst nur auf einer Seite, was auch wieder nur Verspannungen bringt. Und wie soll die Regelung einer solchen Kühlung aussehen. Man müsste an mehreren Stellen, auch auf dem Spiegel (!) sehr genau messen. Sorry, wie soll man das als Amateur unter Kontrolle bekommen?

Die ganze Sternwarte kühlen? OK,damit verschaffst du dem Spiegel, wenn du früh genug einschaltest, einen gewissen Vorsprung. Aber diese Kühlgeräte brauchen ne Menge Strom.

Ich finde ja, die einzige Methode ist die des saugenden Lüfters hinterm Spiegel oder, wenn's schnell gehen soll, noch einen drückenden an's obere Tubusende. Der wird dann zum Beobachten natürlich entfert ;) .
Aber manche Dinge dauern eben.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
Hallo Andreas

So wie ich das sehe, ist das Problem das die Temperatur in der Sternwarte der Aussentemperatur hinterher hinkt, genau so wie der Spiegel der Sternwartentemperatur, wenn jetzt die Sternwarte geöffnet wird, passt sich die Sternwartentemp sehr schnell der Aussentemp an, weil einfach die Luft ausgetauscht wird. Der Spiegel kann das leider nicht so schnell, ausserdem Speichert dieser auch relativ viel Energie. Das ziel wäre allso den Spiegel schon viel früher (vor der öffnung der Sternwarte) an die Aussentemperatur anzupassen, so das wenn Robert die Sternwarte öffnet, schnell alles bereit ist.

Und wenn man eine so hochtechnisierte Lösung wählen würde, wäre auch das Messen der Spiegeloberfläche kein Problem, gibt ja kontaktlose IR-Messgeräte. Aber so eine Lösung wurde ja schon ausgeschlossen, es ging mehr um das Prinzip der Machbarkeit.

Grüsse
Tobiasz
 
Hallo Tobiasz,

ist schon klar, bliebe eigendlich nur die Vorkühlung der Sternwarte zusammen mit dem Tubuslüfter. Technisch kein Problem und nicht unnötig kompliziert. Nur den Spiegel zu kühlen ist wie gesagt nach meiner Einschätzung kontraproduktiv.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
Hallo Leute,

für diesen Ansatz bliebe, ergänzend zu dem was ich vorher schon schrieb, ein an das Teleskop öffnungsseitig angeschlossener Klimaanlagenschlauch der aus der Sternwarte herausführt und hinter dem Teleskop ein Lüfter mit der für die geforderte Saugleistung bringt, um Die Luft auch von außen, durch das Teleskop anzusaugen und hinten abzuführen.
Nach dem Öffnen der Sternwarte wäre der Schlauch zu entfernen und der Lüfter auf ein erträgliches Maß herunter zu regeln.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Günther,

und das Fliegennetz oder noch besser den Pollenfilter davor nicht vergessen. Einfacher gehts nicht, das muß ich zugeben.

Gruß und klaren Himmel
Andreas
 
Hallo Andreas,

in der Größenordnung dürfte ein Filterchen nicht schaden. Ich ventiliere meine Newtons grundsätzlich schon seit Jahren und kann keine übermäßige Spiegelverschmutzung gegenüber "Nichtventilierern" feststellen.
Meine Newtontuben sind gedämmt und innen mit Velours ausgekleidet. Seit ich saugende Lüftung einsetze tauen die Spiegel nicht mehr zu, selbst auf der nassesten Wiese bei Teleskoptreffen nicht, wenn runum geflucht, FS umklammert werden und gefönt wird.
Das erspart reichlich Wasserflecken und festgebackenen Staub/Pollen. :cool:
Außerdem schaue ich nie mit Beleuchtung von vorne auf den Spiegel.
Das schont die Nerven. :/

Gruß
*entfernt*

Edit: Schreibfehler Newtonstuben :D verbessert
 
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Vielen vielen Dank an alle Sternfreunde.

So soll ein Forum arbeiten!!!

Also nun verstehe ich, dass es nicht wirklich sinnvoll (einfach)ist, nur den Spiegel alleine zu kühlen.

Wie sieht es mit einer kleinen mobilen Klimaanlage für Wohnmobile ect. aus??
Solche gibt es evt. aus dem Campingbereich.
Ich habe jedoch bedenken, dass diese nur beim "sommerlichen " Temperaturen arbeiten und im Winter kaputtgehen>> einfrieren.(außerdem eine Menge Strom benötigt, die ich kaum bereitstellen kann)

Sital wäre natürlich auch super, aber jetzt nicht sinnvoll, da mein jetziger von Alluna erst ein paar Monate alt ist.

Ein Vereinskollege hatte unlängst auch einen tollen Ansatz:
Ein verzinktes Metalllüftungsrohr in "einer gewissen" Tiefe und Länge in der Erde vergraben und damit kühle Luft in die Stw. zu bringen. Würde kaum Energie verbraten und würde evt. per remote mehrere Stunden (12?) vorher aktiviert werden, oder sowieso immer aktivert mit Differenzschaltung).
Die Frage ist, ob auf diese Weise die tagsüber recht warme Luft auf ewta Abendtemperatur abgekühlt werden kann >> der Boden so kalt ist. Eine Höhle wäre was zum Kühlen:-)

Würde mich über weitere Tipps bedanken.

Liebe Grüße
Robert
 
Hallo Robert
Wenn es ein Klimanalge sein sollte, dann umbedingt eine mit Kompressor. Ausserdem sollte es keine Splitanlage sein die mit Wasser läuft (wegen dem Gerfrieren). Das grösse Problem ist, das alle mir bekannten günstigen Anlagen, für dem Sommer programmiert sind, d.h. es lassen sich nur Temperaturen zwischen 16°C und 24°C (oder so) ähnlich einstellen. Bei tiefer Aussentemperatur kann so ne Anlage natürlich auch tiefer kühen. Die Hardware ist da nicht das Problem, sondern die Software.

Die Idee mit dem unterirdischen Rohr ist zwar gut, aber auch etwas Aufwändig... ;) Ich würde mal ein paar Sondierungsbohrungen vornehmen und über ein paar Tage die Temperatur in verschiedenen tiefen Messen, um festzustellen wieviel es bringt und wie tief man graben müsste.

Grüsse
Tobiasz
 
Hallo Robert!

Um sinnvoll auf deine Eingangsfrage antworten zu können, bräuchte man erst einmal ein paar Infos, wie deine Sternwarte überhaupt aufgebaut ist.

Geht man z.B. von einer Rolldachkonstruktion aus(weit verbreitet) wäre die erste sinnvolle Idee, das Dach und unter Umständen alle sonnenzugewanten Seiten mit silberfarbigen Trapezblech zu verkleiden. Die Farbe reflektiert das Sonnenlicht und das Trapezprofil sorgt für eine Unterlüftung des Bleches. Die Schindeln müssen dafür nicht erst entfernt werden, das Profil läßt wasserdicht darauf verschrauben.
Die nächste sinnvolle Idee wäre das einbringen von großen Löchern auf der sonnenabgewanten Seite sowohl unmittelbar über den Boden als auch unmittelbar unter dem Dach um den Kamineffekt auszunutzen. Falls der Boden der SW mit Brettern verkleidet ist, sollten auch da ein paar Löcher rein, der Boden darunter ist um einiges kälter als die Innenluft.

Ich habe das bei einem Bekannten schon gemacht, war zwar nur ein Gartenhaus und keine SW, es war allerdings nachher tagüber um einiges kälter drinn als draussen.

Wie aber schon erwähnt, es bringt nicht viel rumzurätseln, wenn man nicht weiß, wie deine SW aufgebaut ist.

Grüsse,
Matthias
 
Hallo Tobiasz
Ich dachte bereits daran ein Aggregat von einem Gefrierschrank (nur das Aggregat) zu kaufen, aber so was habe ich noch nicht gefunden.

Hallo Matthias
Dein Ansatz ist sehr gut.
Im Idealfall würde die Stw. tagsüber innnen nicht wärmer, was natürlich nicht zu 100% möglich ist, aber trotzdem.

Auf meiner Webseite findest du einiges zum Aufbau der Wände.
http://www.astrofotos.at/cms/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=7&Itemid=33


Um das Verhalten Innen - Aussentemperatur zu studieren, müsse ich zwei Temperaturdatenlogger kaufen.

So einen;
http://www.conrad.at/ce/de/product/...nid=F504F1A59AC52941EC9DF268B72E09CC.ASTPCCP2

Bis jetzt habe ich die 100,- nicht investieren wollen, da ich es ja nur einmal benötige. Wenn es jedoch um die Isolierung geht, dann komme ich bestimmt nicht drum herum.


Die Sache mit der Lüftung über / durch den Boden dürfte auch nur wenig bis keien Erfolg bringen, da die Temperaturen in ca. 1 Meter Tiefe noch zu hoch sind, um wirklch zu kühlen. (ca. 15 Grad Celsius im Jahresmittel)

Danke für weitere Rückeldungen.

LG
Robert
 
Zitat von Robert_Lieboch:
Hallo Robert:

Ich fürchte, dass jede Art von forcierter Kühlung die Probleme verschärft, da sie nämlich ortsabhängige Temperaturunterschiede erzeugt, und genau die will man ja vermeiden, damit keine Luftschlieren entstehen!

Mein Idee zu dem Thema habe ich in Form eines völlig offenen Teleskops mit Aufstellung im Freien (keine Umbauung!) verwirklicht. Damit bekomme ich in der kürzest möglichen Zeit einen Temperaturausgleich der Optik mit der Umgebung. Das Teleskop selbst und insbesondere die Frage des Temperaturausgleichs findest Du hier ganz ausführlich erörtert.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan

Die Kühlung (Differenz) wäre ja nur am frühen Abend vorhanden und sollte gerade so sein, dass bei Start der Belichtung keine Differenz mehr ist.
Sonst hinkt natürlich alles hinterher.

Ich machte mich diese Tage schlau und kontaktierte ein Firma für Kühlanlagen.

Anlage hätte ca. 1000 - 1500 Watt und würde ca. 2500 Euro kosten. Diese arbeitet aber auch bei Minusgraden gut, was bedeutet, dass auch im Winter die richtige Temperatur vorhanden wäre.

Also mit kleiner Solaranlage und 12 Volt Batterien läuft da nix mehr.

Ich müßte mal auf jeden Fall eine 220 Volt Leitung verlegen.

Eine Frage hätte ich zum Trapezblech, das Matthias angesprochen hat.
Ich finde diese Idee nämlich sehr gut.
Welche Farbe würde sich hierfür am besten eignen?
Weiss oder silber???
Du meinst silber.


LG
Robert
www.astrofotos.at
 
Zitat von Robert_Lieboch:
Die Kühlung (Differenz) wäre ja nur am frühen Abend vorhanden ...
Hallo Robert,

oftmals fällt die Außentemperatur nachts über viele Stunden bis zum frühen Morgen, und mancher Beobachter berichtet, dass das Tubus-Seeing in seinem Teleskop gar nicht zur Ruhe kommt. Deshalb benutzen ja Beobachter und - vor allem - Fotografen in zunehmendem Maße aktive Lüfter. Kühlaggregate werden aber - sicherlich aus gutem Grunde - nicht eingesetzt!

Wie wäre es denn, wenn Du für Deine Sternwarte (Umbauung) einfach einen oder mehrere großräumige Ventilatoren einsetzt, die den Innenraum mit der Außenluft "durchspülen"? Damit solltest Du eine bestmögliche ANGLEICHUNG der Temperaturen erreichen. Kühlaggregate jeglicher Art würden in jedem Falle zusätzliche thermische Unruhe in den Raum bringen.

Gruß, Jan
 
Hallo Kollegen

Ich melde mich wieder mit kleinen Neuigkeiten.....

Ich habe nun am Boden einen 12 Volt 25 Watt Lüfter (125mm) montiert - der bläst ganz schön!!!!

Gleichzeitig saugt ein ähnlicher im Giebel die warme Luft nach außen.

Die Luft, die von unten kommt ist wirklich wesentlich kühler.

Des weiteren werde ich demnächst einen weiße Trapezbleche mit ausreichend Hinterlüftung.

Ich denke, dass diese Maßnahmen eine wesentliche Verbesserung bringen.

LG
Robert
 
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