Koma-Korrektor Inkompatibilität

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Xeos172

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Guten Tag,

ich habe mir gerade eben einen Koma - Korrektor (Baader MPCC Mark III) gekauft und wollte ihn schon voller Vorfreude einbauen, jedoch musste schnell feststellen, das dieser nicht Kompartibel mit meinen Teleskopequipment ist. Mein Teleskop hat einen 2 Zoll Okularauszug, dort konnte ich den Korrektor bereits einbauen, das war kein Problem. Das Problem ist das M48/T2 Gewinde am Ende des Koma-Korrektors. Dieses kann ich nicht an meinen 2 Zoll auf 1,25 Zoll Reduzierstück anbringen. Welche passenden Adpater gäbe es dafür? An den 1,25 Zoll Adapter kommt übrigens meine Velox 178C als Kamera. Ich wäre für jede Hilfe sehr sehr dankbar, da ich nicht schon wieder was falsches kaufen möchte.

Beste Grüße und klare Nächte,

Mario

Koma Korrektor: Baader MPCC Mark III - Multi Purpose Newton Coma Correktor
2 Zoll zu 1,25 Zoll Reduzierstück: Omegon 2'' Adapter mit Reduzierstück 1,25''
 
Der Adapter hat unten M48 Gewinde. Beim MPCC kannst Du den Konterring und den eingeschraubten M48 auf T2 Gewindeadapter entfernen und Du hast das passende Gewinde (siehe Handbuch MPCC III, letzte Seite)

Dann wäre da noch der Arbeitsabstand des MPCC III mit 55 bzw 57,7 mm zwischen Endring und Kamerachip zu beachten. Wie Du das sauber realisieren kannst mit der Kamera ist mir gerade noch ein Rätsel.

CS, Ralf
 
Hi Ralf, danke für die Antwort. Meinst du also, dass ich einen Fehlkauf mit den Koma-Korrektor gemacht habe?
 
Nein, der MPCC III ist ein guter, preisgünstiger Koma-Korrektor für F5, F6. Bei F4 würde ich schon was anderes nehmen.
Ob er bei dem kleinen Chip der 178MC überhaupt notwendig ist, ist allerdings fraglich. Für größere, sicher kommende Sensoren bist Du damit aber auf alle Fälle gewappnet.
 
Mit so etwas kannst du T2 auf 1.25" adaptieren:

Um aber auf 55mm zu kommen, brauchst du noch eine T2-Verlängerung. Allerdings dürfte es wie schon geschrieben vermutlich wirklich auch ohne des MPCC gehen.
 
Eine eben solche Klemme, allerdings ohne Microfokus hat Mario ja bereits.

MPCC III zurücksenden wenn Du kannst oder für eine Kamera mit größerem Sensor aufheben. Eine APS-DSLR hat verglichen mit der 178er einen riesen Sensor für kleines Geld, muss ja nicht gleich eine gekühlte APS-C Astro-Cam sein.

astronomy_tools_fov (1).png


Da braucht es dann auf jeden Fall den Komakorrektor.

CS, Ralf
 
Da wurde ich wohl falsch von Astroshop beraten. Die meinten, ich würde diesen Koma-Korrektor zwingend für die Astrofotografie mit der Velox 178c benötigen. Das ist jetzt aber nicht so schlimm, da ich sowieso früher oder später auf eine professionellere Astrokamera mit einen größeren Sensor umsteigen werde. Die meisten gekühlten Astrokameras verfügen ja über einen T2 Anschluss, dann sollte das irgendwann mal problemlos funktionieren. Vielen Dank für die Ratschläge/Tipps, ihr habt mir da sehr weitergeholfen.
 
Zwingend brauchen ist etwas Toleranzsache ... Bei F4 zwingend ... bei F5 und dem kleinen Chip ... ich würde es ausprobieren: Einfach eine 20s Belichtung ohne Komakorrektur machen und die Sterne in den Ecken und im Zentrum anschauen. Sind die im Zentrum punktförmig und die in den Ecken auch, alles gut, lass den Komakorrektor weg. Sind die in den Ecken leicht gebläht oder zeigen erste Einflüsse von Koma frag Dich ob Du das tolerieren kannst. Wenn die Antwort "Ja" lautet: Weitermachen, wenn "Nein" stürz Dich in die Adapterschlacht und schau, dass die Chipebene 55 bzw 57,5 mm hinter dem Komakorrektor landet. Die Chipebene ist auch seitlich an der Kamera gekennzeichnet mit einem Kreis mit Strich durch. Der Strich ist die Lage des Sensors.

Ich hab meine ersten Astrofotos mit einer Vollformat an einem F4 Newton gemacht, ja da war Koma am Rand und auch Vigniette, aber war schon okay, den Rand etwas getrimmt und es gab schöne Fotos! Alles eine Frage was man selbst tolerieren kann. Glaub mir, das wird mit der Zeit weniger ;)

CS, Ralf
 
Ich habe vor ein paar Wochen den Adlernebel fotografiert. Dort habe ich mit 100 Sek. belichtet, was nicht Optimal war, da die Sterne wegen der Nachführungenauigkeit nicht ganz rund sind. Ich müsste das mal mit 20 Sek. probieren, dann sollte man mögliches Koma definitiv sehen können. Ich hab das Foto von der Aufnahme trotzdem mal beigefügt. (War mein 2. Deep Sky Objekt, ist nicht sehr gut geworden, ich weiß)
Adlernebel fertig.png
 
Ich find es jetzt gar nicht mal so schlecht. Hatten wir ja schon im anderen Thread, Gain nicht so hoch und dann eher mehr kürzere Belichtungen.
Koma an den Bild zu beurteilen fällt schwer, Sterne sind definitiv verzogen, aber dafür gibt es noch andere Ursachen: Nachführung, Justage, Verkippung usw.
Mit Ruhe und Bedacht abklappern und einstellen, das wird schon! :cool:

CS, Ralf
 
Danke, das denke ich auch. Übung macht den Meister. Bei meiner nächsten Aufnahme wirds dann interessant mit den Koma. Vielen Dank, ihr habt mich einen Meilenstein mit der ganzen Koma-Geschichte weitergebracht.

Mit vielen Grüßen, Mario ;)
 
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