Re: Komet C/2015 F3 SWAN
Hallo zusammen,
Sterne bis +10m3 im Zielgebiet konnte ich einwandfrei sehen, SWAN muß also lichtschwächer sein.
Da sehe ich auch so wie Uwe. Wenn die Grenzgröße im Okular 10.3mag ist und der Komet nicht stellar, sondern eine gewisse Größe hat und diffus ist, kann er schon auch etwas heller sein und ist trotzdem nicht zu erkennen. Ist genauso wie wenn man den 10.3mag Stern unscharf stellt, dann ist er bei ausreichender Größe des Beugungsscheibchens nicht mehr zu sehen.
Bei meiner Beobachtung betrug die Grenzgröße im Okular übringens ca. 13.8mag-14.0mag.
Offensichtlich hätte ich bei der Beobachtung einiges besser machen können.
1.) Sollte man bei erheblichen Mondlicht nicht auf Jagd auf schwache Kometen gehen und wenn doch, dann keine genaue Schätzung erwarten
2.) Die von mir sehr gehaßte und so gut wie nie verwendete Lichtsocke würde genau in diesem Fall von streifend einfallendem Mondlicht doch erhebliche Vorteile bringen (eine Decke war mal die Lösung um im 18" bei Mondlicht die einzelnen schwachen Teile von Schwassmann-Wachmann zu sehen, das war im Frühling 2006 glaub ich)
Im letzten Winter gabs bei niedrig stehenden Vollmond im Rücken einen 10mag Kometen zu suchen, trotz klarem Himmel ohne Decke überhaupt keine Chance mit 24".
3). Habe ich vergessen, nach erfolgter Schätzung bei 320x und mit der improvisierten "Mondhose" nochmal das niedrigvergrößernde 26 Nagler bei V=100fach einzustöpseln, vielleicht hätte ich dann den Kometen in seiner ganzen Ausdehnung wahrnemen können. Meine Schuld.
Was glaubst du, wie froh ich war, als ich mein 12"-Gitterrohr los war. Gerade hier in der Stadt, wo's neben dem Mondlicht noch ordentlich Streulicht hat, kommt man ohne "Socke" nicht weit. Jetzt habe ich einen 10"-Dobson mit Volltubus - das ist doch irgendwie angenehmer
Ja in der Stadt (Innenstadtlage) hatte ich früher beim Planeten/Mondspechteln auch lieber Volltubus, wäre auch bei dem extremen Öffnungsverhältnis F/9 bei 19cm Öffnung auch kaum anders gegangen.
CS Mike