Komet 22P/Kopff

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UwePilz

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Heute morgen gegen 1h30 fuhr ich ins Dunkle, um 22P/Kopff zu sehen. Er steht im Wassermann, einige Grad östlich von Jupiter. Der Horizontabstand erreicht nur etwwa 20°, dort war die Durchsicht mies: fst um 4m0.
Mit meinem 12cm-Kometensucher war der Komet nur sehr schwer auszumachen. Bei 75x war der Himmel genügend abgedunkelt, um 22P gerade so sicher zu sehen war. Die Helligkeit bestimmte ich zu 10m4, der Durchmesser etwa 3 Bogenminuten.
Die Sichtbarkeitsbedingungen verbessern sich in den nächsten Wochen, weil der Wassermann mehr und mehr an den Abendhimmel rutscht. Vor allem hört der Wettlauf gegen die Dämmerung auf, den ich zu absolvieren hatte. Eine gute Horizontsicht ist aber auf jeden Fall nötig.
 
Hallo Uwe,

ja im Juli wird's dann besser mit Kopff...

Gruß
Lots
 
Hi Uwe,

hat mir doch keine Ruhe gelassen. Heute Morgen zw. 2:00 und 3:15 Ganymeddurchgang, Neptun sowie den Kometen beobachtet. Die Bedingungen waren alles andere als gut (Durchsicht). Seeing ordentlich. BB folgt noch. Gerät 72mm Megrez + 9mm Planetary. Der Kometen war nur indirekt (blickweise) als rundliche "unscharfes" Sternchen erkennbar. Helligleit + Größe natürlich nur schwer schätzbar. Würde ihn aber heller als die von dir vorgegebenen 10m4 ansetzen, eher 9m5-10m.

Gruß
Lots
 
Moin zusammen!

Ich hab letzte Nacht - wenn man das im Moment so nennen darf - zwischen 1 und 2 Uhr versucht, diesen Kometen zu erspähen. Instrument war mein 120 mm-Kometensucher. Als der auf die Fensterbank gewuchtet war, hatte ich schon den ersten Schweißausbruch. :schwitz:
Da ich erst warten mußte, bis es das Zielgebiet über das gegenüberliegende Häuserdach geschafft hatte, war noch kurz Zeit für Jupiter (schön mit allen Monden) und Neptun gemeinsam in einem Gesichtesfeld (40fach). Kurz danach bin ich also rüber-gestarhoppt zum Kometen Kopff. Die Sicht war gar nicht mal so schlecht, trotz Waschküche, aber der Himmel einfach zu hell, um irgendetwas definitives in dem Gebiet erkennen zu können (60fach). Das hatte also keinen Zweck, mir lief das Wasser den Rücken runter und so beendete ich das Elend.
Als ich dann kurz danach das Rollo runterziehen wollte, fielen mir extrem intensive NLC bis in große Höhen am Morgenhimmel auf.
Nachdem gestern Abend schon der Himmel großflächig rot-orange leuchtete, ist das Ganze wohl doch auf den Vulkanausbruch auf den Kurilen zurückzuführen gewesen. Siehe auch: http://www.spaceweather.com/
 
Hallo.

Schade, dass hier momentan Sendepause ist (Micha wat los?, bisher noch keine Kopff-Sichtung?).
Wie Dieter schon im Christensen-Blog geschrieben hat ist Kopff gar nicht so schwer auszumachen. Also ran an die Rohre!

Ich habs auch heute Nacht versucht und es klappte tatsaechlich mit 8".
Gen Sueden habe ich leider nicht die besten Beobachtungsbedingungen - die Schaetzung gestaltete sich daher als schwierig.
Hier mal meine Werte: Helligk. ~12mag, Koma 1-2', DC 3.

Anbei noch ein missgluecktes Foto:
Link zur Grafik: http://xs541.xs.to/xs541/09312/22p_kopff-a.de892.jpg
(Komet Bildmitte)


Gruesse
m.m.
 
Moin Maciej!

Danke für Deinen Bericht - immerhin! :super:

An Kopff hatte ich mich - wie zu lesen war - schon einmal versucht. Bisher waren aber die anderen Sichtungsberichte nicht gerade ermutigend (beste Schätzung +10,4 m von vor ein paar Tagen). Das Übel ist, daß ich in das Zielgebiet nur von meiner DG-Wohnung aus sehen kann. Da ich meinen 8"-Dobs schlecht auf die Fensterbank hieven kann, ist nicht mehr als der 120er Kometensucher drin. Im Grunde habe ich diesen Kometen bereits abgehakt, da er sowieso lichtschwächer wird. Ich leg es nicht drauf an, ihn jetzt noch mit aller Gewalt sehen zu wollen.

Außer Christensen und Kopff ist aber auch rein gar nix los an der Kometenfront. Es ist auch nix Weltbewegendes im Anmarsch, totale Flaute... ;( Das hatten wir selten in den letzten Jahren.
 
Hallo Kometenfreunde,

ja der Kopff, der bereitet mir etwas Kopfzerbrechen. Vergangene Nacht (28./29. Juli) früh am Morgen um 03:40 MESZ startete ich nochmals einen Versuch den Kometen visuell zu sichten - nachdem meine CCD-Aufnahme erneut das helle Zentrum zeigte. Dieses doch relativ helle Zentrum der Koma sollte doch einigermaßen gut visuell zu sehen sein. Doch diesmal konnte ich gar nichts ausmachen (am Morgen des 27. Juli konnte ich zumindest einen Hauch von einer sehr großen Koma ausmachen).

Beobachtet habe ich mit einem 8"-Schmidt-Newton f/4 bei 48 und 62-fach. Hier das Bild, bei dem sich auch ein sehr langer, sehr lichtschwacher Schweif bei genauem Hinsehen bis zum Bildrand zieht (auf 8 Uhr).

Link zur Grafik: http://dieter-schubert.astro-homepage.com/Kometen/22PKopff-29072009UT0130Web.jpg

Michael: Ja, die Flaute ist im Anmarsch, da wirklich nichts im Kommen ist. Meistens sind ja 10 -12 mag helle Kometen fast immer irgendwo, aber im Moment ist es wirklich Mau. Wir können nur auf Neuendeckungen hoffen...

Dieter
 
Zitat von winnie:
M

Außer Christensen und Kopff ist aber auch rein gar nix los an der Kometenfront. Es ist auch nix Weltbewegendes im Anmarsch, totale Flaute... ;( Das hatten wir selten in den letzten Jahren.

Flaute nenne ich das nicht. Christensen ist hell genug für jedes Instrument und in guter Beobachtungsposition während des ganzen Herbstes. *Ein* vernünftiger Komet, damit kann man doch zufrieden sein.

Gerade dieses Jahr sind kurzfristig helle Kometen aus dem Nichts aufgetaucht. Ich erinnere an C/2009 F6 (Yi-Swan) und C/2009 E1 (ITAGAKI). Vielleicht beschert uns der Himmel bald wieder so etwas.
 
Hallo Leute,

Michael:
>Außer Christensen und Kopff ist aber auch rein gar nix los an der Kometenfront. <

& Uwe:

ich denke Michael hat dahin gehend recht, wenn man davon ausgeht das dem Beobachter nur "kleine" Optik zur Verfügung steht. Mit meinem 16"er ist es zB. nie langweilig, da es immer genug "Futter" gibt. Auch wenn es dann nur Fuzzelchen mit 13-14 mag sind.

Ich fahre zB. demnächst in Urlaub und werde nur 8" oder 10" mitnehmen können.
Wenn ich so schaue: außer W3 und Kopff ist nicht mehr drin von DK aus ?) . Leider...

Ich würde momentan wirklich einen 8.5mag Kometen (W3) gegen 4x 10 mag´s tauschen :biggrin:


Gruß
Christian


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Leute,

1.8.09 , noch dunkler Himmel

10" Dosbon V 61x

Kopff war direkt als rundliches gleichmäßig helles Fleckchen sichtbar.

ca. 10.4mag, DC 1, Durchm 2`

Gruß
Christian
 
Hallo Leute,

22P von gestern Abend. Er zeigt einen kurzen Schweif.

15.8.2009, 22:45 UT
250/1502mm Newton + Canon 350D, 394s bei 800 ASA

Gruß
Christian

 

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Ich habe gestern den Kometen mit meinem 12 cm f/6 Refraktor beobachtet. Bei 40x sah ich nur indirekt ein 5' großes mattes, wenig kondensiertes Wölkchen vom 10m1 Helligkeit. Der geringe Horizontabstand erschwert die Beobachtung.
 
hallo Leute,

Uwe:
ich habe gestern ( 24.8 23h55 MESZ) auch auf 22P gehalten.

Standort : Fano/DK
Horizont diesig,

8" 1:4 Reisedobson, V 67x,
nahe Sterne bis 13.4mag waren gerade so indirekt erahnbar...
22P erschien auch nur rundlich und knapp indirekt.
Helligkeit war so für mich nicht zu schätzen.

Gruß
Christian
 
Hallo Kometenfreunde,

eine neue Beobachtung vom 30. August 2009 um 02:35 MESZ mit Schmidt-Cassegrain 254/1600 mm f/6.3 bei 94-fach.

Ich sah einen relativ großen, aber sehr schwachen, diffusen runden Nebelfleck, der nur zeitweise und bei indirektem Sehen einigermaßen gut zu Geltung kam.

Helligkeit 10.2 mag, Komadurchmesser 3.5', DC 2.

Uwe: Diesen schwierigen Kometen mit 12 cm anzugehen - mutig, mutig!!

Dieter

 
Hallo Leute,

1.9.09 1:05 UT , Mond ist untergegangen
Uranus erscheint direkt visuell sichtbar.
Grenzgröße im Peg besser als 6.0 mag.

22P
ist im 8" 1:4 Dobson , Zoom Okular , bei V 57x optimal
9.8mag, DC 2, Durchm ~2.5`
Der Komet erschien rund, flau, gleichmäßig hell , kaum kondensiert.

Gruß
Christian

 
Vorgestern (18.9.) gelang mir auf dem HTT eine Sichtung. Im Aufsuchokular war der Schweifstern nicht zu entdecken, aber bei 72x im 32-cm-Newton. Helligkeit 11m4, viel dunkelr heätte er nicht sein dürfen. Es zeit sich eine kaum kondensiertes, fats homogenes Wölkchen von 2.4' Durchmesser.
 
Neuer versuch, neues Glück: 22P ist schwer zu beobachten. Ich ermittelte fst um 4m7 in dieser südlichen Lage. In meinem 12-Zöller war er gearde eben zu sehen, auf den ersten Blick nur stellar. Auf den zweiten Blick sehr stark kondensiert (DC 7), m1=11m3, 3 Minuten groß.
 
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