Komet 32P Comas Sola

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UwePilz

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Auf dem HTT waget ich mich an diesen schwachen Kometen. Er steht hoch am Morgenhimmel, nördlich der Krippe. Gestern gegen 5°° war es gar nicht so schwierig, ihn in meinem 12-Zöller zu sehen. Ich bestimmte m1=12m4, d=1'.5, DC=2 bei 120x. Einen fächerförmige Aufweitung der Koma wies auf einen Schweif hin.
 
Hallo Uwe,

wunderbar, dass du ihn schon sehen konntest. Am Morgen kurz vor der Dämmerung gäbe es so viele Kometen zu sehen, wenn nur der Hochnebel hier nicht so hartnäckig wäre.

CS Mike
 
hallo Leute,

ich habe ihn auch gesehen :) :

26.9.2014, 4:55 MESZ, Losinj/ Kroatien
16" Dobson, V 192 und 226x
der Komet stand in "nur" 33° Höhe,
erschwerend im Zodiakalicht, ich will aber nicht meckern :/


~ 14.3mag, DC 2, Durchm 0.4`

Gruß
Christian
 
Glückwunsch zur Sichtung, Leute! :super:

Ein bißchen irritieren mich jetzt diese unterschiedlichen Helligkeitsschätzungen. Mit Uwes +12m4 hätte ich ja noch leben können und es in meinem Zehnzöller die Tage vielleicht auch mal versucht - aber die +14m3, die Christian zeitgleich schätzt, sind ja wieder weit weg davon...

Watt denn nu'? :gutefrage:
 
Hallo Christian,

Glückwunsch zur Sichtung, bei deinem Beobachtungsbericht schreibst du von Vergrößerungen von 192x und 226x. Jetzt frage ich mich, warum eigentlich zwei so ähnlich hohe Vergrößerungen, dass kann doch nicht so viel Unterschied ausmachen, oder doch?

CS Mike
 
hallo Mike,

doch, zum einen nutze ich das in meinen Augen
geniale SW 9.4mm ( V 192x ) und das LVW 8mm ( 226x)
Okular.
Ich arbeite mit beiden, da das LVW mit der höheren V
etwas mehr ins Detail geht das SW aber transparenter
ist und sogar mehr zeigt als das LVW.
Ich war die Tage bzw Nächte echt hin und her gerissen mir doch noch das SW 7.2mm zuzulegen. Mein für Planeten an geschafftes AP 7.5mm Okular ( kleines Gesichtsfeld aber sehr kontrastreich ) hatte ich leider zu Hause gelassen.
Denn mein nächster Schritt war das TV Zoom mit 6mm und schon 301x. Es lingt zwar nach Luxusproblem, aber gerade in diesem AP Bereich lehrt mich die Erfahrung bei Kometen & Galaxien sehr feinfühlig vergrößern zu müssen...

Gruß
Christian
 
Moin Christian!

> das in meinen Augen geniale SW 9.4 mm

Hm - was verbirgt sich dahinter? (Speers-Waler?)

Ich bin quasi ab von Glasbausteinen bei grenzwertigen Kometenbeobachtungen. Ich habe mir jetzt Meade-Plössl und einfachere TS-SPL angeschafft. Mehr Transmission geht fast nicht.
 
Ich habe mich hete noch einmal an dem Kometen versucht, im Zwölfzöller. Nur bei höherer Vergrößerung war überhaupt etwas zu sehen. Ich bin aber nicht sicher, ob ich nicht von einem feinen Sternpaar getäuscht wurde. Wenn nicht, dann ist m1=13m3, das ist ohnehin die Grenze meiner Möglichkeiten bei SQM=20,6.
 
Hallo Uwe,

Erwin und ich haben heute auch Comas Sola versucht zu beobachten. Trotz Anwendung aller erweiterten Mittelchen, wie Streulichtblende, hohe Vergrößerung, zweiter Beobachter :/ und ein halbe Größenklasse bessere Fst(5.5mag) wie bei letzten Mal(5.0mag),gelang wiederum keine eindeutige Sichtung auch nicht indirekt, obwohl vom Gefühl her würd ich sagen wenn der Himmel nur ein wenig besser gewesen wäre, vielleicht 0.3mag hätte es gereicht. Komet Ciffreo neulich war dagegen sehr viel einfacher, direkt zu sehen und eindeutig. Daher leider keine Sichtung von Comas Sola unsererseits.

CS Mike + Erwin
 
Keine visuelle Beobachtung (da fehlen mir die Möglichkeiten), nur eine kleine Anmerkung:

32P hat eine Bahnänderung erfahren und erreicht seit dieser Wiederkehr nur mehr 2.0AE Perihelabstand. Seit seiner Entdeckung 1926 waren es sonst immer etwa 1.8AE. Ursache war eine Jupiter-Annäherung 2007. (Quelle: K. Kinoshita http://jcometobs.web.fc2.com/pcmtn/0032p.htm)

Das müsste sich auswirken und eine Helligkeit von mehr als 14mag kommt so gesehen überraschend...

Gruß
Burkhard
 
Danke Burkhard,
für diesen Hinweis auf die veränderten Bahndaten und ihre Auswirkungen. Als erstes hab ich mir die aktuellen Bahnparameter vom minorplanetcenter heruntergeladen und geprüft ob wir überhaupt an der richtigen Stelle gesucht haben, dies war aber schon der Fall.
Dann habe ich überlegt wie hell der Komet höchstens sein könnte wenn er bei fast 5.5mag im 24" gerade nicht zu sehen ist und bin auf Grund von Erfahrungswerten von anderen Kometen auf etwa bestenfalls 14mag gekommen, eher noch etwas schwächer.
Dann bin ich auf die sehr umfangreiche und meist recht aktuelle Kometeninfoseite von Yoshida San "aerith.net" gegangen die eine Grafik der Schätzungen zeigt. Da fällt auf, dass die Schätzungen extrem auseinanderliegen. Die Schwächste liegt bei ca. 17mag, die Hellste bei ca. 12mag, die meisten allerdings liegen bei 15mag plus minus 1mag.
Dies passt gut mit meiner Annahme eines Wertes von bestenfalls 14mag zusammen und ebenfalls mit deiner Anmerkung bezüglich der Helligkeit bei geänderter Bahn, aber bei Kometen kann man eben nie sicher sein und das macht ja auch einen gewissen Reiz aus sie im Auge zu behalten...

CS Mike
PS Noch ein Umstand ist seltsam:
Yoshida hat in der vorausberechneten prognostizierten Helligkeit m1 einen Wert von ca. 14mag und schreibt, dass der Komet tatsächlich um 2 mag schwächer sei, gibt aber gleichzeitig eine aktuelle Beobachtung eines Sternfreundes von 14mag an. Das passt irgendwie nicht zusammen :gutefrage:
 
Guten Morgen,

Morgenstund-Kometenfund:

Comas Sola 32P 4- 5:00 MEZ vom Gaberl aus(1500m) bei 200x eindeutig und direkt trotz nur 5.2mag Himmel im 24"Dobs.
Helligkeit ca. 13.8mag
Durchmesser ca. 1.5`
Kondensation ca. DC3
Mein Komet Nr. 90

Kleiner Bericht:
"Morgenbeobachtungen haben ihren eigenen Reiz" schrieb vor einiger Zeit Uwe hier im Forum ganz richtig Die Ruhe und Stille über einem Nebelmeer, die nur einmal vom Streuwagen unterbrochen wurde, herrlich.
Ein sehr heller Stern ganz in der Nähe des Kometen hat so seine Vor und Nachteile. Das Starhopping ging dadurch sehr zügig, allerdings war es bei 100x notwendig den Lichtverschmutzer jenseits des Gesichtfeldrandes zu drängen. Wiedereinmal erwieß sich eine AP von 3mm(200x) also optimal fürs Beobachten schwacher Kometen. Was bei 100fach gelgentlich nur schemenhaft angedeutet ist, zeigt sich beim 200 fach viel einfacher, deutlicher und direkt. Noch mehr Vergrößerung liefert dann zwar noch mehr Hintergrundsterne, verbessert die Erkennbarkeit des Kometen aber nicht.
Da noch Zeit bis zür Dämmerung übrig blieb, probierte ich den noch schächeren Kometen Gibbs zu finden, da war aber nichts zu machen.
Auffällig gut war diesmal das Seeing was ein Blick mit dem 8mm Ethos in den Orionnebel dramatisch bestätigte.Feine farbige netzartige Strukturen erfüllten das Gesichtfeld.
Diesmal keine Tiere am Rande der Straße gesichtet. Nur wiedermal ein Besoffener in dunkler Kleidung mitten auf der Straße. Wochenende halt. :/

CS Mike
 
hi, gratuliere zum 90er! :respekt:
Ich hänge ja noch beim 80er fest. Aber selber schuld, warum bin ich nicht ebenfalls in aller Frühe von der Nebelhölle auf den Berg gekurvt.
cs. Erwin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke Erwin,

jetzt habe ich auch eine Erklärung warum Richtung Osten am Gaberl die Grenzgröße gegenüber der Meranstraße gesunken ist:
Es gibt einen neuen Lichtverschmutzer:
Die Burgruine Klingenstein ist nun fertig renoviert und wird mit auf bis zu 85 Grad steil stehenden, zahlreichen Scheinwerfern angeleuchtet :smiley64: :smiley64: :smiley64:
Das kostet ca. 0.6 - 0.8mag!
Wird Zeit sich wieder ein neues Plätzchen zu suchen...

CS Mike
 
hallo Leute,

26.12.2014, 5:30 MEZ, recht klar, gute Durchsicht,
windstill, ca. 6.0mag in der Region, -3°C
12" Dobson f/5, V 160x

Knapp neben der Aufsuchpostion war indirekt ein
kompaktes (nur Kernbereich bzw stark kondensiert ?)
rundliches Objekt erkennbar, daher
Messung ohne Gewähr wegen Grenzwertigkeit :

~ 14.0mag, DC 6, Durchm 0.2`

Gruß
Christian
 
hallo Leute,

leider, der Vollständigkeit halber, eine Negativsichtung:

17.1.2015, 20:45 MEZ
leicht diesig, aufgehellter Himmel, nur knapp 5.5 mag
flauer Wind, -0.5°C

16" Dobson, V 192x, 226x, 361x

Visuelle Grenzgröße 15.4mag

Der Komet war unter den widrigen Bedingungen
nicht sichtbar.

Gruß
Christian
 
Hallo,

Samstag abend im Winter bedeutet in unserer Heimat warten, bis die Nachtskigebiete endlich ihre Flutlichtanlagen abdrehen, erst dann macht es Sinn auf Kometenjagd zu gehen. Von der Meranstraße aus waren dann Sterne bis zur 5.0 Größenklasse zu sehen.
Dies reichte nicht für Borisov V2 und P269 Jedicke, wohl aber für 32P Comas Sola, eine neue Sichtung für Erwin (Nr.85).
Erst bei 320x im 24"Dobs konnten wir ihn klar erkennen:
m1=ca. 14.5mag
DC= 2
dia=0.4`

CS Mike + Erwin

 
hallo Leute,

32P war gestern eine harte Nuss !
Nur indirekt bei hoher Vergrößerung überhaupt
mit ach und krach indirekt erkennbar.

10.3.12015, 22:35 MEZ, nur ca. 5.8mag in der Region
16" Dobson, V 192x

13.0mag (!), DC 1, Durchm 1.3`

Gruß
Christian
 
hallo Leute,

11.4.2015, 23:10 MESZ
16" Dobson, V 192x

Der Komet war indirekt sicher blickweise auszumachen.
Bei 225x ging er aber im Hintergrund unter.
Eine Schätzung war nicht möglich.
Er lag sicherlich bei < 14mag.
Leider zogen Schleierwolken auf und die Transparenz nahm ab. Ich sah so nur Feldsterne bis 15.2mag im Suchfeld.

Gruß
Christian
 
hallo Leute,

erneut eine Limit Sichtung.

11.5.2015, 23:45 MESZ, ca. 6,5mag Himmel
16" Dobson, 192x,251x
Indirekt sichtbar, dicht daneben ein hellerer Fleck, Kernteilung ? nein, es war die PGC 34406 mit 15.9mag !
Eine Schätzung war nicht möglich, gefühlt aber ca. 15.5mag !

Gruß
Christian

 
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