Komet 41P/ Tuttle-Giacobini-Kresak

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Habe ihn heute gesehen!
Eine Nacht mit einem Seeing wie ich es selten erlebt habe, selbst als der Mond noch schien waren die Bedingungen top. Eine halbe Stunde vor Dämmerungsbeginn und eine halbe Stunde nach Monduntergang ging ich auf Kometensuche. Der Himmel war sehr dunkel. Von aDra ausgehend ist die Kometenposition im Fernglas schnell gefunden, 41P war bei 7x50 zu sehen, mit etwas vergrößern deutlich als große flächige matte Wolke zu sehen. Vor einigen Tagen bei leicht diesigem Himmel hatte ich nichts gesehen. Es muss wirklich dunkel sein.
Direkt im Anschluss gelang auch die Sichtung von Lovejoy. Der ist kleiner und diffuser, aber im Fernglas auch sofort zu sehen gewesen, geschätzt 6,8mag. Für 41P lässt sich aufgrund der Größe nicht wirklich eine Schätzung machen.
Gleich 2 neue Kometen binnen 15 Minuten hat auch was :-)
 
hallo Leute,

heute Morgen unter besten Bedingungen, mit Milchstraße satt:

8x44 Fernglas

6.8mag, DC 2/3, Durchm. 24`

Im 10" Dobson erschien mir 41P deutlich diffuser
und weniger kondensiert als die Wochen zuvor.

Gruß
Christian
 
Hallo,
nachdem in den letzten Wochen der Mond und/oder das Aprilwetter einen Blick auf den Kometen verwehrten, tat sich gestern gegen 23Uhr überraschend ein Beobachtungsfenster auf. Mit meinem 16".Dobson habe ich folgendes notiert:
Visuelle Grenzgrösse ca. 5mag, Komet im 8x50-Sucher indirekt sichtbar. Im 16-er bei V=92x und 4mm AP recht diffus und wenig kondensiert, Durchmesser 6´, DC 2-3,Helligkeit 8,5Mag.
Insgesamt erschien mir 41P schwächer als bei meiner letzten Beobachtung.

Wolfgang.
 
Hallo,

gerade habe ich den Kometen gesehen, oberhalb von Rastaban,
dort befindet sich ein Vier-Sterne-Asterismus. Die vier bilden eine gebogene Linie, der gedachte fünfte "Stern" auf der Linie war der gerade direkt zu haltende Komet, der aber nur als flächige Aufhellung zu sehen war. Der Kometenkern irgendwo zwischen indirekt und eingebildet.
Ich habe den Kometen irgendwann zwischen 27. und 29.03. demnach schonmal gesehen, direkt IN einem Drei-Sterne-Asterismus.
Burkhard, danke für Kometarium, das hat mir bei der Sichtung echt geholfen!
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand die Richtigkeit meiner Sichtung bestätigen könnte, weil ich wirklich noch nicht weiss, was ich da tue. Deswegen kann ich leider auch keine Angaben zur Helligkeit machen. Gesehen im 10x43 Fernglas.

Gruss,

Henning
 
Moin Henning,
ich denke, dass Du den Kometen als "beobachtet" verbuchen kannst. Du hast an der richtigen Stelle gesucht und Deine Beschreibung deckt sich mit dem Eindruck, den ich in meinem 8x50-Teleskopsucher hatte. Meine letzte Beobachtung liegt allerdings schon zwei Tage zurück. Ich musste letzte Nacht das Bett hüten und konnte die guten Bedingungen leider nicht nutzen.

Wolfgang.
 
Hallo Wolfgang,

Danke für die Bestätigung!
Ich habe nach Deiner Nachricht nun
auch nochmal genau auf calsky mit den gestrigen Daten geschaut und ja, er ist genau da, wo ich ihn gesehen habe.

Ich hoffe, Du kannst bald wieder unter den Sternen sein,

Henning
 
Hallo Henning,

das ist schon mal nicht schlecht, den Kerl mit 10x43 Fernglas zu sehen! Da hat sicher Dein Edelbinosessel geholfen.

Das Thema "Fernglas" habe ich in der Nacht vom 19. auf 20. April durchexerziert. Stadtrandlage, kalte, klargeregnete Luft, mondlos, 1 Uhr morgens, beide Kometen ca. 60-70 Grad hoch:

41P/ Tuttle-Giacobini-Kresak:
Mit 10x42 sofort aufgefallen. Mit 15x70 den besten Eindruck, Koma knapp Mond-groß, geschätzte 0,4 Grad. Mit 25x80 wird die Koma weniger prägnant, Austrittspupille wohl schon langsam zu klein (3,2mm). Mit 40x80 wird die zentrale Kondensation sehr klar abgegrenzt, die Koma umso diffuser. Den 47x125 habe ich nicht ausgepackt, schade eigentlich, aber ich fror zu sehr und esstand schon genug Zeugs herum.

C/2015 V2 Johnson:
Mit 10x42 keine Sichtung. Mit 15x70 konnte ich die Lage erkennen, d.h. eine diffuse Aufhellung, aber nicht viel mehr. Mit 25x80 den besten Eindruck, kurzer Schweifansatz, feine Sache. Mit 40x80 schrumpft der Schweifansatz, hierfür ist die Austrittspupille von 2mm nun zu klein.

Zum Abschluss, mit diesen Bildern im Kopf, die Gesamtlage mit dem 2x54 (30 Grad Feld am Himmel) betrachtet. Keine visuelle Sichtung der Kometen, aber sie sind im geistigen Auge beide im Feld mit viel drumherum, schön! Klar, geht auch mit blossem Auge, aber die um ein Vielfaches größere Sternmenge im kleinen Glas erleichtert die präzise Lagebestimmung und lässt einen sich näher dran fühlen.

Gruss von einem Fernglasbeobachter,
Christopher


 
Hallo Christopher,

Du hast ja Ferngläser, wie andere Leute Okulare!

Ich konnte ihn auch den Abend darauf beobachten, kurz unterhalb von Rastaban. Habe auch den Johnson versucht, aber nicht gefunden. Deshalb bin ich zur Ehrenrettung nochmal nach M13 und zum Granatstern geeiert.
Alles mal eben aus einem Gartenfenster raus, überm Heizkörper, weil ich am nächsten Tag immer anstrengende Arbeit hatte. Deswegen auch nicht den Binosessel aufgebaut, sondern Fensterbank.

Ich versuche mal, meine erste Zeichnung mit reger Beteiligung meiner Kleinen hier reinzustellen, irgendeinen Tip, wie das am schnellsten geht? Ihr wollt doch bestimmt was rührendes zum Schmunzeln haben, hehe.

Grüße,

Henning
 
Ich habe den Kometen am 18. und 19. von einem sehr dunklen Standort in der Uckermark mit dem 16x70-Fernglas beobachtet. Der Komet war groß, aber recht gut kondensiert. Die Größe bestimmte ich zu 13', die Helligkeit 7m8. Ein schöner Komet! Die Breitnband-Nebelfilter des Fernglases wirkten extrem gut.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Und plötzlich kann man nicht mehr aufhören!

Nochmal 41P/ Tuttle-Giacobini-Kresak:
10x43 FG, dann im 8"Dob, max. 120x vergrössert, diesmal, mit Teleskop, konnte ich mir den helleren Kernbereich noch besser "einbilden".

C/2015 V2 Johnson:
Der ist mir dann heute auch gelungen, zuerst im 8" bei 48x, er stand vorhin sehr nah bei einem kleinen Stern, zu dieser Seite war es etwas aufgehellt. Schweif oder Streulicht vom Stern??
Beim Zusammenräumen konnte ich ihn auch noch problemlos im Fernglas finden.

Offtopic:
Ebenso im FG M101, M51, M81 und M82. Im Dob zum ersten mal das Leotriplett und eine tolle Edge-on, vermutlich M98 und nahebei M99, aber da kann ich mich auch täuschen. Eine lohnende, immer wieder von Wolken erschwerte Nacht.

Gähn,

Henning
 
Ich komme eben von draußen. 41P ist noch immer ein schönes Fernglasobjekt. Im 7x50-Glas sah ich eine 20' große, mäßig kondensierte Nebelscheibe DC=4. Die Helligkeit bestimmte ich zu 7m4.
Im 12-Zöller erschein der Komet viel undeutlicher, nur 7' groß, mit Filter 8', DC=3-4. Die Helligkeit konnte ich wegen der Größe mit dem Dob nicht bestimmen. Es gibt aber morgen oder übermorgen wieder eine Zeichnung.
 
Oben ohne Filter, unten mit Filter.
Ohne Filter sieht man angedeutet die Schweifrichtung nach Südwesten: Dei Koma ist unschärfer begrenzt.
12-Zoll-Dob bei 80x.
 

Anhänge

  • 170430203041P!Tuttle-Giacobini-Kresak_Ninja_80k.jpg
    170430203041P!Tuttle-Giacobini-Kresak_Ninja_80k.jpg
    7,2 KB · Aufrufe: 400
Hallo ,
gestern Nacht habe ich gegen 2:00 Uhr MESZ von mir Zuhause 41P mit meinem 8x42 beobachtet. Die Durchsicht war sehr gut 21,2.
Ich schätzte den Kometen auf 7.5 , Koma hat einen Durchmesser von mindestens 15 ' und der DC-Wert lag bei 3.

VG
Mike
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich war in der Nacht noch mal draußen im Ländlichen. Diesmal hatte ich normal klaren Himmel, keine Rückseitenlage. Das wirkte sich auf die Erkennbarkeit aus: Der Komet ist unter solchen Bedingungen eine schwieriges Objekt für das 7x50-Fernglas und war im 16x70-Fernglas nicht auffallend. Die Breitband-Nebelfilter des Fernglases wirkten nur mäßig, bei meinen vorigen Beobachtungen war die Wirkung außergewöhnlich gut.
Ich bestimmte m1=7m0, d=8', DC=2. Die Helligkeit täuscht über die Schwierigkeiten der Sichtung hinweg, die Kondensation ist eben doch recht gering.
 
hallo Leute,

Uwe:
ich war zeitgleich aktiv :huhu:

22.5.2017, 1:15 MESZ, fst 6.0mag
10" Dobson, V 47x, 63x
Swanfilter sprach gut an.
Leider störte ein heller Feldstern,
sowie ein weiterer sich hinter der Koma befindlicher.

8.9mag, DC 2, Durchm 5`

Gruß
Christian
 
Auf dem ITV habe ich den Kometen nach langer Zeit mit großer Öffnung beobachtet. War das eine Enttäuschung! Im 12-Zöller war der Komet nur mit äußerster Mühe auszumachen. Mit Filter war es besser, aber von deutlcih konnte auch dann keine Rede sein. Mitbeobachter sahen ohne Filter gar nichts, und mit Filter einen matten Hauch.
Nach wie vor ist für diesen Kometenm ein Weitfeld-Refraktor oder ein Großfernglas das beste Beobachtungsinstrument.
 
Obwohl ich nicht viel Erfolg erwartete, habe ich gestern die Himmelsregion mit dem 16x70-Fernglas aufgesucht. Mitunter ist ja ein Fernglas das besser geeignete Instrument. Der Komet steht etwas westlich des Offenen Sternhaufens NGC 6633, die Himmelsregion war rasch aufgefunden. Es war aber nichts zu erkennen. Auch mit Nebelfiltern (auf die der Komet stets gut reagierte) war nichts zu machen.

Also schwächer als 11 mag.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben