Komet C/2002 V1 NEAT entwickelt sich

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FW_REHFUSS

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Ausrüstung:
Celestron C5 125/750 mm, 6 x 30 Sucher mit Zenitprisma auf EQ2
Darstellung: seitenverkehrt, und aufrechtstehend
Okular: 26mm, 12,5 mm, 7,5 mm Plössl
Ort: Südkamen / NRW (östl. Ruhrgebiet)
Datum: 21. 01. 2003
Uhrzeit: 19:00 Uhr - 21:00 Uhr MEZ
Wetter und Seeing: einige hohe Wolkenfelder ca. 5 mag Grenzgrösse

Liebe Sternenfreunde,

die Vorschußlorbeern des Kometen C/2002 X5 (Kudo/Fujikawa) als Weihnachtskometen sind Mitte Januar leider im Winde verweht worden, als er unter den Erwartungen zurückblieb und mit einem Fernglas kaum noch aufzufinden war.
Heute abend habe ich zum ersten Mal den Kometen C/2002 V1 NEAT gesucht und sofort im Sternbild des Pegasus gefunden..
Die Helligkeit schätze ich auf 5 - 6 mag, und damit etwas über den berechneten Werten mit 7,4 mag. Die Ausdehnung der Koma habe ich mit zur Zeit ca. 5- 10 Bogenminuten und mit einem Schweif beobachtet , der zeitweise 2 -3 x so groß war wie die Komausdehnung.
Um 19 Uhr, in astronomischer Dämmerung stand er immerhin noch in einer Höhe von 34° und war damit gut zu beobachten. Untergang heute: 23:00 Uhr MEZ
Am 10. Februar steht er um 19:00 Uhr immerhin noch 7° über dem Horizont (Untergang: 19:51 Uhr) und sollte dann freiäugig (3,4 mag) beobachtbar sein.
Bleibt zu hoffen, das er bei einem Viertel des Merkurabstands im Perihel zur Sonne nicht zerbricht und durch die Gravitation den nötigen Schwung bekommt um wieder in den Weiten des Raumes zu entschwinden.
Mit Interesse sehe ich der weiteren Entwicklung dieses Kometen entgegen.

Hat diesen Komet in den letzten Tagen noch jemand beobachtet ?

Gruß
Friedrich Wilhelm
 
Hallo FW_REHFUSS,

dank deines postings habe ich mich gestern abend kurz sieben aufgemacht den Kometen zu finden. So wie du ihn beschrieben hast musste der ja richtig hell sein. Also aus CdC eine Karte ausgedruckt und ran ans Rohr!

Wau, du hast nicht untertrieben, der Komet ist jetzt besser als Kudo. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Habe die Koma auf ca. 20' deutlich tropfenförmig nach NNW mit hellen Zentrum geschätz. Auch im 6x30 Sucher als Flecken sichtbar. Sieht aus wie ein nicht auflösbarer Kugelsternhaufen. Helligkeit ca. 4m5 bis 5m!

Gruß

Lots
 
Ausrüstung:
Celestron C5 125/750 mm, 6 x 30 Sucher mit Zenitprisma auf EQ2
Darstellung: seitenverkehrt, und aufrechtstehend
Okular: 26mm, 12,5 mm, 7,5 mm Plössl
Ort: Südkamen / NRW (östl. Ruhrgebiet)
Datum: 24. 01. 2003
Uhrzeit: 18:45 Uhr - 20:15 Uhr MEZ
Wetter : hohe Luftfeuchtigkeit mit Taubildung
ca. 5 mag Grenzgrösse

Um 18:45 Uhr MEZ den Kugelsternhaufen M15 gefunden, ca. 10 Bogenminuten Ausdehnung.
Eine Auflösung des Randbereichs war weder in Einzelsterne noch in Regionen möglich.

Die Koma des Kometen C/2002 V1 NEAT war 1 ½ x grösser als die M15-Ausdehnung.
Die Kometenschweif war mit ca. 20 Bogenminuten schon besser ausgebildet und auch beobachtbar als am 21.01.03. Helligkeit: 5,0 - 5,5 mag.

Clear Skies
Friedrich Wilhelm
 
Moin FW!

Für heute abend war auch im Norden klarer Himmel angesagt. Komischerweise zog
der Himmel zu SU komplett zu. Ab 18 Uhr wollte ich V1-NEAT beobachten, aber Essig.
Kurz nach 19 Uhr schaute ich durch das bereits aufgebaute Teleskop - und siehe
da: Sterne! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Standort: Kiel, aus dem heimischen WoZi-Dachfenster heraus.
Instrument: 70/900 mm Refraktor (hatte heute sein First Light!) auf selbstgebauter
Alt-Az-Monti
Okus: PL-32, TAL-PL-25, PL-16, Siebert 12,5, 10 und 7 mm (28x - 128x)

Gegen 19:20 Uhr hatte ich den Kometen schnell gefunden. Draußen war die Sicht
recht mies, viel Hochnebel in der Luft, Das Pegasus-Quadrat war gar nicht zu sehen.
Ich bin dann also mit dem Neigungsmesser aus dem Baumarkt an die Sache herangegangen.

Der Komet stand heute schön in einem Sterndreieck mit den Helligkeiten 7,1 - 7,6 und
7,8 m. Der Himmelshintergrund war selbst bei 90fach noch nicht komplett schwarz,
eher dunkelgrau. Trotzdem fiel V1 sofort auf: heller Kern, ausgedehnte Koma und
ein Schweifansatz mit etwa 2,5facher Ausdehnung der Koma. Wegen der widrigen
Bedingungen schätzte ich den Kometenkern auf weniger als 7,1 m. Bei idealen
Bedingungen wäre die ganze Geschichte sicher um einiges heller. Die Koma verlor
sich im Grauen des Himmels. ;-) Deshalb auch keine Durchmesserschätzung. Den
besten Kontrast hatte ich bei 90fach.

Nach einstündiger Beobachtung mit Pausen fiel mir die Bewegung (lt. Guide7:
2,2'/Stunde) des Kometen vor den Sternen auf. Grenzhelligkeit im Teleskop lag
bei nur etwa 9,2 m, gut zwei Größenklassen unter dem, was mit 70 mm möglich ist.
Die Horizonthöhe von V1 nahm während der Beobachtung von 26° auf 17° ab. Zum
Schluß (20:20 Uhr) war der Komet durch den Dunst kaum noch zu erkennen.
 
Guten Morgen Michael,

heute morgen von 4:30 - 5:30 Uhr MEZ war es wieder sternenklar. Die Luft war etwas trockener als gestern abend. Die niedrigen Konvektionwolken hatten sich vielleicht doch etwas zu spät nach Sonnenuntergang aufgelöst.

Zum ersten mal habe ich den wenig vor dem Mond Europa laufenden Schatten und die Bewegung über Jupiter bei 200 facher Vergrösserung (C5, 3,6 mm Okular) beobachten können.
Der Kugelsternhaufen M13 konnte bei 100-facher Vergrösserung in Einzelstern-(pakete) aufgelöst werden.
M92 der andere Kugelsternhaufen ist kleiner und erschien heute gleich hell wie M13.

Bei der Helligkeitsschätzung von V1 NEAT bin ich ziemlich unsicher, aber aus Deinem Posting weiß ich nun worauf es ankommt.
Gestern abend war der Komet C/2002 V1 NEAT doch deutlich heller als der Kugelsternhaufen M15. Bei einer Höhe von 16° (M15) und fast 32° des Kometen mit der gestrigen hohen Luftfeuchtigkeit, die erst später in der Nacht beim Absinken der Temperatur unter den Gefrierpunkt ausgefroren ist, war der Helligkeitsunterschied unübersehbar.

Ein klarer Sternenhimmel in den nächsten Tagen am späten Abend wird die Beobachtung dieses Kometen zu einem Erlebnis machen, wenn er bis dahin noch nicht zerbrochen ist.

Clear Skies wünscht
Friedrich Wilhelm
 
Moin Friedrich Wilhelm,
bei mir war es leider nichts. Habe ab 17.00 Uhr das Teleskop gut ausgekühlt und auf einem Platz mit freier Blickrichtung SW aufgestellt, aber leider wurde aus der Aufklarung nichts. Die Wolken waren bei uns erst gegen 21:30 z.T. weg, aber das war C/2002 V1 NEAT auch schon unter dem Horizont.

Ich hoffe auf bessere Tage.

Gruß
Marc
 
Hallo FW, hallo Beobachter,

ich komme gerade "von draußen rein", wo NEAT freundlicherweise direkt vor meiner Haustür hängt. Heute abend, am 25.Januar um 19:00 ist der Komet ein deutliches Feldstecherobjekt mit eindeutig zunehmender Helligkeit, die ich heute auf jedenfalls besser als 6m schätze. Zum ersten Mal sehe im 7x50 Glas ich Ansätze von Struktur: Ein kleiner heller Kern umgeben von zartem Halo, das sich nach Ri gamma Peg etwa 30´ "ausdehnt". Der Komet ist jetzt sehr leicht zu finden, er steht knapp unterhalb der Linie alpha-gamma Peg etw 2° "links oberhalb" eines etwas zerdrückten Trapezes aus Sternen 4.Größe. Habe zwei kleine Skizzen gemacht, die die Bewegung deutlich zeigen, mit denen beglücke ich euch morgen...

Schöne Grüße aus dem Süden - Robert
 
Hallo Robert,

mit meinem Fernglas hatte ich Probleme bei der Beobachtung, da ich es nicht ruhig halten konnte. Hast Du dein Fernglas auf einem Stativ befestigt oder beobachtest Du aus der Hand.

Clear Skys für weitere klare Abende zur NEAT - Beobachtung, wünscht

Friedrich Wilhelm

P.S. Mit einem Opernglas müßte es nach Deinem Bericht ja dann auch schon gehen.
 
Hi zusammen,

gestern im Spessart haben Wolfgang und ich noch mal einen Blick auf den Kometen geworfen. War umwerfend hell, aber leider kein Schweif sichtbar. Größe gut 20'. Helligkeit ca. 5m! Sehr helles Zentrum mit diffusen Außenbereich, rundliche Form.

Gruß

Lots
 
Re: Komet C/2002 V1 NEAT entwickelt sich/Opernglas

Guten Morgen, Friedrich-Wilhelm,

ich konnte hier gestern gut freihändig beobachten, es hat auch mit einem 8x40 gereicht, sodaß der Komet unter hiesigen Bedingungen -sehr transparenter Himmel und 43° Breite- tatsächlich wohl ein Opernglas-Objekt ist. Hoffe, es macht heute abend wieder auf, aktuell ziehen Schleier durch - aber es ist 13° warm...
Schöne Grüße Robert
 
Hallo Friedrich-Wilhelm, Beobachter, Kometenknechte...

Heute abend c/2002 V1 erstmals "teleskopisch" betrachtet. Er wird heller -besser 5m schätze ich mal- und zeigt jetzt ein Schweifchen von allemal 2,5 Bogenminuten. Dazu ein etwas tropfenförmiger Kern, wie mir bei 150x schien. Wahrscheinlich gibt es schon noch mehr, aber ich beobachte derzeit nur mit meiner Planetenröhre 5" f/14 - wahrlich kein Kometengerät... Habe eine Zeichnung gemacht - die gibts auf meiner hp www.astrobert.de am Ende des aktuellen Januar-Beobachtungsberichts.

Schöne Grüße - Robert
 
Hallo Kometenfreunde,

den wohl einzigen, klaren Abend der zweiten Januarhälfte (Fr. 24.1.) habe ich zur Beobachtung nutzen können, leider erst ab 20:15 Uhr, als der Komet schon im Südwest-Dunst stand (Grenzgröße dort: etwa 3mag, vielleicht etwas schlechter). Größe und Form der Koma wage ich wegen des aufgehellten Himmels nicht zu beschreiben, schien aber deutlich länglich. Der helle Kernbereich war nach "oben links" versetzt, beim kopfstehenden Fernrohr-Bild also der Sonne zugewandt. Das Ganze würde ich in etwa als "eiförmig" bezeichnen.
Mit mehr als 80-facher Vergrößerung habe ich nicht beobachtet, da dabei nur die Koma "verschwand".

Im Vergleich zu meiner Erstbeobachtung (12.1.) hat sich die Sichtbarkeit erheblich verbessert, jetzt würde ich wirklich gern die Entwicklung dieses Kometen beobachten (wenn nur das Wetter sowas zuließe...).

Verwendetes Instrument: Shenandoah (mein GSO-680 - N 200/1200) mit 30, 60 und 80-facher Vergrößerung.

Grüße in orange-blau,

Utz
Astrostation RUPERT
--
:wq!
 
Hallo Friedrich Wilhelm und Alle!

Auch ich hatte heute das Glueck, den Kometen zu sichten! Ich kopier meinen kleinen Bericht fuer Albireo rein und geh wieder nach ooooben Steeeernge gucken! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Beim Beantworten einer Mail heute an unseren lieben Michael Hahn wurde das
Jagdfieber in mir geweckt! Auf den Kometen natuerlich!:-)) Ob ich den wohl
erwischen wuerde? Schlecht sah´s ja heute tagsueber gar nicht aus am Himmel.

Also war ich um 19h15 mit dem FG draussen. Zu hell! Aber 10 Minuten spaeter
waren dann doch die ersten Peg-Sternlein zu sehen! Hm, bloede, nun hatte ich
Michaels Aufsuchkarte in dem Fieber nicht mehr im Kopf! Also wieder nach
drinnen gerast und nachgeschaut! Auf dem Weg zum Garten unentwegt vor mich
hingebrummelt: "Birgit, Du brauchst nur von alpha Peg nach Suedosten zu
gucken! Wenner so hell ist, wie versprochen, muesste er zu sehen sein!"

Was sag ich... zu sehen!!! Das Ding kann man ueberhaupt nicht
uebersehen!!!!!!! Der ist ja sagenhaft hell!!! Und wunderschoen gross!!!!
Ich konnte mein Glueck ueberhaupt nicht fassen, ihn auf Anhieb gefunden zu
haben!:-) - Ich hab jetzt ueberhaupt keine Daten nachgeschaut, aber mir kam
er groesser und heller als M 13 z.B. vor. Alle Angaben sind natuerlich wie
immer ohne Gewaehr!;*)

Sofort flitzte ich nach oben und stellte Karolinchen nach draussen, die ich
gottlob gestern vergessen hatte abzudecken. Also war sie einsatzbereit!:-)

Der Komet steht wunderschoen in der Naehe einer hellen Sternenraute
suedoestlich von alpha Peg. heute war er sehr nahe an den noerdlichen
Sternen dieser Raute dran.

Was fuer ein heller Kern!!! Und wie gross!!! Auch derdiedas (?) Koma schoen
zu erkennen. Schweifansatz zunaechst nicht. Doch je laenger ich beobachtete,
meine ich, einen Schweifansatz in Richtung Ost erkannt zu haben. Da stand
auch ein Sternchen drin, dessen Namen ich natuerlich nicht kenne! Aber
vielleicht interessiert´s ja unseren Kometen-Michael!:-)

Wie dumm von mir, nicht schon frueher nach diesem wundervollen Kometen
Ausschau gehalten zu haben! Mit ein bisschen Wetterglueck, kann ich ihn aber
sicher nochmal wiedersehen!

Und vor allen Dingen wuensche ich Euch, dass Ihr ihn alle zu sehen bekommt!

Orangeblaue Gruesse





 
Moin Birgit!

Glückwunsch zur Sichtung - es wird so langsam auch höchste Eisenbahn. ;-)
Lange dauert's nicht mehr, dann beginnt V1-NEAT seinen Kamikaze-Flug auf die
Sonne. Bereits Ende des Monats nimmt die scheinbare Kometengeschwindigkeit zu.
Den Stern, den Du im Schweif gesehen hast, ist 8,7 m hell...

Tja, und was war vorhin in Kiel? Zur Dämmerung tatsächlich Sterne zwischen den
Wolken. Ich ließ also meinen 70/900 mm FH schonmal Nachtluft schnuppern. Gegen
19:45 Uhr fing ich dann mit der Suche an, leider immer wieder durch Wolken
unterbrochen. Kurz nach 20 Uhr war dann hier alles dicht und kurz danach kam
ein Schauer runter. Das war's denn...

Ich hoffe wieder einmal auf die Kaltfront, die hier ab morgen zuschlagen soll.
Vielleicht sehe ich dann den Kometen nochmal, bevor er weg ist.
 
Hallo Birgit und sonstige Kometenbeobachter,

vielen Dank für Dein Posting. Meine letzte Beobachtung liegt nun schon 5 Tage zurück. 5 Tage an denen hier nicht der leiseste Hauch einer Beobachtungsmöglichkeit war. Umso mehr hoffe ich auf eine Wetterbesserung im Anschluß an diese Schneefront morgen oder übermorgen abend. Einen Schweifansatz konnte ich damals auch nur erahnen, aber der Kometenkern war deutlich beobachtbar.

Im Vergleich zu Michael Hahn bin ich noch ein Greenhorn in Sachen Kometenbeobachtung, doch wenn dieser Komet bald mit dem „Kamikazeflug“ beginnt, wünsche ich auf jeden Fall das er bei der Sonnenannäherung (Perihel) nicht zerbricht.

Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen aus früheren Beobachtungen, ob es Kometen in der Vergangenheit gegeben hat, die eine derart „steile Biege“ bzw. enge Kurve um die Sonne (Perihel: ca. 0,1 AE, ¼ Merkurabstand) überstanden haben ?

Clear Skys,
wünscht
Friedrich Wilhelm
 
Moin FW!

> Vielleicht hat jemand schon Erfahrungen aus früheren Beobachtungen, ob es
> Kometen in der Vergangenheit gegeben hat, die eine derart „steile Biege“ bzw. enge
> Kurve um die Sonne (Perihel: ca. 0,1 AE, ¼ Merkurabstand) überstanden haben ?

Hm, das ist eine sehr gute Frage. In der Literatur, die ich kenne, ist eher
von den sogen. "Sungrazern" die Rede, die sehr hell wurden und z.T. neben der
Sonne mit bloßem Auge zu sehen waren. Diese Kometen gingen bis unter 1 Mio. km
an die Sonne im Perihel heran, sind aber kurz danach zerbröselt.
Die letzten Beispiele: West (1976), Ikeya-Seki (1965), Septemberkomet von 1882.
Der Große Komet von 1843 hat dagegen das Perihel überlebt, wurde aber beim Abflug
von der Sonne sehr schnell schwächer (Reichstein, "Kometen - Kosmische Vagabunden").

Bei V1-NEAT steht immer noch die große Frage im Raum, was passiert. Aus den Bahn-
elementen und den beobachteten Helligkeiten bzw. dem Helligkeitszuwachs beim Anflug
auf die Sonne haben die Profis aus der sogenannten. empirischen "Bortle-Formel"
vorhergesagt, daß die hohe Wahrscheinlichkeit besteht, daß V1 die Perihelpassage
nicht übersteht. Da ist alles möglich, denn V1 stellt - so, wie ich das bisher
verstanden habe - einen Grenzfall dar.
 
Hallo Michael, hallo Friedrich Wilhelm, hallo Kometenjaeger!

Ein starker Nordwind pustete die Cirren zurueck nach Afrika, wo sie Stunden zuvor hergekommen waren! Ich hatte Sicht auf den Kometen! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Ueber ne geschlagene Stunde lang! Und haette mich der Sturm dann nicht beinahe von der Terrasse gepustet, waeren sicherlich noch 20 Minuten mehr drin gewesen.

Hab sogar ne kleine Standortskizze angefertigt! Mit ein bisschen Glueck kann ich dann morgen vergleichen, wieviel weiter er schon ist!

Fuer Helligkeitsbestimmungen bin ich ja nun ein Desaster, aber er ist wesentlich heller und auch viel groesser als M 79, den ich vergleichsweise ein paarmal anpeilte und zwar unter sehr guten Bedingungen. Der Kern ist einfach riesig! Schoen zu erkennen aber auch die graeulich durchsetzte Koma! Der Schweif allerdings nur andeutungsweisse zu sehen wie gestern abend!

Soweit in Kuerze der Kometensender ASS mit den letzten NEAT-Nachrichten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Hoffentlich habt Ihr bald gutes Wetter, damit Ihr ihn beobachten koennt, die Ihr davon versteht! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Liebe Gruesse



 
Re: Komet C/2002 V1 NEAT aus der Nautilus

Ausrüstung:
Celestron C5 125/750 mm, 6 x 30 Sucher mit Zenitprisma auf EQ2
Darstellung: seitenverkehrt, und aufrechtstehend
Okular: 26mm, 12,5 mm
Ort: Südkamen / NRW (östl. Ruhrgebiet)
Datum: 03. 02. 2003
Uhrzeit: 18:15 Uhr - 18:45 Uhr MEZ
Wetter : Wolkenlücken nach Schneeschauer
ca. 5 mag Grenzgrösse


Liebe Kometenjäger,

nach mehreren Tagen war es heute wieder möglich kurzzeitig Sternbeobachtungen zu machen.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nach dem Kometen C/2002 V1 NEAT Saturn und seine heute für mein C5 recht günstig stehenden Monde Rhea, Dione und Thetys ins Visier zu nehmen.
Doch ich sage es gleich, daraus wurde nichts.
30 Minuten Kometenbeobachtung und dann war wieder alles dicht, (nur Wolken).
C/2002 V1 NEAT ist ja erstaunlich hell geworden nach 10 Tagen Pause. Die Koma nicht mehr so kompakt wie am 24.01., dafür der Kern sehr hell und deutlich abgesetzt. Bis in die astronomische Dunkelheit (19:16 MEZ) konnte ich ihn aber nicht mehr beobachten. Doch ein Schweif war schon um 18:40 Uhr, vielleicht 0,5° lang, erkennbar.
Ausdehnung der Koma: 10´, Helligkeit, auch wenn ich damit daneben liege, 4 - 4,5 mag, was meint Ihr ?

Clear Skys, wünscht,
Friedrich Wilhelm
 
Hallo Friedrich Wilhelm! Hallo Kometengucker!

Das ist ja unglaublich, was dieser NEAT fuer ne Strecke zurueckgelegt hat! Da hab ich ihn seit Freitag nicht gesehen und haette ihn heute beinahe nicht wiedergefunden! Aber auch nur beinahe, denn er ist ja so hell, dass man ihn nicht uebersehen kann!:-) Ich suchte einfach schon in der Daemmerung weiter nach Westen und bald stiess ich auf einen dicken hellen Fleck!

Wenn man in Betracht zieht, dass es nun immer spaeter dunkel wird, sind seine Beobachtungsabende wirklich gezaehlt.

Doch keine Klagen, es wird sich gefreut, denn der Komet ist einfach wunderbar!!! Und Allen, die ihn noch nicht sehen konnten, drueck ich kraeftig die Daeumchen!

Mir schien, dass der Kern noch heller und groesser geworden ist. Es ist als, ob der Kern sich aufplustern wuerde auf Kosten der Koma. Der Schweif ist nun viel deutlicher als vor 10 Tagen zu erkennen. Spektakulaerer allerdings fand ich den Schweif von Ikeya Zhang.

Eine Wonne, den Kometen auf seiner Reise durchs All ein Stuendchen begleiten zu koennen!

Orangeblaue Gruesse

 
hi Birgit, hi kometenbeobachter,

auch ich konnte gestern den Kometen mit Schweif beobachten. Die Helligkeit schätze ich auf gut 4m, Koma ca. 10' bis 15' und Schweif ca. 20' bis 30'. War wieder mal ein toller Anblick des Kometen, der jetzt schon leicht in jedem Opernfeldstecher und bei dunklem Himmel wohl auch mit dem bloßen Auge sichtbar ist, wäre da nicht die Dämmerung + Dunst u. Licht der Großstadt.

Auf Jupi war der Schatten von Europa schön sichtbar. Auch ich konnte gestern (allerdings bei nur mäßigem Seeing) nur 2 Bäner erkennen. Jetzt scheint auch noch das STB verschwunden oder sehr schwach zu sein.

Gruß

Lots
 
Re: Komet C/2002 V1 NEAT in einer Wolkenlücke

Hallo Birgit! Hallo Lothar und sonstige Kometenbeobachter!

Vielen Dank für Eure Postings. Es ist schon erstaunlich, wie Komet C/2002 V1 NEAT von Tag zu Tag heller wird und der Kometenschweif auch besser beobachtbar ist.
Auch heute war es wieder nur eine Wolkenlücke, die eine halbstündige Beobachtung von 18:30 Uhr - 19:00 Uhr MEZ zuließ.
Von a Peg ausgehend war der Komet schnell gefunden. Die Koma schien heute etwas dichter zu sein als vor zwei Tagen. (ca. 10´). Helligkeit des Kometen vielleicht 3,0 - 3,5 mag.

Vielleicht hat dieser Komet doch Chancen in 14 Tagen die größte Sonnenannäherung zu überstehen, auch wenn er sich mit 40 km/s der Sonne nähert und ein Flareausbruch (Sonnenwind mit 800 km/s) nicht auszuschliessen ist. Ich hoffe weiterhin das er auf dieser Marterstrecke nicht auseinanderbricht.

Clear Skies wünscht,

Friedrich Wilhelm
 
Re: Komet C/2002 V1 NEAT am 4.2.03

Hallo Beobachter, Kometenknechte...

Hier noch eine kleine Sichtungsmeldung aus Italien:

4. Februar, Dolcedo

Um 19:00 MEZ den Kometen C2002 V1 (NEAT) mit 8x40 Glas gesichtet: der steht jetzt in sternarmer Gegend im Grenzgebiet zwischen Peg und Pis. Ohne weiteres als helles diffuses Objekt auffällig. Die Helligkeitszunahme ist evident, schätzte ihn auf besser 5m, etwas schwächer als 4m. Es zeigt sich ein kleiner etwas länglicher, recht heller Kern mit Koma und einem recht dünnen etwa ½° langen Schweif.
Schöne Grüße - Robert
 
Re: Komet C/2002 V1 NEAT am 4.2.03

Moin zusammen!

Kurzer Sichtungsbericht von heute, 6.2., 18:30-19:15 Uhr.
Standort Kiel, Temp. -2,5°, transparenter Himmel, zum Schluß wieder eindunstend.
Instrument: 70/900 mm FH, Vergr. 28- bis 90fach.

Wow! :-) Mann, hat V1 zugelegt! Sehr schön und stark kondensierter Kern, fast
wie eine kleine Planetenscheibe, Koma leicht größer geworden (~10'), gut
erkennbarer gerader Schweif, insgesamt etwa 2 Grad Länge! Helligkeitsschätzung
des Kerns: um 4,3 m - Vergleich mit 34, 35, 37 Peg.

Im 10x50-Aldi-Rotauge sehr einfach zu finden.
 
Ich glaub ich spinn

Hallo Friedrich-Wilhelm,

jetzt hats mich doch glatt vom Stuhl gehauen - ich bin auch Südkamener!!! (Siegeroth) Zumindest bin ich da aufgewachsen. Wohne zwar jetzt in München, aber wenn ich das nächste Mal bei meinen Eltern bin, melde ich mich mal bei Dir!

Bis die Tage, Henning
 
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