UwePilz
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Re: Komet C/2010 X1 (Elenin) - Überrest gesehen.
Wahrscheinlich ist ein Fernglas mit 10-12 cm Öffnung das beste Instrument. Ich habe nur ein 20x80, 4 mm AP. Das wollte ich nicht versuchen. Außerdem steht das Ganze fast im Zenit, was ja an sich günstig ist. Aber mit einem Fernglas bricht's dir da das Genick.
Wie ich schon schrieb, vergleichbr mit dem Gegenschein z.B. auf dem HTT. "Trennen" ist hier ein schwieriges Word. Es ist ja alles sehr groß - 7 Bogenminuten kleine Achse sind ja bei 15x fast 2 Grad scheinbares Ausmaß. Ich habe nach Schwankungen der Hintergrundhelligkeit geschaut. Drüber und drunter war es wieder dunkler.Zitat von maciej_mysik:Wie "schwer" ist der Komet tatsaechlich? Ist der Ueberrest einigermassen gut vom Himmelshintergrund zu trennen?
Das mache ich inzwioschen automatisch. Der Gewinn ist hier nicht die Helligkeit (hell ist der Himmel überall), sondern die bessere Kontrasttrennung beim indirketen Sehen. Das kannst du an gedruckten Kometenfotos bei hellem tageslicht erproben - indirektes Sehen erhöht die Kontrastwahrnehmung.Zitat von maciej_mysik:War "indirektes Sehen" vom grossen Vorteil?
Ja, durchaus. 213P war vor eine Woche deutlich schwieriger im 12-Zöller.Zitat von maciej_mysik:Gabs fuer dich schon in der Vergangenheit schwierigere Kometen, die du beobachtet hast, als gestern Elenin?
Ja, sicher. Das Bild sollte nicht zu groß werden. Die beste Kontrastwahrnehmung hat man bei ca. 1° scheinbarer Größe, wenn die Helligkeit zum Rand hin abnimmt, wie bei Kometen (untersucht an sinusförmiger Helligkeitsverteilung). Harte Kanten wirken für sich selbst, da spielt dann die Objektgröße eine geringere Roll, zumindest darf es dann größer sein. Oder anders ausgedrückt: Das Zodiakallicht sieht man im 40-Zöller nicht.Zitat von maciej_mysik:Du hast schon erwaehnt, dass eine kleinere Oeffnung vom Vorteil ist.
Ich wuerde mich gerne mit 8" (F5) und einer kleinen Vergroesserung (25x) drauf stuerzen. Ist das noch sinnvoll?
"Voraus" würde ich nicht sagen. Das ist der Schweif. Dort wo die Koma war, ist nichts übriggeblieben. Der Abstand könnte auch geringer sein. Ich kam bei diesem kontrastschwachen Objekt nicht über die helleren Sterne "hinaus". Vielleicht reicht sie bis jenseits SAO 58856, das kann ich nicht sagen. Wo ein Stern ist, dort "zieht es" ein nebliges Objekt hin. Das habe ich versucht, auszukoppeln. Weit jenseits von diesem Stern habe ich jedoch nichts gesehen.Zitat von winnie:daß die Kometenwolke auf ihrer Bahn 12 Stunden der Berechnung voraus ist.
Zitat von winnie:Vielleicht sollte man sich da auch mit einem Großfernglas ranmachen, denn die Wolke hat sicher einige Ausdehnung (30-60'?).
Wahrscheinlich ist ein Fernglas mit 10-12 cm Öffnung das beste Instrument. Ich habe nur ein 20x80, 4 mm AP. Das wollte ich nicht versuchen. Außerdem steht das Ganze fast im Zenit, was ja an sich günstig ist. Aber mit einem Fernglas bricht's dir da das Genick.