Komet C/2018 L2 Atlas

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Heidescoper

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hallo Forum,
dieser Komet ist auch auch z.Z. aktiv bzw. hat an Helligkeit zu gelegt.
Ich hatte heute ein sehr kleines Beobachtungsfenster vorm Mondaufgang,
zudem stand der Komet im Westen nur ca. 14° hoch.
Indirekt war er nach kurzer Zeit sicher zu halten und zu vermessen :

27.10.2018, 19:45 MESZ, SQL Region 19.15mag - Restdämmerung
12" Dobson f/5, V 137x

10.4mag, DC 2, Durchm. 2.5`
rundlich, sprach bei V 116x auf den Swanfilter an !

Gruß
Christian
 
hallo Forum,

zeitig erneut erwischt :
3.11.2018, 18:40 MEZ, SQL 19.5mag Region
21" Dobson, V 129x

10.4mag, DC 2, Durchm. 2.2`
Swanfilter wirkte gut

Gruß
Christian
 
Hallo,

diesen Kometen konnte ich heute auch endlich mal beobachten.
Der Mond hat natürlich gestört, aber die Horizontsicht war relativ klar.
Der Komet war nur indirekt sichtbar, die Bewegung nach 15 min erkennbar.

19.12.2018, 18:10 MEZ
11" SCT, 127x

ca.11,2 mag, Durchmesser 1,2', DC 2-3

Viele Grüße,
Ronny
 
Hallo Ronny,

die Angaben deiner Beobachtung halte ich für eher unglaubwürdig. Tiefstehender Komet bei störenden Mondschein. Durchmesser, Helligkeit und DC Wert bestimmt obwohl gar nicht direkt beobachtet. Bewegung festgestellt obwohl nur indirekt gesehen?
Klingt nicht sehr plausibel, tut mir leid.
CS Mike
 
Mit ausreichend Erfahrung kann man zumindest die Helligkeit messen, auch wenn man den Kometen nur indirekt sieht. Bei DC hat man meist den Eindruck eines verschwommenen Etwas, was sich imVergleich mit Fotos öfter mal nicht bestätigt. Wenn man DC ordentlich angeben will, muss der Komet so hell sein, dass man Helligkeitsunterschiede in der Koma sieht.
 
Hallo Uwe,

wenn Ronny einen hohen DC Wert angegeben hätte, also eher punktförmig konzentriert, wäre es viel eher möglich,so einen Kometen mit diesem Gerät zu sehen.
Aber DC niedrig am Horizont bei Vollmond indirekt? Das ist oft auch mit viel größerem Gerät nicht machbar. Ich halte auch Bestimmungen der Messwerte von nur indirekt beobachteten Kometen für schwierig.
CS Mike
 
Hallo,

mit der Angabe "DC 2-3" wollte ich aussagen, dass der Komet unter diesen Bedingungen relativ diffus erschien und sich nur wenig vom Hintergrund abgehoben hat.
Unter dunkleren Himmel erscheint der Komet sicherlich größer, heller und besser kondensiert.

Der Mond war zu 88% beleuchtet, also etwa 1mag schwächer als der Vollmond.
Er war in der entgegengesetzten Himmelsrichtung, also weit vom Kometen entfernt.
Außerdem war der Himmel zu dieser Zeit nur flach über dem Westhorizont wolkenfrei.
Ansonsten gab es noch viele Wolken, die vielleicht etwas Mondlicht abgeschirmt haben.
5° unterhalb vom Komet war Ras Alhague sehr einfach mit bloßem Auge sichtbar.

Den Kometen konnte ich etwa von 18:05 bis 18:35 sehen.
In dieser Zeit hat er die Verbindungslinie zwischen 2 Sternen überquert.
Die Bewegung war also nur wegen dem günstigen Sternumfeld erkennbar.

Der südöstliche 11,9mag-Stern war problemlos sichtbar, die Grenzhelligkeit vielleicht bei 12,5 oder 13 mag.
Unter dunkleren Himmel hat der Komet vielleicht 10,5mag, ist also gut 2mag heller als meine Grenzhelligkeit bei 127x.
Wenn der Komet mittelmäßig kondensiert ist, dann sollte das meiner Meinung nach für eine Sichtung reichen.

Gruß, Ronny
 
Hallo,

hier wird ja wieder richtig aufgefahren.

Diese DC Angaben finde ich auch sehr verwirrend und auch schwer zu schätzen.

Der Mond war zu 88% beleuchtet, also etwa 1mag schwächer als der Vollmond.

Es kommt wohl weniger auf die ondhelligkeit als auf den Abstand des Mondes zum Objekt (Komet) an.

Unter dunkleren Himmel hat der Komet vielleicht 10,5mag

Unter einem aufgehellten Himmel nicht ?

Gruß und frohes Fest
Lots
 
Moin Lothar!

>> Unter dunkleren Himmel hat der Komet vielleicht 10,5mag
> Unter einem aufgehellten Himmel nicht ?

Denk bitte dran: es handelt sich bei den Werten immer um subjektive visuelle Schätzungen eines Beobachters. Da erscheint eine Kometenwolke sicher jedem etwas anders, auch wenn er/sie mit unterschiedlichem Equipment und Vergrößerung unterwegs ist. Jeder sieht die Sche unter seinem lokalen Himmel anders: Fernglas-Beobachtungen liefern meist hellere Werte als größere Teileskope usw. - Den Effekt kennen die Leute hier, die regelmäßig Kometen beobachten.
Der Spruch "erscheint sicher unter dunklem Himmel heller" ist für mich Standard. Er soll eigentlich bedeuten, daß die Beobachtung durch irgendetwas (hier: Mondlicht) gestört wurde und die Erkennbarkeit der Kometenwolke herabgesetzt ist. Das ist nichts Ungewöhliches, denn die meisten Beobachtungen hier finden nicht in Supernächten ohne Mondlicht hoch am Himmel statt - wenigstens hat hier fast jeder von uns mit einer Streulichtglocke einer nahen Stadt zu kämpfen.

Die DC-Werte halte ich perönlich oft für hilfreich, man sollte sie aber nicht immer auf die Goldwaage legen. Auch hier wird der Wert duch die Umgebungsbedingungen gestört. Sicher kann/sollte man bei nur indirekten Sichtungen auf genauere Werte verzichten - wir wollen sicher nicht, daß einigen hier Märchen unterstellt werden. Ich hab' mir bei sehr grenzwertigen Beobachtungen mittlerweile auch abgewöhnt, überhaupt Meldungen zu veröffentlichen. Eher warte ich dann ab, ob sich die Sichtung einen Tag oder auch nur Stunden später in derselben Nacht wiederholen läßt - je nach den Umständen.

> Es kommt wohl weniger auf die Mondhelligkeit als auf den Abstand des Mondes zum Objekt (Komet) an.

Nö. Auch wenn ein Vollmond bei schlechter Durchsicht genau gegenüber zum Kometen am Himmel hängt, kann das eine Sichtung ganz ordentlich beeinträchtigen. Das stört genauso wie der nahe stehende Mond am jeweiligen Objekt. (Eigentlich stört der Mond immer - ich bin deshalb für eine sofortige Sperrung dieses Übeltäters! (n))

Ein schönes Weihnachtsfest euch allen!
 
Hallo,

mit weniger Lichtverschmutzung war der Komet indirekt auffällig und auch schwach direkt sichtbar.

Bei 74x erschien mir der Komet relativ wenig kondensiert (DC ca.3).
Der hellere Zentralbereich war erst mit höherer Vergrößerung gut erkennbar.
Dadurch erschien der Komet bei 175x deutlich besser kondensiert (DC ca.5).

02.01.2019, 18:10 MEZ
11" SCT, 74x-175x

ca.10,7 mag, Durchmesser ca.2,4'


Wegen der klaren Horizontsicht habe ich anschließend noch 78P probiert.
78P war indirekt relativ gut sichtbar, etwas heller und einfacher als erwartet.

Gruß, Ronny
 
hallo Forum,

Ronny:
Erneut schöne Sichtung ! Bei mir war es vorgestern für ihn zu diesig im Westen.
Hast Du Messdaten zu 78P ?
Ich hatte ihn eigentlich schon aus meinem Beobachtungsgplan mit dem 12"er ausgeklammert.

Gruß
Christian
 
hallo Forum,

3.2.2019, 18:50 MEZ, Region SQL 19.85mag in nur 18° Höhe in der Restdämmerung !

21" Dobson, V 111x + LPR Filter für die Zeichnung

Dank der großen Öffung konnte ich das Event beobachten.
Ohne Filter war der Sturmvogel nur schemenhaft in den hellesten Bereichen erkennbar.
Im OIII Filter natürlich besser , aber der Komet "soff" ab.
Blieb als Breitband Kompromiss nur der gute alte LPR Filter von Celestron.
Mein neuer UHC-E hätte es wohl auch getan !? Zeit zum rumtesten hatte ich aber nicht...

Messung:
11.5mag, DC 2/3 , Durchm. 2`


Gruß
Christian
 

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