Komet C/2023 E1 (ATLAS)

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Hallo Forum,
vergangene Nacht stand der Komet nahe bei der Galaxie NGC 4750 (11,2mag).
Grund genug eine Zeichung zu erstellen.

12.6.2023, 1:20 MESZ, Region SQL 20.3mag, die Sonne stand nur 14° unter dem Horizont.
12" Dobson, V 79x

ich schätzte ihn auf :
10.5mag, DC 2/3, Durchm. 3.1`

20230612xC2023E1beiNGC4750CN.jpg


Die Distanz zwischen den beiden betrug 30`. Die visuelle Grenzgröße lag bei 14.0mag.


Gruß
Christian
 
Hi,

gestern bzw. Heute Morgen deine Beobachtung nachvollzogen. Nach NGC 4750 zm Kometen gehobst. Ich war überrascht wie hell und groß er war. Rundlich zum Zentrum heller ca. 11m hell uns 4' groß würde ich sagen.
cs
Lothar
 
Hallo,

konnte den Kometen gegen 01:00 Uhr MESZ mit dem 102mm Doppelrefraktor bei 51x beobachten. Die Position war schnell gefunden. Schon beim Sweepen sprang er direkt als schwache, gleichmäßige Wolke ins Auge. Indirekt deutlicher, jedoch ohne weitere Details. Größe ca. 2,5'. Rundliche Form, nach NW leicht elongiert. Helligkeitsschätzung nicht durchgeführt. Auch ich war überrascht über die Größe und Helligkeit des Kometen. Eine Beobachtung lohnt sich definitiv auch mit kleineren/mittleren Instrumenten.

Viele Grüße

Marco
 
So: dann will ich mal die Infos aus dem anderen Thread hier zusammenfassen; schließlich ist hier der Ort für's Visuelle ;) :

Am 24.06.; 00:15 MESZ konnte ich den Kometen im 10"er Dobson bei 52x Vergrößerung als strukturloses Schemen erkennen. Höhere Vergrößerungen ergaben keinen Vorteil mehr. Er profitiert erheblich vom swan-Filter und ist dann direkt zu halten. Mit Schätzungen zur Ausdehnung und Helligkeit habe ich bei Kometen wenig Erfahrung. Auf astro.vanbuitenen.nl wird er mit ca. 9m5 angegeben. Ohne Filter war er schwacher als die danach von mir beobachtet Galaxie M101. Als vage Schätzung zur Ausdehnung (mit Filter) gehe ich mal mit 5'-6' "ins Rennen.
Beobachtet aus einem Wohngebiet heraus, vor Monduntergang.

hier nochmal visueller "Nachschlag" v.
25.06., 01.30 Uhr MESZ. Nachdem ich den Kometen im 10"Dobson gut finden konnte (s. Eintrag #5), war diesmal downsizing dran.

Im 90/600 Apo kam der swan-Filter wieder erfolgreich zum Einsatz. Anhand des Abstandes von zwei Feldsternen (HD 120084 und HD 119272) habe ich die Ausdehnug der Koma auf ca 5' geschätzt. Als Vergleichstern zu Helligkeitsschätzung konnte ich HD 117402 heranziehen (9m0). Der Komet war nur unwesentlich dunkler, als der defokussierte Stern, somit etwa 9m3. Am besten konnte ich den Kometen bei 17x und 43x erkennen. Bei 55x konnte ich den Kometen kaum noch erkennen. Bei mir sind 3 Faktoren für das sichere Erkennen wesentlich: hohe AP, swan-Filter und fieldsweeping.

Auch im 70/420 Apo war der Komet mit den genannten Faktoren bei 12x und 17x schwach erkennbar. Bei 30x war schon wieder nix zu machen. Im 70er gelang mir das Erkennen vor allem wegen Kenntnis des Orts im Sternfeld. Ohne diese Voraussetzung hätte ich den Kometen im GF wahrscheinlich übersehen. Im 70er Apo erschien mir die Ausdehnung allerdings größer (7' bis 8'). Ich wäre auf Vergleichsbeobachtungen gespannt.

Ich konnte weder eine Struktur noch eine Kernaufhellung wahrnehmen, geschweige denn einen Schweifansatz.


Auf jeden Fall scheint die Nachverfolgung lohnend, da der Komet auch für mittlere bis kleine Geräte erreichbar ist. Allerdings kommt einem jetzt erstmal der Mond ein wenig in die Quere.

Grüße
Uwe
 
Hallo Marco,
Danke schön! Da der Komet in UMi günstig steht und gemäß Prognosen seine Helligkeit wohl noch halten soll, bin ich gespannt, wie die weitere Nachverfolgung gelingt. Er zieht erstmal weiter in den Cepheus und bleibt damit günstig sichtbar.

Grüße
Uwe
 
Hallo,

gerade von 0:05 bis ca 0:50 im Binoptic 80mm Doppelrefraktor gesichtet. Aufsuchen mittels Stellarium, nach etwas abgrasen in den Pan 24 bei 20x und 3,4° recht schwach sichtbar. In den Nagler12t4 mod1,25" sicher erkennbar, Fleck, ähnlich einem unaufgelöstem Kugelhaufen. In den Nagler 7 bei 68 fach am besten. Trotz indirektem Sehen, schwenken, blinzeln, etc, keine sichere Elongation/Schweif, Komastruktur erkennbar. Am Anfang war der Mond freundlicherweise von einer Wolkenschicht verhüllt. Nach 20 Minuten leuchtete er frohen Sinnes. SQML von 19,83 auf 19,55 MPSAS. Durchmesser schätze ich auf grob 4/5 Bogenminuten, Helligkeit vermute ich um die 10 mag, viel heller nicht. M92 hat im Vergleich zum Kometen fast schon geblendet.

Binokular sehen half mir enorm. Schätze, in nem 20x80 Fernglas aufwärts ist was drin...

CS, Maiko
 
Moin, noch mal versucht: 23Uhr50 bei SQML 19,83 ging es los - dank Rigel und Stellarium im Binoptic 80mm sofort in der Bildfeldmitte bei 20 x... schnell gewechselt zu 40 x ... netter Eindruck, ein klein wenig deutlicher als die Nacht zuvor... SQML ging bis auf 20,15, dann war Mond... noch bei 68 x geschaut, Details, etc konnte ich nicht erkennen, auch wenn ich manchmal meinte, Unregelmäßigkeiten im Fleck ausmachen zu können...

CS, Maiko
 
Moin zusammen!

Heute war ein warmer Tag und nun ist es so schön klar. Eher durch Zufall bin ich dann auf diesen Kometen gestoßen, der sich auch noch benutzerfreundlich mitten durch den Kleinen Wagen bewegt, nur etwas querab vom Polarstern.
Das Zielgebiet hatte ich schnell mit meinem kleinen 70/400er Refraktor (20fach) ausgemacht, definitiv etwas Nebulöses war dort wegen der Himmelshelligkeit hier oben im Norden (+54,3° N) kurz vor Mitternacht (7./8.7.) nicht zu sehen. Ich habe dann meinen 90/900er Refri ans Fenster gezogen, das Velux meines Dachfesnsters einmal ganz umgeklappt, um die entsprechende Horizonthöhe und freie Sicht zu erreichen. Im Zielgebiet war ich ganz schnell (00:30 MESZ). Schon mit Aufsuchvergrößerung 36fach war die kleine runde Kometenwolke doch recht einfach zu erkennen (DM geschätzt 5'), Helligkeit +9m3, Sterne bis nahe an +11 m waren mit im Sichtfeld, Mondaufgang 00:25 MESZ. Ein bißchen deutlicher kam das Feld dann bei 45fach heraus. Ich bin mit der Sichtung ganz zufrieden, es war die 107. Kometensichtung.
Etwa zwischen 00:30 und 02:30 MESZ ist im Moment die dunkelste Zeit der Nacht, wir sind dann hier in Kiel noch mitten in der astr. Dämmerung. Bis es wieder "richtig Nacht" wird, dauert's noch gut einen Monat.

Ergänzung:
Jetzt ab 01:00 MESZ wird die Sicht und Dunkelheit richtig gut. Mit Aufsuchvergrößerung 36fach ist der Komet gleich erkennbar, wenn man das Sternfeld bereits kennt. Er hängt jetzt prominent zwischen zwei Feldsternen, und ich würde die Helligkeit vielleicht noch ein, zwei Zehntel heller einschätzen. Bei 60fach ist die gut 5' große, runde Kometenwolke schön sichtbar. Das hat sich nochmal gelohnt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
moin,

war auch wieder draußen... aufm Dach halt. 23:55 Uhr SQML 20,00... suche ATLAS mit Rigel am Binoptic 80mm DoppelAPO. bei 20 fach in den 24mm Pano musste ich ein wenig schwenken... dann war er drin. Fand ihn etwas heller als tags zuvor, Micha schreibt ja von mindestens 9,3mag... vermute, er nimmt noch Fahrt auf, jetzt hinterm Perihel... dann musste ich einen Fehler korrigieren, B80 (Binoptic 80mm) runter vom Stativ, Fehler beheben, B80 wieder rauf. Erneut suchen mit Rigel. Komet sofort in der Bildfeldmitte. So soll es sein. Da der Himmel heute dunkler war als gestern und mehr Mondfreiheit, wurde ein Nachbar nervös und schaltete während der ganzen Session seine Königsbeleuchtung ein. Dies nahm ich völlig gelassen hin... Wechselte, das Blendschutztuch halbseitig hängend, vorsichtig die Okulare. Im Nagler 12 war bei 40 fach der Komet ebenfalls deutlicher, als die Nacht zuvor. Immer wider mal bildete ich mir ne Elongation ein. Hoffe, in den kommenden Tagen wird die Einbildung zur Beobachtung. Dann noch ne Weile bei 68 fach mit den Nagler 7 genossen, zum Abschluss der süße M92. Dann gruppierten sich Menschen auf dem Nebenbalkon. Zeit einzupacken, etwa 0Uhr45. Ach ja, vor Mondaufgang SQML 20,3.

Hab dann wohl die 7. Kometensichtung geschafft;-)


CS, Maiko
 
bis Juli vielleicht noch hell genug für eine Sichtung im Fernglas.
Das kommt auf die größe des FG an. Ich denke aber nicht das er es schaffen wird.

Hallo Lothar,

letzte Nacht kurz nach Mondaufgang und mit etwas Dämmerung (SQM 20,0) konnte ich den Kometen in 2 Ferngläsern beobachten.
Im 20x80 FG indirekt gut sichtbar, geschätzt 9,6 mag hell und 5,5' groß.
Im 10x56 FG schwierig, aber auch sicher erkennbar.

Also für mich ist das jetzt ein Fernglas-Komet. :cool:

Gruß Ronny
 
Hallo,

habe den Kometen heute gegen 01:00 Uhr MESZ mit dem 4“ Binoptic beobachten können. Bei 51x direkt sichtbar, indirekt deutlich besser. Die Größe schätze ich gemessen an Abständen von Feldsternen auf 5,5'. Somit ist er ein gutes Stück größer als bei der letzten Beobachtung am 25.Juni. Die Helligkeit ist relativ gleichmäßig verteilt. Vom Kern bis in der Aussenbereich nimmt die Helligkeit allerdings etwas ab. Die Helligkeit selbst schätze ich auf etwa 9mag. Ich muss dazu sagen, dass ich mit dem Schätzen von Kometen keinerlei Erfahrung habe. Atlas war allerdings etwas schwächer als der Kugelhaufen NGC 6712. Ich bilde mir auch eine leicht elongierte Form ein. Mit 30x war der Komet sogar noch etwas besser zu erkennen. Zum Schluss schaute ich ihn mir noch mit dem Canon 10x42IS an. Die Beobachtung war nicht einfach. Direkt war nichts machbar, indirekt konnte ich zeitweise eine kleine neblige Aufhellung erhaschen. Dauerhaft halten konnte ich den Kometen jedoch auch indirekt nicht. Von daher ist er noch ein schwieriges Fernglas-Objekt.

Viele Grüße

Marco
 
Hallo Ronny,

Dank Deinem Hinweis mit den Ferngläsern habe ich mich gestern Nacht von ca. 00:00 Uhr bis heute früh 01:00 Uhr in den Fernglassessel geschwungen und den Kometen im 20x80 betrachtet. Im 10x43 war er nur zu erahnen.
Im "Großen" kam er zunehmend besser durch. Details verschwammen dennoch immer im indirekten Sehen.
Vielleicht ist er etwas konzentrierter gegen 4 Uhr, und schweift eher Richtung 10 Uhr aus. So mein Eindruck, der aber
auch durch Feldsterne oder Ähnliches verfälscht sein könnte.
Er stand nahe einer kleinen, geraden Sternenkette aus ca. sieben Sternen.
Stellarium zeigt nochimmer 14mag an, weshalb ich mich bei unserem hellen Nordhimmel nicht motiviert gefühlt hatte, den bisher zu beobachten. Immerhin, er geht.

CS,
Henning
 
letzte Nacht nochmal. SQM bis 20,5 vor Mond. Binoptic 80 wieder. War etwas demotiviert, weil ich endlich was an details will... hab wenig Kometenerfahrung... versucht gerne etwas mehr Vergrößerung... Wenn ich dazu komme und die Umstände es zulassen, dann werd ich mal Binoptic 120 oder Mewlon 180 C plus Binoansatz versuchen. Der 300er Doppeldobson wäre wohl am besten, aber auch am Aufwändigsten... Dann noch Foxhead, M11 und M71 genossen... Mondaufgang mit Wölkchen, Schleier, Farbenspielen und Landschaft im Fuji 10x 50 und Farpoint UBM wunderschön... hoffe, der Komet macht noch n bissl...

CS, Maiko
 
Tja. Hab nun 2x draufgehalten in den letzten 5 Tagen, beide Abende mit überaus ordentlicher Sicht, mitm Refraktor 110/660, bei Bortle 5-6. EDIT: mondlos wars auch.
Das Ding soll ja im sprichwörtlichen Zenit stehen, was die Helligkeit angeht: C/2023 E1 (ATLAS) | astro.vanbuitenen.nl

Konnte rein gar nichts sehen, von 19x bis 190x. Nicht mal die Lokalisierung war mit selbst indirektester Draufblicke möglich.

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo, also ich hab es beim ersten Mal mit der kuzen Brennweiten versucht. Die StarAdveturer hat ja kein GoTo ...
... wenn das Wetter passt, taste ich mich mal ran :cool: .
CS
Volker
 

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Ein tolles Bild. +/- genau zum Zeitpunkt als ich das 2te Mal draufschaute. Ich erkenne mich wieder; allerdings nur die Sterne drumrum als Referenz für die Eingrenzung ... :D

Gruss
 
Hallo, nein hab ich nicht. Nun, hab dein Bericht oben gelesen, fürchte ist mir fürs Erste das Geld nicht wert son SWAN Filter, für die spärliche Kometenanzahl die dazu in Frage kommen, bei der Öffnung. Auch wenn er sehr nach einem "Bringer" klingt. Meine Erwartungen waren aber auch gedämpft, nach dem "letzten" C/2017 K2, der glorreiche ca. 8.5 mag brachte, noch ein Tick heller als der hier, und ich im kleineren 88/498 gerade mal mit Mühe lokalisieren konnte, bei Bestbedingungen wohlverstanden.

Gruss
 
Hallo CHnuschti,

Sehr komisch, den hab ich wirklich schnell im 20x80 finden und direkt halten können.
Wenn er auch keine Details preisgab.
Danke nochmal für die Erinnerung, den mit SWAN Filter zu probieren.
Ich hoffe, der ist noch zwei, drei Wochen beobachtbar.

CS,
Henning
 
Moin zusammen!

Heute Nacht wieder mal eine geplante Beobachtung. Bedingungen gegen 01:30 MESZ (13/07/23) hier von meinem Beobachtungsfenster Kiel Richtung NW: leicht aufgehellter Himmel, sehr feuchte Luft, Temp. 14,8 °C. Ich habe wieder meinen 90/900er Refraktor im Einsatz. Das Zielgebiet etwa 63° über Horizont.

Mit Aufsuchvergrößerung 45fach ist der Komet recht deutlich nach einigem Draufsehen zu erkennen, es geht auch mit weniger V (36x) - hier macht sich aber der heute aufgehellte Himmel bemerkbar. Bestes Bild bei 60fach im 15er TS-WA. Durchmesser geschätzt und wie gehabt 5', Helligkeit +9m2. Der Nebelfleck ist rund, keine bis extrem schwache Verdichtung Richtung Zentrum.

So weit erstmal, ich bleibe noch etwas dran.
 
hallo Forum,
mein 7. Astro Sinn weckte mich um 1:30 MESZ. Blick nach draußen klar !
Zuvor regnete es zwischendurch recht ordentlich. Es sollte eigentlich erst gegen 3 Uhr aufklaren, daher hakte ich die Nacht eigentlich ab.
Der Mond war nun gerade aufgegangen. Ich stellte schnell spontan den kleinen 8" Reisedobson vor die Haustür und druckte eine Aufsuchtkarte.

13.7.2023, 2:00 MESZ, Region SQL 20.5mag, Mondschein ( 21% beleuchtet) , die Sonne stand 15° unterm Horizont
196/1000mm Dobson, V 40x

8.9mag, DC 2/3, Durchm. 6.5`

Der Komet erschien leicht kondensiert und rundlich. Der Swanfilter sprach erneut gut an.
Beobachtung in kurzer Hose und T-Shirt :cool:.

Gruß
Christian
 
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