Hallo Sepp
@Per_aspera ,
die Methode, die in dem Video beschrieben wird, hat - je nach Daten und Bearbeitungstiefe - aber auch Grenzen und Probleme. So ist es immer eine Wahl zwischen Pest und Cholera, wenn man in einem Kometenbild mit der Ausrei0ereliminierung arbeitet, um Sterne zu entfernen. Je nach Wahl der Parameter bleiben entweder Spuren der Sterne oder es fehlen anschließend Details am Kometen. Bei tiefen Aufnahmen werden immer Spuren bleiben. Man wird sich daher immer für einen Kompromiss entscheiden müssen, wie es auch im Video gemacht wird.
So nimmt denn auch der Kollege seine Strichspuren mit nach Photoshop und sie sind im fertigen Bild deutlich erkennbar.
Es gibt da auch noch ein anderes Problem, wenn man so vorgeht, wie er. Die Sterne werden als Sternmaske aus der Subtraktion einer sternlosen Variante gewonnen. Dabei gehen auch Galaxien und andere Deep Sky Objekte, die von Starnet/StarXterminator nicht als Sterne gewertet wurden, verloren. Sie sind auch nicht im Kometenbild erhalten, weil sie beim Stacken auf den Kometen der Ausreißereliminierung zum Opfer gefallen sind. Man muss also bei der Erstellung der Sternmaske die Deep Sky Objekte manuell in das Bild zurückholen, was der Autor des Videos nicht macht.
Komplett stern- und strichlose Kometenbilder ohne Degradierung des Kometen erhält man nur, wenn man
vor dem Stacken auf den Kometen aus den bereits auf den Kometen registrierten Einzel-Subs
alle Sterne entfernt.
Runde Sterne
und den Originalhintergrund erhält man nur mit manuellen Korrekturen an der Sternmaske oder durch ein Zeitfenster bei der Aufnahme, das groß genug ist, den finalen Bildausschnitt auch ohne Kometen aufnehmen zu können. Je nach Brennweite und Relativgeschwindigkeit des Kometen muss dieses Zeitfenster zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen groß sein.
CS Peter