JensR
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
folgenden kurzen Bericht möchte ich Euch nicht vorenthalten.
11.01.2003
6:20 Uhr
Heute bin ich früh aufgestanden, denn der Komet Kudo-Fujikawa wartet nicht mehr lange...Also raus aufs Feld. Nur den Sucher 7x50 und eine Aufsuchkarte aus Carte Du Ciel habe ich dabei. Das Sternbild Aquila ist noch nicht richtig aufgegangen, der Stern Atair hängt noch dicht am Horizont. Zeta Aquilae aber ist mit blossem Auge zu sehen. Dort in der Ecke muss er sein C/2002 X5 Kudo Fujikawa ! Nach kurzer Orientierung konnte ich ihn auch schon ausmachen. Er war ein kurzes rundes Fleckchen mit zentraler Aufhellung, allerdings ohne Schweif. Beim Aufsuchen ist mir auch ein naher offener Sternhaufen aufgefallen, der sich als IC4756 herausgestellt hat. Er war reich an Sternen. Auch Präsepe habe ich anvisiert. Diesen grossen offenen Sternhaufen im Cancer hatte ich bisher noch nicht gesehen, und auch der Anblick konnte eher als Bescheiden bezeichnet werden. Aber den Umständen entsprechend hatte ich auch nichts anderes erwartet. Der Anblick hat mir aber einen Eindruck vermittelt, welche Schönheit sich in völliger Dunkelheit zeigen wird!
11.01.2003
18:30 Uhr
Ich halte es nicht mehr aus! Der Nachthimmel ruft! Da hilft alles nichts, die Sachen gepackt und raus gefahren zu meinem Stammplatz. Dort angekommen und den 8“er aufgebaut. Der Mond strahlte hell. Die Laune sinkt. Kurz durchgeguckt, nichts Vernünfiges gesehen. Habe mich an den Blinking Planetary (Cyg) , M108 (Uma) und M97 (Uma) versucht. Nichts gesehen. Meine Lust hatte den Null-Punkt erreicht (und war damit höher als die Temperatur).
Kurzer Anruf beim Astro-Kollegen. Ja, er ist heute auf der Sternwarte. Hört sich gut an, also hin.
19:10 Uhr
Mein Astro-Kollege Wolfgang macht 1/4stündige Fotos vom Mond. Er möchte den Schattenverlauf in einer Bilderserie festhalten. In einer Pause mache ich ihn auf den Kometen C/2002 V1 (Neat) aufmerksam. Der in relativer Mondnähe im Sternbild Pisces stand. Wir haben 3 Pausen (zwischen den Fotoschüssen) benötigt, dann konnten wir ihn in der Himmelssuppe (Mond lässt Grüssen) mit dem Starfire ausmachen. Damit habe ich an einem Tag ZWEI Kometen gefunden/gesehen. Weiter geht’s mit M1 , den wir mit 200facher Vergrößerung fast Bildfeldfüllend ins Okular bekommen haben, der dann aber nur noch zu erahnen war. Auch der C14-SC hatte keine Verbesserung zu bieten. Ich bilde mir ein, dass mein 8“ Newton den Supernova-Überrerst mindestens genau so gut schon angezeigt hat. Auch Saturn war wie immer wunderschön. Ich konnte mit meinem ungeübten Blick und dem Starfire-Refraktor drei Monde, ein Band auf der Oberfläche und die Cassiniteilung sehr deutlich ausmachen. Schliesslich habe ich mir noch M42 und M43 im Orion angetan. Und diese haben mich umgehauen! Der M43 war zwar besser indirekt zu sehen aber M42 hat sich schon einige Details entlocken lassen. Gesehen habe ich die beiden M’s bisher noch nicht in dieser Grösse, deshalb hat es mir den Atem gestockt. Bei zwei der vier Trapezsterne habe ich noch einen weiteren Begleiter ausgemacht.
Viele Grüsse und clear skies
Jens
folgenden kurzen Bericht möchte ich Euch nicht vorenthalten.
11.01.2003
6:20 Uhr
Heute bin ich früh aufgestanden, denn der Komet Kudo-Fujikawa wartet nicht mehr lange...Also raus aufs Feld. Nur den Sucher 7x50 und eine Aufsuchkarte aus Carte Du Ciel habe ich dabei. Das Sternbild Aquila ist noch nicht richtig aufgegangen, der Stern Atair hängt noch dicht am Horizont. Zeta Aquilae aber ist mit blossem Auge zu sehen. Dort in der Ecke muss er sein C/2002 X5 Kudo Fujikawa ! Nach kurzer Orientierung konnte ich ihn auch schon ausmachen. Er war ein kurzes rundes Fleckchen mit zentraler Aufhellung, allerdings ohne Schweif. Beim Aufsuchen ist mir auch ein naher offener Sternhaufen aufgefallen, der sich als IC4756 herausgestellt hat. Er war reich an Sternen. Auch Präsepe habe ich anvisiert. Diesen grossen offenen Sternhaufen im Cancer hatte ich bisher noch nicht gesehen, und auch der Anblick konnte eher als Bescheiden bezeichnet werden. Aber den Umständen entsprechend hatte ich auch nichts anderes erwartet. Der Anblick hat mir aber einen Eindruck vermittelt, welche Schönheit sich in völliger Dunkelheit zeigen wird!
11.01.2003
18:30 Uhr
Ich halte es nicht mehr aus! Der Nachthimmel ruft! Da hilft alles nichts, die Sachen gepackt und raus gefahren zu meinem Stammplatz. Dort angekommen und den 8“er aufgebaut. Der Mond strahlte hell. Die Laune sinkt. Kurz durchgeguckt, nichts Vernünfiges gesehen. Habe mich an den Blinking Planetary (Cyg) , M108 (Uma) und M97 (Uma) versucht. Nichts gesehen. Meine Lust hatte den Null-Punkt erreicht (und war damit höher als die Temperatur).
Kurzer Anruf beim Astro-Kollegen. Ja, er ist heute auf der Sternwarte. Hört sich gut an, also hin.
19:10 Uhr
Mein Astro-Kollege Wolfgang macht 1/4stündige Fotos vom Mond. Er möchte den Schattenverlauf in einer Bilderserie festhalten. In einer Pause mache ich ihn auf den Kometen C/2002 V1 (Neat) aufmerksam. Der in relativer Mondnähe im Sternbild Pisces stand. Wir haben 3 Pausen (zwischen den Fotoschüssen) benötigt, dann konnten wir ihn in der Himmelssuppe (Mond lässt Grüssen) mit dem Starfire ausmachen. Damit habe ich an einem Tag ZWEI Kometen gefunden/gesehen. Weiter geht’s mit M1 , den wir mit 200facher Vergrößerung fast Bildfeldfüllend ins Okular bekommen haben, der dann aber nur noch zu erahnen war. Auch der C14-SC hatte keine Verbesserung zu bieten. Ich bilde mir ein, dass mein 8“ Newton den Supernova-Überrerst mindestens genau so gut schon angezeigt hat. Auch Saturn war wie immer wunderschön. Ich konnte mit meinem ungeübten Blick und dem Starfire-Refraktor drei Monde, ein Band auf der Oberfläche und die Cassiniteilung sehr deutlich ausmachen. Schliesslich habe ich mir noch M42 und M43 im Orion angetan. Und diese haben mich umgehauen! Der M43 war zwar besser indirekt zu sehen aber M42 hat sich schon einige Details entlocken lassen. Gesehen habe ich die beiden M’s bisher noch nicht in dieser Grösse, deshalb hat es mir den Atem gestockt. Bei zwei der vier Trapezsterne habe ich noch einen weiteren Begleiter ausgemacht.
Viele Grüsse und clear skies
Jens