Hallo Micha,
Genausogit kann man in der Umgebing von DSO aufpassen, ob sich da was in der Nähe befindet, was dort nicht hingehört. Die Chance, so etwas zu finden, ist ebenso groß wie die Suche mittels Rasenmäher-Methode - eher klein.
Das ist nicht richtig. Die Wahrscheinlichkeit einen Kometen zu entdecken ist wesentlich höher, wenn man an den Stellen sucht, wo sie am wahrscheinlichsten auftreten und dies ist, am Abend und Morgenhimmel in der Nähe der Dämmerung in Horizontnähe.
Genau darum wenden visuelle Kometentdecker ja diese Steifenmethoden an den richtigen Stellen an, wie ja sehr schön im Vortrag erklärt wird.
Es gibt auch Ausnahmen welche die Regel bestätigen, wie z.B. Sebastian Höhnig, der neben einem Kugelsternhaufen seinen Kometen fand, aber das sind eben Ausnahmen.
Ich selbst hab auch nur einen einzigen Kometen per Zufall beim Galaxienspechteln für mich "entdeckt", leider war er aber schon lang bekannt. Es war 21P Giacobini-Zinner, im Sommer 1985 ein langgezogener Fleck von 9.6mag der in meinem Sternatlas nicht als Galaxie verzeichnet war. Gemeinsam mit meinem Freund Armin verfolgten wir das rätselhafte Objekt mit meinem 20cm Newton und waren aufgeregt, (Internet gab es damals ja noch nicht) und so dauerte es eine Weile bis wir recherchierten, dass es eben doch kein neuer Komet war...
Die Idee, einfach nur lange genug bekannte Kometen oder DSO zu beobachten, irgendwann könnte per Zufall ja ein neuer in der Nähe stehen ist verlockend, aber nicht zielführend.
Die klassische visuelle Methode die Murakami anwendet ist zwar langweilig, aber erfolgreich, was er ja bewiesen hat.
CS Mike