baldzuhn
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Hallo Leute.
Gestern abend (17.4.06) wollte ich eine Wolkenlücke ausnutzen, um mein neuerworbenes Manfrotto-Stativ und Neigekopf auszutesten. Dabei kam mir der Komet 73P Schwassmann-Wachmann 3 gerade recht. Nach kurzem Warmsehen mit meinem TS 25 X 100 Feldstecher gings dann um 22:00 los:
Ort: ca 15 km südlich von Greifswald
Durchsicht: 5.5 mag im Umi
Seeing: Gut
Ab und zu dünne Zirren, ab Mitternacht dichte Wolken
Kräftiger, böiger Wind bei eher winterlichen Temperaturen
TS 25 X 100 Feldstecher auf Manfrotto
Zum Kometen 73P:
Bruchstück B: Kein kondensierter Kern erkennbar, aber ein schöner Schweif mit etwa 30 Minuten Länge, asymmetrisch (Richtung Westen zu Bootes hin etwas heller und länger als in Richtung Osten), geschätzte Helligkeit etwa 9 mag
Bruchstück C: Schön kondensierter Kern, Schweiflänge etwa 40-50 Minuten, Schweif symmetrisch und konisch auslaufend (Winkel etwa 20 Grad), geschätzte Helligkeit etwa 8 mag
Trotz einstündiger Suche konnte zweifelsfrei kein weiteres Bruckstück ausgemacht werden, bis auf:
etwa 1.5 Grad östlich von Epsilon Boo ein Hauch eines elliptischen Lichtschimmers, genau auf der Verbindungslinie "C" - "B" - "Eps Boo", Helligkeit vielleicht 12 mag (???), Durchmesser etwa 5-10 Minuten. Äusserst grenzwertig, indirekt kaum zu halten. Bis auf 2-3 Galaxien im Bereich von 15 mag ist mir dort nichts bekannt.
Die Suche nach C 2006 A1 Pojmanski ging in die Hose, zum einen wegen des Horizontsdunstes in Richtung Cassiopeia, zum anderen machen sich schon jetzt wieder die viel zu kurzen Sommernächte hier im hohen Norden bemerkbar; das Streulicht von der Sonne nervt bis Mitternacht.
Grad als ich so richtig schön verträumt am Suchen nach Bruchstücken von 73P war, begann so ein Mistvieh von Rehbock etwa 10 Meter hinter mir laut an zu bellen. Zum Glück hab ich nichts umgeschmissen vor lauter Schreck. Zuerst wollte ich das Vieh beschimpfen, aber dann fiel mir ein, dass der ja Hausrecht hat; der wohnt ja quasi hier auf der Lichtung. Also hab ich's bleiben lassen. Offensichtlich war der einfach nur genervt wegen des Frühlingstrubels hier im Wald: überall in den Büschen und zwischen den Bäumen war offensichtlich das Leben erwacht nach dem langen Winter, und Fuchs, Hase und anderes Getier war fröhlich am Hochzeit feiern.
Beste Grüsse, Jürgen.
P.S. Das Manfrotto ist eine Wucht.
Gestern abend (17.4.06) wollte ich eine Wolkenlücke ausnutzen, um mein neuerworbenes Manfrotto-Stativ und Neigekopf auszutesten. Dabei kam mir der Komet 73P Schwassmann-Wachmann 3 gerade recht. Nach kurzem Warmsehen mit meinem TS 25 X 100 Feldstecher gings dann um 22:00 los:
Ort: ca 15 km südlich von Greifswald
Durchsicht: 5.5 mag im Umi
Seeing: Gut
Ab und zu dünne Zirren, ab Mitternacht dichte Wolken
Kräftiger, böiger Wind bei eher winterlichen Temperaturen
TS 25 X 100 Feldstecher auf Manfrotto
Zum Kometen 73P:
Bruchstück B: Kein kondensierter Kern erkennbar, aber ein schöner Schweif mit etwa 30 Minuten Länge, asymmetrisch (Richtung Westen zu Bootes hin etwas heller und länger als in Richtung Osten), geschätzte Helligkeit etwa 9 mag
Bruchstück C: Schön kondensierter Kern, Schweiflänge etwa 40-50 Minuten, Schweif symmetrisch und konisch auslaufend (Winkel etwa 20 Grad), geschätzte Helligkeit etwa 8 mag
Trotz einstündiger Suche konnte zweifelsfrei kein weiteres Bruckstück ausgemacht werden, bis auf:
etwa 1.5 Grad östlich von Epsilon Boo ein Hauch eines elliptischen Lichtschimmers, genau auf der Verbindungslinie "C" - "B" - "Eps Boo", Helligkeit vielleicht 12 mag (???), Durchmesser etwa 5-10 Minuten. Äusserst grenzwertig, indirekt kaum zu halten. Bis auf 2-3 Galaxien im Bereich von 15 mag ist mir dort nichts bekannt.
Die Suche nach C 2006 A1 Pojmanski ging in die Hose, zum einen wegen des Horizontsdunstes in Richtung Cassiopeia, zum anderen machen sich schon jetzt wieder die viel zu kurzen Sommernächte hier im hohen Norden bemerkbar; das Streulicht von der Sonne nervt bis Mitternacht.
Grad als ich so richtig schön verträumt am Suchen nach Bruchstücken von 73P war, begann so ein Mistvieh von Rehbock etwa 10 Meter hinter mir laut an zu bellen. Zum Glück hab ich nichts umgeschmissen vor lauter Schreck. Zuerst wollte ich das Vieh beschimpfen, aber dann fiel mir ein, dass der ja Hausrecht hat; der wohnt ja quasi hier auf der Lichtung. Also hab ich's bleiben lassen. Offensichtlich war der einfach nur genervt wegen des Frühlingstrubels hier im Wald: überall in den Büschen und zwischen den Bäumen war offensichtlich das Leben erwacht nach dem langen Winter, und Fuchs, Hase und anderes Getier war fröhlich am Hochzeit feiern.
Beste Grüsse, Jürgen.
P.S. Das Manfrotto ist eine Wucht.