Ehemaliges Mitglied
Moin zusammen!
Kurzer Lagebericht von gestern bzw. letzter Nacht...
Gegen Abend verzogen sich über Kiel glücklicherweise die Wolken. Als es dann dunkel wurde, hätte ich beinahe was verpaßt: Der am nördlichen Himmel aufgetauchte Komet C/2006 M4 SWAN ist von meinem Breitengrad aus auch am Abendhimmel zu sehen. Mit gut +7 m sollte der doch zu knacken sein.
Ich hatte Glück: Im NE waren die Sterne in der späten Dämmerung fast bis zum Horizont herunter zu sehen. Leider fiel die Orientierung in den knappen Gesichtsfeldern meiner Optiken ziemlich schwer. Als ich dann In der Nähe des Kometen endlich die Sterne Ny und Xi UMa (Großer Bär) ausmachen konnte, mußte ich feststellen, daß der Komet hinter Gebüsch verborgen blieb. Das wird auch die nächsten Wochen so bleiben, also muß ich raus auf's Feld beim nächsten Mal. Instrumente: Refraktor 120/600 (40x) und FG 15x70.
Dann ging ich runter un den Garten, meinen "neuen" Dobson 6" f/5 justieren. Das klappte innerhalb von Minuten, und so nahm ich mir den Kometen 177P/Barnard im Drachen vor. Ich hatte nur den Karkoschka und keine Aufsuchkarte dabei, wußte aber noch, daß er in dieser Nacht auf der Linie Omega Dra und NGC6543 (PN Dra, Katzenaugennebel) stehen würde. Einige Zeit habe ich in dem Gebiet herumgestochert, doch dann sah ich plötzlich die diffuse Kometenwolke. Die Bedingungen waren nun leider nicht mehr ganz so gut: Hochnebel zog auf und in der Luft hätte man Fische aussetzen können, so triefend naß war es...
Die Geschichte habe ich nochmal mit meinem 8" f/5-Dobson gegengecheckt, selbst da fiel mir das Erkennen der Kometenwolke nicht leichter als mit dem Sechszöller.
Ich schwenkte dann rüber in das Gebiet Widder, wo 4P/Faye steht. Dieser +11 m-Komet war aber ohne Karte in dem Gebiet nicht aufzufinden. Die Sicht wurde immer schlechter und zu guter Letzt habe ich mich dann noch in der Position vertan - das hatte also keinen Sinn.
Wieder oben in der Wohnung angekommen, machte ich den 120er Refi für den Einsatz am SE-Himmel klar. Die Bewölkung nahm immer weiter zu, es wechselten Phasen mit null Durchsicht und dann wieder rabenschwarzem Hintergrund. Jetzt bewaffnet mit Sternkarten-Programm auf dem Compi im Nebenzimmer hatte ich wenigstens die genaue Position. Nach einer Weile tauchte die kleine, schwache, etwas langgestreckte Kometenwolke neben einem +12,2 m-Stern auf, Vergrößerung 60fach. Die Bedingungen erlaubten aber nur kurze Sichtungen am Stück.
Gegen 4 Uhr morgens wältzte ich mich nochmal aus dem Bett, um die Lage am Morgenhimmel wegen M4-SWAN abzuschätzen, doch hatten sich die Nebelfetzen nicht verzogen. Künstlerpech... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Kurzer Lagebericht von gestern bzw. letzter Nacht...
Gegen Abend verzogen sich über Kiel glücklicherweise die Wolken. Als es dann dunkel wurde, hätte ich beinahe was verpaßt: Der am nördlichen Himmel aufgetauchte Komet C/2006 M4 SWAN ist von meinem Breitengrad aus auch am Abendhimmel zu sehen. Mit gut +7 m sollte der doch zu knacken sein.
Ich hatte Glück: Im NE waren die Sterne in der späten Dämmerung fast bis zum Horizont herunter zu sehen. Leider fiel die Orientierung in den knappen Gesichtsfeldern meiner Optiken ziemlich schwer. Als ich dann In der Nähe des Kometen endlich die Sterne Ny und Xi UMa (Großer Bär) ausmachen konnte, mußte ich feststellen, daß der Komet hinter Gebüsch verborgen blieb. Das wird auch die nächsten Wochen so bleiben, also muß ich raus auf's Feld beim nächsten Mal. Instrumente: Refraktor 120/600 (40x) und FG 15x70.
Dann ging ich runter un den Garten, meinen "neuen" Dobson 6" f/5 justieren. Das klappte innerhalb von Minuten, und so nahm ich mir den Kometen 177P/Barnard im Drachen vor. Ich hatte nur den Karkoschka und keine Aufsuchkarte dabei, wußte aber noch, daß er in dieser Nacht auf der Linie Omega Dra und NGC6543 (PN Dra, Katzenaugennebel) stehen würde. Einige Zeit habe ich in dem Gebiet herumgestochert, doch dann sah ich plötzlich die diffuse Kometenwolke. Die Bedingungen waren nun leider nicht mehr ganz so gut: Hochnebel zog auf und in der Luft hätte man Fische aussetzen können, so triefend naß war es...
Die Geschichte habe ich nochmal mit meinem 8" f/5-Dobson gegengecheckt, selbst da fiel mir das Erkennen der Kometenwolke nicht leichter als mit dem Sechszöller.
Ich schwenkte dann rüber in das Gebiet Widder, wo 4P/Faye steht. Dieser +11 m-Komet war aber ohne Karte in dem Gebiet nicht aufzufinden. Die Sicht wurde immer schlechter und zu guter Letzt habe ich mich dann noch in der Position vertan - das hatte also keinen Sinn.
Wieder oben in der Wohnung angekommen, machte ich den 120er Refi für den Einsatz am SE-Himmel klar. Die Bewölkung nahm immer weiter zu, es wechselten Phasen mit null Durchsicht und dann wieder rabenschwarzem Hintergrund. Jetzt bewaffnet mit Sternkarten-Programm auf dem Compi im Nebenzimmer hatte ich wenigstens die genaue Position. Nach einer Weile tauchte die kleine, schwache, etwas langgestreckte Kometenwolke neben einem +12,2 m-Stern auf, Vergrößerung 60fach. Die Bedingungen erlaubten aber nur kurze Sichtungen am Stück.
Gegen 4 Uhr morgens wältzte ich mich nochmal aus dem Bett, um die Lage am Morgenhimmel wegen M4-SWAN abzuschätzen, doch hatten sich die Nebelfetzen nicht verzogen. Künstlerpech... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />