Ehemaliges Mitglied
Moin zusammen!
Aaaah - gestern Nacht hatten wir e-n-d-l-i-c-h mal wieder einen brauchbar dunklen
Himmel über Kiel. Kein Mond da, die Nachbarn hatten alle ihr Licht aus -
wunderbar!
Schon seit ein paar Wochen bin ich scharf auf die Erstsichtung von Komet C/2002
T7 LINEAR, der sich momentan im Fuhrmann nahe M36 herumtreibt und ca. +12 m
haben soll. Für solche Funzeln sind also gute Bedingungen nötig, schon leichter Dunst
und Fremdlicht stört...
Gegen 1:30 Uhr letzte Nacht bin ich also bewaffnet mit Aufsuchkarte runter in den
Garten und machte den 8" f/5-Newton auf TAL-2M klar. Dieselbe Aktion zog ich
schon vor drei Nächten durch, aber da war der Himmel zu mies mit etwa +4-4,5 m
GH. Das war zu wenig. Diesmal schätzte ich die GH auf etwa +5 m oder etwas
besser.
Das Suchgebiet von T7 hatte ich noch vom letzten Einsatz im Kopf, und es reichten
nur einige Blicke in die Karte, um das Gebiet wiederzufinden. Der Komet bewegt
sich im Moment ja noch recht langsam.
Bei 63fach im Achtzöller war an der markierten Stelle nichts Eindeutiges zu sehen,
denn T7 stand lt. Karte ganz nahe bei einem +11,6 m-Stern. Erst bei 100fach (10er
Siebert) tuachte ganz nahe bei diesem Stern eine nebelige Geschichte auf. Je länger
sich das Auge auf die Situation einstellte, umso klarer wurde die nebelige Wolke -
deutlich elongiert!
Ja, da war er: Mein 16. Komet!
Bei 143fach (7er Siebert)
kam er gar nicht mal so gut raus wie mit dem 10er - das lag an diesem Stern nahebei.
Klasse - ich war happy und schaute mir den Kometen bestimmt eine halbe Stunde
lang an.
Danach wollte ich noch weiter zu Komet C/2001 HT-50 LINEAR-NEAT der sich
nicht weit entfernt im Stier herumtreibt. Den Kometen kannte ich schon von einer
einmaligen Sichtung im Januar mit dem TAL-1 (damals stand er noch im Einhorn mit
etwa +11 m), er war mir also nicht so wichtig wie T7, zumal er jetzt wieder etwa eine
Größenklasse heller als T7 sein sollte. Die Position hatte ich nur ungefähr und keine
Aufsuchkarte dabei, deshalb irrte ich etwa 20 min. umher, ohne etwas von diesem
Kometen zu sehen.
Plötzlich - Regentropfen! Ach du Schei** - da hatte sich doch von NW eine Wolke
herangeschlichen und ließ Regen fallen! ;-) Das war mir doch zu kriminell und ich
brachte den Achtzöller lieber in Sicherheit, denn da zogen immer mehr Wolken rein.
Doch der Schauer war nur kurz und ich schnappte mir meinen orangenen
Tchibo-Torpedo, weil ich da noch Okulare ausprobieren wollte. Ich schaute mir also
die Plejaden damit an, danach noch Saturn (leider Barlow für dieses Scope oben
vergessen) und M1. Dann wollte ich auch rüber in den Fuhrmann, die drei OH
(M36/37/38) dort abgrasen. Irgendwie bin ich dabei bei M38 gelandet und sah da
plötzlich in dessen Nähe eine kleine nebelige Geschichte. Preisfrage - was war das?
Hm, die 76 mm-Optik gab nicht mehr her, also mußte der TAL-1 nochmal ins Freie,
denn den 8" wieder herzuschleppen, dazu hatte ich keinen Nerv mehr.
Der BlueTAL löste das Problem in 5 min. - es war ein Offener Sternhaufen
(NGC1907, wie ich in der Nachkontrolle herausfand).
Wo ich also schon am TAL-1 war, konnte ich mir auch gleich die Gegend
anschauen, wo ich zwei Stunden vorher den Kometen T7 gesichtet hatte. Bei 50fach
nix Entscheidenes - bei 80fach mit dem Siebert dann die Sichtung: An dem besagen
+11,6 m-Stern hatte sich etwas getan!
Miutenlanges Schauen - indirektes Sehen -
Leistungsgrenze... --- tatsächlich: Da hatte sich die Kometenwolke in der
Zwischenzeit von dem Stern wegbewegt!
Hammerhart! Ich schätzte die
Kometenhelligkeit grob auf ca. +11,8 m - und das klappte noch mit dem TAL-1 -
unfaßbar.
(Die Flucherei über die in der Zwischenzeit zugetauten Okulare bei +4°
Außentemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit erspare ich mir hier. ;-) )
So, das sollte für die Nacht reichen, mittlerweile war's halb 5, Zeit für die Heia. Eine
halbe Stunde später (nachdem ich mir die Situation um T7 noch mit Guide7
angeschaut hatte - die simulierte Bewegung des Kometen entsprach genau dem, was
ich in der Nacht gesehen hatte) sichtete ich noch mit freiem Auge Regulus, Jupiter (3°
über Horizont!) und darüber die schmale Mondsichel, die extrem seitlich gekippt
stand. Toller Anblick, aber auf Merkur warten wollte ich doch nicht mehr.
Aaaah - gestern Nacht hatten wir e-n-d-l-i-c-h mal wieder einen brauchbar dunklen
Himmel über Kiel. Kein Mond da, die Nachbarn hatten alle ihr Licht aus -
wunderbar!
Schon seit ein paar Wochen bin ich scharf auf die Erstsichtung von Komet C/2002
T7 LINEAR, der sich momentan im Fuhrmann nahe M36 herumtreibt und ca. +12 m
haben soll. Für solche Funzeln sind also gute Bedingungen nötig, schon leichter Dunst
und Fremdlicht stört...
Gegen 1:30 Uhr letzte Nacht bin ich also bewaffnet mit Aufsuchkarte runter in den
Garten und machte den 8" f/5-Newton auf TAL-2M klar. Dieselbe Aktion zog ich
schon vor drei Nächten durch, aber da war der Himmel zu mies mit etwa +4-4,5 m
GH. Das war zu wenig. Diesmal schätzte ich die GH auf etwa +5 m oder etwas
besser.
Das Suchgebiet von T7 hatte ich noch vom letzten Einsatz im Kopf, und es reichten
nur einige Blicke in die Karte, um das Gebiet wiederzufinden. Der Komet bewegt
sich im Moment ja noch recht langsam.
Bei 63fach im Achtzöller war an der markierten Stelle nichts Eindeutiges zu sehen,
denn T7 stand lt. Karte ganz nahe bei einem +11,6 m-Stern. Erst bei 100fach (10er
Siebert) tuachte ganz nahe bei diesem Stern eine nebelige Geschichte auf. Je länger
sich das Auge auf die Situation einstellte, umso klarer wurde die nebelige Wolke -
deutlich elongiert!
kam er gar nicht mal so gut raus wie mit dem 10er - das lag an diesem Stern nahebei.
Klasse - ich war happy und schaute mir den Kometen bestimmt eine halbe Stunde
lang an.
Danach wollte ich noch weiter zu Komet C/2001 HT-50 LINEAR-NEAT der sich
nicht weit entfernt im Stier herumtreibt. Den Kometen kannte ich schon von einer
einmaligen Sichtung im Januar mit dem TAL-1 (damals stand er noch im Einhorn mit
etwa +11 m), er war mir also nicht so wichtig wie T7, zumal er jetzt wieder etwa eine
Größenklasse heller als T7 sein sollte. Die Position hatte ich nur ungefähr und keine
Aufsuchkarte dabei, deshalb irrte ich etwa 20 min. umher, ohne etwas von diesem
Kometen zu sehen.
Plötzlich - Regentropfen! Ach du Schei** - da hatte sich doch von NW eine Wolke
herangeschlichen und ließ Regen fallen! ;-) Das war mir doch zu kriminell und ich
brachte den Achtzöller lieber in Sicherheit, denn da zogen immer mehr Wolken rein.
Doch der Schauer war nur kurz und ich schnappte mir meinen orangenen
Tchibo-Torpedo, weil ich da noch Okulare ausprobieren wollte. Ich schaute mir also
die Plejaden damit an, danach noch Saturn (leider Barlow für dieses Scope oben
vergessen) und M1. Dann wollte ich auch rüber in den Fuhrmann, die drei OH
(M36/37/38) dort abgrasen. Irgendwie bin ich dabei bei M38 gelandet und sah da
plötzlich in dessen Nähe eine kleine nebelige Geschichte. Preisfrage - was war das?
Hm, die 76 mm-Optik gab nicht mehr her, also mußte der TAL-1 nochmal ins Freie,
denn den 8" wieder herzuschleppen, dazu hatte ich keinen Nerv mehr.
Der BlueTAL löste das Problem in 5 min. - es war ein Offener Sternhaufen
(NGC1907, wie ich in der Nachkontrolle herausfand).
Wo ich also schon am TAL-1 war, konnte ich mir auch gleich die Gegend
anschauen, wo ich zwei Stunden vorher den Kometen T7 gesichtet hatte. Bei 50fach
nix Entscheidenes - bei 80fach mit dem Siebert dann die Sichtung: An dem besagen
+11,6 m-Stern hatte sich etwas getan!
Leistungsgrenze... --- tatsächlich: Da hatte sich die Kometenwolke in der
Zwischenzeit von dem Stern wegbewegt!
Kometenhelligkeit grob auf ca. +11,8 m - und das klappte noch mit dem TAL-1 -
unfaßbar.
(Die Flucherei über die in der Zwischenzeit zugetauten Okulare bei +4°
Außentemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit erspare ich mir hier. ;-) )
So, das sollte für die Nacht reichen, mittlerweile war's halb 5, Zeit für die Heia. Eine
halbe Stunde später (nachdem ich mir die Situation um T7 noch mit Guide7
angeschaut hatte - die simulierte Bewegung des Kometen entsprach genau dem, was
ich in der Nacht gesehen hatte) sichtete ich noch mit freiem Auge Regulus, Jupiter (3°
über Horizont!) und darüber die schmale Mondsichel, die extrem seitlich gekippt
stand. Toller Anblick, aber auf Merkur warten wollte ich doch nicht mehr.