Kometenzeichnung anno 1577

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MikeWölle

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Hi,

da am Wochenende wieder mal schlechtes Wetter war, besuchte die kleine Ausstellung im steirischen Stift Rein(in der Nähe von Graz) "Schau rein- Reisen bis zu den Sternen".
Da gab es neben einem Nachbau von Brahes Quadranten und einem großen Kalendertisch, ganz hinten im Eck an eher unscheinbarer Stelle plaziert eine Karte die ich als Kometenbeobachter ganz besonders interessant fand. Datiert mit 1577 und gezeichnet von einem Paolo Fabrizio stellt sie kreisförmig den Himmel dar in der für die Monate November und Dezember 1577 mit einem rotbraunem Stift für jeden Beobachtungstag die Position, Schweiflänge und Lage des großen Kometen von 1577 eingezeichnet ist. Damals war ja noch nicht so ganz klar, dass Kometen jenseits der Erdatmosphäre ihre Bahnen ziehen. Erst Tycho Brahe konnte durch Messungen an eben diesem Kometen zeigen, das diese wesentlich weiter entfernt sein mussten als bis dahin angenommen wurde. Der große Komet muß damals von unseren Breiten aus, ganz ohne aktuelle Lichtverschmutzung eine imposante Erscheinung gewesen sein, da wär ich gern dabei gewesen. Hier zwei Fotos der Karte:
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/8apm-1t.jpg

Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/8apm-1u.jpg

CS Mike
 
hallo Leute,

Mike:

ouhh :krank:, es muss endlich aufklaren :augenrubbel: !

Nein, im ernst tolle Infos aus dem Archiv von Dir.

So ein dicker Brummer in der prä Teleskop Ära. Das hätte auch heutzutage was.
Es würden bestimmt noch mehr spontan sich der Astronomie zuwenden als zu Zeiten Hale-Bopps, und der hat wie ich heute noch bei neuen Kontakten auf Teleskoptreffen so höre viele überhaupt erstzum Kauf eines Scopes bewegt.

Gruß
Christian
 
Hallo Christian,

ich finde nicht nur den Kometen von 1577 bemerkenswert sondern auch die kluge Art und Weise auf möglichst wenig Papier oder Pergament möglichst viele Daten unterzubringen,(zweites Foto in der Vergrößerung genau anschauen,übrigens ist auch Saturn eingezeichnet) was natürlich auch von der Bahn, Schweiflage und Geschwindigkeit des Kometen abhängt. So etwas hätten wir im Stil von Fabrizio auch von Kometen Hyakutake gut zeichnen können. Sollten wir das Glück haben wiedermal einen großen Kometen zu sehen werde ich das mal probieren.

Übrigens auch in meinem Freundeskreis hat Hale Bopp dazu beigetragen sich näher mit der Kometenbeobachtung auseinanderzusetzen. Für mich selbst bedeutete das Auftauchen von Hyakutake und Hale-Bopp die ersten richtig hellen Kometen seit dem Beginn der Kometenbeobachtung mit Austin und Iras-Araki-Alkock. Es ist auch einer der wenigen die ich fotografiert habe:
Link zur Grafik: http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/8apm-1w.jpg

BTW: Wenn du die Wahl hättest eine historische Kometenerscheinung sehen zu können was würdest du dir auswählen?
Wie wäre es mit de Cheseaux anno 1744 mit seinem vielfach Fächerschweif?

CS Mike


 
moin Leute,

Mike:

gute Frage,

ich würde diesen langen schlanken Hyakutake ähnlichen
( Jahr weiß ich spontan nicht) aufgetauchten Kometen sehen. Er wurde als lange "Nadel" ,partiell, von Wolken bedeckt über einer Stadt dargestellt.
Es muss doch krass sein so ein Teil am Taghimmel mit dem Fernglas und Visuell anzuschauen.
Die "Blöd"-zeitung würde sich dann mit Weltuntergangsgehabe a la Halley 1910 überschlagen...

Die ausgegaste Raketenstufe vor einem Monat ließ mich auch fantasieren ob nihct gerade spontan ein Kometenkopf zwischen Erd-und Mondbahn durchkreuzt, der Anblick war auch schon genial. Zumal ich im 16"er zwei Ausgasungsfontänenen aus der Stufe beobachtete , erinnerte mich stark an Detailbeobachtungen von Hale-Bopp nur ohne die markanten Schalen. Nur war die Rakete selbst punktförmig. Ein Kometenkern mit ein paar Kilometern Durchmesser wäre bei der 72x Vergr. eindeutig flächig erschienen, so kam ich dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück :erschreck::augenrubbel: ?) :Trost: ;)

Gruß
Christian


 
Moin Mike,

danke für`s raussuchen.

Der 1843 kann`s gewesen sein. Ich werde mal meine Quelle raussuchen, habe momentan aber keine Zeit dafür.

Ein Komet a la Chesaux habe ich am 20.1.2007 live erleben dürfen :hochachtung::



Gruß
Christian
 

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  • McNaughtAde.jpg
    McNaughtAde.jpg
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Ja in der Tat- Mc Naught hat mich Anfang 2007 auch an de Cheseaux erinnert, auch wenn ich den Fächer nur auf den Aufnahmen sehen konnte, aber es war der bisher einzige Komet den ich bereits am Taghimmel, bzw bei Sonnenuntergang erleben durfte.

CS Mike
 
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