Hallo astronomie_fan,
zu Anfang eine Frage: Hast Du Dich bereits kundig gemacht, was es da oben so prinzipiell zu sehen gibt? Ich habe so eine Vermutung (aus eigener Erfahrung heraus), dass Du eventuell denken könntest, dass man die Sterne direkt anschaut und das war's dann außer Planeten und Mond.
Ich dachte das zumindest am Anfang. Wir werden ja landläufig auch als "Sterngucker" betitelt. Nach einiger Lektüre bin ich dann draufgekommen, dass die Sterne und Konstellationen eigentlich nur als Orientierung für die Deep-Sky Objekte dienen (von Doppelsternen mal abgesehen).
Vielleicht hast Du schon mal was von "offenen Sternhaufen (h/x Perseus, M35,...)", "Kugelsternhaufen" (M13, M92,...), "Planetarischen Nebeln" (M57 Lyra,...), "Emissionsnebeln" (M42 Orionnebel, M27 Hantelnebel,....) und Galaxien (M31 Andromedagalaxie, M33,...) gehört. In der einschlägigen Lektüre, wie z.B. dem "Karkoschka" ist der Weg dahin prinzipiell dargestellt.
Die meiner Meinung nach größte Herausforderung für Einsteiger ist es, Objekte zu suchen und zu finden.
Noch eine Frage: Benutzt Du einen klassischen Sucher(kleines Fernrohr) oder ein Peilgerät in Form eines Telrad oder Leuchtpunktsuchers? Ich tat mich am Anfang besonders schwer mit einem Sucherfernrohr bis ich dann auf Telrad umgestellt hatte. Vielleicht noch eine Anmerkung zu den Okularen: Für Deep-Sky solltest Du Dir, falls noch nicht vorhanden, eventuell ein langbrennweitiges Übersichtokular zulegen. (so um 30-40mm, kommt auf die Teleskopbrennweite an). Damit erhälst Du eine viel bessere Übersicht am Himmel und findest Objekte leichter. Wenn Du sie gefunden hast, kannst Du dann Okulare mit weniger Brennweite einsetzen.
Die 224x Vergrößerung machen dann allerhöchstens an Planeten einen Sinn, aber auch nur dann, wenn das Seeing perfekt ist. (Also leider fast nie)
Das wichtigste ist jedoch die Orientierung und die relativ genaue Kenntnis der Position des gesuchten Objekt(Sternatlas). Die Objekte, welche meine Vorrednerin beschrieben hat, sind natürlich gerade jetzt ideal zum Aufsuchen, da eigentlich nicht verfehlbar.
Bebachtest Du eigentlich schon länger? (Mehr als ein halbes Jahr).Vor 2 Monaten waren Jupiter und Saturn nämlich, wenn überhaupt, nur am frühen Morgen zu sehen.
Ich wünsche Dir viel Geduld und Erfolg beim Suchen, Finden und Beobachten. Gerade am Anfang ist es ein wenig schwierig, weil man noch keine richtige Ahnung hat, was einen im Okular bei welcher Vergrößerung erwartet. Aber, nur Mut, das "Zeug" ist echt da oben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Viele Grüße
Rolf