kompaktes Reise/2.Teleskop

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physi

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Hallo Sternenfreunde,

ich bin am Überlegen, ob ich mir nicht ein 2. Teleskop/Reiseteleskop zulege. Ich besitze bereits seit Jahren einen 8“ Dobson, den ich aber aufgrund der Größe ungern öfter weiter transportiere. Zusätzlich bin ich jetzt am Wochenende fernbeziehungstechnisch auch selten zu Hause…
Da kam mir der Gedanke, ob ein 2. transportableres Gerät, welches dann auch auf Urlaub in den Bergen mitdürfte nicht eine schöne Ergänzung wäre.
Gedacht wäre es für visuelle Planeten- und Mondbeobachtung. Viel Geld möchte ich nicht unbedingt ausgeben und mir ist klar, dass ich viel weniger „sehe“ als mit meinem 8“.
Spontan hatte ich an sowas gedacht:
Skywatcher-102 auf AZ3
das sieht mir kompakt aus und gefällt mir, bis auf den Preis ;) auch ganz gut:
Skymax_Mak

Inwieweit stört hier die Obstruktion für die gewünschte Anwendung?
f/5, f/12,1 also einmal eine schnelle und einmal langsame Optik (für Photographie), hab dunkel in Erinnerung, dass für f/12,1 sich gut auch Kellner-Okulare eignen. Das wäre ein weiterer Kostenpunkt, evtl. lässt sich Zubehör meines 8“ Verwenden.
Wie sieht es denn mit Auskühlzeiten aus? Und inwieweit muss ich aufgrund des Transportes Justieren? Sehen beide jedenfalls transportabler aus, als mein Dobson mit Rockerbox.

Danke für eure Hilfe und ich bin für alle Ratschläge/Alternativen offen.

Gruß
Ina
 
Hallo Ina,

ich hab den erwähnten Skywacher Refraktor 100/500mm und bin sehr zufrieden damit. Aber man muß sich im Klaren sein, er ist ein Spezialgerät für großes Bildfeld, aber dort einfach gut. Er wäre sicher eine gute Ergänzung zum Dobson, und ist unschlagbar, wenn man die Milchstraße entlangfährt und eventuell mit einem O3 Filter die großen Nebel aufsucht. Vergrößerung von 16 bis 40x mit Weitwinkel Okularen ist die Stärke, bei 50x wird es schon deutlich unscharf. Mond na ja, und Planeten eigentlich nein.

Falls höhere Vergrößerungen auch ein Thema sind, würde ich an einen ED Refraktor denken, mit etwas längerer Brennweite. Aber da bewegen wir uns leider schon in einem anderen Preisrahmen. So 80 oder 100mm sollten es aber sein, sonst wird es einfach zu lichtschwach. Könnte auch noch auf der AZ3 transportabel sein. Bei mir ist gerade ein alter Skywatcher ED 100/900 Pro unterwegs, ist nur wenig schwerer und sollte noch mit der AZ3 und einem Feldstecher in die Packtaschen meines Rades passen.

Clear Skies
Arnold

 
Moin Ina!

Willkommen im Forum! :super:
Wenn Du vorwiegend auf Planeten- und Mondbeobachtung aus bist, solltest Du auf die kurzen Großfeldrefraktoren ("Richfielder") klar verzichten. Die sind gut für Vergrößerungen von max. 50-80fach geeignet, keinesfalls für hohe Vergrößerungen, die man bei der Planetenbeobachtung ja braucht. Der ausgeprägte Farbfehler dieser Refraktoren macht dabei einfach das Bild kaputt.
Hier würden sich ED-Refraktoren mit ihrer besseren Farbkorrektur eher anbieten. Ein ED 80/600 mm bspw. ist ein weitverbreitetes Modell, relativ günstig und kompakt.
Der Mak, den Du Dir ausgeguckt hast, ist mit seinen 127 mm (5") Öffnung schon ein ganz schöner Brocken, und IMO nicht mal so eben als Zweitteleskop zu bezeichnen. Mit der parallaktischen Montierung und dem Stativ drunter - evtl. noch mit Steuerung zum Nachführen und Akku - ist das auch schon einiges zum Stemmen. M.E. ist da kein Unterschied zu Deinem 8"-Dobson, was Platzbedarf beim Transport angeht.
Ein Mak hat zwar ausreichend Brennweite, aber ich persönlich mag so etwas nicht als reines Planetenteleskop. Da würde ich also eher auf den ED zurückgreifen wollen, auch weil dessen Öffnungsverhältnis wesentlich universeller zu gebrauchen ist. Eine kleine Alt-Az-Montierung drunter (meinetwegen auch die AZ-3), und fertig ist das Urlaubsteleskop.

Ich selbst besitze für solche Fälle als Zweitteleskop einen 90-mm-FH auf der Vixen Porta. Den FH könnte man sich natürlich gegen einen 80-102 mm ED ausgetauscht vorstellen (aber mir reicht das so).

Nochwas zu den Okularen: Also, von Kellner-Okularen solltest Du Dich so oder so verabschieden. Es gibt heute durchaus günstige und sehr gut brauchbare Okus, die nicht unbedingt teuer sind. Schau mal ins "Okulare-Board", was da empfohlen wird - vorwiegend Erfle-Designs im Preisrahmen von 50-100 EUR (neu). Einigermaßen brauchbare Planeten-Okulare (Planetary HR z.B.) sind z.T. sehr günstig zu bekommen (um 40/50 EUR neu).
 
Hallo Arnold, hallo Micha,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.
Ich habe mich umgesehen und wollte mich vergewissern, ob Ihr sowas gemeint habt ED 80/600 und dazu vielleicht, wenn es sinnvoll für den Einblick ist, ein Zenitspiegel?
Als Montierung die AZ3, wenn das in Ordnung geht.
Das wäre dann zumindest ein Anfang und erfordert doch mehr Budget, als gedacht. Evtl. findet sich da etwas Gebrauchtes.
Den Hinweis auf das Okular-Board, werde ich gleich beherzigen, das mit dem Kellner war halt noch Wissen, was hängen geblieben ist, mit "genügsamer" Optik ;)
Vielen Dank für die Denkanstöße!

Viele Grüße
Ina
 
Hallo Ina,

ich würde Dir auch einen William FD 72 empfehlen.Ich benutze ihn selbst als Reiseteleskop auf einer EQ2 mit Fotostativadapter .Selbst ein stabiles Fotostativ trägt den 2,2Kg schweren Willi.Der ist noch etwas kleiner und handlicher als ein Skywatcher ED 80/600 und er hat auch eine sehr gute Optik.Wird hier im Forum auch ab und zu gebraucht günstig angeboten.

Viele Grüße

Markus
 
Hallo Ina,

ja so ein ED wäre es. Den Zenitspiegel brauchst Du auf jeden Fall dazu, wenn geht in 2". Ein Gebrauchtgerät wäre sicher eine günstige Möglichkeit, etwas Glück und Geduld kann da schon mal ein wenig Geld sparen. Auch eine AZ3 geht schnell mal weit unter dem Neupreis gebraucht weiter, weil sie mit vielen Sets verkauft wird, und im Set fast nichts kostet.

Viel Glück und Spass mit dem neuen Teleskop
Arnold
 
Hallo Ina,

das 2. Teleskop, wenn es auf Reisen mitgenommen werden soll, muss vor allem transportabel bleiben. Das betrifft ja nicht nur das Teleskop, sondern auch die Montierung und das Stativ.
Der von dir verlinkte Mak ist zwar ein Gerät, welches optisch deine Anforderungen voll erfüllen dürfte, mechanisch bei hohen Vergrößerungen aber stabil und trotzdem beweglich montiert sein muss. Sonst macht das Gucken keinen Spaß.

Die Nachführung ist mit einer NEQ3 natürlich relativ einfach, aber diese Montierung wiegt inklusive Gegengeicht einige Kg - es könnten so um die 10kg sein.

Wenn es auf Reisen geht kommt es darauf an, wie transportabel das Gerät sein soll (auto, Bus, Flugzeug,...). Der 72er Megrez erfüllt diese Anforderungen perfekt, da auch die Montierung leicht ausfallen darf. Die Vergrößerung ist bei 140fach sicherlich nahezu ausgereizt - eine leichte, preiswerte Montierung aber auch. Der Mak bietet hier noch mehr Reserven am Mond und Planeten, verlangt dabei aber nach einer etwas kräftigeren oder wenigstens feinfühlig nachführbaren Montierung.

Ein Punkte vielleicht noch: Der Mak will auskühlen und brauch dafür wenigsten eine halbe Stunde, bei großen Temperaturdifferenzen auch das Doppelte. Große GEsichtsfelder wären nicht sein Ding - aber wenn es bei Mond und Planeten bleibt, dann wäre das auch nicht schlimm.

Empfehlen kann ich eine Linse im Bereich 70 - 80 mm (als ED!), die erfüllt viele Kriterien (robust, transportabel, leistungsfähig) und kann auch mal Weitfeld, wenn es im Urlaub oder in den Bergen reizvoll ist - der Appetit kommt ja bekanntlich beim Essen.

Letzeres kann der 102/500 Refraktor sehr gut, aber ausgerechnet Planeten und Mond sind sehr bescheiden bis gar nicht möglich. Der erst ab mittleren Vergrößerungen und vor allem hellen Objekten auftretende Farbfehler würde genau bei den von dir genannten Anforderungen (Mond/Planeten) sehr stören.

CS,
Stefan
 
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Hallo nochmal,

erstmal danke für die vielen hilfreichen Antworten! Hier wird einem echt gut geholfen :)
Von so einem sprechen wir als Alternative Williams_APO ,oder?
Welche transportable Montierung kommt dafür infrage?
500 Euro mit Grundzubehör wäre meine Schmerzgrenze, also muss ich auf jeden Fall in Richtung gebraucht suchen. Evtl. wäre zu überlegen, was ich von meinem Dobson mitbenutzen kann, aber ich kenn meine Schussligkeit ;) dann is das Zubehör gern nicht da, wo ich es brauche :totlach:
Ich werde mich weiter umgucken, nochmals Danke für die vielen Denkanstöße und Meinungen!

Viele Grüße und schönen Sonntag
Ina
 
Hallo Ina,

sind Mond und Planeten auch beim 8"er Deine bevorzugten Objekte?

Wenn nein, würde ich bei den von Dir angesprochenen Reisen in die Berge mich nicht auf Mond und Planeten beschränken. Gerade in höheren Regionen haben Deep Sky Objekte eine Menge zu bieten.
Mond und Planeten sehen fast überall auf der Erde gleich aus. Wenn es jedoch Richtung Süden geht, sind evtl. ganz andere Deep Sky Objekte erreichbar, die Dir in nördlicheren Gefilden verborgen bleiben.

Und da wäre dann auch der kurze Refraktor das optimale Gerät.

CS
Chris

PS: die Okulare Deines 8"ers kannst Du natürlich auch am kurzen Refraktor nutzen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Ina,

ich hab mal eine Gemeinheit auf Lager:
Wenn ich verreise, was will ich da sehen? Planeten - kann ich auch von zu Hause gucken. Will ich wirklich mehr sehen, als von zu Hause geht, brauche ich große Öffnung.

Deepsky - ist bei den meisten von uns von zu Hause schlecht. Um toll Deepsky zu gucken, ist eine größere Öffnung gut und es muss weder ein ED noch ein Apo sein. Ein FH tut's ggf. auch und am günstigsten kommt man noch mit einem Spiegel weg. Reisedobson.

Als Zweit-Teleskop ein Richfield-Gerät, wäre auch Thema Deepsky. Sollte aber dann nicht der interessante Vergrößerungsbereich schon oberhalb dessen eines Feldstechers (also mehr als 7x bis 10x) liegen? Dann sind 80mm Öffnung auch wieder sehr mager (klar kann man mehr als 10x vergrößern, aber das Bild wird dann auch wieder dunkler). Der Feldstecher mit beidäugig und leichtem Stativ kann da mehr - eben zwei Augen unterstützen. Man kommt auch wieder auf den Gedanken, eher an 100mm Öffnung zu denken.

Von daher kann man auf den Gedanken kommen, dass als Zweitgerät so ein ED bis 80mm eher fotografisch sinnvoll wäre (dann Frage: Öffnungsverhältnis!).

Beim Zweitgerät würde ich daher immer mal der Sinnfrage gesondert nachgehen.

Clear Skies
Sven
 
Guten Abend zusammen,

sooo jetzt bin ich erneut in mich gegangen.
Also am Dobson besehe ich mir eigentlich vornehmlich Deep Sky Objekte.
@Sven: das war ein sehr guter Denkanstoß, Gemeinheit würde ich es nicht nennen ;)
Ich war vornehmlich auf der Suche nach einem angenehm transportablen daher auch robusten, vielleicht auch schnell zum Spechteln (bzgl. Aufbau, Auskühlzeit) geeigneten Teleskop, was mit etwas Grundausstattung etwa 500 Euro kosten sollte. Da ich mit dem Dobson, wie gesagt eher Deep Sky Objekte beobachte, dachte ich dann als Ergänzung eher an Mond und Planeten.
Vielleicht ist das aber ein Denkfehler? ich dachte nur, dass quasi Dobson in kleiner oder in diese Richtung eher doppeltgemoppelt wäre. Bin aber am Überlegen, ob es sinnvoller ist doch in diese Richtung zu gehen?!
Da sollte ich wohl doch besser noch einmal drüber schlafen ;)

Schönen Abend noch und vielen Dank für die hilfreichen Gedanken.
Viele Grüße
Ina
 
Hallo Ina,

Deine Gedanken

Zitat von physi:
Ich war vornehmlich auf der Suche nach einem angenehm transportablen daher auch robusten, vielleicht auch schnell zum Spechteln (bzgl. Aufbau, Auskühlzeit) geeigneten Teleskop, was mit etwas Grundausstattung etwa 500 Euro kosten sollte. Da ich mit dem Dobson, wie gesagt eher Deep Sky Objekte beobachte, dachte ich dann als Ergänzung eher an Mond und Planeten.

sind ja schon mal nicht schlecht, aber an den Ratschlägen, gerade auf Reisen an Deep-Sky-Objekte zu denken, ist was dran.

Wie wäre es mit der Idee, zwei Optiken einzusetzen, aber nur eine Montierung? Ein Teleskop für Weitfeldbeobachtungen, welches nicht so viel Öffnung braucht, da wegen kleiner Vergrößerung die Austrittspupille sowieso größer wäre als die Deiner Augen, und ein Teleskop für höhere Vergrößerungen, was dann auch mehr Öffnung haben darf.

Bei einem Deep-Sky-Objekt, was zu klein für den Weitfelder ist, macht das kleinere Öffnungsverhältnis des Planeteninstrumentes auch nichts mehr aus, da man ja höher vergrößern muß und jetzt halt längerbrennweitige Okulare dafür nehmen kann.

Da man bei Planeten meist ordentlich Vergrößerung nehmen wird, würde ich eine parallaktische Montierung vorschlagen, z.B. die von Dir beim MC vorgeschlagene NEQ3 oder die zur Zeit viel günstiger angebotene Skyview. Es könnte sinnvoll sein, das Gewicht in zwei kleinere Exemplare zu splitten und diese je nach aufgesetztem OTA zu verschieben.

Einen klaren Himmel wünscht

fquadrat
 
Hallo Ina,

es dürfte schwierig werden, bei richtiger Okularwahl und gutem Umgang, mit einem so angedachten Zweitgerät die Planetenleistung des 8-Zöllers zu toppen. Natürlich gibt es da eine Menge Faktoren, die an der Leistng des 8-Zöllers knabbern können. Dann wäre es aber günstiger, diese Faktoren anzugehen.

Da viele Sternfreunde mit einem Dobson mehr als 200x vergrößern, shee ich kein Problem darin, den zu nutzen. Soll aber die Planetenbeobachung wirklich auswärts stattfinden, muss man eben schauen, was man an Leistung kriegt.

Clear Skies
Sven
 
Guten Morgen an Alle,

also ich bin nicht beratungsresistent ;) und sehe auch ein, dass mein Grundgedanke gut gedacht war, aaaaber vielleicht die Prämisse Planeten/Mond einfach nicht geeignet ist. Ich dachte auch gar nicht, dass ich die Leistung meines 8"ers toppe.

@fquadrat: 2 Optiken sind eine nette Idee, finanziell und vom Transport her gesehen, wohl aber eher ungünstig??
@Sven: ja also langsam glaub ich auch, dass ich eher mit Deep Sky glücklich werde... wobei ich da jetzt nicht genau weiß, was jetzt sinnvoll ist... Sind wir da jetzt wieder bei dem kleinen Refraktor am Anfang?

Also das Forum ist echt TOP bzw. seine Mitglieder, dank der Erfahrung kann ich viel leichter dahinterkommen, was ich eigentlich will ;)

Mit so viel neuen Gedanken, startet man gut in die neue Woche. Danke!
Viele Grüße
Ina
 
Hallo Ina,

als Widefield-Ergänzung ist ein Spiegel (114/500 "Parabol") eingeschränkt. 2" muss man selbst einbauen, etc.
Daher eher ein Refraktor. Ich würde 100mm bis 120mm Öffnung anstreben (Vergleich Feldstecher) und das kann ein Achromat sein oder bei dem Wunsch danach auch ein ED. Sollte aber schnell sein, f/6 oder wenigstens unter 700mm Brennweite.

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

nach all dem hin und her, bin ich jetzt doch wieder bissl verwirrt. Wenn ich von der Planetenbeobachtung abkomme, wären dann folgende Geräte sinnvoll?
Müssten alle 2“ Okularauszug besitzen. Ersteres hat eine große Öffnung, die anderen drei unterscheiden sich aufgrund der Brennweite quasi nur im Öffnungsverhältnis.
Rein aus dem Bauch heraus gefällt mir das erste recht gut
120/600
f/5 vielleicht problematisch?
Montierung ok? für Anfänger (habe aufgrund meines Dobsons nur Schubserfahrung ;)) schnell aufzubauen? Gibt es alternativ auch mit AZ3 oder AZ4; für 150 weniger gäb es auch nur die Optik mit Leuchtpunktsucher
102/500
102/660
100/700
Wie macht sich das unterschiedliche Öffnungsverhältnis visuell bemerkbar? Das eine schnellere Optik in Bezug auf Okulare heikler ist und sich besser zum Fotographieren eignet (geringere Belichtungszeiten, aber nicht relevant für mich) hab ich so im Kopf. Daraus ergibt sich auch die maximal sinnvolle Okularbrennweite 35,45,49 bzw. minimale Vergrößerung von 14fach? Wenn ich die Formeln noch richtig im Kopf habe.
Im Bereich ED habe ich z.B. einen 100/900 gesehen, der mit gut 700 Euro aber immer noch über meinem Budget liegt und dann auch wieder etwas sperrig wird…
Ich werde noch einiges Querlesen und bedanke mich schon mal für eure Geduld :blush:

Viele Grüße
Ina
 
Moin Ina!

Kurzer Einwurf, da wir uns hier anscheinend im Kreis drehen: Nun bist Du wieder weg von einer Allround-Optik (ED-80 oder ED-100) hin zu einem reinen Spezialteleskop für geringe Vergrößerungen (die oben im Eingangspost schon genannten "Richfielder"). Für solche RFT braucht man bei den geringen Vergrößerungen eigentlich keine EQ-Montierung, die wiederum geauso viel Transportaufwand wie Dein Dobson erfordert (auch das hatten wir oben schon!).

Bei begrenztem Budget würde ich doch eher mal auf den Gebrauchtmarkt schielen, als die Händlerseiten zu durchforsten. Im hiesigen A.de-Markt war am Wochenende von privat ein 4"-ED-Refraktor für AFAIR 450 EUR inkl. Versand zu bekommen - das mal als Beispiel, was man sparen kann.

> Im Bereich ED habe ich z.B. einen 100/900 gesehen, der [...] dann auch wieder etwas sperrig wird…

Hm?! ...und dann suchst Du weiter oben einen FH-100/700 oder 120/600 mit EQ-Montierung aus?! Da ist so gut wie kein Unterschied, was das "sperrig sein" angeht... ?)
 
Hallo Ina,

die Idee hinter den 2 Optiken war eigentlich, Kosten zu sparen, wobei das Gewicht eher klein bleibt. Ein Instrument, welches nur geringe Vergrößerung leisten muß, darf eine schlechtere Optik haben als eines, welches höchste Vergrößerungen erlauben muß (Achromat statt ED). Die Optik kann dann kurzbrennweitig und somit kurzbauend ausgeführt sein. Ein Kandidat wäre ein einfacher Achromat mit eher geringer Öffnung, z.B. 80 mm. Der ist leicht und normalerweise recht justierstabil.

Das Instrument für hohe Vergrößerungen muß mehr Öffnung aufweisen und sollte langbrennweitiger sein (weniger Fehler, einfache Okulare). Die Optik kann wegen des möglichen langsamen Öffnungsverhältnisses einen gefalteten Strahlengang aufweisen. Ein Kandidat wäre ein Maksutov-Cassegrain. Der ist bei nicht allzu großer Öffnung (z.B. 102 mm) auch leicht und auf jeden Fall nicht lang.

Zusammen sind die Teile nur wenig schwerer als ein 102-mm-ED, aber _deutlich_preiswerter.

Das Gedankenspiel hatte ich übrigens schon vor meinem Beitrag:

Seit März 90/1250er Maksutov unter anderem als Reiseteleskop für höhere Vergrößerungen
Seit ATT 80/400er Achromat für Weitfeldbeobachtungen (zickt noch herum, evtl. "Montagsgerät")

Die OTAs wiegen um 1,4 und um 1,6 kg, sie teilen sich EQ1, Zenitspiegel, Sucher sowie Okulare. Alles zusammen sollte mit etwas Geschick in einen Fotorucksack passen. Die Summe der Listenpreise ohne einzeln gekaufte Okulare liegt bei etwa 350 Euro, wobei der Fotorucksack aber auch ersteigert werden kann (gleicher Händler) und dann billiger kommt.

Üblicherweise dürfte der Rucksack mit nur einem der beiden Teleskope beladen werden, wenn ich wirklich zu Fuß durch die Gegend marschiere. Bei Bahnfahrten werden aber beide Tuben im Rucksack mitgeführt werden.

Der preisgünstigste 80-mm-ED kostet zur Zeit 360 Euro, kommt ohne Prisma, Sucher oder Montierung und benötigt eine EQ3-2 oder NEQ3, um so stabil montiert zu sein wie meine kleinen Instrumente. Die EQ3-Tpypen wiegen mehr als eine EQ1 und müssen mit passend viel Ausgleichsgewicht arbeiten, um den ED tragen zu können. Meine EQ1 bekommt dagegen noch ein leichteres Gewicht, das spart noch einmal gut 1 kg ein.

Klare Nächte wünscht

fquadrat
 
Hallo zusammen,

ich danke euch allen, für die vielen Ratschläge. Ich werde jetzt erstmal das alles zusammen beherzigen und nochmal aufmerksam durchlesen, damit ich nicht weiter Verwirrung stifte (vor allem bei mir :pfeif: ) Ich habe auch grad gemerkt, dass ich mich da wieder im Kreis drehe.
Parallel dazu beobachte ich den Gebrauchtmarkt.

Bis dahin klare Nächte und nochmal vielen Dank!

Gruß
Ina
 
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Hallo Ina,

mit einem Achromaten würde ich Fotos nicht in Betracht ziehen. Zu bunt. Einige wenige machen das allerdings trotzdem.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

Wenn ich wieder mit meinem kleinen 130/650 anfange, steinigt ihr mich oder? :D

130/650

Das wär klein, kompakt, leicht und recht kostengünstig.

CS
Felix
 
Hallo nochmal,

@Sven: das war mir bewußt, will aber sowieso keine Fotographie betreiben :)
@Felix: naja ich denke hier steinigt keiner jemanden ;) Bin sowieso ein Dobson-Fan

Gruß
Ina
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Moin Felix!

Ist zwar leicht OT, aber es gab letztens einen erhellenden (erschreckenden?) Herz- und Nierentest des Heritage 130 im blauen Nachbarforum --> Klick mich! So ohne weiteres würde ich diesen Klappdobson nicht mehr weiterempfehlen! :o
 
Hi Felix,

der hat nur 1,25" und ist damit vom Tisch, müsste genauso umgerödelt werden auf 2" wie ein 114/500. Ein geschlossener Tubus wäre für die großen Felder wohl auch sinnvoll.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Ina,

Hier im Forum

Montierung und ED80 für insgesamt 500 Euronen.

Viel Spaß und beste Grüße,

Michael
 
Hallo Ina,

als Besitzer eines 80/400 Achromaten kann ich sagen, dass sich damit im Bereich 13 - 50x Tolles beobachten lässt. Etwas mehr Öffnung wäre prima, also 102/500 Achromat. Das sind Geräte, welche am Planeten keinen Spaß machen, aber an DS-Objekten, an den passenden Nebeln zusätzöich bewaffnet mit einem guten UHC-Filter, Freude bereiten können. Das und die variable Vergrößerung bis ca. 50x (individuelle Einschätzung) sehe ich als Vorteil gegenüber einem FEldstecher.

Ein stabiles Fotostativ mit guter Nachführung ist Pflicht, wenn möglich sollte es sich schön hoch ausfahren lassen. Warum?
Auf Reisen geht es mir so, dass ich keinen Beobachtungsstuhl dabei habe und vor dem Gerät stehe ... gekrümmt halte ich das nicht lange aus oder wackel wie eine Ente vor dem Okular.

Eine Zeit lang war der 80/400 aufgrund seines schnelles Aufbaus ein Favorit auf meinen Reisen und sogar daheim. Grandiose Sichtbedingungen und -erlebnisse hatte ich auf 2.300m Höhe in den Alpen. Dorthin hätte ich ein viel größeres Gerät aber nicht getragen. Den Jupiter bei 120x musste ich aber beim Sternenfreund im 80ED anschaun.

Bei Kompaktgeräten ist es immer ein Kompromiss, am ehesten gilt das für die Öffnung und zu wissen was man will ist gar nicht so einfach. Falls es sowas überhaupt gibt - nicht umsonst haben viele Astronomen mehrere Geräte.

CS,
Stefan
 
Guten Abend zusammen,

jaaa es kristallisiert sich eben erst beim gedanklichen Austausch heraus, was zu einem paßt.
Im Moment denke ich auch über die von fquadrat Doppel-Optik-Lösung nach,ob ich mit so einer Kombi glücklich werden kann.

Ein Richfielder reizt mich sehr, da ich ja doch wieder an DS-Objekten hängen bleibe und es auch sehr gut als Ergänzung zum Dobson paßt. Ob ich dann aber wirklich noch etwas für höhere Vergrößerungen (Planeten/Mond) dazupacke, oder lieber auf den Richfielder beschränke...

@fquadrat: was ist denn mit deiner Kombination 90/1250er Maksutov und 80/400er möglich? Stört es, dass 2" fehlt?

@Sven: tolle HP im Übrigen! Wird mir sicherlich noch bei meiner Entscheidung behilflich sein

Werde jedenfalls noch weiterlesen und abwägen, auf was es mir ankommt. Transportabel und robust ist jedenfalls wichtig.

Danke nochmals für eure Eindrücke und eine klare Nacht
Ina

 
Hallo Ina,

zu

@fquadrat: was ist denn mit deiner Kombination 90/1250er Maksutov und 80/400er möglich? Stört es, dass 2" fehlt?

kann ich noch nicht viel sagen, da beide Teleskope noch nicht lange in meinem Besitz sind - der Achromat seit etwas mehr als einer Woche, der Mak seit März.

Beim Mak gehen Mond, Marspolkappe, Saturnring, M 57, M 27 und M 13. Sehr gut kommt das Instrument mit Doppelsternen zurecht. Bei M 81/82 habe ich Hoffnungen, käme statt des Peilsuchers ein normaler Sucher zum Einsatz. Das wird gelegentlich ausprobiert.

Beim 80/400er hatte ich ein Problem mit On-Axis-Koma, die dann auch schön bunt ausfiel. Bei der bisher zweiten Beobachtungsnacht war der Effekt weitaus schwächer, was bei M 8, M 20, M 17 und M 16 für eine gewisse Erkennbarkeit sorgte. Besonders der Lagunennebel kam mit Filter gut herüber. M 81/82 waren leicht zu finden und zeigten einige Form. Witzig war dann Col 399.

Die Verwendung von 2"-Zubehör wäre schön, denn der Mak hat arg wenig maximales Gesichtsfeld, und der Achromat wäre damit dann ein toller Superfeldstecher, wenn auch nur monokular. Prinzipiell ist hier allerdings auch mit 1,25"-Zubehör eine Menge machbar, da geringe Vergrößerungen erreichbar sind, wodurch das wahre Gesichtsfeld wiederum groß ausfällt.

Sternfreundliche Grüße

fquadrat
 
Hallo Ina,

zu meinem 80/400 Achromaten habe ich noch einen 102/1000 Rumak als Stellvertreter der Maks. Das Fehlen von 2" stört, wenn überhaupt, nur am Mak, da hier wenig Gesichtsfeld vorhanden ist. Das macht die Suche aufwendiger - der Achromat kommt auch mit 1.25" ganz gut aus, da die Brennweite gering ist. Ein 102/500 hätte dann wieder 2".

Aber: Der f/5-Achromat verlangt bei einem Weitwinkel von 20mm für meinen Geschmack nach einer teuren Lösung, sonst empfinde ich den Rand als so unscharf, dass die Sterne aussehen, wie kleine DS-Objekte. Bei 20mm ist am 80/400 eine 20fache Vergrößerung vorhanden und bei dieser sehen DS-Objekte halt kleiner aus.

Mit so einer Kombi hast du auf jeden Fall zwei Teleskope und man kann überlegen, ob ein 90er Mak und ein 80/400 zusammen nicht den Preis eines 80/560 ED, z.B. von Astroprfessional ergeben, welcher ungefähr die Leistung beider Geräte erbringt.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Eindrücke!
Vielleicht ist so eine Kombo aus 80er Achromat und einem MAK mit 2" angenehm. Kommt aber drauf an ob es transportabel und etwa im Preisrahmen bleibt.
Alternativ wäre auch ein gutes Gebrauchtangebot eines Apos möglich.
Ich werde erstmal sehen, was da an Spechtel-Potential drinsteckt und wie es um Transportabilität bestellt ist.
Vielen Dank für eure Erfahrungen!

Gruß
Ina
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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