Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N130?

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schischi

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Was würdet ihr für einen Einsteiger empfehlen:

Einen ED 80/600 oder einen Newton 130/650?

Wo sieht man wohl "mehr" mit?

Sollte relativ kompakt sein, also auf keinen Fall größer als der Newton. Ein katadiopt. Gerät wie Mak oder Newton möchte ich ausschließen.

Das Gerät soll als Allrounder eingesetzt werden.

Grüße
Michael
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo Michael,

gerade für einen Einsteiger würde ich den Refraktor vorziehen, weil...

- immer wieder notwendige Justierung entfällt!
- Okularwahl ist weniger kritisch, Plössl od. Barium genügen für den Anfang
- ist später mal das vielseitigere Zweitgerät z.b. neben einem großen Dobson
- verliert weniger an Wert, sollte es dennoch einmal verkauft werden

Bino-Tom

 
Hallo Michael,


zum Thema ED-80 als Einsteigerteleskop siehe hier:

http://www.svenwienstein.de/HTML/der_kleine_apo.html

Beim Newton mußt Du darauf achten, dass ein parabolischer Hauptspiegel verbaut ist.

Allrounder heisst auch Deep Sky. Meiner Meinung nach gewinnt dann klar der Newton - die Öffnung ist beim Newton einfach viel größer. Preislich ist der auch viel interessanter, für den ED80 brauchts ja noch ne Montierung extra. Allerdings hat der Newton "nur" den 1.25"-Auszug. Aber auch damit kann man mit nem guten Superplössl schon 5 mal den Vollmond nebeneinander im Gesichtsfeld unterbringen. Noch mehr Feld wie es der ED80 mit 2-ZOll Okus bringen würde lohnt sich nur bei sehr wenigen Objekten.
Weiterhin muß der Newton justiert werden, das mußt Du als Einsteiger lernen - kann aber jeder wenn er will. Noch eine Sache gibts: der Newton ist schnell, Brennweite/Öffnung=5. Wenn Du eine randscharfe Abbildung haben willst, mußt Du hier evtl. mehr in Okus investieren.

Wenn damit keine Killerkriterien angesprochen werden liegt meiner Meinung nach der Newton deutlich vorn.

Das einzige was einen faden Geschmack hinterläßt ist, dass der Newton vermutlich ne Sackgasse ist: höchstwahrscheinlich kommt relativ bald der Wunsch nach mehr Öffnung. Ein ED-80 kann später als Leitrohr, als Fotoptik, als Mondteleskop, als Schnellspechtelteleskop oder als Reisegerät weiterverwendet werden.

CS

Klaus
 
Hallo Michael,

MEHR

Auflösung- Newton
Licht- Newton
Farbreinheit- Newton
Hochvergrößerungsfähigkeit- Newton
Aufwand für gute Beobachtung/Leistung- Newton

Feld- ED
Zukunftsperspektive als Zweitgerät- ED
Komfort- ED
Zubehörfreundlichkeit- ED
Anfängertauglichkeit- ED
Kosten- ED

Gruß und CS
*entfernt*

 
Danke schon mal für eure Tipps!

Habe gerade überlegt, ob überhaupt ein Newton 130/650 mit Montierung kompakter/handlicher als z.B. ein Dobson 200/1200 ist... Der Tubus ist natürlich deutlich kleiner und leichter.

Weiß eigentlich zufällig jemand, was der 130/650 wiegt? Die Länge dürfte ja so ca. 60 cm sein. Eine Lidl-/Astro-3-Monti dürfte damit schon an ihre Grenzen stoßen (visuell), beim ED80 dürfte sie gut reichen.

Einen 130/650 Newton gibt´s ja eigentlich nur von Synta, also unter dem Namen Skywatcher und Celestron. Gibt es da eigentlich Unterschiede? Oder gibt es noch andere?

Hatte auch an einem 114er Newton überlegt, aber die kompakten mit 450 oder 500 mm sind dann doch zu kritisch. Schade, dass es hier keinen F/5 oder F/6 gibt.

Grüße
Michael
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo,

gleich vorweg lade ich mal meinen Standardspruch ab:

Versuche beide Geräte vorher live anzuschauen, zumindest ähnliche Geräte...

Der Syntha/Skywatcher Newton hat einen Parabolspiegel...

Ich war, und bin es eigentlich immer noch latent, in der selben Fragestellung wie du als kompaktes Richfield Zweitgerät. Da ich nun aber schon einige Zeit einen 130/720 hatte (der leider zu Bruch gegangen ist) sehe ich für mich den 5"er vorne, vom Gewicht wird er sich nichts geben, die Baulänge ebenso, habe keine konkreten Daten im Kopf aber der Skywatcher ED hat m.W. keine zusammenschiebbare Taukappe somit könnte der Newton sogar kürzer sein. Auflösungsvermögen, Lichtsammelleistung und Farbreinheit sprechen auch für den 130/650. Bleibt noch die Justage die man dem Spiegel angedeihen lassen muss, wenn sowieso die Frage nach einem grösseren Erstgerät im Raum steht wird das innerhalb kürzester Zeit auch nicht mehr als 1 Minute in Anspruch nehmen...

Zum Thema Grösse und Transport kannst du dir ja mal meinen Artikel Teleskopgrössen anschauen, ganz unten findet sich auch der Vergleich 6" parallaktisch vs. 8" Dobson, die Unterschiede sind nicht gerade gross, wohl aber in den was man im 8"er mehr sieht und auf der anderen Seite dass sich das parallaktische Gerät in mehr und kleinere Einzelkomponenten zerlegen lässt...

Viele Grüße Benny
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hi
die LIDL wird für beide eng. Wenn dann nur mit erheblich mehr Gegengewichten. Da der ED eher hohes Stativ will, wird er am Ende vllt sogar mehr wackeln als der Newton. Aber beides ist nicht wirklich ideal. Ich sähe da eigentlich ne NP, EQ3 oder Skyview drunter.
CS
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Welche Okulare wären denn wohl für den 130/650 passend?

Ich würde mal so bei 3.5 mm starten (Hyperion, Stratus, LVW oder was käme noch in Frage?), dann noch zwei oder drei Zwischengrößen und auf jeden Fall eins mit max. Feldblende - wie wäre es da mit dem Hyperion 24 mm?

Sie sollten auf jeden Fall alle weitwinklig sein und einigermaßen randscharf abbilden.

Grüße
Michael
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo Michael,

wie Benny: schau Dir die Geräte erstmal bei Kollegen an und schau durch.
Dann überlege Dir nochmal genau, was Du mit diesem Hobby erreichen möchtest. Denkst Du, das ist nur der Anfang, mal so als kleiner Einstieg und in sagen wir mal einem Jahr kommt eh was größeres, dann würde ich zum kleinen Refraktor tendieren, denn damit hättest Du später ein schönes Zweitgerät zum gelegentlichen Spechteln.

Soll`s das gewesen sein und Du denkst in absehbarer Zeit nicht über eine Vergrößerung des Equipments nach, dann würde ich auf jeden fall zum Newton tendieren, der ist farbrein und hat mehr Öffnung.

Aber dazu müsstest Du beide Geräte mal unter einem guten Himmel bedienen können.

CS
Winfried
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Also warum beim Newton die Farbreinheit ein Vorteil sein soll verstehe ich nicht. Der 80mm ED ist praktisch völlig farbrein, in Verbindung mit einem Zenitprisma ist er ein Vollapochromat.

Am Planeten zeigt der 80mm exakt dieselben Details wie der 5" Newton, das kann jeder selber durch direkten Vergleich überprüfen. Das Auflösungsvermögen ist beim Newton höher, die Kontrastübertragung aber deutlich gebremst, durch den realtiv großen Fangspiegel und die im Normalfall gerade mal beugungsbegrenzte, nicht wirklich glatte Optik.

Einzig echten Vorteil sehe ich bei Deepsky, aber auch hier ist der Unterschied nicht gravierend, weil der Refraktor einfach wesentlich sauberer und knackiger abbildet, dadurch reduziert sich auch hier der Vorsprung wieder.

Um beim Newton dieselbe Randschärfe zu erreichen muß ich zu mindestens 3-5x so teuren Okularen greifen, also nicht nur "etwas" teurer, sondern gewaltig viel teurer.

Das sind mal die Fakten. Meist greift der Einsteiger dann trotzdem zum Newton, weil er inkl. Montierung deutlich billiger ist. Dieser Einsteiger beobachtet mit ständig dejustierter Optik und freut sich schon auf Jupiter wenigstens die beiden Hauptbänder erkennen zu können, Achskoma und ungeeigneten Okularen sei dank!

ps. ED 80/600 auf Astro3/Lidl-Monti ist völlig unmöglich! Am besten dazu eine SkyView gebraucht für 80-100 Euro besorgen, das ist dann stabil genug. Die EQ3-2 ist deutlich wackeliger als die SkyView, vor allem wegen dem windigen Alustativ.

Bino-Tom
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo und guten Tag ins gesamte Forum ;)

Will mich hier auch mal einklinken,ich muss bzw. kann mich zwischen einem 5" MAK und dem Skywatcher ED80 nicht entscheiden.Ich weiss das sich die Geräte wie Tag und Nacht unterscheiden.
Besitze ein SLT 60,was für Planeten nicht schlecht ist,will aber was universelleres(ich weiss,so etwas gibt es eigentlich gar nicht),welches auch ein wenig DeepSky fähig ist.
Das Teleskop soll im Sommer auch mit in den Urlaub nach Griechenland.
Also welches der beiden Teleskope währe da für mich besser?.

MfG Christof
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo Christof,

für "ein wenig Deep-Sky" reicht der ED auch. Beachte das Öffnungsverhältnis des MAK: 127/1500 (F/12!), das ist nicht zu unterschätzen und gar nicht so unbedingt für Deep-Sky tauglich.
Ich habe einen 5" MAK auf EQ3 hier. Gut geeignet für Planeten, Mond usw. Auch M42 sah schon ganz gut aus. Aber ausgedehnte Himmelsspaziergänge? - da ist das Gesichtsfeld schon arg klein - es sein denn, Du besorgst Dir noch einen Fokalreducer (F x 0,5). Dann klappt es auch besser mit Deep-Sky.
Wenn Du also den MAK nimmst, dann besser mit Reducer - meine Meinung. Und achte auf die Kollimation - sonst is nix mit Sternegucken. Sonst eigentlich eine gute Wahl für ein Reisegerät. Auch weil gut Kompakt (nur halb solang wie der ED), aber leider ohne Taukappe - die brauchst Du auch unbedingt.

Wertstabiler ist aber allemal der ED80. Und mit dem siehst Du auch schon wesentlich mehr, als mit dem SLT. Zur Abbildungsqualität brauch ich ja nicht viel sagen...

Auf was soll denn das ganze montiert werden? Minimum ist ne EQ3. Oder soll das an die Gabel vom SLT?

Gruß
Matthias
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo Matthias

Danke für die Antwort.

Das mit dem Öffnungsverhältnis des MAK wusste ich aber ich dachte das die grössere Öffnung das vielleicht wieder ausgleicht,falsch gedacht.Also ist der ED80 das universellere Gerät.
Denke das Gewicht ist für die SLT kein Problem.
Gabel wird im Garten auf einer Säule montiert.Werde dann den ED80 ordern.


MfG Christof
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Zitat von emmuttersbach:
Ich habe einen 5" MAK auf EQ3 hier. Gut geeignet für Planeten, Mond usw. Auch M42 sah schon ganz gut aus. Aber ausgedehnte Himmelsspaziergänge? - da ist das Gesichtsfeld schon arg klein - es sein denn, Du besorgst Dir noch einen Fokalreducer (F x 0,5). Dann klappt es auch besser mit Deep-Sky.
Wenn Du also den MAK nimmst, dann besser mit Reducer - meine Meinung.
Hallo Matthias,

benutzt du selber den Mak mit Reducer? Ich habe so meine Zweifel ob das überhaupt was bringt, da dieser ja auch keinen anderen Effekt wie ein langbrennweitigeres Okular hat.
Aufgrund des Durchmessers des Tagblindrohres erscheint ja der 2-Zoll Aufrüstsatz auch unsinnig, weshalb man mit einem 1,25 Zoll 32mm Plössl wohl an die Grenzen des möglichen wahren Feldes kommt.
(Selbiges Problem haben wohl auch alle kleineren SCs, wie man so im Forum liest...)

Zum ED:
reizen würde mich dieser auch (Erdbeobachtung sowie Widefield), ich habe nur etwas Angst, das dieser den 127er Mak am Mond und Planeten deklassiert.
Da ich aber auch den 70er Lidl habe, kann ich mir das so recht nicht vorstellen.
Zur Obstruktion: der grösste Kontrastverlust am Mak ist meines Erachtens auf die fehlenden Blenden im Tubus zurückzuführen (man schaue mal beim Skywatcher-Mak ohne Okular in den Tubus und halte ihn bei Tageslicht in den Himmel)


Gruß Norbert
 
Re: Kompaktes Teleskop für Einsteiger ED80 oder N1

Hallo Norbert,

ja, ich habe einen Reducer x0,5 1 1/4" von TS. Visuell an dem MAK ganz brauchbar. 2" kannst Du vergessen. Probier ich erst gar nicht.
Fotos kann man aber auch vergessen - mit dem Reducer, da der Rand abgeschattet wird (EOS 300D). Da bräuchte ich einen mit Faktor 0,63. Find aber keinen, der da ran passt.

Gruß
Matthias
 
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