Kompaktes Zweit-FG für Wandertouren

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Goofy2

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Hallo zusammen,

erst mal vorweg, ich bin Einsteiger auf diesem Gebiet, hab hier aber schon einige Threads in den letzten Tagen durchgelesen. Konkrete Beiträge die mir bei meiner Kaufentscheidung helfen, konnte ich jedoch nicht finden.

Ich bin auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Der besitzt bereits ein (soweit ich weiß) halbwegs ordentliches Nikon Glas, das jedoch recht groß und unhandlich ist. Meine Eltern sind öfters auf Hüttentouren in den Alpen unterwegs und dieses ist dabei unpraktisch. Nachdem ich mich nun etwas in die Thematik eingelesen habe denke ich, dass ein kompaktes 8x32 Glas wohl am besten passt. Wichtig dabei ist: Es sollte für Brillenträger geeignet sein und mein Budget sollte möglichst "niedrig" ausfallen.

Ich hab mir mal eine Liste mit allen Ferngläsern aufgestellt, die allgemein in Frage kommen. Könnt ihr mir beim Eingrenzen dieser Modelle vielleicht helfen?
Hab die Gläser mal grob nach Online-Preis sortiert und neben dem Preis das Sehfeld auf 1000m eingetragen. hab gelesen, dass das mindestens um die 130m liegen sollte. Stimmt das? Und wie beeinträchtigend ist eine Sehweite wie 114m beim Fuji oder 122m bei dem Großteil der FG?


Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!

Grüße
Thomas










 
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Hallo Thomas,

8x32 ist sehr gut für den Zweck. Natürlich würde auch 8x30 oder 7x30 (eher Porro-Fernglas-Formate, letztgenanntes ruhiger und lichtstärker) gut gehen.
114m/1km an Sehfeld ist bei einem 8-fach-Glas tatsächlich mickrig, nahe am sogenannten "Tunnelblick" und daher m.E. zu vermeiden. Um die 130m sind schon ordentlich und bedeuten um die 60° scheinbares Sehfeld, was sich gegenüber den 65° eines 143m-Glases (eher Porro) zwar bemerkbar macht, womit man m.E. aber gut leben kann, da das Gewicht dafür nicht ausufert (Wanderglas!).
Ich habe u.a. das TS 8x42 Adventure, von dem sich, denke ich, gut auf das 8x32 schließen läßt. Das ist als günstiges Zweitglas sicher brauchbar, da es keine gravierenden Mängel aufweisen wird. Die wichtigsten Dinge sind also vorhanden und das Glas ist halbwegs robust und wasserdicht. Es hat außerdem (angeblich) einen Phasenbelag, was für die meisten anderen von dir angeführten Gläser nicht gilt. Das ist in dieser Preisklasse vielleicht kein großer Vorteil (andere Parameter entscheidender), aber es sei erwähnt. Das 8x42 hat einen leichten Gelbstich, der mich aber nicht stört. Farbfehler wurden mir unlängst auffällig, als ich weiße Löffler beobachtete. Sonst stören sie mich beim TS nicht.

Hoffe, diese Infos helfen dir ein wenig!

LG
Herbert
 
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Hallo Thomas,

wenn dein Vater schon ein Nikon hat, dann passt das ganz gut, weil ich dir ein Fernglas von Nikon mit etwas weniger Öffnung empfehlen möchte, das für Wandertouren ideal ist.

Es ist das Nikon Sport Lite 10x25 DCF.

Ich hatte dieses Glas meinem Vater zu Weihnachten geschenkt, und weil es wirklich sehr gut ist dann auch gleich für mich selbst gekauft. Auch einem Arbeitskollegen hatte ich es zum testen ausgeliehen. Auch er hat es sich gekauft. Anbei ein Link zur Info. Das Fernglas hat nur gute und sehr gute Bewertungen, was ich bestätigen kann, obwohl Nikon das Glas in China herstellen lässt.

http://www.amazon.de/gp/product/B000CS410A/ref=noref?ie=UTF8&psc=1&s=photo

Viele Grüße & CS
Stefan
 
PS: In meiner Auflistung oben hat das Forum die Links zerschossen und ans Ende jeweils "<br />" angehangen. Wenn man die vorher kopiert und die Zeichen entfernt gehen die. ;)

Vielen Dank für die bisherigen Antworten. Danke Stefan, für die Empfehlung des Nikon Sportlite. Mit 8x25 scheint mir das aber etwas zu kompakt. Bei 87m/1km kann man vermutlich kein schönes Bergpanorama mit betrachten. :)

Also, dass die Gläser von TS Optics gerne empfohlen werden, war mir bereits aufgefallen. Allgemein scheinen Eschenbach, Bresser, Bushnell und TS Optics eher die bekannteren Marken meiner Auswahl zu sein. Hab aber bewusst auch mal andere raus gesucht, da ja vielleicht ein Geheimtipp dabei ist.

Worauf sollte ich denn sonst noch achten? BAK-4 ist kein Pflicht? Woran erkenne ich, dass ein FG für Brillenträger geeignet ist? Und sollten die FG mit 122m und weniger raus fallen?

Freue mich auf eure Antworten.

 
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Hallo Thomas!

Von deinen o.g. Gläsern kenne ich keines genauer, deshalb kann ich nur auf deine allgemeinen Fragen antworten:

1. "BAK-4 ist kein Pflicht?"
Doch! BaK-4 ist zwar noch kein absolutes Qualitätskriterium, aber das Bild ist im Normalfall deutlich heller und kontrastreicher als bei einem Glas mit BK-7-Prismen.

2. "Woran erkenne ich, dass ein FG für Brillenträger geeignet ist?"
Am Augenabstand! Für Brillenträger sollte er mindestens 16mm, besser 18-20mm betragen. Und die Augenmuscheln sollte eindrehbar oder einklappbar sein.

3. "Und sollten die FG mit 122m und weniger raus fallen?"
Geschmackssache - aber ich denke, gerade bei einem Wanderglas macht ein größeres Blickfeld mehr Spaß.

Vom Nikon SportLite kann ich nur abraten. Ich habe es mal bei einem großen Foto-/Optik-Händler getestet, als dieser es zum Sonderpreis anbot. Enttäuschend!!!

CS
Michael
 
Vielen Dank für die Antwort! Besonders die Info zum Augenabstand ist hilfreich. Ich habe mich nun weiter belesen und denke das ein Phasen-korrigiertes FG Sinn macht.

Aus meiner Auswahl bieten das, soweit ich ich das herausfinden konnte nur zwei, nämlich das Kenko Ultraview EX OP 8x32 DH und das TS Adventure 8x32. Das Kenko Ultraview ist mir aber, für 136€ inkl. Versand eigentlich schon zu teuer. Bleibt das TS Adventure. Bin auf der Suche nach Alternativen im Internet auf diesen Blog gestoßen: Selected Budget Binoculars

Dort taucht das Barr & Stroud Sierra 8x32 auf, welches in Deutschland nicht zu kaufen ist, sich aber via ebay aus England importieren lässt. Inkl. Versand gibts das für ca 106€, also so teuer wie das TS Adventure.

Hier sind auch ein paar Reviews und Erfahrungsberichte zu diesen Fernglas (auf englisch):
Barr & Stroud Sierra 8x32 Binoculars Review
Barr & Stroud Sierra 10 x 32 review
Barr and Stroud Sierra 8x32

Vielleicht ein Geheimtipp?! :gutefrage: Ich weiß zwar, dass ihr auch nur aus der Ferne abschätzen könnt und es am sinnvollsten wäre, beide Gläser zu bestellen und zu vergleichen. Aber zurück nach England schicken ist mir zu heikel.

Vielen Dank nochmals

Grüße
Thomas
 
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Hallo Thomas,

Von kleinen Dachkantgläsern im Preissegment um 100-150 euro möchte ich dir unbedingt abraten, Sehfeld, Schärfe alles nichts. Das TS 8x40 ein vergleichsweise schwerer Klumpen den deine Eltern auch nicht öfter als das Nikon mitnehmen würden.

Wenn klein, leicht und trotzdem überaus scharf und weitwinklig dann empfehle ich:

Kowa 6x30 YF 129,-€ oder
Kowa 8x30 Yf 149,-€

Diese Porros sind super klein, leicht und knackscharf. Ich kenne sie beide sehr gut. Sie sind perfekt für deinen Zweck.

Grüße,
Stefan

 
Zitat von stefan_r:
Diese Porros sind super klein, leicht und knackscharf. Ich kenne sie beide sehr gut. Sie sind perfekt für deinen Zweck.
Ich glaube dir zwar, dass sich die Ferngläser sehr gut eignen würden, jedoch sollte es schon mindestens 8x Vergrößerung sein und knapp 150€ übersteigt mein Budget (auch wenn das YF 8x30 für den Preis sehr günstig ist). Vielen Dank dennoch für deinen Hinweis. Wenn mich sonst niemand davon abhalten möchte, werde ich nach jetzigem Stand einfach das Barr & Stroud Sierra bestellen und gucken wie es ist.

Hab auch hier einige Fotos gefunden, das sieht aus meiner Sicht schon mal schön kompakt und schick aus: Fotoalbum
 
Hallo Thomas,

ich besitze das Fujifilm Offroad 8.32 und kann nur sagen: geiles Bild (knackscharf, hell, kontrastreich, "farbecht" und auch bei Gegenlicht kaum Reflexe) und dazu superleicht und handlich! Vom Bild her meinem Minox BV 10.42 mindestens ebenbürtig. Aber der Hammer ist die minimale Scharfstellgrenze: 1 m! (gefühlt sogar noch weniger, ich habe es aber (noch) nicht nachgemessen) Damit z.B. Insekten ganz aus der Nähe zu beboachten ist schon sehr beeindruckend!
Dazu ist es auch noch gut für Brillenträger geeignet (ist das einzige Glas in meinem Besitz, bei dem ich mit Brille schauen kann). Einziger kleiner Nachteil ist das schon angesprochene Sehfeld: 114 m sind bei 8x schon ziemlich grenzwertig, aber man kann noch damit leben. Ich finde den "fast-Tunnelblick" (50-55° sGF) jedenfalls nicht störender als die scheinbaren 60-65° des Minox. Ach ja, die beigefügte Tasche ist ein bisschen eng, da hätte ich mir etwas mehr Luft gewünscht.
Die Verarbeitung ist am Preis gemessen sehr gut und robust, allerdings nicht mit ganz hochwertigen Gläsern vergleichbar. Das Minox z.B. ist doch noch ein wenig besser verarbeitet, kostet aber auch das dreifache.

Zusammengefasst kann ich sagen: es ist mein meistgenutztes Glas, das in (fast) jeder Situation sehr viel Spass macht (vor allem hat man es immer dabei, da es sehr leicht und klein ist und dazu noch gut in der Hand liegt). Vom Preisleistungsverhältnis ist es eines der besten Gläser und ein absoluter Geheimtipp in dieser Fernglas-Klasse.

Beste Grüße

Carlo

PS: ich würde ein 8.32 mm Fernglas jederzeit einem 10.25 mm Fernglas vorziehen. Es ist einfach deutlich heller und hat auch in der Dämmerung noch Reserven, wogegen ich mit meinem 10.25-Fernglas dann nur noch "schwarz sehe". Außerdem zittert das Bild nicht so. Da nehme ich die paar mm größeren Abmessungen und je nach Glas auch ein paar Gramm Mehrgewicht gerne in Kauf! Ist aber natürlich nur mein persönliches Empfinden. :)
 
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Lustiger Zufall, dass du gerade geschrieben hast. Wollte den Rechner eigentlich runter fahren, hier aber vorher nochmal kurz rein gucken. Und ebenfalls sehr passend ist, dass ich nun doch überlege, obs das extrem kompakte und günstige Offroad 8.32 (115x107x42, 370g) oder das 30€ teurere, britische Sierra 8x32 (128x121x47, 596g) werden soll. Die Maße und das Gewicht des Fujifilm sind wirklich sehr gut und das Fernglas dürfte auch bei Tageswanderungen nicht stören. Zudem hat mein Vater keine besonderen Ansprüche und das Fernglas wird eher "nebenbei" ab und an genutzt. Denke da wäre das weniger gute Sehfeld auch verschmerzbar. Muss mir das nochmal überlegen. Hab ja keine Eile, bis Weihnachten ist ja noch was Zeit. :biggrin:
 
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Also ich persönlich würde in diesem Fall das Fujifilm nehmen. :) Die 200g Unterschied sind z.B. auf ner längeren Wanderung schon deutlich zu spüren. Und kompakter ist es noch dazu. Am besten wird es sein, du lässt dir beide zuschicken (oder schaust im Fachgeschäft deines Vertrauens) und vergleichst direkt gegeneinander. :D
 
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