Kompletter Neueinstieg

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cola5000

Neues Mitglied
Hallo zusammen.
Ich möchte mir in naher Zukunft ein Teleskop anschaffen.
Wie schon oben geschrieben, bin ich kompletter Neueinsteiger.

Ich lese mich noch in die ganze Thematik ein (Bücher sind bestellt).
Auch der Besuch in der Keppler Sternwarte Weil der Stadt steht noch an.

Jetzt weis ich nur noch nicht, was für ein Teleskop es werden soll.
Naja, eigentlich habe ich mich schon in die Celestron Astro Fi Serie verguggt.
Ich liebe diese technischen Spielereien.

Jetzt gibt es da aber 3 Typen die Preismäßig in Frage kommen (Fi 5 fällt raus)
Meine Hauptanforderung ist aber, das auch mal eine 4 Jährige durchschauen kann.
Eventuell später auch mal Fotos mit einer Canon EOS M.

Danke schon einmal für die Tipps,
Dennis
 
Hallo Dennis,

also rein von den Eckdaten her würde ich das Astro-Vieh 102 und das Astro-Vieh 130 spannend finden. Wenn eine 4-jährige Tochter auch mal schauen soll, und das wirklich (Zweifel) der Maßstab ist, dann macht das 102 am ehesten Sinn, weil der Einblick hinten ist und durch drehen des Zenitspiegels auch noch gut nach der Seite gedreht werden kann. Das hat bei meiner eigenen Tochter gut geklappt, aber ich würde in dem Alter nicht erwarten, dass da eine längere Beobachtungszeit zustande kommt. Ich würde das außen vor lassen und im Bedarfsfall die kleine per Knie, Stuhl, Hocker, Fußbank auf die richtige Höhe bringen.

Astrofotografie - ja, muss überall dabei stehen, wollen heute alle - solange man das mit experimentellem Charakter betrachtet, kann man sich daran probieren.

Zum Astrofi 130 möchte ich noch ergänzen, dass ich gerade versucht habe, die Rückwand des Teleskops zu ergooglen. Da habe ich kein aussagekräftiges Bild gefunden. Auf einigen Aufnahmen "im Profil" sieht man ein paar feine "Stummelchen" über den hinteren Rand ragen. Falls dies Justageschrauben sind, ist alles in Ordnung. Es ist neuerdings wichtig, beim Kauf von kleinen Newton-Teleskopen darauf zu achten, dass am hinteren Ende Justageschrauben (und nicht bloß Befestigungsschrauben) für den Hauptspiegel vorhanden sind.

Also Teleskop-Rückseiten im Bild:
Sowas ist gaaanz schlecht:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/Virtuoso2.jpg

Hier sieht man die Justageschrauben über die Kante schauen:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/kosmos114.jpg

Das sind Justageschrauben, die leider nicht in drei Paaren aus Zug- und Druckschraube angeordnet sind. Kostet mehr Zeit:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/gso_n_03.jpg

Aber jetzt mal praktischer gedacht: Gibt es an der Sternwarte ggf. eine aktive Beobachtergruppe, die mit eigenen, mobilen Geräten mal Beobachtungen macht? Kannst Du vor einem Kauf bei so einem Beobachtungstreff mitmachen? Ich würde es sehr empfehlen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Dennis,

ich persönlich halte von derartigen technischen Aufsuchhilfen nicht viel, vor allem wenn das Budget recht knapp ist, da stecke ich lieber das Geld in die Optik.

Deswegen habe ich mich für einen 8'' F6 Dobson entschieden.
Einfach hinstellen, sofort loslegen und den Himmel erkundschaften.
Als Planungshilfe nutze ich die Freeware Stellarium. Hier kann ich genau sehen, was gerade oder auch zukünftig am Nachthimmel los ist.
Am Dobson orientiere ich mich dann an den Sternbildern, bzw. helleren Sternen und schwenke den Bereich dann systematisch ab, bis ich das Objekt der Begierde im Aufsuch-Okular habe.

Wichtig wären aber die Gegebenheiten vor Ort.
Wo soll beobachtet werden ? (z.B. eher im Garten oder lieber mobil auf dem Feld )
Was soll beobachtet werden ? ( Eher Planeten oder Deep-Sky oder ein Allroundgerät)
Mit der 4 Jährigen, dass würde ich nicht als Hauptanforderung heranziehen. Da reicht oft ein kurzer Blick und der Nachwuchs ist zufrieden. Die Geduld für längere Beobachtungen fehlt da meist. Und für den Zweck reicht auch ein Stuhl und die Teleskopauswahl muss nicht mehr danach ausgerichtet werden.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

richtig eigentlich, mal drüber nachgedacht, könnte man als Mittelweg den Push+ mit 203/1000 Newton in derselben Preisklasse vorfinden. Das ist natürlich nur "Halbautomatik", dürfte aber umso lehrreicher sein, und man merkt beim Optikvergleich einfach mal, wie teuer der vollautomatische Goto-Kram eigentlich ist. Die optisch und mechanisch solideste Lösung ist aber schon ein 200/1200 Dobson in ganz normaler Volltubus-Bauweise. Und entsprechend mehr Startkapital für das nötigste Zubehör ist nicht zu verachten. Es wird ja oft der Eindruck erweckt, dass diese Komplettpakete wirklich fertig wären für alle Beobachtungen.

Clear Skies
Sven
 
danke schon einmal für die Antworten.

Das mit dem Maßstab war eigentlich so gemeint, das ich gerne wissen würde was am Praktischsten wäre.
Ich habe ja noch so einen Giftzwerg mit 2 Jahren und die will halt auch immer des machen, was die große macht.
Und älter werden die ja auch. Ob das Interesse später noch da ist, keine Ahnung.
Aber ich würde halt dann gleich was kaufen, was für die Kinder auch Sinn macht.

Zum Thema Astrofotografie.
Warum den auch nicht, wenn man die Möglichkeiten hat.
Ich bin mir bewusst das ich keine Hoch professionellen Bilder raus bekomme.
Müssen tut es nicht aber wäre toll.
Und da wäre doch die GoTo Geschichte Hilfreich, wegen der Nachverfolgung.

Ich habe erst letztens hier einen Beitrag gelesen, wo es auch um irgendwas ging, der eine sagt steck das Geld in die Optik und dann ging es los.
ich glaube, das ist halt so eine Geschichte wie, GoTo ja oder nein.

Also für die Beobachtungen wollte ich auf der Terasse bleiben (Wohnen am Ortsrand)
Interessant wäre schon so ein Allrounder.
Deep Sky eventuell mal später. Jetzt erst mal schauen, ob es so den Spass für uns bringt.
Und dann denke ich, kann man immer noch nach was anderem schauen. Oder sehe ich das falsch?
Am 25. März ist von besagter Sternwarte auch eine veranstaltung, wo ich hin möchte.
Da ist dann auch mit Beratung.

Gruß,
Dennis
 
Hallo Dennis,

mein Rat von Einsteiger zu Einsteiger:

Informieren, informieren, informieren und nochmals informieren.

Deine Eingangs-Posting zeigt mir auch, das Du noch etwas blauäugiger bist wie ich es war.
Mir war zumindest schon klar, das ansehbare Astro Fotos ein hohes Können und auch relativ viel an besserem Equipment verlangen.
( Wenn´s nicht grade um den Mond geht ....)

Du solltest mal versuchen vor dem Kauf Nachts durch Teleskope zu sehen - das hilft ungemein.

Ansonsten müsstest Du halt auf die harte Tour lernen, was die kleinen Teleskope so zeigen.

Dann darfst Du auch den Aufwand der mit einer Beobachtung verbunden ist nicht unterschätzen.
Dein Beobachtungs-Standort spielt hier auch eine ganz erhebliche Rolle, Dinge die man vorweg nie so in Betracht gezogen hat.

Mein Teleskop ist dem Fi-5 sehr ähnlich, aber die Planeten die ich gerne beobachten möchte, kommen da auch nicht wirklich gigantisch rüber - eher als kleine helle Pünktchen, mit Glück sieht man etwas mehr, wenn man alles richtig gemacht und die Bedingugen gut sind.
( Den Ring vom Saturn sieht man - den sieht man aber auch mit einem besseren Fernglas schon ! )

Hol Dir mal die Infos ein, was man wie im Teleskop visuell sieht - nicht das Du da eine falsche Erwartungshaltung hast.

mfg
Roland
 
Hallo Roland,

Da der Kauf erst Ende Oktober ansteht,
denke ich mal bin ich schon auf dem richtigen Weg :-)

Auch das mit den Fotos ist mir schon bewusst, das ich da keine Bilder ala Hubble bekomme.
Mir ging es nur darum, welches sich von meinen Favoriten besser eignet.
Was am Ende für Bilder bei rum kommen, muss man eh versuchen.
Und wenn es nichts wird, wirds halt nichts. auch keine Katastrophe.

Ich möchte halt nicht so viel investieren. es am Anfang etwas einfacher halten.
Ich persönlich mache es lieber so, klein anfangen dann aufrüsten. War bisher immer ganz gut so.

Meine groß hat so ein Spielzeug Teleskop mit 30mm und mit 40fach Oklular.
Man erkennt schon ganz gut die Mondkrater. man sieht auch den Mond 4 fach.
Echt ein Super Teil. :-)

Mein Standort ist denke ich mal ganz gut.
Ortsrandlage, 2 Straßenlaternen und 3 Häuser vor der Nase.
Aber alles etwas Unterhalb.
 
Hallo Dennis,

Zitat von cola5000:
Ich habe ja noch so einen Giftzwerg mit 2 Jahren und die will halt auch immer des machen, was die große macht.

Mit den Kindern würde ich bei dieser Anschaffung gar nicht planen. Aus langjähriger Erfahrung an der Sternwarte und mit unserem eigenen Sohn würde ich sagen, dass Kinder - wenn überhaupt - im Alter zwischen 8 und 13 Jahren für Astronomie zu begeistern sind. Und auch da spielt die eigene Beobachtung am Fernrohr nur eine untergeordnete Rolle. Wir hatten etwa ein Jahrzehnt lang eine Jugendgruppe an der Sternwarte, die sich vierzehntägig traf. Da wurde vielleicht 3 Mal im Jahr die Kuppel aufgemacht. Kleine Kinder haben auch größte Schwierigkeiten damit durch ein Teleskop überhaupt was zu sehen. Weiß ich von den Sternführungen. Ausserdem müssen sie meistens so früh ins Bett, dass es noch gar nicht richtig dunkel ist...

Ansonsten würde ich Dir - wie immer meiner persönlichen Neigung folgend - zu diesem umbenannten Celestron NexStar 5 (Fi 5 heisst es jetzt? merkwürdig...) raten. Auf die Montierung kannst Du später auch ein 8-Zoll SC setzen, wenn Du Dich irgendwann vergrößern willst.

Aber, wie alle immer sagen: Schau erstmal durch ein paar Amateurfernrohre bevor Du Geld ausgibst.

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo Dennis,

eigentlich ist es ganz einfach. Du möchtest mit nicht all zu großem Budget starten, kann ich nachvollziehen.
Nur was ist Dir wichtiger, das Geld in technische Features zu stecken und weniger in die Optik oder verzichtet man auf Technik und Montierung und steckt alles in die Optik / größere Öffnung.

Ich hatte als Einstiegsteleskop einen 114/900 Newton auf Wackelmontierung. Das hat mir viele Jahre Freude bereitet.
Der Umstieg auf den 8'' F6 Dobson war aber dennoch ein riesen Sprung. Die größere Öffnung zeigt bei Planeten deutlich mehr Details und erst jetzt konnte ich mich auch für einige Deep-Sky Objekte begeistern.

Den Dobson habe ich übrigens immer ausgekühlt in der Garage stehen. Ein riesen Vorteil, denn so kann ich immer sofort loslegen und muss nicht erst warten bis sich das Teleskop der Umgebungstemperatur anpepasst hat.

Zum Thema Atsrofotografie.
Das hat mich auch immer gereizt. Professionelle Deep-Sky Fotografie ist mir vom Euipment her zu teuer. Aber helle Objekte wie z.B. Planeten & Mond gehen selbst mit dem Dobson recht gut. Dank selbst gebauter EQ-Plattform sogar recht komfortabel.
Zuerst habe ich auch mit vorhandener Digicam gearbeitet. Das lieferte durchaus ansehnliche Ergebnisse und ich konnte wertvolle Erfahrungen im Bereich der Bildbearbeitung sammeln.
Der Umstieg auf eine richtige Astro/Planetenkamera (Asi120mc) war dann kein Problem und lieferte nochmals eine Verbesserung.

Für Deepsky-Fotografie kann ich den Dobson allerdings nur selten verwenden. Da nutze ich jetzt vom alten Teleskop die parallaktische Montierung mit Kamera & Objektiv und selbst gebautem Nachführmotor. Erstaunlich was damit schon alles möglich ist.
Kannst Dir ja hier im Forum meine Bilder / Berichte ansehen (auch die länger zurückliegenden). Dann siehst Du die Entwicklung von Digicam zu Astrocam und was so alles mit einfachen Mitteln möglich ist. Das Ganze erfordert allerdings sehr viel Ausdauer und Einsatzfreudigkeit.

Aber das hat sich alles nach und nach entwickelt. Ich habe das vorhandene Equipment immer voll ausgereizt und dann ganz gezielt nachgekauft.

Gruß,
Holger
 
Hi Dennis
Zitat von cola5000:
Ich persönlich mache es lieber so, klein anfangen dann aufrüsten.
Prinzipiell eine gute Idee - aber mit deinen Favoriten ist Aufrüsten nur in Form von Okularen möglich. Fotografisch sind sowohl Montierung als auch Optik ungeeignet, abgesehen von Mond/Planeten, was aber deutlich billiger und hochwertiger geht, wie bereits erläutert.
Falls deine EOS-M bereits eine mit Dual-Pixel ist, gäbe es damit allerdings noch weitere Probleme, selbst wenn man die auf einer geeigneten Montierung nur mit Objektiven verwendet.

Insofern würde ich die Fotoambitionen zurückstellen bzw. vorerst 'nur' Planeten aufnehmen. Sollte es doch mal mit einer anderen Ausrüstung zur Langzeitfotografie kommen, wär die Kamera dann als Autoguider verwendbar.

Was die Beobachtung mit Kindern angeht: Wir beobachten abgsehen vom Mond ja indirekt. Sonst sieht man gerade bei kleinen Öffnungen ja fast nichts. Das Konzept ist aber nicht ganz einfach zu vermitteln und zu erlernen; erfahrungsgemäß klappt das erst im Grundschulalter. Apropos Beobachten: Falls Du tatsächlich mit Smartphone arbeiten willst, leg dir eine Augenklappe zu. Sonst ist die Dunkeladaption weg.

cs
Jürgen
 
Also Gut,
dann werde ich mir das von Sven empfohlene Omegon Push+ nochmal genauer anschauen.
Omegon

Und wenn ihr jetzt so weiter macht, muss ich hier noch nen Spendenaufruf machen :-)

Gruß,
Dennis
 
Hallo Dennis,

ein normaler 8'' F6 Dobson kostet unter 400 Euro, da muss man eben wissen ob einen derartige Zusatzfeatures 200 Euro wert sind.

Gruß,
Holger
 
Hi Dennis,

falls es mit dem push+ mal in Richtung Planetenfotografie gehen soll stell zuerst sicher, dass sich das System auch auf einer eq-Plattform betreiben lässt. Falls nicht, wären die 200€ auch gleich in ner geeigneten Kamera + Barlow investiert. Oder in Okulare. Oder in Winkelsucher + Projektionssucher. Oder oder oder...
(Oder man schaut erstmal eine weile mit der Grundausstattung und beurteilt dann selbst, womit man die eigenen Wünsche durch Ergänzungen am besten erfüllen kann.)

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

für Planetenfotografie braucht man kein Goto, kein Push+, aber eventuell eine EQ-Plattform ohne jede Computerkontrolle.

Das Push+ kann ansonsten, was die angeschlossene Software kann. Wenn also eine EQ-Plattform einbezogen werden soll, muss man das Push+ mit einem Programm verbinden, was das kann. Welches das wäre, weiß ich grad nicht.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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