Komplettneuling mit genauen Vorstellungen

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Oliver_XP

Neues Mitglied
Hallo,

ich bin neu hier im Forum und möchte mich mal vorstellen:
Mein Name ist Oliver,gelernter EDV-Techniker, 25 Jahre alt aus Wien.

Mein Interesse an der Astronomie begründet sich durch ein generelles naturwissenschaftliches Interesse das von Strings über jegliche bekannte und unbekannte Materie hinweg bis zu den großen Himmelskörpern geht.
Sterne, Planete, und Nebel beobachten fände ich durchaus interessant, ABER, ich bin ein sehr mitteilungsbedürftiger Mensch, heißt: Was ich nicht herzeigen kann hat auch für mich persönlich wenig Wert.

Das führt mich zu meinem Hobby der Fotografie. Ich habe vor ca. 6 Jahren mit einer sogenannten Bridge-Kamera (http://forums.watchuseek.com/attachment.php?attachmentid=171040&d=1237552971) gestartet und diese auch über 5 Jahre lang mit sehr viel Freude verwendet.
Seit neuestem verfüge ich über eine Nikon D90 Spiegelreflexkamera und erfreue mich hauptsächlich am Wochenende an den neuen und erweiterten Funktionen meiner neuen Kamera.
Herzstück meines Fotoequipments ist ein Sigma 150mm Makroobjektiv welches sich natürlich nicht nur als Makro verwenden lässt. Mit diesem Objektiv an meiner D90 habe ich dieses Foto vom Mond gemacht: http://666kb.com/i/bcx27vbrcqiano3lu.jpg
Man sieht, es tritt eine leiche chromatische Aberration auf und ich habe den Weissabgleich nicht richtig eingestellt, aber ein "Blue Moon" hat auch etwas sehr schönes an sich.
Der Anblick dieses Fotos in Originalauflösung hat mich gepackt, ich will mehr! Ich möchte mein fotografisches Spektrum auf den Mond und vielleicht, eventuell auch auf den einen oder anderen Stern.
Nun beschränkt sich die Schönheit unserer Himmelskörper nicht allein auf das Aussehen sondern wie auch beim Menschen auf die Ästhetik der Bewegung. Leider (oder zum Glück!) habe ich keine Videokamera und muss mich so auf die Serienbildfunktion der Kamera beschränken was mich zu meinem nächsten interessengebiet führt:
Zeitrafferaufnahmen! Jeder kennt sicher Zeitrafferaufnahmen vom fließenden Straßenverkehr bei Nacht, großen Menschengruppen und einer auf und abgehenden Sonne. Auch hier liegt aktuell der Mond im Vordergrund meines Interesses und ich habe auch schon den Versuch einer Zeitrafferaufnahme vom Mond gewagt: http://www.file-upload.net/download-1920914/Mond.avi.html

Und damit bin ich auch schon an der Grenze des derzeit für mich machbaren angelangt. Man sieht eindeutig dass der Mond zu klein ist und bei längerer Aufnahmezeit irgendwann aus dem Bild 'fliegen' würde.
Um das zu vermeiden brauche ich 2 Sachen: 1. Brennweite und 2. irgendeine Form von stabiler Nachführung.
Jetzt hat mich mein gebrauchtes Sigma 150mm bereits stolze 450€ gekostet. Wenn ich einmal kurz überschlagen darf befinde ich mich in einem Preisbereich von 3€/mm, also 3 Teuros pro 1mm Brennweite. Wie bereits erwähnt ein stolzer Preis, aber die optischen Eigenschaften des Objektivs sprechen vorallem in der Makrofotografie für sich.
Nun ist es aber so dass ich mit einem 500mm Objektiv für ~7200€ (unbezahlbar!) schon bei 14,4 Teuronen pro 1mm Brennweite angelangt wäre was absolut inakzeptabel ist wenn ich mich erstmal nur auf den Mond beschränken möchte.
Einzig bezahlbar für mich wäre ein 2x Konverter um ~200€ von Sigma. Damit würde ich aus meinem 150mm Objektiv ein 300mm Objektiv machen mit kleineren abstrichen in vermutlich allen belangen der visuellen Qualität wie: Schärfe, chromatische Aberration, Kontrast usw. Allerdings käme ich hier auf Brieftaschentolerante 2,16€ pro 1mm Brennweite.
Jetzt habe ich zwar den Budgetbedarf reduziert aber bei 300mm wäre Schluss und das ist zu wenig.
Also grübelte ich ein wenig hin und her und mir fiel auf das Teleskope mit sehr viel größeren Brennweiten zu deutlich kontoschonenderen Preisen daherkommen. 1000mm Brennweite für 200€? 0,2€ pro 1mm Brennweite? Wahnsinn! her damit!

Nachdem ich nun eine scheinbar günstige Option für Brennweite entdeckt habe blieb immer noch das Problem der fehlenden Nachführung. Technisch orientiert wie ich nunmal denke, dachte ich mir dass ein simpler Aufbau aus 2 Motoren meinen Ansprüchen eigentlich genügen müsste sofern sich diese nur genau genug bewegen.
Und siehe da? Auch hier gibt es eine ebenso naheliegende wie verblüffende Lösung: Meine Recherchen haben nämlich ergeben das Astronomen ihre Objektive auf Stativen aufstellen (genau so wie wir Fotografen, was für ein Zufall!) und manche dieser Stative verfügen sogar bereits über Motoren zur Nachführung bzw. sind mit Motoren nachrüstbar, Krass!

Lange Rede schöner Sinn: Es scheint mir eine vernünftige Option zu sein Astronomieequipment für die Fotografie zu 'missbrauchen'. Der Mond ist eben nur ein kleiner einzelner Teil meines Interesses und ich würde eine stabile Montierung mit Nachführung ganz gerne für Zeitrafferaufnahmen jeglicher Art 'zweckentfremden'. Und gemein wie ich bin, bin ich an der rein visuellen Beobachtung mit dem eigenen Auge so gut wie gar nicht interessiert, zu meiner Entschuldigung möchte aber angeben das eine Großstadt wie Wien auch ein denkbar schlechter Ort ist um Astronomie zu betreiben.
Also habe ich mir mal angesehen was an Brennweiten so verfügbar ist und welche anderen Faktoren die Eigenschaften eines Teleskops bestimmen, und wenn man den Angaben der Hersteller und Händler vertraut sind alle Teleskope toll und können alles, tja.
Ich kenne es bereits aus dem EDV-Bereich und aus der Fotografie: Vosicht bei Herstellerangaben! Ein Produkt das bei irgendeiner Eigenschaft mit 100 dingdings beworben wird kann im besten Fall 80 dingdings wenn man von guten Markenprodukten ausgeht. Dann gibt es noch die schlechteren Markenprodukte und die schlechteren Marken und man ist ganz schnell bei 50 dingdings wo 100 dingdings angegeben werden.
Dazu kommen die vielen für mich bisher unbekannten Begriffe wie "parallaktisch" und "Refraktor" oder auch schlicht "APO" in die ich mich die letzten Tage hineingelesen und noch wenig verstanden habe.

Trotz aller Widrig- und Unwissenheiten meinerseits glaube ich mich inzwischen an einigen Grundlagen festhalten zu können.

1000mm Brennweite (für die Öffnung bräuchte ich eine Empfehlung von Euch), natürlich Knackscharf mit viel Kontrast ohne chromatische Abberation, Vignettierung und nachlassen der Schärfe zum Rand kann ich in Kauf nehmen
Refraktor - weil prinzipbedingt eher für planetarische Beobachtungen geeignet.
parallaktische Montierung - bilde mir ein gelesen zu haben dies habe Vorteile wenn man eine automatische Nachführung verwenden möchte.

Ich kann zwar Teleskope anhand ihrer Eckdaten Vergleichen aber ich kann nicht einschätzen welche Dinge sich wie stark auswirken.

Wie tragisch ist es bei einem Refraktor wenn man 10mm weniger Öffnung hat?
Was für okulare brauche ich wenn ich damit nur ungefähr den Mond anpeilen will und den Rest dann mit direkt angehängter Kamera mach?
Welche Montierung brauche ich? Lieber eine Stufe größer habe ich schon gelesen, aber mir fehlt das Grundwissen zum einschätzen was jetzt ne Nummer größer wäre. Grundsätzlich kann man wohl sagen: Wenn man Teleskop + Montierung in einem Paket kauft dann ist die Montierung zu klein/schwach, oder?
Habt ihr Preisangaben für Montierung + Nachführung OHNE Teleskop, Okulare usw.?

Ich habe nämlich noch einen ganz perfiden Plan: Ich möchte nämlich die Nachführung der Montierung als Stativ für die Kamera mit einem Stinknormalen Objektiv OHNE Teleskop verwenden.


Tuningmaßnahmen: Ich habe bereits gelesen das einige ihre Teleskope mit Veloursfolie auskleiden und andere Modifikationen vornehmen. Ich sehe mich grundsätzlich auch in der Lage grobmotorische Umbauarbeiten vorzunehmen die ohne Beschädigung des Teleskops Rückbaufähig sind.


Zum klarstellen: Ich habe überhaupt gar keine Ahnung im Umgang mit Teleskopen, bin aber gerne bereit und möchte auch lernen damit umzugehen, langfristig! Ich erwarte keine schnellen Erfolge!

Ich bin NICHT an Deepsky, Galaxien, Nebeln und sonstigen Himmelskörpern interessiert, allein der Mond und Landschaften also 'irdische* Fotografie sind für mich interessant.

Ich habe eine genaue Vorstellung von dem was ich umsetzen möchte. Ich habe die Ergebnisse bereits in meinem Kopf, sind diese nicht oder nur teilweise Umsetzbar fällt das Projekt.

Ich brauche also bitte unbedingt einen ungefähren Preisrahmen für eine Montierung + Nachführung, gerne einmal mit und einmal ohne Teleskop, und jetzt der Schock: Ich peile an nicht mehr als 200€ auszugeben, bitte bedenkt dabei dass ich NUR fotografieren und NUR den Mond fotografieren möchte, das aber in guter Qualität.



Ich bedanke mich schonmal bei allen die meinen Beitrag gelesen haben und im weiteren Verlauf auch bei denjenigen die mir hoffentlich weiterhelfen können. Und bitte, macht Euch nicht zuviel Mühe, wenn meine Vorstellungen nicht sinnvoll sind und das Projekt fällt war alle Anstrengung umsonst, ich möchte von niemandem erwarten sich für nichts und wiedernichts Mühe gegeben zu haben.



Also nochmal vielen lieben Dank
Mit freundlichen Grüßen

Oliver
 
Hallo Oliver

Sie doch mal bei www.waa.at vorbei. Sie sind sehr hilfsbereit und kompetent.

Schöne Grüße
Otto
 
Hallo Oliver,

schau doch mal hier:

http://lexikon.astronomie.info/foto/serie/index.html

hier

www.svenwienstein.de

und hier

www.deepsky-brothers.de

Als Faustregel gilt nach meiner Erinnerung: 1000mm Brennweite ergibt auf Kleinbild den Mond etwa formatfuellend - fokal fotografiert. Lange Belichtungszeiten macht man beim Mond nicht, viel zu hell, zu viel Einfluss der Luftunruhe. Deswegen waeren die Anforderungen an die Montierung auch geringer.

Deine Preisvorstellung ist leider recht irreal. Fuer 200EUR wuerde mir ne Russentonne einfallen, die dann halt auf nem stabilen Stativ. Oder eine gebrauchte eq1/2 fuer die Nachfuehrung. In Deinem Preisrahmen ist eine Diskussion ueber Stabilitaet etwas sinnfrei.

Vielleicht waere Okularprojektion was fuer Dich. Wird aber auch schwierig wegen der chromatischen Fehler.

Was Preise angeht: sieh einfach auf den Webseiten der einschlaegigen Haendler nach. Wolfang Ransburg z.B. hat einen schoen aufgemachten Shop.

CS

Klaus
 
Hallo!

Danke für die Hilfreichen Links an Euch beide!

Ich denke fürs Erste wäre eine EQ2 mit Nachführung das sinnvollste. Eine neue Optik werde ich dann später irgendwann dazu kaufen, bis dahin werde ich mich mit der EQ2 bzw. dem Umgang mit der Nachführung befassen.

Dazu eine Frage:

Bei Teleskop-Express werden zur EQ2 als Zubehör sowohl der "Nachführmotor für EQ2" als auch die "Nachführung mit Steuerung für EQ1" empfohlen. Habe ich denn mit dem Nachfürmotor für EQ2 schon eine komplette Nachführung mit Steuerung oder handelt es sich dabei wirklich nur um den Motor ohne Steuerung?

lg und vielen Dank!
Oliver
 
Hallo Oliver,

wenn ich dich richtig verstehe, dann hat dein Anliegen mit Astronomie nur wenig zu tun.

Einfache und für deine Zwecke stabile Montierungen gibt es auch gebraucht. Auch hier in den Foren. Zur Zeit wird ("Astro 3") etwas für 30 Euro angeboten.

Ich verstehe nicht ganz, wozu du zu den Zeitrafferaufnahmen nachführen musst. Aber es geht ja um Experimente. Man teilt in der Astronomie ein Grad ein in 60 Bogenminuten, die Bogenminute in 60 Bogensekunden. Unter Nachführung verlangt man dann eine Toleranz von wenigen Bogensekunden (für Fotos). Visuell sind die Ansprüche gering. Frag doch telefonisch nach beim Händler. Es genügt ein Motor (In "Rektazension") und eine einfache Handsteuerbox mit Batterien.

Gruss, Joachim
 
Zitat von JoachimRiehn:
Hallo Oliver,

wenn ich dich richtig verstehe, dann hat dein Anliegen mit Astronomie nur wenig zu tun.

Einfache und für deine Zwecke stabile Montierungen gibt es auch gebraucht. Auch hier in den Foren. Zur Zeit wird ("Astro 3") etwas für 30 Euro angeboten.

Ich verstehe nicht ganz, wozu du zu den Zeitrafferaufnahmen nachführen musst. Aber es geht ja um Experimente. Man teilt in der Astronomie ein Grad ein in 60 Bogenminuten, die Bogenminute in 60 Bogensekunden. Unter Nachführung verlangt man dann eine Toleranz von wenigen Bogensekunden (für Fotos). Visuell sind die Ansprüche gering. Frag doch telefonisch nach beim Händler. Es genügt ein Motor (In "Rektazension") und eine einfache Handsteuerbox mit Batterien.

Gruss, Joachim

Hallo Joachim

Richtig, mein Anliegen hat (noch) sehr wenig mit Astronomie zu tun da das einzige Objekt das mich fernab der Erdoberfläche interessiert, der Mond ist.

Eine Nachführung benötige bzw. wünsche ich mir weil ich gern bewegte Zeitraffer Aufnahmen machen möchte, also Aufnahmen wo sich die Kamera bewegt. Ich denke das eine Nachführung die astronomischen Ansprüchen gerecht wird für meine Zweckesehr passend ist. Wenn ich zb. bei vollem Zoom einen Supermakro Zeitraffer von einem Blümchen mache sind die Ansprüche an eine stabile Montierung schnell ähnlich hoch wie in der Astronomie, hier weht der Wind im wahrsten Sinne für uns alle gleich :) Und wenn sich bei diesem Supermakro das Bild auch noch schön gleichmäßig bewegt werden das sicher tolle Aufnahmen mit denen ich lange Spaß haben kann :)
 
Hallo Oliver,

wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du den Mond formatfüllend in kurzen Abständen (z.B. alle 10 Sekunden) ablichten, um die Einzelbilder zu einer Zeitraffer-Aufnahme zusammenzufügen. Und das über einen langen Zeitraum und möglichst automatisch.
Das die Montierung dabei stabil sein muss, versteht sich von selbst. Bei der automatischen Nachführung über lange Zeiträume ergeben sich auch besonders hohe Anforderungen an die Nachführgenauigkeit und die Einnordung der Montierung.
Ist beides nicht mit vertretbarem Aufwand erreichbar, musst Du manuell in bestimmten Zeitabständen korrigieren, damit der Mond nicht aus dem Bild wandert. Alternativ wäre Autoguiding möglich, was aber den technischen und finanziellen Aufwand wieder erhöht.

CS
Chris
 
Zitat von watkin:
Hallo Oliver,

wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du den Mond formatfüllend in kurzen Abständen (z.B. alle 10 Sekunden) ablichten, um die Einzelbilder zu einer Zeitraffer-Aufnahme zusammenzufügen. Und das über einen langen Zeitraum und möglichst automatisch.

Hi!

Kleine Anmerkung noch: Der Mond hat eine leicht andere Geschwindigkeit drauf als die Sterne, falls über mehrere Stunden (Mondfinsternis) fotografiert werden soll, ohne öfters mal nachzuregulieren, muss die Montierung die Möglichkeit bieten, die Nachführgeschwindigkeit auf "Lunar" oder "Mond" umzustellen. Sonst wandert er trotz Nachführung raus; die einzelnen Aufnahmen sind aber immer noch scharf.

Bis 1,5m Brennweite ist der Mond bei einer Consumer-DSLR noch ganz drau, danach wird er abgeschnitten.

Gruß,
Alex
 
Da fällt mir ganz spontan eine "kleine" Paral. montierung, die dann einfach über biegsame Wellen per Hand nachgekurbelt wird.

Gebraucht sollte man da so um die 50 Euros kommen - und nebenbei wird einem nicht langweilig beim Warten auf den nächsten Schuss ^^

So kann man Günstig zumindest arbeiten.
 
Nicht ganz.

Ich möchte vorallem bewegte Zeitrafferaufnahmen bei Tag machen; vom Straßenverkehr, vom Himmel allgemein, von großen Menschengruppen (Fußgängerzone), usw.

Falls es euch schonmal bei Zeitrafferaufnahmen aufgefallen ist, die bewegen sich meist nicht, das ist natürlich uncool ;)

So kann ich zb. nen schönen Panoramaschwenk über den Tag verteilt aufnehmen auf dem man sieht wie die Sonne auf und untergeht :)


MfG
Oliver
 
Hallo Oliver,

bei deinem Budget von lediglich €200,- macht es meiner Meinung nach wenig Sinn über eine Komplettlösung (Optik mit viel Brennweiten-mm/€ plus zusätzlicher Zeitraffer-Schwenk-Montierung) nachzudenken.

Das Geld reicht gerade mal für eines der beiden Ziele. Du solltest dabei auch bedenken, dass gerade im Foto-Zubehör-Umfeld für Kleinteile deftige Preise zuschlagen können (siehe z.B. Foto-Adapter für Montierungen bei Wolfi, ist aber bei anderen auch nicht billiger).

Für deine Zeitraffer-Montierung würde ich statt einer motorisierten EQ2 eher die "einarmigen Banditen" mal genauer unter die Lupe nehmen. Eine parallaktische Nachführung (Hauptdrehebene = Äquator) ist da eher nicht nötig. Da entspricht eine azimutale Montierung (Hautdrehebene = Horizontebene) eher den Anforderungen. Eine paralaktische Montierung kann zwar im Prinzip auch dazu zweckentfremdet werden, aber stabiler wird sie dadurch eher nicht. Wichtig hingegen ist für deine Zwecke eine Ansteuerung der Montierung per Computer, damit du deine gewünschten Schwenks zeitraffergerecht vorprogrammieren kannst.

Für die Frage der Mondfotografie wäre vielleicht auch eine Option, wenn du bereits über eine (villeicht nicht mehr benötigte) WebCam verfügst. Ansonsten kommt als Teleskop-Objektiv eine sogenannte Russentonne in Betracht. Der Neupreis liegt zwar etwas über deinem Limit, aber gebraucht wird sie ja auch gelegentlich angeboten.

Viele Grüße
Stephan
 
Hallo Oliver,

wenn ich dich nun richtig verstanden habe, willst du sowas in der Art, also mit Kamerabewegung, machen. Da würde sich diese Montierung anbieten. Ist in der Timelapseszene recht beliebt. Wenn Du auf Schwenks in der vertikalen verzichten kannst, wäre auch ein Bau eines ( angetriebenen ) Kameradolly eine günstige Lösung.

Gruß,
Marcus

EDIT: Da war Stephan schneller :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Vielen Dank für die vielen Antworten, Tipps, und Ratschläge.

Ich habe mich für eine EQ2 mit Nachfürmotor entschieden. Zum einen weil ich mit der EQ2 so oder so ein solidies Kamerastativ habe, und zum anderen fehlt mir dann nur noch ein Teleskop meiner Wahl das kommt wenn die Kasse wieder etwas voller ist :)

Die einarmigen Banditen kamen leider etwas zu spät, wären auch eine Option gewesen, aber ich denke mal dass ich mit der EQ2 keinen Fehlgriff getan habe :)


MfG
Oliver
 
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