Konjunktion mit Mars am 28. - Wie beobachten?

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Bradyon

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Hallo Sonnenanbeter,

die Konjunktion findet statt am Fr., 28.07.2017 um 00:27 Uhr, also nicht beobachtbar ;( Aber die Elongation beträgt um 9 Uhr morgens immer noch 1,18° während die Sonne hier (7° Ost) bereits gut 27° hoch steht.

Für die visuelle Sonnenbeobachtung habe ich vor meinem 8" Dobson eine Baader Sonnefolie. Die Frage ist jetzt, ob der Planet im Teleskop überhaupt sichtbar wäre, was ich eigentlich stark bezweifle. Wenn dem so ist, könnte man vielleicht irgendeine Scheibe zur Abschattung in den Tubus anbringen, oder ist das Blödsinn? Auf die Idee bin ich durch die Lasco Coronagraphen gebracht worden.

Kann jemand weiterhelfen?

Klare Tage wünscht
Jan Willem

 
Ich habe mal am Taghimmel eine Marsbedeckung durch den Mond beobachtet. Mars war sehr schwer zu finden. Ich hatte Mars erst gesehen, als er sehr nahe am Mondrand war.

Das wird in der Nähe der Sonne noch deutlich problematischer sein: Der Himmel ist viel heller und du hast keinen visuellen Anhaltspunkt, an dem sich die Fokussierung des Auges festhalten kann.
 
Hallo Uwe,
Natürlich hast Du recht, der Kontrast ist gigantisch; mit Sicherheit zu groß, um den Mars ohne weiteres durch die Folie sehen zu können.
"So verabschiede ich mich unter Tränen" :smiley47: von dem schönen Plan.
CS JW
 
> ohne weiteres durch die Folie sehen zu können.

Durch die Folie sowieso nicht. Du kannst es mit einem Rotfilter versuchen. So in der Nähe der Sonne muss man sehr aufpassen, nicht aus Versehen in die Sonne zu blicken. Generell kann man diese Versuche nicht empfehlen, man mus sich erhebliche Gedanken über dei Sicherheit machen.Z.B. so im Schatten beobachten, dass die Sonne nicht mehr ins Blickfeld kommen kann.
 
Hallo Jan und Uwe,
ich würde nicht versuchen, Mars in unmittelbarer Sonnennähe visuell zu beobachten. Zum einen ist die unmittelbare Sonnenumgebung durch atmosphärisches Streulicht extrem aufgehellt (Mars befindet sich in weniger als 1° Abstand vom Sonnenrand), so dass Mars nicht zu sehen sein wird, zum anderen ist das Risiko, die Sonne versehentlich ins Gesichtsfeld zu bekommen, viel zu hoch. Es besteht die Gefahr schwerster Augenschädigungen bis zur Erblindung.
Gruß Willi
 
Hallo Willi und Uwe,

ich habe ein wenig herumgegockelt und Folgendes festgestellt: Wenn man den Mars sehen möchte, der bestimmt ein ganzes Stück dunkler ist als die Protuberanzen und Flares, bräuchte man Spezial-Konstruktionen, womit man eine 'künstliche Sonnenfinsternis' erzeugt.

Näheres dazu in der Wikipedia und bei der Volkssternwarte Darmstadt, wo eine berühmte Amateur-Konstruktion steht. Ich zitiere:
Protuberanzen-Refraktor nach Nemec mit 180°-Strahlengang (125 / 1300 mm, f / 10,4)

Dieses ebenfalls (samt Montierung) von Günther Nemec konstruierte Instrument ist neben dem klassischen Nögel das wohl berühmteste seiner Art, es wurde schon vor gut 40 Jahren weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, als Nemec seine Bau- und Funktionsweise in "Sterne und Weltraum" beschrieb (G. Nemec, Das Protuberanzenfernrohr als Hochleistungsinstrument, SuW 10 - 11, 171 - 109 [6/1971 - 4/1972]).
Guckst du hier.

Das wär's dann wohl. Gruß und CS,
JW
 
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