Hallo Amalia, Leo
und alle, die sich noch beteiligen werden.
Erst einmal ein großes Dankeschön an Dich Amalia, Du hast wirklich viel und sehr interessant
geschrieben. Auch die Links sind für mich sehr hilfreich, weil man auch neue Quellen des Wissen
erschließen kann. Für mich, als noch unerfahrenen Beobachter sind auch viele kleine praktische Bemerkungen interessant, die für andere sicher selbstverständlich sind.
Als Mathematiker denke ich oft recht algorithmisch, d.h. ich suche nach absoluten Entscheidungshilfen, die es oft nicht gibt.
Deshalb ist eine ausführlichere Darstellung, wie Deine und die Meinung Vieler für mich sehr hilfreich, da sich manche Aussagen relativieren und andere als nahezu absolut bestätigen.
Ich habe mir Deine Kontrast/Schärfe Bilder angesehen. Mein Problem ist mehr die Schärfe, der Kontrast scheint es weniger zu sein.
Danke Amalia auch für Deinen kurzen Beobachtungsbericht. 2200m ü.M. ganz schön hoch. Ist das Dein Dauerbeobachtungsplatz? Da muss die Durchsicht schon super sein! Das Du um halb 7 nach der Beobachtungsnacht müde bist und trotzdem noch geschrieben hast, alle Achtung!!!
Auch in Richtung Zähigkeit, werde ich mich noch entwickeln müssen.
Leo, mir sind die beiden von Dir genannten Punkte schon klar, ich habe das nur nicht so betont.
Ich habe Testberichte über Dein C9.25 gelesen. Manche bezeichnet es als das beste SC überhaupt und es gibt unmittelbare Vergleichstest mit dem 7’’LX200, wo es auch besser war, dank der größeren Öffnung). Im Gegensatz zum Maksutov-Cassegrain, ist eine Kollimation eines SC vom Hersteller vorgesehen und relativ leicht durchführbar. Ich habe auch Berichte gefunden, wie man ein MC kolliminiert, aber auch unglückliche MC Besitzer, die es sehr bereut haben, je die Kollimation verändert zu haben. Denke ich an mein Spiegelshifting und daran, dass ich mit unterschiedlichen Zubehör beobachte, dann weiß ich nicht, welche Spiegelposition ich kolliminieren sollte. Deshalb will ich erst alle anderen Faktoren für meine Probleme ausschließen und dann ernsthaft an eine Kollimation denken. Den nötigen zölligen Schlüsselsatz habe ich mir schon lange bei Conrad-Elektronik besorgt, aber ich traue mich noch nicht ran.
Zum Auskühlen hatte ich schon geschrieben, da ich aber sehr vorsichtig sein kann, werde ich auch längere Auskühlzeiten bis hin zum Lüfterdauerlauf probieren. Da ich beim Lüfterkabel ein Potentiometer zwischengeschaltet habe, kann ich den Lüfter auch sehr langsam drehen lassen, das selbst bei hoher Vergrößerung kaum ein vibrieren sichtbar ist.
Das sehr gutes Seeing eine notwendige, aber nicht hinreichende Vorausätzung für hohe Vergrößerung ist, ist schon klar, auch das Du im „Dorf Berlin“ wohnst, konnte ich aus Deinem Profil schon vor Tagen sehen, aber Dein Seeing bis hin zu 8-9/10 ist absolute Spitze.
Berlin und Umgebung hat fast überall Ansammlungen von beheizten Häusern, die das Seeing negativ beeinflussen. Wenn Du nicht gerade eine besondere Stelle auf den Acker hast, weit weg von jeder Siedlung, müsstest auch Du von dieser beheizten Luft betroffen sein. Deshalb meine allgemeine Frage bzgl. Deiner Beobachtungsumgebung. Vom Balkon sind jedenfalls solche Seeingwerte im Herbst nicht erreichbar und auch innerhalb eines Dorfes, kann ich es mir schwer vorstellen.
Wenn ich auf Deiner Homepage Deine Bilder bewundere, dann bin ich schon sehr beeindruckt.
Bei Dir scheint sowohl das Gerät, als auch der Beobachtungsplatz zu stimmen und offenbar hast Du auch die Erfahrung und Kenntnisse es in sehr gute Bilder umzusetzen. Deshalb bin ich dankbar für Deine Beiträge. Ich habe oft im Forum bemerkt, das positive Bemerkungen falsch verstanden werden können, insbesondere Mathematiker drücken sich vielleicht noch anders aus. Deshalb betone ich noch einmal, das es wirklich positiv gemeint ist!
Also noch einmal vielen Dank.
Jetzt ist endlich Wochenende und ich werde bei diesem super blauen Himmel beoachten, experimentieren und am Montag auch berichten.
Viele Grüße
Peter