Kopernikus 19. Februar 2013

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Canonist

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Hallo zusammen.
Den Jupiter vom 19. aus der halbstündigen Wolkenlücke habe ich ja schon gezeigt. Nun war die Zeit aufgrund der geringen Ausdehnung der Lücke zwar knapp, andererseits der Mond aber noch zu dicht bei Jupiter, um nicht erstmals einen Blick mit dem C14 zum Erdtrabanten zu werfen - zumal die Luft schon so schön ruhig war. Mindestens für eine Aufnahme von Kopernikus, der noch nahem am Termninator stand und daher einen anderen als den gemeinhin von zahllosen Aufnahmen gewohnten Anblick bot, reichte die Zeit gerade noch, bevor Wolken hereinzogen.
Hier das Ergebnis:

Link zur Grafik: http://www.diefotomaus.de/temp/mond%2013-02-19%2021-27tableau.jpg

Ergänzend zu den Daten im Bild der Hinweis, dass ich 3x Drizzle angewendet habe, um auf eine angenehmer betrachtbare Bildgröße zu kommen. Für's Forum wird es vermutlich verkleinert, das Original liegt hier:
http://www.diefotomaus.de/temp/mond%2013-02-19%2021-27tableau.jpg

Schade, dass wieder mal viel zu wenig Zeit blieb. Ich setze auf das Frühjahr, da wird zwischen Jupiter im Abgang und Saturn sicher öfter mal Zeit für den Mond bleiben.
LG
Rudolf
 
Hallo Rudolf,


irgendwie sieht der etwas überschärft aus!?

Schade das man nicht reinschauen kann. :-(
 
Hallo Thomas.
Das Bild ist natürlich geschärft, aber ich habe wirklich sehr darauf geachtet, dass es nicht artefaktisch wird. Die Abbildung realer Details lässt sich an Vergleichen mit Sondenbildern feststellen.

Der Anblick war auch für mich zugegebenermaßen zunächst ungewohnt, denn so scharf kenne ich Mondbilder bisher auch nicht, ich habe aber anscheinend einen wirklich günstigen Moment erwischt, bevor dann gleich wieder alles dicht war. Die Schärfung ist in Registax erfolgt und war um Vieles hinter dem, was z.B. bei Jupiter zur Anwendung kommt. Mond geht offenbar ganz anders, mit viel kleineren Werten.
Betrachten sollte man das Original allerdings aus einiger Entfernung, es ist immerhin mal 3 gedrizzelt! Die Darstellung hier im Forum lässt sich aber gut auch so aus normaler Betrachtungsdistanz anschauen.

Ich fand diesen Anblick durchaus spannend - gerade, weil der gewohnte und aus zahllosen Bildern wohlbekannte Kraterinnenraum mal nicht zu sehen ist, dafür aber Ringwall und Umfeld in einer Beleuchtung, wie sie kaum ein anderes Kopernikus-Bild mal hat (such mal bei Google...)
LG
Rudolf
 
Hi Rudolf,
du hast recht, so sieht man ihn selten.
Aber wenn man genau hinschaut sieht man doch einige Doppelbilder bzw.d ie Kraterwände sehen so aus was einen überschärften Eindruck gibt.
Ich hatte am 18.2. auch mit IR-pass gefilmt, bin aber nicht zufrieden.
Der visuelle Eindruck war perfekt, aber irgendwie ist das vermutlich durch den Filter nicht auf dem Chip angekommen.
Ich glaub ich werde IR-pass so schnell nicht wieder einsetzen sondern zukünftig den Mond nur noch mit IR-block filmen - seeing hin oder her.
VG Peter
 
Hallo,
die Doppelstrukturen entstehen überall da, wo helle Ränder sind; aber auch nur dort. Details verdoppeln sich dadurch nicht.
Da alles ultraschnell gehen musste (die Wolken zogen schon sichtbar heran), ist für besonders ausgeglichene Einstellungen keine Zeit geblieben. Der rechte Kopernikus-Wall ist daher an den hellsten Stellen leider ausgebrannt. Zudem habe ich mit dem Gamma-Regler gespielt und in höchster Eile versucht, Hell und Dunkel möglichst ausgeglichen sichtbar werden zu lassen. Das lässt sich sicher noch deutlich verbessern. Die Überschwinger sind ziemlich sicher keine Filtereffekte.
Ich habe auch weniger geschärfte Bilder probiert, für mich wirkte das nicht, es sah dann wieder eher zu unscharf aus.
MfG
Rudolf
 
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