Hallo Sven,
Einige Bemerkungen zu Deiner Antwort:
Ein Optikrechner, und das war bis vor wenigen Jahrzehnten kein "Rechner" sondern ein Mensch
Der Optikrechner (Optikdesigner ist ja kein deutsches Wort) ist noch immer ein Mensch. Nur die zähe Rechenarbeit wird vom Computer gemacht. Beim Optikdesign ist die menschliche Arbeit beim Optimieren um die vorhandenen Gläser-, Fertigungs- und Montagetoleranzen voll auszunutzen zeitlich gesehen noch immer der grösste Anteil. Um dir ein Beispiel zu geben: Mit einem Optikprogram hat man innerhalb eines Tages ein neuer Design von z.B. ein 6-linsiges Okular, aber man kann nichts damit anfangen weil Radien rauskommen wo keine Werkzeuge für sind oder Toleranzen so kritisch sind oder Glasarten so teuer das es kein Sinn hat so ein System zu fertigen und auf dem Markt zu bringen. Die Optimierung wo alles stimmt ist bei einen 6-linsigen Okular, abhängig von der gewünschen Qualität viele Wochen (je zu 40 Stunden) harte Arbeit!
Aber wenn man den Rohling, also die flache Glasplatte, mit einer Vakuum-Anlage ansaugt, verbiegt sie sich, ich glaube in einer Parabel.
Wenn man diese Herstellungsmethode benutzt ist der Rohling schon eine sehr saubere plan parallelplatte
muss die Auflagefläche des Werkzeuges absolut rund sein sonst wird Astigmatismus introduziert.
De Durchbiegung bei dieser Methode ist keine Parabel sondern eine Rotationsfigur einer Kurve 4. Ordnung wobei die Wendepunkte genau auf der Auflage liegen. Die Kurve der durchgebogene Platte ist abhängig von der gewünschen 'Power' der Schmidtplatte. Bei einer Vollschmidtplatte lautet diese Gleichung:
z(h)=Ch^4-5,26CH^2h^2+4,26CH^4
wobei
z = Profieltiefe über den Meridian als funktion wobei wobei 0 = Mitte und H = Rand und h die aktuelle Position auf dem Meridian. C ist eine Material/Druck-konstante.
In dieser Durchgebogenen Form schleift und poliert man eine konkave Sphäre. Diese sollte einen gewissen Radius haben der auch wieder abhängig ist von der Power der Schmidtplatte und Material der Schmidtplatte.
Vieles nicht nennende sollte die Kurve mit bezug auf der anderen (plan)Seite der Schmidtplatte die folgende Funktion haben:
z(h)= g*(3D^2/(32*(n-1)*r^3))*h^2 - (g/4*(n-1)*r^3)*h^4.
Hier ist z(h) die meridian Profielhöhe einer einseitigen Schmidtplatte wobei die Mittendicke der Platte noch addiert werden muss.
D = der Durchmesser der Eintrittspupille des Teleskops (also nicht der Durchmesser der Schmidtplatte),
n = der Brechungsindex des Glasses der optimierten Wellenlänge,
r = der Radius des Primairspiegels (für SC und S),
g = die Powerratio der Schmidtplatte (Schmidt kamera g = 1, SC z.B. 0,52).
Passt aber nicht ganz, die Bildfehler am Rand des Gesichtsfeldes werden so nicht optimal korrigiert
Stimmt leider nicht, diese Bildfehler werden nicht verursacht durch die Form des Schmidtcorrectors, aber ist abhängig von den (design) Parameter der Optik (Siehe Telescope Optics ein sehr ausführliches Kapittel).
Eine spätere Antwort von Wolfgang Birkefllner stimmt. Celestron hat diese Formgebungsmethode und erfunden und auch noch dummerweise Patentiert (das schon längst verlaufen ist).
Gruß,
Harrie